Lori Nelson Spielman - Nur einen Horizont entfernt / Sweet Forgiveness

  • Buchdetails

    Titel: Nur einen Horizont entfernt


    Verlag: FISCHER Taschenbuch

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 384

    ISBN: 9783596032969

    Termin: September 2016

  • Bewertung

    3.8 von 5 Sternen bei 52 Bewertungen

    76,9% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Nur einen Horizont entfernt"

    ›Nur einen Horizont entfernt‹ ist nach ›Morgen kommt ein neuer Himmel‹ der zweite große Bestseller von Lori Nelson Spielman. Berührend und ergreifend – ein Roman über das Verzeihen, ein Roman, der Hoffnung macht, ein Roman, der Vergebung schenkt. Jetzt endlich auch als Taschenbuch erhältlich! Mit zittrigen Fingern öffnet die TV-Moderatorin Hannah Farr einen Brief. Der Absender ist eine ehemalige Schulfreundin, die sie jahrelang gemobbt hat. Die Frau bittet sie nun um Vergebung. Dem Brief beigelegt sind zwei kleine runde Steine und eine Anleitung. Einen Stein soll sie als Zeichen dafür zurücksenden, dass sie ihrer früheren Klassenkameradin vergibt. Den anderen soll sie an jemanden schicken, den sie selbst um Verzeihung bitten möchte. Hannah weiß sofort, wer das sein könnte: ihre Mutter. Aber soll sie wirklich zurück zu den schmerzhaften Ereignissen von damals und die Auseinandersetzung mit dem Menschen suchen, der sie am besten kennt? Denn Hannah hat etwas getan, das das Leben ihrer Mutter für immer verändert hat … Manchmal ist es etwas winzig Kleines, das uns Großes tun lässt.
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  • Hannah ist Mitte dreißig und in New Orleans eine der erfolgreichsten Fernsehmoderatorinnen. Bei dem Topsender WNO hat sei eine eigene TV-Show. Nicht nur beruflich, sondern auch privat scheint sie es absolut perfekt zu haben. Den kein geringerer als der Bürgermeister von New Orleans - Michael - ist Hannahs Freund. Allerdings ist nicht alles in ihrem Leben so perfekt wie es scheint. Seit Jahren wartet Hannah schon sehnsüchtig auf einen Heiratsantrag von Michael und mit dessen Tochter Abby versteht sie sich überhaupt nicht. Auch beruflich würde Hannah gerne weiter kommen und bewirbt sich daher bei einem größeren Sender in Chicago. Für das Vorstellungsgespräch benötigt sie ein Expose und einen Vorschlag für eine Sendung. Was wäre da perfekter als die aktuell so bekannte Story mit den Versöhnungssteinen. Fiona Knowels ist die Erfinderin der Steine. Jedem dem sie in ihrem Leben Leid zugefügt hat, hat sie um Vergebung gebeten und Hannah ist eine der ersten die Steine von Fiona bekommen hat. Doch will sie Fiona, die sie in der Highschool damals immer gehänselt hat wirklich verzeihen? Und wem wiederrum soll sie im gleichen Zuge um Verzeihung bitten um die Kette der Versöhnung nicht zu unterbrechen? Hannah versinkt in ihrer Vergangenheit und sowohl Höhen als auch Tiefen begleiten ihre Reise.




    Mehr will ich zum Inhalt nicht verraten. Der zusätzliche Klappentext beschreibt die Geschichte sehr gut und ein bisschen Spannung soll ja noch vorhanden sein.



    Schon das Cover gefiel mir richtig gut und nur deswegen bin ich auf das Buch aufmerksam geworden. Das leuchtende gelb und das dunkle lila im Kontrast find ich einfach wunderschön. Auch die Pusteblume - passend zum Thema Verzeihen - find ich hier passend.



    "Nur ein Horizont entfernt" war mein erster Roman den ich von der Autorin Lori Nelson Spielman gelesen habe. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir richtig gut, er ist flüssig und mitreißend und ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich bin gut in die Geschichte reingekommen und ich fand das die Charaktere gut ausgearbeitet wurden. Bei Hannah merkte man wirklich bis zum Schluss eine stetige Veränderung ihrer Persönlichkeit und das hat mir gut gefallen. Auch die anderen Charaktere wie zum Beispiel Jade, RJ und Dorothy habe ich direkt in mein Herz geschlossen.



    Der Roman ist auf jedenfall sehr gefühlvoll und regt auch zum nachdenken an. Die Idee mit den Versöhnungssteinen finde ich klasse, wobei ich nicht weiß ob ich sowas selbst machen würde. Ich bin mehr der Freund von direkter Aussprache. Aber das bleibt ja jedem selbst überlassen.



    Wer gern ein paar schöne und emotionale Lesestunden verbringen will, ist mit diesem Buch auf jedenfall auf der sicheren Seite.

  • Klappentext:
    Mit zittrigen Fingern öffnet die TV-Moderatorin Hannah Farr einen Brief. Der Absender ist eine ehemalige Schulfreundin, die sie jahrelang gemobbt hat. Die Frau bittet sie nun um Vergebung. Dem Brief beigelegt sind zwei kleine runde Steine und eine Anleitung. Einen Stein soll sie als Zeichen dafür zurücksenden, dass sie ihrer früheren Klassenkameradin vergibt. Den anderen soll sie an jemanden schicken, den sie selbst um Verzeihung bitten möchte. Hannah weiß sofort, wer das sein könnte: ihre Mutter. Aber soll sie wirklich zurück zu den schmerzhaften Ereignissen von damals und die Auseinandersetzung mit dem Menschen suchen, der sie am besten kennt? Denn Hannah hat etwas getan, das das Leben ihrer Mutter für immer verändert hat …
    Manchmal ist es etwas winzig Kleines, das uns Großes tun lässt.


    Meinung:
    Mein erstes Buch von der Autorin Lori Nelson Spielman. Ich muss zugeben, ich war hier ein Verpackungsopfer. :-,
    Der Klappentext interessierte mich so gar nicht, aber das Cover bzw. die ganze Aufmachung hat mich gezwungen es zu kaufen.
    Die Hauptfigur Hannah Marie Farr macht in der Geschichte eine komplette Entwicklung durch. Anfangs ist sie eine erfolgreiche TV-Moderatorin mit einem tollen Freund (der Bürgermeister) und steht andauernd in der Öffentlichkeit. Sie lebt das perfekte Leben. Später ändert sich dies, in dem sie eine Entscheidung trifft und ihre ganzen Lebensumstände ändern sich aufgrund ihres Handelns. Ihr Charakter entwickelt sich während dessen mit. Sie ist eine durch und durch sympathische Person. Besonders sympathisch ist auch eine der Nebenfiguren, ihre Maskenbildnerin und Freundin Jade. Sie gibt der Geschichte zwischendurch immer richtig Pepp! Auch die unterschiedlichen Kulissen in der Geschichte sind toll, realistisch, magisch und abwechslungsreich. Die Figurenkonstellation ist klasse.


    Der Schreibstil ist flüssig. An sich ist die Geschichte sehr einfühlsam und einfach nur menschlich. Es geht um Reue und wie man lernt jemandem zu verzeihen, sowie um Vergebung zu bitten.
    Am Ende gibt es noch einmal eine kurze, kleine, überraschende Wendung.


    Natürlich habe ich mir schon das Erstlingswerk der Autorin gekauft. Ich konnte einfach nicht widerstehen. :love:

    Da eine kleine Frage in der Geschichte dennoch offen bleibt, ziehe ich 1/2 Sterne ab.


    Tolles Buch! EMPFEHLENSWERT.
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    "Aber sie hatten einander damals völlig natürlich verstanden und angenommen. So vollständig, dass es beinahe ein Wunder war"


  • Meine Meinung :


    Im Gegensatz zu "Morgen kommt ein neuer Himmel" hat mich "Nur einen Horizont entfernt" total begeistert .


    Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen,er war flüssig,humorvoll und an den richtigen Stellen einfühlsam.Ich konnte das Buch auch bei dieser Geschichte wieder kaum zur Seite legen und wollte wieder unbedingt wissen,wie die Geschichte endet,obwohl es ja schon irgendwie vorhersehbar war.
    Am meisten hat mich beeindruckt,wie die Autorin die Charaktere ausgearbeitet hat.
    Hannah war mir von Anfang sympathisch und sie hat eine tolle Wandlung gemacht . Sie ist eine erfolgreiche Moderatorin,die meiner Meinung nach bodenständig geblieben ist .Trotzdem ist ihr die Karriere erst noch sehr wichtig .
    Ich habe mich allerdings sehr gewundert,das


    Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle,die Geschichten über Freundschaft,Beziehungen und Vergebung mögen
    Ich bewerte mit :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

  • Der erste Satz:


    Das Ganze dauerte einhundertdreiundsechzig Tage.


    Meine Meinung:


    Eine Geschichte über das befriedigend befreiende Gefühl des Verzeihens


    Ich muss gestehen, dass ich, nach all dem Positiven, das ich von Lori Nelson Spielmans Vorgänger Morgen kommt ein neuer Himmel gehört/gelesen habe, (eher unbeabsichtigt) mit hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen bin. Von den ersten 50-70 Seiten war ich auch noch ein wenig enttäuscht, denn mit der Ich-Erzählerin und gleichzeitigen Hauptprotagonistin Hannah Farr bin ich leider nicht auf Anhieb warm geworden und ganz allgemein hat die Story bei mir auch erst irgendwie einen (nicht so wirklich in Fahrt kommen wollenden) Hollywoodfilm-Eindruck hinterlassen.


    Die Idee, ein Buch über Entschuldigungen und das Versöhnen durch die sogenannten Versöhnungssteine zu schreiben, fand ich wirklich interessant und um ehrlich zu bleiben dann in weiterer Folge auch sehr gut umgesetzt. Denn glücklicherweise war die Entwicklung der Geschichte ziemlich fesselnd zu lesen. Ab dem Zeitpunkt, wo Hannah Farr beschließt, sich von ihrer Vergangenheit durch Beichten und Entschuldigungen zu befreien, kommt die Story so richtig ins Rollen und wird immer spannender zu verfolgen. Hannah musste nämlich feststellen, dass im Hier und Jetzt eine Beichte einer Lüge von vor vielen Jahren, nicht immer und schon gar nicht sofort, Friede zwischen den betreffenden Personen herstellt.
    Ich habe mit Hannah mitgefiebert und ihr gewünscht, dass sie dranbleibt, sich nicht durch Enttäuschungen entmutigen lässt und weiterhin an die Kraft des Verzeihens glaubt, dass sie einfach die für sie richtigen Erkenntnisse erlangt.


    "Du wirst nie eine Zukunft haben, wenn du dich
    nicht mit der Vergangenheit versöhnst."


    Klar, mir hat Hannahs Geschichte auch selbst geholfen ... Also nicht, dass ich ein Problem mit Entschuldigungen hätte^^, nein. Ich bin ein großer Fan vom Verzeihen. Aber dennoch konnte ich mir aus diesem Buch mindestens eine ganz wichtige Botschaft mitnehmen, und sei es nur, um mich (wieder) daran zu erinnern, dass es letzten Endes immer besser ist, etwas zu beichten, was vor längerer Zeit geschehen ist, aber bisher niemandem sagen konnte, um mich (und/oder andere Menschen) zu schützen. Auch wenn es im ersten Moment so aussieht, als würde diese Beichte mehr zerstören als wieder gutmachen. Am Ende merkt man, dass man sich befreit fühlt und muss nur mehr auf das erlösende Gefühl warten, das man erlangt, wenn einem verziehen wird.


    "Es gibt zwei Gründe, warum die Menschen Geheimnisse
    haben. Um sich selbst oder um andere zu schützen."


    Nur einen Horizont entfernt hat sich für mich jedenfalls gelohnt zu lesen, nicht zuletzt wegen der vielen schönen Zitate, die ich darin nach und nach gefunden habe. Morgen kommt ein neuer Himmel ist, jetzt nach dieser Lektüre, auf meiner Wunschliste definitiv ein Stück weiter nach oben gewandert.


    4 :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: !

  • Die erfolgreiche Moderatorin Hannah Farr hat einen tollen Job und mit Bürgermeister Michael Payne einen bekannten Mann an ihrer Seite. Eines Tages bekommt sie einen Brief mit zwei „Versöhnungssteinen“ von ihrer ehemaligen Klassenkameradin Fiona Knowles, die heute eine berühmte Schriftstellerin ist und ihr damals das Leben zur Hölle gemacht hat. In dem Brief bittet sie Hannah um Verzeihung für alles, was sie getan hat. Damit stößt Fiona sie in ein Dilemma, denn auch Hannah hat eine dunkle Vergangenheit und müsste jemanden ganz dringend um Verzeihung bitten: ihre Mutter, die sie seit über 20 Jahren nicht gesehen oder gesprochen hat. Wird sich Hannah endlich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen und ihre Mutter aufsuchen? Und wird sich Hannahs Leben durch das Verzeihen, das Beichten und Vergeben verändern?


    Lori Nelsen Spielman hat mit ihrem Roman „Nur einen Horizont entfernt“ einen emotionalen, aber auch unterhaltsamen Roman vorgelegt. Der Schreibstil ist sehr eingängig und bereits mit der ersten Seite ist der Leser mitten im Geschehen. Der esoterisch-angehauchte Teil mit den Versöhnungssteinen wird innerhalb der Geschichte gut erklärt und jeder, der an so etwas glaubt, sollte es selbst mal ausprobieren. Vielleicht erleichtert es ja auf diese Weise wirklich das Leben. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich angelegt, von nett bis fies ist alles vertreten und man kann so richtig in sämtlichen Untiefen schwelgen. Hannah wirkt eigentlich sehr sympathisch, meistens kommt sie allerdings äußert naiv daher, ist viel zu gutgläubig und oftmals möchte man ihr einen Tritt in den Hintern geben, weil sie so dumm ist. Michael ist ein selbstverliebter Kotzbrocken, ein Egoist, wie er im Buche steht und nur auf seinen eigenen Erfolg fixiert. Tochter Abby dagegen kommt erst als verzogene Zicke daher, allerdings wird man als Leser positiv überrascht, als sie Hannah gegenüber endlich mal offen ist. Hannahs alte Freundin Dorothy ist herzerwärmend und eine Optimistin. Durch ihr Alter hat sie auch eine gewisse Lebenserfahrung und –weisheit, die Hannah nur nutzen kann, wenn diese genau zuhört. Ein Lichtblick ist auch Jade, die Maskenbildnerin von Hannah, die sich als echte Freundin entpuppt und auf die sich Hannah immer verlassen kann.


    „Nur einen Horizont entfernt“ ist ein unterhaltsamer Roman, dessen Hauptthema das Verzeihen und das Beichten von Dingen ist, die man gern verborgen hält. Das Buch lässt sich schön lesen, der Inhalt ist aber eher etwas seichter Natur. Für einen Urlaub gut geeignet, doch Liebhaber von anspruchsvollerer Literatur sollten die Finger davon lassen. Eingeschränkte Leseempfehlung.


    Hierfür gibt es nicht mehr als :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: !

    Bücher sind Träume, die in Gedanken wahr werden. (von mir)


    "Wissen ist begrenzt, Fantasie aber umfasst die ganze Welt."
    Albert Einstein


    "Bleibe Du selbst, die anderen sind schon vergeben!"
    _____________________________________________


    SUB: ca. 1.800 / gelesen 2019: 367/ 143788 Seiten

  • Hat meine Erwartungen nicht ganz erreicht


    Auf den Inhalt des Buches möchte ich nur kurz eingeben. Es geht um Hannah,TV-Moderatorin, die von einer ehemaligen Klassenkameradin 2 Steine erhält, mit diesen Steinen wird um Vergebung gebeten, sollte sie ihrer ehemaligen Klassenkameradin verzeihen, dann soll sie einen Stein zurücksenden, den zweiten Stein soll sie einer Person zuschicken, die sie selber um Vergebung bitten möchte. Dabei kommt Hannah eine Person in den Sinn, die sie dringend um Verzeihung bitten sollte, zu der sie jedoch keinen Kontakt mehr hatte und das seit 20 Jahren, ihre eigene Mutter. Wird Hannah über ihren Schatten springen und "den Stein ins Rollen bringen"?
    Als erstes muss ich das Cover erwähnen, dass mir sofort ins Auge fiel, durch die Farbgebung macht es natürlich aufmerksam und durch die Gestaltung erinnert es durchaus an den ersten Roman von Lori Nelson Spielman.
    Ich muss sagen, dass mir das erste Buch aus der Feder von Lori Nelson Spielman sehr gut gefallen hat, und dementsprechend habe ich mich mit hoher Erwartungshaltung ans Lesen begeben. Auch dieses Buch war an für sich sehr nett, allerdings auch sehr klischeehaft und leider zu vorhersehbar. Eine eher seichte Lektüre für einen faulen Nachmittag auf dem Sofa. Der Schreibstil der Autorin ist durchaus angenehm und flüssig zu lesen, die Sprachwahl ist eingängig und unterhaltsam.
    Hannah als Protagonistin ist mir zuerst so gar nicht sympathisch, naiv und einfach von vorne bis hinten klischheehaft dargestellt, hat es eine zeitlang gedauert, bis ich etwas wärmer mit ihr wurde. Als TV-Liebling mit dem Bürgermeister an ihrer Seite, mit Dingen in der Vergangenheit, auf die sie nicht stolz ist. Hm, na gut, es dauert auch ein wenig, bis Hannah in Schwung kommt, aber dann wird die Geschichte auf jeden Fall spannender. Aber es dauert halt einfach zu lange, bis Hannah wirklich an allem wächst, was ihr so widerfährt. Als besonderen Charakter möchte ich hier Hannahs Freundin Dorothy erwähnen, die ich gleich von Anfang an sehr spannend fand und die, auch dank großer Lebenserfahrungen, viele interessante Ansichten hat. Ansonsten bleiben auch hier die Nebendarsteller sehr vorhersehbar und bieten alle so gar keine Überraschungen.
    Die Grundidee mit den Versöhnungssteinen hat mir gut gefallen, auch wenn man während des Lesens schon ab und an grübelt, ob manches nicht besser unausgesprochen geblieben wäre. Es hat auch einen guten moralischen Ansatz,sprich verzeihen können und auch um Verzeihung bitten, aber irgendwie fehlte mir ein kleines bisschen mehr Tiefgang im Buch, auch meine Probleme mit der Protagonistin, mit der ich einfach nicht warm wurde, führte dazu, dass das Buch einfach nur nett blieb. Das Buch bietet für einen verregneten Samstag Nachmittag auf dem Sofa durchaus gute Unterhaltung, aber bleibt eher gewöhnlich. Trotzdem gibt es lieb gemeint 3,5 Sterne.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

  • Hannah als Protagonistin ist mir zuerst so gar nicht sympathisch, naiv und einfach von vorne bis hinten klischheehaft dargestellt, hat es eine zeitlang gedauert, bis ich etwas wärmer mit ihr wurde

    Das war auch mein Problem mit diesem Buch. :-?


    Die Geschichte an sich war ja ganz schön, obwohl ich den ganzen Versöhnungskram auch ein wenig kritischer sehe, weil hier überhaupt nicht der "Kosten - Nutzen" Faktor abgewogen wird. Ich bin auch der Meinung, dass manche Dinge lieber ungesagt bleiben, weil niemand einen Nutzen davon hat und es nur beiderseitigen Schmerz bringt, gewisse Dinge noch einmal drchzukauen. Meiner Meinung nach, muss "der Täter" eben manchmal mit seinen Schuldgefühlen leben und sie als eine Art Strafe annehmen, ohne diese Bürde dann auch noch dem "Opfer" aufzuhalsen. In gewissen Situationen finde ich das ziemlich egoistisch.


    Aber Hannah ging mir auch gewaltig auf die Nerven.


    Besonders schlimm fand ich die...


    Da hat sie sich so dermaßen selbst gedemütigt, dass ich mich total fremdgeschämt habe. Und dann macht sie sich hinterher auch noch Vorwürfe und entschuldigt sich bei diesem impertinenten Rotzbalg! ](*,)#-o
    Dieses devote Duckmäuserverhalten von harmoniesüchtigen Frauen, die auf Biegen und Brechen Everybodys Darling sein wollen, kann ich in solchen Romanen ja gar nicht leiden. :thumbdown:

    Ich :study: gerade: Kingsbridge 04 ~ Der Morgen einer neuen Zeit von Ken Follett

  • Die Autorin (Quelle: Amazon)


    Lori Nelson Spielman gehört zu den erfolgreichsten Romanautorinnen weltweit. Der internationale Durchbruch gelang ihr mit ihrem ersten Roman, ›Morgen kommt ein neuer Himmel‹, der in 30 Ländern erschienen ist und in Deutschland der Jahresbestseller Belletristik 2014 war. Bevor sich Lori Nelson Spielman ganz dem Schreiben widmete, war sie Lehrerin. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrer verwöhnten Katze in East Lansing, Michigan, U.S.A..


    Produktdetails (Quelle: Amazon)


    • Broschiert: 368 Seiten
    • Verlag: FISCHER Krüger; Auflage: 5 (21. Mai 2015)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 381052395X
    • ISBN-13: 978-3810523952



    Die Versöhnungssteine


    Hannah hat eine eigene Show, die Hannah Farr Show. Doch im Moment lassen die Quoten zu wünschen übrig. Sie sieht ihren Job bei WNBC gefährdet und bewirbt sich bei WCHI Chicago. Immer noch ist sie im Rennen…


    Hannah hat von einer ehemaligen Schulkameradin einen Versöhnungsstein bekommen, doch so mir nichts, dir nichts, kann sie ihr nun mal nicht verzeihen…


    Auch Hannah hat das Gefühl jemandem vergeben zu müssen, doch im Laufe der Zeit wandelt es sich ins Gegenteil….


    Sie will ihre Mutter besuchen, die sie seit vielen, vielen Jahren nicht mehr gesehen hat. Und die sie, laut Aussagen ihres Vaters, auch nicht mehr sehen wollte…


    Auf diesem Weg lernt Hannah RJ kennen. Er hat ein Weingut und sie braucht einen kurzen Unterschlupf, da es wie wild schneit…


    Doch Hannah hat einen Freund der Bürgermeister von New Orleans ist und ihr eigentlich die Hochzeit versprochen hat, irgendwann einmal...


    Doch Hannah hat auch eine Konkurrentin, die ihr den momentanen Job streitig machen will…


    Ist Hannah noch im Rennen? Ist ihr Job in New Orleans noch sicher? Hat sie wirklich Chancen auf den Job in Chicago? Warum kann Hanna ihrer ehemaligen Schulkameradin nicht verzeihen? Oder tut sie es doch? Wieso wandelt sich sie sich vom Opfer in den Täter, glaubt sie um Verzeihung bitten zu müssen? Warum hat sie sich nie um ihre Mutter gekümmert? Stimmt es, dass diese sie nicht mehr sehen wollte? Hat Hannah sich in RJ verliebt? Will sie es nur nicht wahrhaben, weil sie ja eigentlich mit Michael liiert ist? Will Michael Hannah überhaupt heiraten? Und was ist mit dieser Konkurrentin, wird sie Hannah gefährlich werden? Alle diese Fragen – und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.




    Meine Meinung


    Ich betone, dass Cover mir im Grunde egal sind, da es mir eben auf den Inhalt des Buches ankommt. Ein schönes Cover macht noch kein gutes Buch. Doch ein hässliches Cover hat auf den Inhalt des Buches keine Auswirkung. Wobei ich mich durchaus auch über ein schönes Cover freue. Das Cover ist nicht schlecht aber auch nicht super. Zweifarbig, gelb und pink. Auch die Schrift darauf, ist nicht so mein Fall. Genauer gesagt mag ich es gar nicht, wenn etwas durchweg groß oder auch durchweg klein geschrieben ist. Wäre ich ein Coverkäufer, hätte es mich wohl nicht inspiriert. Aber wie gesagt, es ist mir egal.


    Im Großen und Ganzen ließ sich das Buch leicht und flüssig lesen. Allerdings brauchte ich ein bisschen, bis ich in der Geschichte drinnen war. Auch bis ich mich in die Protagonistin hineinversetzen konnte. Die alles gar nicht so wollte, wie es dann passiert ist. Ich konnte sie irgendwie schon verstehen, ein junges Mädchen, das seine Mutter zurückhaben will. Und vielleicht deswegen etwas Dummes tut, oder war es doch so, wie sie sagte? Hundertprozentig klar, ist mir das nicht geworden. Auch nicht, wer wirklich schuld an dem Zerwürfnis ihrer Eltern war. Doch die Autorin hat es verstanden, Spannung aufzubauen und zu halten. Der Schreibstil war angenehm unkompliziert, keine Fragen, was die Autorin mit diesem oder jenem Wort/Satz gerade meint. Auch wenn mir das Buch sehr gut gefallen hat, blieb für mich die eine oder andere Frage offen, die ich ganz gerne geklärt gesehen hätte…. Aber das Buch hat mich trotzdem sehr gut unterhalten.

    Liebe Grüße
    Lerchie



    _______________________
    nur wer aufgibt, hat schon verloren

  • "Nur einen Horizont entfernt" erzählt die Geschichte von Hannah, einer Fernsehmoderatorin, die seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter hatte und nicht im Guten mit ihr auseinander gegangen ist. Hannah lebt ihr eigenes Leben und ist die meiste Zeit recht zufrieden und glücklich damit, trotz einiger Makel. Doch die Situation verändert sich, nachdem sie einen 'Versöhnungsstein' - einen Stein, der symbolisiert, dass der Sender Reue empfindet und um Vergebung bittet - erhält und selbst einen verschicken soll.


    Das Thema 'Vergebung' spielt in diesem Buch eine große Rolle. Der Ansatz ist, dass man immer die Wahrheit sagen sollte, egal wann und ungeachtet dessen, ob es eine große, klaffende Wunde aufreißen könnte, da es ähnlich wie ein Gewitter die Luft reinigen würde. Über dieses Konzept ließe sich vermutlich debattieren; natürlich sollten Beziehungen jeder Art nicht auf Lügen aufgebaut werden und es kann definitiv zur Besserung eines Verhältnisses führen, wenn alles offen gelegt und nicht mehr gelogen wird, aber ob es das wert ist, wenn man jemandem (unnötig?) weh tun muss ist die andere Frage. Trotz meiner kleinen Zweifel hat mir die Umsetzung in "Nur einen Horizont entfernt" ziemlich gefallen, vor allem da betont wurde, dass es nie darum ging, die Vorkommnisse zu vergessen. Das war, gerade in Bezug auf spätere Ereignisse, für mich wichtig.


    Es gab einige sehr emotionale Szenen, sowohl im positiven als auch im negativen Sinn, und die Charaktere müssen einige Rückschläge einstecken. Ich mochte, dass gerade Hannah, die ein paar bittere Wahrheiten erkennen musste, an ihrem Kummer gewachsen ist. Sie hat sich im Laufe der Handlung sehr weiter entwickelt und ihrem Leben eine neue, bessere Richtung gegeben. Die Geschichte an sich war gut aufgebaut, wenn auch zwischendurch bezüglich einiger Entwicklungen vorhersehbar.


    Obwohl ich nicht vollständig davon überzeugt war, wie schließlich alle Handlungsstränge zusammen gelaufen sind, hat mir das Ende an sich gefallen. Es ist schön, passt gut zur Geschichte und verdeutlicht auf jeden Fall, wie sehr die Figuren sich verändert und weiterentwickelt haben. Zwar werden nicht alle Fragen hundertprozentig beantwortet, aber das scheint so gewollt zu sein und man kann sich durchaus damit zufrieden geben.


    Von mir gibt es :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb: für eine gut durchdachte, interessante und durchaus emotionale Erzählung, die gut mit dem Konzept von 'Vergebung' umgegangen ist, für mich allerdings etwas vorhersehbar war.

    Carpe Diem.
    :study: Staci Hart - Wasted Words

    2020 gelesen: 17 Bücher mit 6495 Seiten | gehört: 5 Bücher mit 1984 Minuten

  • Ein wunderbares Buch, dem ich aber "nur" 4 Sterne gebe. Warum? Mir gefällt das Ende nicht hundertprozentig. Ein Großteil des Romans dreht es sich ja doch um Hannahs Job, ihre TV-Sendung, ihre Kollegen, etc. und darauf wird am Ende nun gar nicht mehr eingegangen. Sie wird gefeuert, aber was beruflich aus ihr wird steht in den Sternen. Nachdem so viel über ihren Job geschrieben wurde, fehlen ein paar Worte dazu am Ende einfach. Gerne hätte ich auch gelesen, dass ihre intrigante Ex-Kollegin und auch ihre Chefin vielleicht noch einen "vor den Bug" geknallt bekommen. Die sind mir zu einfach davongekommen.


    Außerdem bleibt quasi die Hauptfrage des Buches "Hat der Stiefvater oder nicht.....?" am Ende gänzlich unbeantwortet. Und das war schließlich DAS Thema des Buches. Die Hauptprotagonistin möchte die "Sache nun einfach auf sich beruhen lassen". Dafür, dass es darum eigentlich das ganze Buch über ging, fehlt mir hier eindeutig die Auflösung.


    Insgesamt ist das Buch ein echter Pageturner, schöner flüssiger Schreibstil, tolle Protagonisten, was die Liebe betrifft, ACHTUNG SPOILER: ein Happy-End, aber dennoch finde ich die beiden oben angesprochenen Punkte misslungen.


    Trotzdem: :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    :study: Ursula Poznanski - Fünf

    "Why can't people just sit und read books and be nice to each other" (David Baldacci)

    "Fälle niemals ein Urteil über einen Menschen, in dessen Schuhen Du nicht mindestens einen Tag gelaufen bist" (Biyon Kattilathu)


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