C.M. Spoerri - Der magische Zirkel

  • Sie beherrscht keines der vier Elemente Wasser, Feuer, Luft oder Erde. Jeder in Altra kann es sie nicht. Da sie demnach zu keiner ansehnlichen Arbeit taugt, wird sie an ihrem sechzehnten Geburtstag als Dienerin in den Magierzirkel von Lormir geschickt. Dort soll sie den Rest ihres Lebens verbringen. Einen Tag vor ihrer Abreise erfährt sie ein Geheimnis. Ein Geheimnis, das ihr Leben für immer verändern wird.


    "Der magische Zirkel" ist der erste Band der "Alia"-Reihe von C.M. Spoerri.


    Die Autorin beweist in diesem Auftakt viel Fantasie und Kreativität, indem sie eine High Fantasy Welt erschaffen hat, die sich durchaus mit den großen Fantasyautoren messen kann. Altra ist wohl durchdacht konstruiert und authentisch skizziert. Viele kleine Details schaffen ein Setting, in welches man sogleich eintauchen kann und Abenteuer erlebt.


    Dabei bedient sich C.M. Spoerri einem überaus angenehmen Tempo und lässt der Geschichte genügend Raum, um sich zu entwickeln. Dennoch finden sich in "Der magische Zirkel" keinerlei Längen, sondern ein angenehmes Tempo, welches zügig den elementaren Teil der Geschichte erreicht und auch danach niemals den roten Faden verliert.Somit ist dieser Roman überaus spannend und packend zu lesen. Man kann herrlich in diesen eintauchen und findet sich ein einer Welt voller Gefahren wieder, deren Dramatik wunderbar herauskristallisiert ist.


    Auch das romantische Element ist stark ausgeprägt und lässt das Herz des Lesers höher schlagen. Dies unterstützt die Dramatik dieses ersten Bandes nur noch umso stärker und lässt den Leser mit seinen Lieblingscharakteren mitleiden und mitfiebern.Dies ist im genau richtigen Maße ausgeprägt, um nicht kitschig oder gewollt zu wirken. Stattdessen liest es sich einfach herzergreifend und voller Authentizität.


    Überraschende Wendungen sorgen dabei für eine gewisse Unvorhersehbarkeit und einen tollen Lesefluss, der sich durch nichts stören lässt, weshalb man ruckzuck am Ende angelangt ist und nun voller Neugierde auf die weitere Geschichte um "Alia" gespannt ist.


    Fazit: "Der magische Zirkel" begeistert von Anfang bis Ende. Phantastisch, romantisch und dramatisch. High Fantasy vom Feinsten. Bitte mehr davon!!!

  • Hallo @marie1990,
    danke für die Rezi,da bekommt man gleich Lust auf die Geschichte.
    Ich glaub ich werde mir die inzwischen vier Bände auch bald mal zu Gemüte führen :wink: .
    Wieviel Sterne vergibst Du denn?

    People were created to be loved.Things were created to be used. The reason the world is in chaos is because things are being loved and people are being used.



    :musik:


  • Alia (Der magische Zirkel) - C. M. Spoerri


    Sternensand Verlag

    550 Seiten

    Fantasy

    Band 1

    28. September 2019


    Inhalt:


    Alia beherrscht keines der vier Elemente.

    Jeder in Altra trägt Wasser, Feuer, Luft oder Erde in sich – sie nicht.

    Da sie demnach zu keiner angesehenen Arbeit taugt, wird sie an ihrem sechzehnten Geburtstag als Dienerin in den Magierzirkel von Lormir geschickt. Dort soll sie den Rest ihres Lebens verbringen.

    Einen Tag vor ihrer Abreise erfährt sie allerdings von ihrer Mutter ein Geheimnis, das ihr Leben verändern wird.


    Meinung:


    Ich habe lange, lange darauf gewartet, die Anfänge, sozusagen den Ursprung von Venera und den Kontinenten kennenzulernen.

    Diese Welt birgt so viele Geschichten und Geheimnisse, von Karinth bis hin zu Altra und darüber hinaus.

    Alia jedoch erzählt vorerst nur eine davon.

    Und die beginnt sehr vielversprechend.

    Als Leser befindet man sich im Norden von Altra, genauer gesagt in Lormir und dort ist Magie gang und gebe.
    Fast jeder Mensch der dort lebt, ist einem Element oder der Magie selbst zugeordnet und erfährt bereits in jungen Jahren eine strenge Ausbildung. Es kommt selten vor, dass jemand ohne magische Begabung geboren wird und ehrlich gesagt, hatte ich auch nicht damit gerechnet, dass die Autorin das so knallhart durchzieht.

    Denn Alia steht kurz vor ihrem 16ten Geburtstag und ist komplett magielos.

    In der Gesellschaft, in der sie aufgewachsen ist, eine regelrechte Schande.

    Mit Abschluss des 16ten Lebensjahres muss sie gezwungenermaßen als Dienerin in den Magierzirkel von Lormir und was sie dort sieht, erfährt und was mit ihr passiert - das ist ein wahres Abenteuer.


    Auf der einen Seite hatte ich keine Probleme in die Geschichte reinzufinden.

    Ich mochte Alia auf Anhieb, ihre Loyalität zur Familie und die Gedanken, die sie durch die Story getragen haben - die hatten Klang und haben mich berührt.

    Auf der anderen Seite wirkte die gesamte Handlung etwas gepresst und nicht ganz ausgeführt.

    Obwohl die Zeit, die Story selbst, unheimlich schnell voran schritt. Ich kann das schlecht erklären, weil es mir persönlich ein wenig paradox vorkam. Vielleicht hilft ein Beispiel: Alia ist bereits einige Monate im Zirkel, als ein großes Ereignis ansteht. Vom Ereignis hätte ich mir etwas mehr Details gewünscht, doch die Protagonisten wurden durchgescheucht und schlussendlich die Zeit wieder ein wenig vorgespult.

    Da hätte ich mir ein bisschen Konstanz gewünscht.

    Das ist aber auch der einzige Punkt, der mich ein wenig konfus zurückgelassen hat.
    Dieses zeitliche Hin und Her, aber vielleicht hat das auch nur auf mich so gewirkt.

    Der Rest der Story wirkte gut gewählt und führt den Leser auf eine abenteuerliche Reise voller Gefahr und Hingabe.


    Was mich am meisten überrascht hat, waren meine Sympathieschwankungen.

    Xenos, der Leiter des Zirkels von Lormir, dem Standort, wo Alia dienen muss, ist eigentlich ein recht grausamer Mann.

    Im Verlauf der Handlung jedoch stand ich irgendwann kurz davor ihn in den Arm zu nehmen, um ihm zu sagen, dass alles gut wird. Sehr seltsame Anbandlung in Betracht dessen, mit welchen Mitteln er seine Machtposition durchdrückt.

    Ganz anders hingegen Reyvan, elfischer Abgesandter und äußerlich Badboy.

    Ihn mochte ich von Beginn an. Durchgängig.

    Und ich freue mich schon auf das was da noch von ihm kommt, denn er hat sichtlich noch das ein oder andere Ass im Ärmel.


    Obwohl die Geschichte etwas chaotisch, hektisch, gepresst und dann wieder langgezogen wirkt - Langeweile sucht man vergeblich. Der Schreibstil trägt einen durch die Seiten, sodass man fast alles um sich herum vergisst und fortan nur noch Alia und ihre Freunde begleiten will. Auch ohne Magie.


    Fazit:


    „Der magische Zirkel“ ist ein Auftakt, der so viel mehr verspricht.

    Für alle, die noch nichts von der Autorin kennen, eröffnet sich eine neue, großartige Welt, die einige Geschichten zu bieten hat. Die von Alia ist nur der Anfang.
    Zwar kein perfekter, aber ein Anfang, der aufregend, abenteuerlich, authentisch und anders ist.

    Lasst euch von Reyvan verzaubern, erkundet Altra mit Alia - aber nehmt euch in Acht, denn hinter jeder Ecke können Gefahren lauern.


    Bewertung:


    ⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)

  • Beitrag an bestehenden Thread angehängt :wink:

    viele Grüße vom Squirrel

    :study: Kurt Vonnegut Jr. - Slaughterhouse-Five