John L. Monk - Kick

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  • Handlung


    Seit Dan Jenkins Selbstmord begangen hat, lebt er nur noch als Gast in fremden Körpern. Vorzugsweise von Serienmördern, Drogendealern und Vergewaltigern. Während diese versuchen, wieder die Kontrolle zu erlangen und ihn aus ihrem Körper zu "kicken", was meistens ca. drei Wochen dauert, tut Dan alles, um ihrem verbrecherischen Treiben ein Ende zu setzen. Und dabei ist er nicht zimperlich, selbst wenn er sich dafür eine Kugel in den Kopf jagen muss. Vorher nutzt er jedoch die Zeit, die ihm bleibt, um die schönen Dinge des Lebens zu genießen, wie Pizza essen oder schnelle Autos fahren. Denn wenn er nicht gerade jemand anderes ist, befindet er sich körperlos an einem unbekannten Ort und hat nur seine eigenen Gedanken zur Beschäftigung. Die drehen sich neben seiner Vergangenheit vor allem um die Frage, ob und wer seine "Rides" steuert und was von ihm erwartet wird. Sein ständiger Begleiter ist die Einsamkeit, denn niemand kennt sein wahres selbst und wie kann man sich mit jemandem anfreunden, wenn man bald tot oder wieder ein Verbrecher ist?


    Autor


    John L. Monk ist verheiratet und lebt in Virginia, USA. Er hat einen Abschluss in Kulturanthropologie und arbeitet als Systemadministrator.


    Rezeption


    Die Idee, in fremde Körper zu schlüpfen und gute Taten zu vollbringen, ist nicht ganz neu, man denke z.B. an die Serie "Zurück in die Vergangenheit" aus den 80ziger Jahren. Trotzdem gelingt es dem Autor, neue Aspekte aufzuzeigen und Spannung zu erzeugen. Ein Stück weit lebt das Buch sicher auch von der Gewalt und Gruselmomenten, wenn Dan über das stolpert, was seine "Körpervorgänger" so hinterlassen haben. Er selbst wird im wesentlichen positiv dargestellt, er hat gewisse Prinzipien und will die Welt ein Stück besser machen. Andererseits ist er kein perfekter Held, wie schon seine Vergangenheit zeigt und auch in der Gegenwart verfolgt er durchaus auch seine eigenen Interessen. Und ob seine Methoden der Weltverbesserung immer angemessen sind, darüber ließe sich trefflich streiten. Jedenfalls ein interessantes Buch, das sich gut "weglesen" lässt. Meistens wirkt Dan als Ich-Erzähler, dazwischen beleuchten kurze Abschnitte seine Vergangenheit bis zum Suizid.


    Das Buch ist der erste Teil einer Reihe ("The Jenkins Cycle"), der zweite Teil ("Fool's Ride") ist auch bereits erschienen. Die Handlung ist aber soweit abgeschlossen, dass man ihn auch gut lesen kann, ohne weiteren Teilen entgegenzufiebern. Das Ebook ist derzeit kostenlos bei Amazon zu haben.


    Eine deutsche Übersetzung gibt es offenbar nicht, das Buch ist aber aus meiner Sicht recht einfach zu lesen.

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