Elizabeth George - Undank ist der Väter Lohn / In Pursuit of the Proper Sinner

  • Buchdetails

    Titel: Undank ist der Väter Lohn


    Band 10 der

    Verlag: Goldmann

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 736

    ISBN: 9783442482887

    Termin: Mai 2015

  • Bewertung

    4.2 von 5 Sternen bei 38 Bewertungen

    83,2% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Undank ist der Väter Lohn"

    Der unerklärliche Selbstmord eines berühmten Londoner Komponisten nach einer umjubelten Premiere und die Leichen zweier ermordeter junger Menschen in einem gottverlassenen Moor: Inspector Lynley und Barbara Havers stehen vor einem Rätsel. Doch dann fördern Havers unkonventionelle Ermittlungsmethoden einen Mörder ans Tageslicht und mehr als einen Schuldigen ...
    Weiterlesen
  • Aktion

  • Bestellen

  • In einem Steinkreis in Derbyshire werden die Leichen eines jungen Mannes und einer jungen Frau gefunden. Beide wurden gewaltsam getötet, aber auf unterschiedliche Weise.


    Andy Maiden, der Vater des einen Opfers, ist ein alter Kollege und Mentor von Thomas Lynley und bittet ihn um Unterstützung bei der Aufklärung der beiden Morde. Er selbst kann sich nicht einmal erklären, wer der junge Mann ist, der zusammen mit seiner Tochter Nicola getötet wurde oder ob die beiden überhaupt irgendwie in Verbindung standen.


    Lynley reist nach Derbyshire, in Begleitung von Winston Nkata anstelle von Barbara Havers. Die ist nach ihrem Alleingang beim vorhergegangenen Mordfall bei ihm immer noch in Ungnade. Daran haben auch die Disziplinarmaßnahmen nichts geändert, die gegen sie ergriffen wurden, und darum darf sie diesmal nur ungeliebte Recherchearbeit machen, statt vor Ort zu ermitteln.


    Bald stellt sich heraus, dass Nicola Maiden vor ihren Eltern so einiges verborgen gehalten haben muss und in London ein ganz anderes Leben führte als zu Hause. Lynley vermutet, dass darin der Schlüssel zur Lösung des Falls liegt. Bald hat er eine ganze Reihe von Verdächtigen und versucht, mit Hilfe von Nkata und der lokalen Polizei das komplizierte Beziehungsgeflecht rund um die attraktive, freimütige junge Frau auseinanderzuklamüsern. Und wer gedacht hat, Barbara Havers sei nun demütig geläutert und säße brav am Computer, hat sich gewaltig geirrt.


    In diesem Band sind mir Lynley und Havers, so gerne ich die beiden mag, alle zwei etwas auf den Wecker gegangen - Lynley mit seiner sturen Weigerung, Havers ihr Fehlverhalten zu verzeihen; Havers ihrerseits, weil sie halsstarrig ihr eigenes Ding durchzieht und andauernd Lynleys Anweisungen missachtet, statt die Zähne zusammenzubeißen und etwas guten Willen zur Kooperation zu zeigen.


    Der Fall an sich war spannend und bot einiges an Überraschungen - nicht zuletzt, weil man sich bis zur Hälfte fragt, wie eigentlich der Prolog ins Bild passt -, aber auch ein wenig Figuren überfrachtet. Es gibt ziemlich viele Verdächtige, die alle in irgendeiner Art eine interessante Geschichte haben, was die Handlung ziemlich aufbläht und am Ende bedeutet, dass einige Handlungsstränge mehr oder weniger im Sand verlaufen, die für die (leicht konstruiert wirkende) Auflösung nicht wichtig sind.


    Auch die Beziehungskisten zwischen Lynley und Helen einerseits und Barbara und ihrem Nachbarn andererseits empfand ich in anderen Bänden schon mal als besser. Dafür hat Helen diesmal mit Einfühlungsvermögen und Köpfchen bei mir gepunktet, ebenso Winston Nkata, der sich hier ganz deutlich für weitere Fälle empfohlen hat. Er und Barbara ergänzen sich ausgezeichnet - darauf sollte Herr Lynley in Zukunft bauen!

    Why say 'tree' when you can say 'sycamore'?
    (Leonard Cohen)