Die Ergebnisse der Leserlieblinge-Wahl im BücherTreff

Leo van Laat

  • Grüß euch!


    Ich darf mich seit Kurzem zur Riege der Autoren zählen und hoffe, hier ein paar Gleichgesinnte (und vielleicht sogar ein paar Leser) zu finden. Aber zuerst möchte ich mich euch einmal vorstellen:


    Ich bin 32 Jahre alt, komme aus Niederösterreich und habe unter dem Pseudonym Leo van Laat einen Liebesroman mit erotisch-sinnlicher Komponente geschrieben.
    Im "richtigen" Leben hab’ ich ein naturwissenschaftliches Hochschulstudium abgeschlossen und danach fünf Jahre lang im Gesundheitsbereich gearbeitet. Seit meiner Kindheit hatte ich jedoch den Drang in mir, einmal unter die Schriftsteller zu gehen. Da dies parallel zu meiner Arbeit aber nicht möglich war, hab’ ich vor einem dreiviertel Jahr meinen ganzen Mut zusammengenommen und beschlossen, mir eine Auszeit zu nehmen. Chronische Unterbesetzung, Stress und Nachtdienste hätten mich sonst wohl in den kommenden Jahren am Rad drehen lassen (und das wäre nicht das Glücksrad gewesen). Ja, und da stehe ich nun mit meinem 460 Seiten Roman, bereit die Welt zu erobern. O:-)


    Nun, wie hat das alles angefangen?
    Meine ersten zarten Schreibversuche hab’ ich mit 13-14 Jahren gestartet (genau weiß ich es gar nicht mehr). Damals hab’ ich auf unserer elektrischen Schreibmaschine ... (Gott, ist das echt schon so lange her?) Na jedenfalls hatte ich einen Commodore Amiga 600 zu Hause stehen, und ich war ganz begeistert von einem Spiel namens "Subtrade - Return To Irata" (vielleicht kennt das ja jemand von euch). Voller Enthusiasmus hab’ ich mich hineinziehen lassen in eine Science-Fiction-Welt, die ungefähr so etwas wie ein Konglomerat aus eben diesem Unterwasser-Spiel und Star Trek war. Ich weiß nicht, ob es die Fernsehserie "SeaQuest" zu diesem Zeitpunkt schon gegeben hat, aber ungefähr so hätte ich mir das ausgedacht. Recht weit bin ich mit meinen Bemühungen aber nicht gekommen, ganze drei Seiten hab’ ich geschafft (ich glaub’, es waren sogar nur zweieinhalb) dann war Schluss.
    Damals ist mir klar geworden, dass Leidenschaft alleine nicht ausreicht, um etwas zu schaffen, das den Umfang einer Schulhausübung bei weitem übersteigen sollte. Aber sie hilft einem beim Durchhalten. Schreiben ist eben nicht nur Träumen (das könnte ich den ganzen lieben Tag lang), sondern auch eine ziemliche Arbeit.


    Okay, warum ein Liebesroman? Gehört der zu der Sorte Mann, die ohne Feuchtigkeitscreme nicht das Haus verlässt? Äh, nein. Und um ganz ehrlich zu sein, meine Hauptinteressen liegen auch nicht in diesem Bereich, sondern eher bei Mystery, Horror und dergleichen - mehr die Stephen King Richtung. Ich bin auch niemand, der Bücher en masse verschlingt. Wenn ich drei Bücher im Jahr lese, ist das viel. Da müssen mich die Themen schon sehr ansprechen. Außerdem neige ich dazu, die Dinge, die ich lese, mit einem Auge zu analysieren. Ich bin eigentlich mehr an der Machart interessiert, wie jemand schreibt. Aber ich schweife ab.
    Also, warum ein Liebesroman: Das war kein Vorsatz, das hat sich während des Schreibens plötzlich in so eine Richtung entwickelt. Vielleicht musste auch etwas aus mir heraus, keine Ahnung. Jedenfalls hatte ich eine Idee für einen Schluss. Und das Genre hat gut dazu gepasst. So einfach war das.
    Ich bin mir auch sehr bewusst, dass mein Buch nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Gerade die Schreiberei ist doch ein ständiger Lernprozess. Aber man wird nur dann besser, wenn man dranbleibt. Daher habe ich gerade begonnen, für mein zweites Buch zu recherchieren. Das wird vermutlich im Mystery-Bereich angesiedelt sein und möglicherweise unter einem anderen Pseudonym veröffentlicht werden. Es könnte die Leser (falls ich jemals welche haben werde) sonst sehr verstören, wenn sie - in der Annahme in einen erotischen Roman hineinzuschmökern - auf Seite drei den ersten Toten verdauen müssen. Glaub’ ich zumindest. :)
    Na gut, das wär’s erstmal von mir. Ich freu’ mich schon, von euch zu lesen. Ich werde euch mein Buch in den nächsten Tagen im dafür vorgesehenen Unterforum vorstellen.


    Ach so, abgesehen von der Schreiberei höre ich auch leidenschaftlich gerne Musik. Von Klassik bis Black Metal. Wobei mein Schwerpunkt eher im härteren Bereich zu finden ist. Darüber kann man mit mir natürlich auch plaudern.

  • Eine wirklich schöne Vorstellung. Auf unserem Amiga wurden hauptsächlich Lemminge abgemurkst. Da war nicht viel mit Fantasieentwicklung :loool:


    Erstaunlich finde ich, dass du als seltener Leser zum Schreiben kommst - und wenn ich deine Vorstellung so betrachte, auch ein Talent dazu besitzt. Natürlich weiß ich nicht, wie lange du daran gesessen hast, diesen Text zu verfassen, aber bisher sieht es so aus, als wärst du des Schreibens zumindest einigermaßen mächtig. Das ist nicht selbstverständlich, auch nicht bei Autoren oder welchen, die sich so bezeichnen. Gerade erst heute habe ich wieder eine Diskussion darüber geführt. :wink:


    Musik ist etwas, für das ich in besonderer Stimmung sein muss, obwohl ich sie gerne höre. Beim Schreiben lenkt es mich eher ab, es sei denn, ich höre den Titel ~50 Mal hintereinander. Bei einem meiner Romane habe ich ständig Vampire von Xandria gehört, bei einer bestimmten Szene immer wieder Ring frei von La Fee, Maneater von Nelly Furtado oder Kein Zurück von Wolfsheim, bei einem anderen muss es eher ruhiger sein, bei meiner Kurzgeschichtensammlung, die ich gerade erst beendet habe, war es Blue Oyster Cult mit Don't fear the Reeper. 8) Musik darf mich nicht ablenken, sondern muss mich thematisch unterstützen, ansonsten hat sie aus zu sein.
    Lediglich im Auto höre ich noch Musik (von Klassik bis Futur Trance so ziemlich alles), dann aber laut. Ganz selten schmeiße ich mal zwischendurch eine CD in den Player.


    Also wenn du dein Buch hier irgendwann einmal vorstellst, werde ich mir zumindest die Leseprobe mal anschauen. Ob mich das dann wirklich zum Kauf bewegt, werden wir sehen :)

    "deine beschreiebung alleine lässt vermuten, dass es sich um schmöckerroman einzigartiger klasse handelt, nämlich übertriebenem bullshid, der mit der wirklichkeit keinene hinreichenden effekt auf die wirklichkeit erstreckt." (Simon Stiegler)

    Stimmt! Ich schreibe spannende Unterhaltungsliteratur, die den Leser aus der Wirklichkeit entführt, bis zum Ende gelesen wird und bei der der Leser am Ende fragt: Wann erscheint der nächste Band? Schreiben will halt gelernt sein

  • Herzlich Willkommen nei uns im BT, Leo van Laat :winken: und Danke für diese schöne Vorstellungsrunde :D

    viele Grüße vom Squirrel

    :study: Irmgard Keun - Das Mädchen, mit dem die Kinder nicht verkehren durften


  • Danke noch einmal für die freundliche Begrüßung! :wink:
    Und natürlich für das Lob @Divina ! Den Text hab' ich ungefähr in einer halben Stunde getippt. Aber da war ich gerade inspiriert.
    Ja, die Lemminge haben bei mir auch oft das Zeitliche gesegnet, meistens mit diesem unschuldigen Knopf, auf dem so eine Art Pilz abgebildet war... :D


    Meine Buchvorstellung mach' ich wahrscheinlich am Wochenende, wenn ich mal eine ruhige Minute habe. Und nur, um das festzuhalten: Ich erwarte mir nicht, dass jemand mein Buch kauft oder eine Lobeshymne darüber verfasst. Wirklich nicht. Ich bin schon zufrieden, wenn sich ein paar Leute die Leseprobe zu Gemüte führen und mir ihre ehrliche Meinung sagen. Die meisten Teilnehmer in diesem Forum haben ja deutlich mehr Erfahrung, was das Verfassen von Texten betrifft, und können den kurzen Ausschnitt sicher dementsprechend beurteilen. Fürs eigene Werk ist man ja oft eher blind.

  • bisher sieht es so aus, als wärst du des Schreibens zumindest einigermaßen mächtig. Das ist nicht selbstverständlich, auch nicht bei Autoren oder welchen, die sich so bezeichnen.


    Dem kann ich voll und ganz zustimmen! :thumleft:
    Mein erster Gedanke war: Wow, hier fallen mir weder Kommafehler, noch Rechtschreibfehler auf, und der Text hat Hand und Fuß! :)

    Die Erfindung des Buchdruckes ist das größte Ereignis der Weltgeschichte (Victor Hugo).

  • Hallo Leo van Laat :winken:


    und herzlich Willkommen!


    Ich wünsche Dir viele schöne Stunden hier und viele neue Leser!


    Viel Erfolg und liebe Grüße


    Taraliva

    :study: Ihr seid die Nächsten (Nordström & Shooter 2) von Ramon Maria Winter

  • Wer macht Fehler? :shock: Wie gut, dass ich nicht jeder andere Mensch bin :P


    Papyrus Autor ist für etliche Autoren ein sehr nützliches Tool. Schön, wenn du damit klar kommst. Bei etlichen Autoren denke ich, dass sie das oder ein ähnliches Programm einmal nutzen sollten. Ich selber habe damit so meine Schwierigkeiten. Dreimal habe ich es ausprobiert und dreimal wieder von der Festplatte geschrubbt. Aber so ist das eben: Die einen kommen mit dem einen gut klar, die anderen mit dem anderen ;)

    "deine beschreiebung alleine lässt vermuten, dass es sich um schmöckerroman einzigartiger klasse handelt, nämlich übertriebenem bullshid, der mit der wirklichkeit keinene hinreichenden effekt auf die wirklichkeit erstreckt." (Simon Stiegler)

    Stimmt! Ich schreibe spannende Unterhaltungsliteratur, die den Leser aus der Wirklichkeit entführt, bis zum Ende gelesen wird und bei der der Leser am Ende fragt: Wann erscheint der nächste Band? Schreiben will halt gelernt sein