Joe Hill - Todesfahrt ins Christmasland / The Wraith

  • Kurzmeinung

    Kapo
    Ein toller Graphic Novel über die Ursprünge des Christmasland
  • Eigenzitat aus amazon.de:



    “NOS4A2” bzw. “Christmasland” hat uns den unheimlichen Charles Manx und seinen Rolls Royce Wraith bereits in deutlichster Art und Weise vorgestellt und diese Kooperation von Stephen King und seinem Sohn hat deutlich gezeigt, dass die beiden sehr gut miteinander zusammenarbeiten können und dabei wohl immer etwas schaffen werden, was die Leserschaft begeistern dürfte.


    Mit „Wraith“ legt Joe Hill gleich mehrere Geschichten um „Chuck“ Manx vor, die von Charles Paul Wilson III illustriert in Hills Comic-Hausverlag IDW veröffentlicht worden sind. Die erste Geschichte ‚Fantoms‘ gibt uns die Lebensgeschichte Manx‘, die in sich selbst bereits eine Art Horrorgeschichte darstellt und die diese Figur in sehr erschreckender Art und Weise viel plastischer auftreten lässt, als sie dies bisher getan hat. Außerdem wird hier deutlich, woher er seine Idee für das Nummernschild des Wraith gehabt hat.


    Die längere Hauptgeschichte „Welcome to Christmasland“ erzählt die Geschichte von einer Gefan-genenüberführung – ein Psychopath, ein Kinderschänder und eine schwere Körperverletzung als Reaktion auf den Tod eines Kindes -, die fürchterlich schief geht und die dazu führt, dass alle Insassen des Wagens des DFC (Department for Correction) schließlich in „Chucks“ Wraith landen. Allerdings nicht alle auf den Passagiersitzen. Was wird wohl geschehen, wenn diese ausgewählten Exemplare der Gattung Mensch auf die regulären Bewohnerinnen und Bewohner des Weihnachtslands treffen? Besonders, da einige dieser Langzeitresidenten durch einen von ihnen dahin geschickt worden sind?


    Neben der Haupterzählung gibt es zu einigen der Charaktere auch noch durch Zeitsprünge ausgiebige Hintergrundgeschichten, was der ganze Sache eine sehr hohe erzählerische Dichte gibt, was zusammen mit den überaus verstörenden Bilder ein gar grusliges und handwerklich befriedigendes Gesamterzählwerk ergibt.


    Am Ende – im Stil alter amerikanischer Kinderbücher geschrieben und illustriert, gibt es noch als Epilog die Geschichte „Phantoms“, die am Ende sehr überraschend einige offene Fäden des Vorhergehenden wieder aufgreift.


    Alles in Allem wieder eine sehr befriedigende Gruselleseerfahrung mit sehr verstörenden, sehr graphischen Darstellungen.