Anya Seton: My Theodosia

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  • Kurzbeschreibung (Quelle: amazon)
    Anya Seton's bestselling first novel, originally published in 1941, captures all the drama of the short life of Theodosia Burr (1783-1813). Theodosia is the daughter of Aaron Burr, Vice President of the United States serving under Thomas Jefferson. She is unwaveringly devoted to her father and he worships her. But his arrogant ambitions force her to choose between the man he insists she marry and the young soldier she truly loves. These same ambitions set in motion a chain of events that will end in treason and tragedy. Based on Anya Seton's meticulous research, My Theodosia is a compelling romance set against an historical background of the early years of the United States.


    Autorin (Quelle: amazon)
    Anya Seton was born in New York City and grew up on her father's large estate in Cos Cob and Greenwich, Connecticut, where visiting Indians taught her Indian dancing and woodcraft. One Sioux chief called her Anutika, which means 'cloud grey eyes', a name which the family shortened to Anya. She was educated by governesses, and then travelled abroad, first to England, then to France where she hoped to become a doctor. She studied for a while at the Hotel Dieu hospital in Paris before marrying at eighteen and having three children. She began writing in 1938 with a short story sold to a newspaper syndicate and the first of her novels was published in 1941. She died in 1990.


    Allgemeines
    Erschienen am 22.Mai 2014 bei Hodder & Stoughton General Division
    Erstveröffentlichung 1941
    Taschenbuch 344 Seiten
    Author´s Note, 27 Kapitel
    Erzählung in der dritten Person aus der Perspektive von Theodosia Burr-Alston
    Die Handlung deckt die Jahre 1800 bis 1813 ab und spielt an verschiedenen Orten Nordamerikas.


    Inhalt
    Der biographische Roman beschreibt das Leben der Theodosia Burr-Alston (1783 - 1813) von ihrem 17.Geburtstag bis zu ihrem frühen Tod im Alter von knapp 30 Jahren. Nachdem sie früh ihre Mutter und ihre Schwester verloren hat, wird sie von ihrem Vater, Aaron Burr (1756 - 1836, Vize-Präsident unter Thomas Jefferson) erzogen. Die Bindung von Vater und Tochter ist extrem eng, Theodosia vergöttert ihren charismatischen Vater und wird von diesem ebenfalls sehr geliebt und verwöhnt. Allerdings zögert der egozentrische und ehrgeizige Mann nicht, seine Tochter für persönliche Zwecke möglichst gewinnbringend einzusetzen. Auf sein Drängen heiratet sie mit 18 Jahren Joseph Alston (1779 - 1816), den Sohn einer reichen Plantagenbesitzerdynastie und einflussreichen Familie aus South Carolina. Theodosia ist in Meriwether Lewis (1774 - 1809) verliebt, opfert aber ihrem verehrten Vater zuliebe ihre eigenen Wünsche auf. In South Carolina wird sie jedoch nicht glücklich, was sowohl an der bestenfalls "lauwarmen" Beziehung zu ihrem Ehemann als auch an dem ihr nicht zuträglichen Klima im Süden liegt. So oft es geht, reist sie zu ihrem Vater und versucht, diesen in seiner wechselvollen und von Skandalen geprägten Karriere zu unterstützen.


    Beurteilung
    Der erste Roman von Anya Seton ist bereits - wie später ihre weiteren Bücher - sehr gründlich recherchiert und erlaubt dem Leser einen interessanten Einblick in die gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse im jungen Amerika. Die Handlung spielt hauptsächlich an der Ostküste, jedoch werden auch die Themen der beginnenden Erschließung der westlichen Gebiete und der im Süden institutionalisierten Sklaverei angesprochen.
    Das Leben des Aaron Burr wird faktengetreu dargestellt, in Bezug auf Theodosias Ehe mit Joseph Alston und ihre Liebe zu Meriwether Lewis ist die Lage nicht ganz klar: Die Autorin selbst beruft sich im Vorwort (Author´s Note) auf verschiedene Quellen, die ihre Interpretation stützen sollen, anderen Quellen zufolge soll sie sich einige literarische Freiheiten genommen und Theodosias Ehemann sowie die Ehe der beiden negativer portraitiert haben, als es den historischen Tatsachen entspricht.
    Dessen ungeachtet bietet der flüssig und anschaulich geschriebene Roman fesselnde Unterhaltung und darüber hinaus geschichtliche Informationen zu den Umtrieben von Aaron Burr.
    Der komplexe Charakter dieser interessanten Persönlichkeit wird gut herausgearbeitet, ebenso die für die Zeit außergewöhnlich innige Beziehung zwischen Vater und Tochter.
    Lesern, die sich für die amerikanische Geschichte des 19. Jahrhunderts interessieren, kann der Romane auf jeden Fall empfohlen werden.


    Fazit
    Ein lesenswerter, weitgehend realitätsbezogener Roman über die amerikanische Geschichte des frühen 19. Jahrhunderts!
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:



    @MaraIch habe keinen Hinweis darauf gefunden, dass dieser Roman jemals ins Deutsche übersetzt wurde.

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

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