Robert Low - Krone und Blut / Lyon at Bay

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Krone und Blut

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Verlag: Heyne Verlag

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 480

ISBN: 9783453411814

Termin: März 2015

  • Kurzbeschreibung:
    Der Kampf um Schottland geht weiter


    In den düsteren Jahren des frühen 14. Jahrhunderts kämpft das Schottische Königreich verzweifelt gegen die englischen Besatzer. Doch die großen Kriegsherren und Clansführer sind der Schlachten müde. Sir William Wallace, einer der Führer des schottischen Widerstands, muss nach Frankreich fliehen. Für den englischen König Edward scheint die Stunde des Sieges gekommen. Doch als der legendäre Freiheitskämpfer Robert the Bruce seinen Anspruch auf die schottische Krone geltend macht, flammt der Widerstand wieder auf. Der Kampf um die Freiheit wird für viele der letzte sein… (Quelle: Verlagswebsite)


    Der Autor:
    Robert Low ist Journalist und Autor. Mit 19 Jahren war er als Kriegsberichterstatter in Vietnam. Seitdem hat ihn sein Beruf in zahlreiche Krisengebiete der Welt geführt. Um seine Abenteuerlust zu befriedigen, nimmt er regelmäßig an Nachstellungen von Wikingerschlachten teil. Robert Low lebt in Largs, Schottland - dem Ort, wo die Wikinger schließlich besiegt wurden. (Quelle: Verlagswebsite)


    Allgemeines:
    Teil 2 der Königskriege-Saga. Erschienen 2015 bei Heyne.
    Das Original „Lyon at Bay“ erschien 2012 bei Harper Collins. Die Übersetzung aus dem Englischen stammt von Christine Naegele.
    480 Seiten, die in 16 Kapitel und Epilog gegliedert sind. Jedes Kapitel ist mit Zeit und Ortsangabe versehen. Vorangestellt ist noch eine Einleitung in Form eines kurzen Abrisses der historischen Begebenheiten sowie eine Landkarte von Schottland.
    Nachgestellt ist ein Personenverzeichnis, in dem Low auch erläutert, warum er die ein oder andere Person erfunden hat, und eine sehr interessante Nachbemerkung zur Historie, die man durchaus auch vorab lesen darf.
    Die Geschehnisse spielen in der Zeit von 1304 – 1307.Erzählt wird in der 3. Person.


    Inhalt:
    Die Rebellion ist niedergeschlagen. William Wallace hat nach der Niederlage bei Falkirk das Land verlassen. Sein Kopf ist Gold wert. Edward I. regiert noch immer das Land. Die Schotten sind des Krieges und des Kämpfens müde und sehnen sich nach Frieden, nach Familie, nach Normalität. Und so ist es kein Wunder, dass die Rebellen immer weniger Anhänger finden. Als Wallace ins Land zurückkehrt, wird er verraten und an Longshanks ausgeliefert. Auf grausame Weise hingerichtet soll er als abschreckendes Beispiel dienen.


    Doch Robert Bruce gibt nicht auf. Zwar hatte auch er Edward I. die Treue geschworen, doch insgeheim verhandelt er mit den einflussreichen Clans und schmiedet Bündnisse. 1306 lässt er sich in Scone zum König krönen. Doch kann er dem gebeutelten Land den Frieden bringen?



    Meine Meinung:
    Dieser 2. Teil der Königskriege-Trilogie spielt in den düsteren Jahren zwischen der Niederlage bei Falkirk und dem Tod von Edward Longshanks. Es sind Jahre voller Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Trauer. Viele Schotten fanden den Tod, sind geächtet, enteignet und noch immer unter englischer Herrschaft.


    Die historischen Fakten sind weitgehend bekannt. Doch wie schon in Teil 1 erzählt Robert Low die Geschichte der Großen aus der Sicht eines Unbekannten, wenn auch nicht Unbedeutenden. Sir Henry Sientcler von Herdmanston, genannt Hal, ist zwar eine erfundene Person, aber dadurch, dass der Autor ihn an die Seite von Bruce stellt, gibt er dem Leser die Möglichkeit, die Geschichte mit anderen Augen, aus einer anderen Sicht zu sehen. Er vermittelt Zweifel, Ängste und Trauer, aber auch immer wieder kurze Momente von Hoffnung und Liebe.


    Auch in diesem Band finden Schlachten statt, aber sie stehen nicht im Mittelpunkt der Handlung. Dort finden wir die Menschen, die sich um Robert Bruce scharen (oder auch scharen müssen, weil ihnen sonst gar nichts mehr bleibt), ihre Taten und Beweggründe.


    Die Stimmung des Buches ist düster, so wie die Stimmung damals wohl in ganz Schottland war. Aber es gab in diesen 3 Jahren wohl auch wenig Grund zur Freude. Mir hat dieser zweite Teil dennoch ebenso gut gefallen, wie Teil 1 und ich warte schon mit Spannung auf Teil 3. Freunden schottischer Geschichte, für die die Unabhängigkeitskriege nicht von blaugesichtigen Kämpfern im Kilt geschlagen wurden, sondern die an den wahren Helden interessiert sind, lege ich diese Bücher wärmstens ans Herz. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: von mir.


    Fazit:
    Düster, verlustreich, hoffnungslos – eins der dunkelsten Kapitel Schottischer Geschichte wird lebendig.

    Gelesen in 2018: 7 - Gehört in 2018: 6 - SUB: 352


    "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)

  • Und dies ist das Original. Schön, dass sich der Verlag in diesem Fall nicht um andere Cover bemüht hat. Mir gefallen die nämlich richtig gut.

    Gelesen in 2018: 7 - Gehört in 2018: 6 - SUB: 352


    "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)

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