Janin P. Klinger - Kuss des Schattenwolfs

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  • Serena und Jason haben sich entschlossen zu heiraten und ihr Glück könnte perfekt sein, wenn da nicht immer noch die stete Bedrohung durch Joker wäre. Der hasserfüllte Vampir hat es auf seinen ehemaligen Freund und dessen zukünftiger Frau abgesehen.


    Gleichzeitig unterläuft Jason während der Ausübung seines Dienstes ein schwerwiegender Fehler, der ihn seinen Job kosten könnte. Das und die ständige Bedrohung üben soviel Druck auf ihn aus, dass er beschließt, sich auf die Suche nach Joker zu machen, um die Sache ein für allemal zu beenden. Natürlich weicht Serena ihm auch dabei nicht von der Seite und gemeinsam mit einigen Freunden machen sie sich auf die gefährliche Jagd.


    Meine Meinung:


    Band 1 dieser Reihe hatte damals bei mir ordentlich eingeschlagen, deshalb habe ich mich unheimlich gefreut, als ich erfahren habe, dass die Geschichte nun fortgesetzt werden sollte.


    Das wunderschöne, in Blautönen gehaltene Cover passt hervorragend zum Vorgängerband und kann sich wirklich sehen lassen. Der Klappentext verspricht spannende Unterhaltung, die ich letztendlich auch bekommen habe, auch wenn sie im Gesamteindruck nicht ganz an den ersten Teil herangekommen ist. Das lag sicherlich zum einen daran, dass man dort die Charaktere erst kennenlernen musste und zum anderen, dass man sich dabei auf spannende Mördersuche begeben hat. Aber auch die Jagd nach Joker entbehrt keinesfalls der Spannung.


    Er ist in diesem Band ganz klar der Feind Nr. 1 und ein sehr unangenehmer Charakter, der trotz der traurigen Ereignisse in der Vergangenheit keinerlei Sympathiepunkte bei mir holen konnte. Ganz anders ist da natürlich Jason, der gerade jetzt noch vielschichtiger als zuvor erscheint. Besonders mag ich an ihm, dass Mitgefühl ihm nicht fremd ist und die zuvorkommende und beschützende Art, mit der er Serena behandelt und wodurch er seine Zuneigung zu ihr ausdrückt.


    Doch auch im zweiten Teil ist nicht jeder das, das er zu sein scheint und so gibt es hier mehr als einen Verräter, den es ausfindig zu machen gilt.


    Die Autorin fährt dieses Mal schwere Geschütze auf und macht deutlich, dass es in dem Roman keine Tabus zu geben scheint. Jokers Ausleben seiner perfiden Phantasien fand ich teilweise recht heftig, obwohl sie mehr als passend zu seinem Charakter erscheinen.


    Fazit:


    Janin Klingers "Kuss des Schattenwolfs" ist die gelungene Fortsetzung zu ihrem ersten Urban-Fantasy-Roman. Mit ihrem angenehmen Schreibstil flogen die Seiten nur so dahin, angereichert mit Spannung und Erotik. Das abgeschlossene Ende hat mich die Seiten mit einem guten Gefühl schließen lassen; gerne würde ich jedoch noch mehr von Jason, Serena und ihren Freunden lesen.

    "Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt." Arabisches Sprichwort :study::flower:

  • Inhalt
    Jason LaFaure und Serena Love Baltimore wollen sich endlich das Ja-Wort geben, eigentlich etwas ganz normales, wären sie nicht Vampir und Werwölfin. Überschattet wird das schöne Ereignis allerdings von zwei Vorfällen. Zum einen gab es bei Jasons Job einen Vorfall, der Leben forderte. Zum anderen lässt Joker ihnen keine Ruhe, denn versuchte er doch schon einmal ihr Glück zu zerstören. Um nicht länger seinen Schatten auf sich zu spüren, beschließt das Ehepaar selbst Jagd auf ihn zu machen. Sie machen sich auf nach Las Vegas und stoßen schon bald auf Jokers Spuren. Doch Serena bemerkt während dieser Zeit auch Veränderungen an Jason, der sich scheinbar immer mehr der dunklen Seite zuwendet. Wird die Jagd auf Joker ihr Eheglück am Ende zerstören?


    Meine Meinung
    "Kuss des Schattenwolfs" ist dir Fortsetzung von Janin P. Klingers Buch "Mondscheinbiss". Es handelt von den übernatürlichen NYPD Mitarbeitern Jason und Serena, die zwei verschiedene Wesen der Nacht darstellen. Doch obwohl sie eigentlich natürlich Feinde sein müssten, lieben sie doch einander.


    Jason "Jase" LaFaure ist ein Vampir und ein Profiler des NYPD. Er nutzt seine Fähigkeiten um Verbrechern das Handwerk zu legen. Seine Vergangenheit ist nicht gerade einfach gewesen, so war er damals auch an Joker geraten. Diese Begegnung war nicht gerade gut verlaufen und die Trennung war umso schlimmer. Seit dem stehen sie mehr oder weniger auf unterschiedlichen Seiten. In Serena hat er die Frau fürs Leben gefunden und möchte sie nicht mehr gehen lassen. Ihr kann er sich anvertrauen, denn sie ist die Eine für ihn. Er möchte sie vor Übel bewahren, denn Werwölfe sind in der Welt der Vampire oft die Opfer.


    Serena Love Baltimore ist eine Werwölfin und Lieutnant beim NYPD. Sie hat Jason bei der Arbeit kennen gelernt und verliebte sich dann auch in ihn. Ihre ganze Familie besteht aus Werwölfen, weshalb ihre Beziehung mit Jason zuerst für einige Schwierigkeiten sorgte. Doch nun sind sie glücklich und auch verheiratet. Doch Serena muss feststellen, dass sie noch lange nicht alles über Jason weiß. Joker hat ihr und ihrer Familie schon einmal viel Leid zugefügt und nun bedroht er ihre Ehe. Doch Jasons Vorgehen gegen Joker verunsichert sie, denn er zeigt Züge, die sie noch nie an ihm vernommen hatte. Sie muss sich fragen, ob er noch der Mann ist, den sie kennen gelernt hat.


    Die Geschichte beginnt in New York und setzt sich schließlich in Las Vegas fort. Die Geschehnisse in Vegas werfen ein düsteres Bild auf das Ganze. Die Atmosphäre wird drückend und schwer, doch vor allem dunkel und verrucht.


    Die Autorin führt ihre Leser in die paranormale Unterwelt, voller Sex, Gewalt und Drogen. Die Sachen, die hier geschildert werden, sind dem Leben gegenüber verachtend. Es entsteht die Situation, dass manche Leben höher angesehen werden als andere. Hier wird Jokers dunkle Seite vollkommen offen gelegt. Es hält sich für etwas besseres und ist bereit dabei über Leichen zu gehen. Joker glaubt, dass ihm ein Unrecht widerfahren ist und er sich deshalb nun rächen darf. Er sucht niemals die Schuld bei sich, immer sind es die anderen.


    Jasons und Jokers Vergangenheit und Gegenwart werden immer wieder miteinander verflochten. Hier und da wird ein Blick in ihre freundschaftlichen Zeiten geworfen und wie sich die Situation schließlich wendete.


    Ein wenig anstrengend empfand ich her Serena. Sie will unbedingt mit auf die Jagd nach Joker gehen, nach ihren Erlebnissen durchaus verständlich. Doch als Jason sie warnt, sich von einigen Orten in Vegas fern zu halten, hört sie natürlich nicht auf ihn. Mal ehrlich, es ist mehr die Stadt der Vampire und er als Vampir würde eine solche Warnung doch nicht einfach so aussprechen. Er weiß wie seine Artgenossen ticken und wie sie Werwölfe behandeln, doch dies will einfach nicht in ihren Kopf. Hinterher regt sich sich dann natürlich auf und meint, er hätte sich nicht so aufführen müssen. Er rettet sie und sie regt sich auf. Hätte sie auf ihn gehört, wäre es ja gar nicht zu solchen Situationen gekommen. Solche Frauen regen mich manchmal echt auf.


    Was ich an Jason etwas schade finde, ist die Tatsache, dass er immer versucht stark zu sein. Er leidet Schmerzen, doch offen zugeben kann oder will er es nicht. Lieber nimmt er irgendein Zeug ein und verlässt sich auf das Wort Fremder, als einen anderen Weg zu suchen.


    Fazit
    Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, die das Paar in die Ehe führt. Ein Mann, der unbedingt Rache üben will und mit seinen Geschäften die paranormale Unterwelt von Las Vegas leitet. Zwischen ihnen entsteht ein Kampf, aus dem nur eine Partei als Sieger hervorgehen kann. Spannend geschrieben, allerdings mit schwierigen Charakteren, die das Lesen so manches Mal zäh gestaltet.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

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