Christoph Dittert - Die drei ??? und die brennende Stadt

  • Buchdetails

    Titel: Die drei ??? Und die brennende Stadt


    Band 167 der

    Bindung: E-Book

    Seitenzahl: 127

    ISBN: 9783440134351

    Termin: August 2012

  • Bewertung

    3.3 von 5 Sternen bei 3 Bewertungen

  • Inhaltsangabe zu "Die drei ??? Und die brennende Stadt"

    Ex-Kommissar Reynolds stattet den drei Detektiven einen Besuch ab. Doch die Wiedersehensfreude wird überschattet von dem rätselhaften Testament seines Bruders, das Justus, Peter und Bob für ihren Freund entschlüsseln sollen. Ehe sie sich versehen, stecken die drei ??? mitten in einem brandheißen Fall, der ihnen vollen Einsatz abverlangt.
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  • Inhalt (nach Amazon): Ex-Kommissar Reynolds stattet den drei Detektiven einen Besuch ab. Doch die Wiedersehensfreude wird überschattet von dem rätselhaften Testament seines Bruders, das Justus, Peter und Bob für ihren Freund entschlüsseln sollen. Ehe sie sich versehen, stecken die drei ??? mitten in einem brandheißen Fall, der ihnen vollen Einsatz abverlangt.


    Die Serie (nach Wikipedia): „Die drei ???“ (gesprochen: Die drei Fragezeichen) ist eine Jugendbuchreihe um drei jugendliche Amateurdetektive aus einem fiktiven Küstenstädtchen in Kalifornien, die ursprünglich 1964 in den USA vom Journalisten und Pulp-Schriftsteller Robert Arthur (1909-1969) ins Leben gerufen wurde (als „Alfred Hitchcock and The Three Investigators“). Nach ihrer Einstellung in den USA wird sie seit 1993 in Deutschland mit eigenen Geschichten fortgesetzt. Zudem wird sie im deutschen Sprachraum erfolgreich als Hörspielserie umgesetzt. Für die Serie geschrieben haben neben Robert Arthur William Arden (14 Folgen zwischen 1968 und 1989), Nick West ( zwei Folgen in den Jahren 1970 und 1971), M. V. Carey (16 Folgen zwischen 1971 und 1987), Marc Brandel (4 Folgen zwischen 1983 und 1989), Rose Estes (eine Folge im Jahr 1985), Megan und H. William Stine (fünf Folgen zwischen 1985 und 1989), Peter Lerangis (zwei Folgen in den Jahren 1989 und 1990), William McCay (zwei Folgen in den Jahren 1989 und 1990), G.H. Stone (vier Folgen in den Jahren 1989 und 1990), Brigitte-Johanna Henkel-Waidhofer (16 Folgen zwischen 1993 und 1996), André Minninger (acht Folgen zwischen ab 1997), André Marx (29 Folgen ab 1997), Ben Nevis (17 Folgen ab 1997), Katharina Fischer (zwei Folgen in den Jahren 1999 und 2000), Marco Sonnleitner (27 Folgen seit 2003), Astrid Vollenbruch (sieben Folgen in den Jahren 2005-2010), Kari Erlhoff (zehn Folgen seit 2008), Hendrik Buchna (fünf Folgen seit 2011) und Christoph Dittert (vier Folgen seit 2011).


    Dieser Roman stammt von Christoph Dittert und ist das insgesamt 166. Buch der Serie. Christoph Dittert (1974 in Rockenhausen geboren) ist - auch unter dem Pseudonym Christian Montillon - Verfasser von Romanen und Heftromanen aus dem Bereich der Science Fiction-, Fantasy-, Horror-, Kriminal- und Jugendliteratur (u.a. für Perry Rhodan und "Die drei ???")


    Drei Aspekte haben mich dazu bewogen, den zweiten von Christoph Dittert geschriebenen Drei-???-Roman zu lesen: (1.) greift er wieder auf den genialen Erzählstil der eingeschobenen Fingerzeige zurück, die früher von ihrem Mentor Alfred Hitchcock, jetzt - mehr oder weniger direkt - vom pensionierten Kommissar Reynolds kommen, der auch der Auftraggeber in dieser Geschichte ist, (2.) haben mich der vielversprechende Schauplatz der von immerwährenden Kohlebergwerksbränden verödeten Geisterstadt Centralia und das stimmungsvolle Cover für sich eingenommen und (3.) wollte ich nach Christoph Ditters ganz stimmigem, halbwegs befriedigenden, aber schnell vergessenen Einstandsroman "Geheimnisvolle Botschaften" mehr von dem "neuen" Drei-???-Autoren lesen.


    Tatsächlich gefällt mir dieser Roman recht gut, wenn auch der Geisterstadt-Schauplatz weit mehr als die halbe Miete ausmacht. Der Fall einer rätselhaften Erbschaft ist dagegen so interessant nicht - niedriger Kinderkrimistandard ganz ohne Überraschungen. Auch wird zu Beginn und bei dem historisch gebildeten Stichwortgeber, den die drei Detektive noch in der Geisterstadt wohnend antreffen, mal wieder zu viel geredet. Mit etwas Budenzauber werden auf dem Schrottplatz zu Beginn noch zwei mysteriöse Rivalen für die Suche nach der versteckten Beute (da verrate ich wirklich nicht zuviel, keine Bange) eingeführt, die sich dann erst einmal wieder etwas bedeckt halten - kein ständiges Auftauchen hinter Häuserecken, nein, die Bösewichte erscheinen erst wieder am Ort, wo der Fall auch enden wird, und wedeln - etwas zugespitzt gesagt - meist böse mit der Pistole, gucken verdutzt und sagen grimmige Sachen. Richtig Angst bekommt man nicht vor ihnen. Doch der endzeitgemäße Schauplatz mit seinen unsicheren, von unten gewissermaßen glühenden Straßen, Abbruchhäusern, Rauchschwaden und Bergwerksstollen umgarnt den Leser dann doch mit wohliger Gruselatmosphäre.


    Die Personenzeichnung ist durchwachsen. Nicht mag ich, dass Peter mal wieder als allzu großer Angsthase über-beschrieben wird. Gut gefällt mir dagegen der gedrechselte Tonfall von Justus, der nicht wie so oft übertrieben dargestellt wird. Bob bekommt mal nicht nur einen Schlag auf den Kopf, sondern darf ganz nett recherchieren. Alle drei Detektive tragen auf ihre Weise interessant zum Fortgang der Handlung bei. Samuel Reynolds ist leider (aber es war zu erwarten) nicht mehr der bärbeißige Horst-Frank-Typ aus den alten Hörspielfassungen (den bringt auch mein "Kopfkino" nicht mehr zurück), sondern ganz der weichgespülte Wolfgang-Draeger-Pensionist. Was soll man machen.


    Die Geschichte hat großartige Schauwerte, um gut genug zu unterhalten. So bekommt dieses Buch der neuen Drei-???-Generation von mir gute :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb: Sterne. Dennoch mangelt es der Geschichte einigermaßen an Substanz: Die Ermittlungen und Wendungen sind sehr überschaubar und gradlinig, was dem Kriminalfall nicht gut bekommt. Es gibt neben dem Hauptschauplatz kaum Orte, an denen etwas passiert. Die Erzählzeit ist wieder einmal sehr kurz und der Fall schnell aufgeklärt. Vorbei scheinen auch hier die Zeiten, in denen Drei-???-Autoren die erzählte Zeit einmal bis auf Wochen ausdehnten, in denen ermittelt, geforscht, beschattet, überprüft, überlegt, verfolgt und auch mal nur abgewartet wurde. Damals war sogar noch Zeit und Platz im Buch zum Erzählen, dass die drei Jungs bei ihren Eltern und Tanten betteln mussten, übers Wochenende wegzudürfen. Sowas wird heutzutage in einem Satz abgehandelt, und doch scheint die vom Verlag begrenzte Seitenanzahl von 128 nicht auszureichen, mehr als drei Schauplätze und mehr als zwei Tage unterzubringen. Was mir aber an diesem Kinderkrimi durchgängig sehr gefällt, sind die Fingerzeigeinschübe des Erzählers, die einigen Schmiss in die Geschichte bringen und es erlauben, auf anregende Art den Fortgang der Handlung zu beschleunigen und langweilige Zwischengänge zu verkürzen.


    Ich vermute alles in allem, dass die Geschichte in ein paar Wochen vergessen sein wird, wenn auch nicht der Schauplatz ...

    Mcdonald "Abendflüge" (51/352)

    Davies "Supertramp" (294/349)

    Schmidt/Käther (Hgg.) "Fantastic Pulp 2" (35/207)


    Jahresbeste: Lorenzen (2021), Jansson (2020), Lieberman (2019), Ferris (2018), Cather (2017), Tomine (2016), Raymond (2015), Agee (2014), Kesey (2013), Nisbet & Ford (2012) :king:

    Gelesen: 8 (2022), 185 (2021), 161 (2020), 127 (2019), 145 (2018), 119 (2017), 180 (2016), 156 (2015), 77 (2014), 58 (2013), 39 (2012)
    Letzter Buchkauf: Anderson "Lullaby Road" (19.1.)

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