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Johanna Alba, Jan Chorin - Hosianna!

Hosianna!

4.2 von 5 Sternen bei 5 Bewertungen

Band 3 der

Verlag: Rowohlt Taschenbuch

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 352

ISBN: 9783499269271

Termin: Oktober 2014

Klappentext / Inhaltsangabe: Es weihnachtet in Rom. Der Geruch nach Zuckerwatte und Apfelsinen liegt in der Luft, Touristen und Einheimische freuen sich in seltener Einigkeit auf die besinnlichen Tage. Auch Papst Petrus II. würde sich jetzt gern der Planung des Festtagsmenüs widmen. Doch als Herrscher über die Weihnachtshauptstadt der Christenheit stehen ihm dieser Tage lauter Pflichttermine mit trockenen Keksen und noch trockeneren Kardinälen bevor. Für Abwechslung sorgen da die beiden Schwestern des Papstes. Samt Kater ziehen sie im Vatikan ein – sehr zum Leidwesen der strengen Haushälterin Schwester Immaculata, die nicht unbedingt ein Herz für Katzen hat. Die Damen sind sich sicher: im heimischen Palazzo geht es nicht mit rechten Dingen zu! Schließlich ist ihr Mitbewohner – ein junger, spanischer Priester – unter mysteriösen Umständen verschwunden. Irdisches Verbrechen oder übersinnlicher Spuk? Klar, dass da die päpstliche Spürnase gefragt ist! Das Autorenpaar Johanna Alba und Jan Chorin hat es wieder getan: einen hochamüsanten Papst-Krimi geschrieben. «Hosianna» ist Pflichtlektüre für alle Italienurlauber, aber auch für alle, die es dieses Weihnachten nicht nach Rom schaffen.
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  • Die Adventszeit ist angebrochen und Papst Petrus freut sich auf eine besinnliche, aber auch gemütliche Zeit mit leckerem Essen und guten Freunden, wenn da nicht sein Hausdrachen Schwester Immaculata wäre, die streng über ihn wacht. Er kramt seine Krippe aus Kindertagen hervor und ist gerade mit dem Sichten der einzelnen Teile beschäftigt, als seine beiden Schwestern Maria und Martha vor ihm stehen und ihn um Hilfe bitten. Ein junger spanischer Priester ist spurlos aus dem Palazzo verschwunden, in dem die beiden wohnen, und sie befürchten das Schlimmste. Das weckt den Detektiv in Petrus, er scharrt seine Truppen um sich bestehend aus dem Priester Francesco und seiner Pressesprecherin Giulia, um sich dem mysteriösem Fall zu widmen und nachzuforschen. Zuerst wird die illustre Hausgemeinschaft unter die Lupe genommen, und schnell wird klar, dass dort jeder etwas zu verbergen hat. Spuren in der Wohnung des Verschwundenen lassen das Schlimmste erahnen, so werden alle zu Verdächtigen einschließlich der Papstschwestern. Der Fall ist verzwickt, und je tiefer das Ermittlungsteam gräbt, umso mehr tappt es im Dunkeln. Die Aufklärung wird auch noch zusätzlich erschwert, weil Francesco und Giulia sich ihrer Anziehung füreinander bewusst sind und ihr doch entsagen müssen. Dabei stiftet Giulias Verlobter noch mehr Unruhe. Wird es Petrus gelingen, noch vor Heiligabend Licht ins Dunkel zu bringen?


    Johanna Alba und Jan Chorin haben mit ihrem Roman „Hosianna!“ den dritten Band um Papst Petrus und seine Getreuen im Vatikan vorgelegt. Der Schreibstil ist wunderbar zu lesen, bereits mit dem spannenden Prolog findet man sich in einer mysteriösen Geschichte mitten im pulsierenden alten Rom wieder und macht sich mit Petrus und seinen Getreuen an die Aufklärung dieses verzwickten Falls. Der Humor ist einmalig, oftmals verschluckt man sich fast, so unerwartet kommt der nächste Witz um die Ecke, sei es im Dialog oder in der Handlung einzelner Personen. Als ein Beispiel mag hier ein Telefonat zwischen dem Papst und einer Polizeiwache herhalten, einfach göttlich! Die Protagonisten sind die Seele des Romans, wunderbar skizziert, lebensecht dargestellt und wirken deshalb besonders authentisch. Papst Petrus ist einer, wie man ihn sich wünscht. Er hat jede Menge trockenen Humor, genau an den richtigen Stellen platziert. Petrus hat die Gabe, hinter die Fassade der Menschen zu blicken und sie doch so zu nehmen, wie sie sind, auch wenn es seinen Alltag nicht gerade erleichtert. Immaculata, der „Hausdrachen“, ist oftmals unerträglich in ihrer Verschrobenheit, dabei ist sie eitel, eifersüchtig und hat eine spitze Zunge. Obwohl sie das genaue Gegenteil von Petrus ist, sind es gerade diese Reibungen zwischen den beiden, die dem Buch einen guten Schuss Zusatzwürze verleihen und die Lektüre umso kurzweiliger. Francesco und Giulia sind zwei Seelen, die sich zwar gefunden, doch einander nicht bekommen dürfen. Tja und Monsignore, der Kater der päpstlichen Schwestern, ist immer zur rechten Zeit am rechten Ort.


    Dem Autorenduo ist ein wunderbarer vatikanischer Krimi nach eindeutig britischem Vorbild, aber mit ganz eigenem Charme gelungen. Unblutig, doch verwirrend und spannend bis zum Finale. Das Lesen macht einfach riesig Spaß! Eine absolute Leseempfehlung, die sich beim Krimilesen wohlfühlen und das Lachen nicht verlernen möchten. Einfach herrlich!


    Werfe :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: Sterne für dieses Buch!

    1. (Ø)

      Verlag: Rowohlt Taschenbuch


    Bücher sind Träume, die in Gedanken wahr werden. (von mir)


    "Wissen ist begrenzt, Fantasie aber umfasst die ganze Welt."
    Albert Einstein


    "Bleibe Du selbst, die anderen sind schon vergeben!"
    _____________________________________________


    SUB: ca. 1.800 / gelesen 2019: 367/ 143788 Seiten

  • Hallo dreamworx
    Vielen Dank für die tolle Rezi! Das Buch ist mal gleich auf meine WuLi gelandet, paßt sehr gut in mein Beuteschema. Krimis lese ich ja eh gerne, Vatikan klingt auch gut, und Humor kommt auch in Krimis gut an.
    Muß man die anderen Bände vorher gelesen haben oder kann man gleich damit anfangen? Der würde ja jetzt sehr gut in die Zeit passen.



    Viele Grüße


    Sylvia, Paule, Lily, Zora, Luzian und Kasimir
    :study::study::study:

    :study:Michael Innes: Die Last des Beweises





  • Lieber TinkerbellMarie,
    nein, die anderen Bände muss man nicht gelesen haben, um dieses Buch zu lesen. Aber ich habe mir gerade die anderen besorgt, da mir dieser Roman besonders gut gefallen hat. Ich musste so oft grinsen, das hat richtig gut getan.
    Das Buch wird Dir bestimmt gefallen. Ich wünsche Dir viel Freude bei der Lektüre und einen schönen 3. Advent.
    Herzliche Grüße

    Bücher sind Träume, die in Gedanken wahr werden. (von mir)


    "Wissen ist begrenzt, Fantasie aber umfasst die ganze Welt."
    Albert Einstein


    "Bleibe Du selbst, die anderen sind schon vergeben!"
    _____________________________________________


    SUB: ca. 1.800 / gelesen 2019: 367/ 143788 Seiten

  • Hallo dreamworx


    nein, die anderen Bände muss man nicht gelesen haben,


    Super! Dann werde ich mal gleich gucken, ob die StaBü das hat, sonst muß es bis nach Weihnachten warten :|



    Liebe Grüße und einen schönen Adventssonntag


    Sylvia, Paule, Lily, Zora, Luzian und Kasimir
    :study::study::study:

    :study:Michael Innes: Die Last des Beweises





  • Rom bereitet sich auf Weihnachten vor und Papst Petrus holt die Weihnachtskrippe seiner Kindheit vom Dachboden, sehr zum Missfallen seiner Haushälterin, Schwester Immaculata. Als dann auch noch seine beiden Schwestern mitsamt Kater Monsignore bei ihm einziehen, ist es mit der Ruhe im päpstlichen Haushalt gänzlich vorbei. Aus dem Palazzo der Schwestern ist ein junger Priester verschwunden – Grund genug für Petrus einmal wieder zu ermitteln.


    Schon das Drumherum des Romans gefällt mir. Das Cover fällt sofort ins Auge und, auch wenn es durch das fehlende Gelb etwas am Wiedererkennungswert mangelt, verheißt es doch wieder eine schöne und humorvolle Geschichte. Auf die Innenseite des Umschlags wurde eine Karte gedruckt, die einige Szenen des Romans kennzeichnet und die Kapitel bilden einen Countdown bis Weihnachten.


    Es handelt sich hier um den dritten Roman einer Reihe um Papst Petrus, das größere Leseerlebnis hat man, wenn man die Vorgänger kennt und daher die Charaktere direkt einordnen kann, aber auch ohne Vorkenntnisse gibt es keine Verständnisprobleme und die Geschichte bereitet Vergnügen.


    Es ist schön, Petrus und seine Mitstreiter wieder zu treffen und mit seinen beiden Schwestern und dem Kater kommen weitere Charaktere hinzu, die man einfach mögen muss. Auch sonst treten wieder eine ganze Reihe mehr oder weniger skurriler Personen auf, mir gefallen sie alle gut …


    Der Kriminalfall ist gut durchkomponiert und durchweg logisch. Die Auflösung gefällt mir sehr gut. Man darf aber keine typische Kriminal-Ermittlung erwarten und manch einem Krimiliebhaber werden sich die Haare sträuben, wenn er mitverfolgt, wie hier ermittelt wird. Aber der Fokus liegt eben woanders. Trotzdem ist der Fall interessant und spannend und, wie schon gesagt, durchweg logisch.


    Wie man durch das Cover schon ahnen kann, enthält der Roman viel Humor. Allerdings gibt es dieses Mal auch nicht wenig Tragik – und diese betrifft vor allem Francesco, Petrus' Privatsekretär, denn Giulia, Pressesprecherin des Vatikans, kommt von einer Auslandsreise verlobt zurück. Die Autoren trauen sich da an ein heißes Eisen, das Thema Zölibat, und man darf gespannt sein, ob und wie die beiden das lösen werden …


    Auch Johanna Albas und Jan Chorins dritter Papstkrimi ist wieder durchweg gelungen, das Lesen macht unglaublich viel Spaß und man trennt sich nur schwer wieder von Petrus, Francesco, Immaculata und all den anderen. Gut, dass man sie alle wiedertreffen wird, denn Petrus wird weiter ermitteln.


    Wer gerne Krimis mit Humor liest, wer außergewöhnliche Ermittler mag und deren Ermittlungsmethoden tolerieren kann und wer nichts dagegen hat, dass der Kriminalfall nicht immer im Mittelpunkt steht, ist hier richtig. Von mir erhält der Roman eine absolute Leseempfehlung!