Christoph Güsken: Pommes rot-weiß

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  • Christoph Güsken: Pommes rot-weiß; grafit-Verlag Dortmund 1999, 189 Seiten; ISBN: 3-89425-228-6



    Was möchte der schwarz gekleidete Mann von Unternehmensberater Guido Martes? Hat er etwas mit den Leichen zu tun, die der Sohn von Mertens des Öfteren in seiner Wohnung zu finden glaubt? Bernie Kittel ist Privatdetektiv und soll Antworten finden.


    Kittel hat aber noch ein ganz anderes Problem. Sein Partner Henk Voß wird von einem italienischen Killerkommando bedroht.


    Dies hier ist der fünfte Kittel&Voß-Kriminalroman.


    Nach etwas steifem Beginn kommt die Handlung schwungvoll in Fahrt und bietet gut lesbare Unterhaltung: Es wird mehr angedeutet denn geradeheraus gesagt, daß die Handlung in der rheinischen Metropole Köln spielt. Lokalkolorit (wie der Dom oder der FC) tauchen überhaupt nicht auf. Was schon ein wenig bedauerlich ist. Schließlich lebt Köln ja von seinem Klüngel.


    Auch bei den Figuren muß man als Leser schon genau aufpassen. Sie sind nicht immer sehr deutlich gezeichnet - es besteht sehr leicht Verwechslungsgefahr. Und ein Detektivpaar, bei dem der eine Partner auf der Flucht vor den Rachegelüsten eines gehörnten Ehemannes ist - wo hat es das schon mal in der Kriminalliteratur gegeben? WIrklich sinnführend ist dieser literarische Ansatz bestenfalls in diesem Buch, weil er hier mit viel gutem Willen zur Handlung paßt.


    Es mag bessere Krimis (auch aus deutscher Feder) als diesen geben. Er bietet aber trotzdem die Art Unterhaltung, die man gerne am Wochenende und im Urlaub liest.

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