Leonie Swann - Glennkill

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  • Ein Erstlingsroman einer Deutschen über Schafe in Irland, entnehme ich dem Klappentext. Etwas skeptisch öffne ich das Buch und bin gefangen.
    "Gestern war er noch gesund", sagte Maude. Ihre Ohren zuckten nervös.
    "Das sagt gar nichts", erwiderte Sir Ritchfield, der älteste Widder der Herde, " er ist ja nicht an einer Krankheit gestorben. Spaten sind keine Krankheit."
    Und dann hab ichs gekauft und nicht bereut.
    Es geht um den Tod eines Schäfers an der Grenze zwischen den beiden Teilen Irlands. Seine Herde, der er oft vorlas , sowohl Liebesgeschichten als auch Krimis, versucht auf ihre Art den Mörder zu finden. Da es aber Schafe sind, welche keine große Ahnung von den Problemen der Menschen haben, ist das nicht so einfach. Schon einfachste Worte müssen sie sich erst einmal auf Schaflogik erschließen. Das klappt nicht immer so, wie bei Menschen, aber es klappt. Allein die Darstellung dieser Gedankengänge ist schon genüsslich zu lesen.
    Dann die Charakterisierung der einzelnen Schafe: Mopple the Whale, Miss Maple (köstlich die Geschichte, wie sie zu ihrem Namen kam), das Winterlamm und alle anderen Charaktere.
    Bis auf wenige Phasen, wo das Buch etwas ins "Esoterische" schwankt, ist es ein reiner Lesegenuss.
    Nach der Lektüre wird jede/r Lammkoteletts oder Keulen mit ganz anderen Augen betrachten und bewusster verzehren, wenn es überhaupt noch geht.
    Übrigens ist die Lösung des Falles auch für gewiefte Krimileser nicht so leicht heraus zu finden - und ich werde sie nicht verraten.
    Wer noch fesselnde Lektüre für die Winterabende sucht, sollte sich das Buch anschaffen.

    Neue Lektüre:
    John Norman : Die Nomaden (Gor-Reihe, Bd 4 )
    Wo man liest, da lass dich ruhig nieder,
    böse Menschen lesen keine Bücher

  • Hans im Schnok


    Vielen Dank für die Vorstellung! Ich habe das Buch schon seit einiger Zeit in meinem Amazon-Warenkorb liegen, bin aber dann doch jedesmal, wenn's ans Bestellen ging, unsicher geworden und habe es lieber gelassen. Jetzt weiß ich wenigstens, daß es wirklich so lesbar ist, wie der Klappentext es verspricht. :wink:


    Gruß
    Ute

  • Ich hatte mir das Buch aus der Bücherei geliehen und habe es nicht zu Ende gelesen. Irgendwie kam ich nicht rein und konnte mich in die "schafigen" Denkstrukturen nicht einfinden.
    Ich mag aber auch diese Katzenkrimis von Rita M. Brown nicht. Vielleicht sind Tierkrimis einfach nicht mein Ding :scratch:

    Liebe Grüße,
    Rita


    ~Ich wäre lieber ein armer Mann in einer Dachkammer voller Bücher als ein König, der nicht lesen mag.~
    Thomas Babington

  • Nun gut- Schafe sind nicht jedermanns/fraus Sache, was ich auch verstehen kann.
    Aber da ich jahrelang Schafe hatte und demnächst auch wieder welche haben werde, kam ich sehr gut mit dem "Schafkrimi" zurecht.

    Neue Lektüre:
    John Norman : Die Nomaden (Gor-Reihe, Bd 4 )
    Wo man liest, da lass dich ruhig nieder,
    böse Menschen lesen keine Bücher

  • Hallo zusammen!


    Bei mir ist gerade Halbzeit bei dem Buch.
    Mir geht es ähnlich wie Rita. Ich werde mit dem Buch auch nicht warm.
    Klar entlockt es mir den einen oder anderen Lacher, lacher, wenn ein paar Schafe ausbrechen um einem Gespräch zwischen zwei Frauen zu lauschen und ein Schaf Geranien fressen muß, damit man durch's Fenster gucken kann und anschließend das Schaf eine Kolik bekommt.... :lol:
    Aber ich bin der Meinung man hätte doch ein wenig Spannung einbauen können.

  • Ich habe es auch gleich auf meinem Wunschzettel notiert.... klingt nach einem Buch für mich.
    Schade, dass wohl jeder schon die Weihnachtsgeschenke zusammen hat - da muss ich wohl bis zum Geburtstag warten...:?

  • Dieses Buch ist eigentlich ein Krimi. Total witzig und nur zu empfehlen.
    Das Geheimnis des Mörders und der Schafwolken wird geklärt.



    Klappentext
    Eines Morgens liegt der Schäfer George Glenn leblos im irischen Gras, ein Spaten ragt aus seiner Brust. Die Schafe von George sind entsetzt: Wer kann den alten Schäfer umgebracht haben? Und warum? Miss Maple, das klügste Schaf der Herde, beginnt sich für den Fall zu interessieren. Glücklicherweise hat George den Schafen vorgelesen, und so trifft sie das kriminalistische Problem nicht ganz unvorbereitet. Trotz vieler Missverständnisse kommen sie der Menschenwelt mit ihrer Schafslogik nach und nach auf die Schliche und verfolgen unerbittlich die Spur des Täters. Zwischen Weide und Dorfkirche, Steilklippen und Schäferwagen warten ungeahnte Abenteuer auf Miss Maple und ihre Herde, bis es ihnen tatsächlich gelingt, Licht ins Dunkel zu bringen und den rätselhaften Tod ihres Schäfers aufzuklären ...

    Die magische Musik aus dem magischen Kasten machte irgendwie alles leichter (Das zehnte Königreich)

  • Hallo Danielle,
    angesichts eines scharfsinnigen Schafes namens Miss Marple bin ich natürlich an diesem Krimi höchst interessiert. Und Irland mag ich auch gern.
    Ich kenne ja schon Krimis, in denen Katzen oder Hunde einen Fall lösen, aber Schafe ...


    Gut, dass ich einen Buchgutschein vom Christkind bekommen habe.


    grüße von missmarple

  • Hallo Schaffreunde :loool:


    Also ich bin letzte Woche auch mit dem Buch fertig geworden. Da ich ein kleiner Schafe Fan bin musste ich das Buch natürlich lesen.


    Ich fand es auch witztig und zu empfehlen :thumright: ist es auf jedenfall. Es ist einfach süss.


    Aber ich muss sagen so richtig gepackt wie ein Krimi hat es mich nicht. Es war einfach nur schön zum lesen.


    Liebe Grüsse von Pooh

    "Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt."


    :study: Die Vermessung der Welt, Daniel Kehlmann

  • Ein nettes Buch.


    Aber den Wirbel, der darum gemacht wurde, diese tollen Kritiken und gleich die Übersetzung in 7,8 Sprachen, kann ich nicht nachvollziehen.
    Streckenweise ist es wirklich originell und liest sich gut, vor allem, wenn die Schafe sich das Gebahren der Menschen ansehen und aus der Schafsicht betrachten und beurteilen, aber das, was einen guten Krimi ausmacht, der rote Faden und die Erkenntnisse, die sich daran reihen, bricht oft ab.


    Was ich am meisten vermisst habe, war das "Irische" des Buches. Pub und Guiness allein reichen mir nicht, um das Charakteristische auszudrücken. Besäße die Lüneburger Heide eine Steilküste, könnte das Buch genauso gut dort spielen.


    @ Missmarple: Das besagte Schaf heißt übrigens "Miss Maple" (ohne r).


    Marie

    Bücher sind auch Lebensmittel (Martin Walser)


    Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero)



  • Ich hatte mir sehr viel von dem Buch versprochen und mich richtig darauf gefreut...
    ... jetzt muss ich zu meiner Schande gestehen, dass es eins der gaaaanz wenigen Bücher ist, die ich abgebrochen habe :shock:


    Ich bin mit den Schafen einfach nicht warm geworden und fand es nicht lustig.
    Schade, aber so verschieden sind wohl die Geschmäcker.


    LG,
    bonsai

  • stimmt, ein echter krimi ist das nicht, aber es steht ja auch ausdrücklich "schafskrimi" drauf. und was für eine art krimi will man von einem schaf schon erwarten.


    trotzdem: ich habe selten ein so amüsantes buch gelesen. die perspektive, aus der die schafe auf uns menschen schauen, hat mich während des lesens immer wieder grinsen lassen. und herrlich sind auch die unterschiedlichen prioritäten der schafe selbst. hätte nie gedacht, daß es so wichtig sein könnte, ob man "wollig" ist oder nicht.


    gestern abend war leonie swann zur lesung in heidelberg. eine sympathische junge frau, die etwas verzweifelt versucht, ihrem ruhm aus dem wege zu gehen. aber jedenfalls hat sie mein buch signiert und das ganze mit einem schaf aus dem daumenkino verziert!

  • Weiss jemand wann dieses Buch als Taschenbuch rauskommt?
    Es ist ja fast noch in den Top ten, von daher gehe ich davon aus, dass es noch nicht schnell erscheinen wird oder?
    Ich schleiche immer um das hardcover rum, aber ich kann und will es mir definitiv nicht leisten.

    Liebe Grüße, Tardigrada


    :study: "Moja Igra" von Luka Modrić (Autobiografija)

    :bewertung1von5: 2018 gelesen: 23 :bewertung1von5: 2017 gelesen: 120 :bewertung1von5: 2016 gelesen 140 :bewertung1von5:2018 - 2019 Leseflaute

  • Hi,


    ich hab das Buch auch gelesen...jedenfalls zum Teil ;-)
    Bin auch nicht richtig warm damit geworden und hab knapp nach der Hälfte abgebrochen...
    Anfangs fand ich auch die Sicht der Schafe auf den Menschen sehr amüsant und es kam doch zu einigen Aha-Erlebnissen oder Selbsterkenntnissen :-)
    Aber irgendwie zog sich das für mich einfach zu lange hin und es kam nciht wirklich was neues...


    Gruss Silke

  • ich liebe das buch.. es ist zwar kein richtiger krimi, aber ein richtig nettes buch mit tollen neuen ansichten ...

  • Hallo Ihr,


    ich bin schnell mit diesem Buch warmgeworden und ich konnte es auch nicht mehr wirklich aus der Hand legen. Aber ich habe es auch ein bisschen anders gemacht als ihr: Ich bin an die Nordsee gefahren und da gibt es auch Schafe ;). Und dann habe ich mich gemütlich in einen Strandkorb gesetzt mit ein bisschen Blick aufs Wasser und ein bisschen auf den Deich zu den Schafen und in der Mitte: Mein Krimi und ich!
    So und eines ist sicher: Endlich verstehe ich die Schafe! DANKE Leonie Swann!!!


    Ich würde das Buch jedem empfehlen, denn ich war total begeistert. Und eines ist ganz sicher: Ich bin froh ein Mensch zu sein, denn als Schaf die Menschen zu verstehen scheint mir schwieriger, als als Mensch die Schafe zu verstehen!


    Carina

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