Aileen P. Roberts - Der letzte Drache

  • Buchdetails

    Titel: Der letzte Drache


    Band 1 der

    Verlag: Goldmann

    Bindung: Broschiert

    Seitenzahl: 480

    ISBN: 9783442480449

    Termin: September 2014

  • Bewertung

    4.2 von 5 Sternen bei 8 Bewertungen

    83,8% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Der letzte Drache"

    Er wurde geboren, um Albanys Krone zu tragen – doch als Prinz Kayne vor der Thronbesteigung die Weihe zur Unsterblichkeit erhalten soll, verweigern ihm die Drachen diese Gunst. Denn nicht der einstige König, sondern der grausame Zauberer Samukal soll sein Vater sein. Vor den Anfeindungen flieht Kayne aus der Hauptstadt, an seiner Seite Leána, die schöne Tochter einer Dunkelelfin und eines Menschen. Sie entdecken ein magisches Portal – und geraten in unsere Welt. In Schottland treffen sie auf den geheimnisvollen Rob, der Leána nicht nur von Anfang an fasziniert, sondern der auch für Albanys Schicksal von entscheidender Bedeutung sein wird ...
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  • Inhalt (laut Klappentext)


    Er wurde geboren, um Albanys Krone zu tragen – doch als Prinz Kayne vor der Thronbesteigung die Weihe zur Unsterblichkeit erhalten soll, verweigern ihm die Drachen diese Gunst. Denn nicht der einstige König, sondern der grausame Zauberer Samukal soll sein Vater sein. Vor den Anfeindungen flieht Kayne aus der Hauptstadt, an seiner Seite Leána, die schöne Tochter einer Dunkelelfin und eines Menschen. Sie entdecken ein magisches Portal – und geraten in unsere Welt. In Schottland treffen sie auf den geheimnisvollen Rob, der Leána nicht nur von Anfang an fasziniert, sondern der auch für Albanys Schicksal von entscheidender Bedeutung sein wird ...


    Meine Meinung


    Aileen P. Roberts Auftaktband zu ihrer Weltenmagie-Trilogie beginnt mit einer Fülle an Personen, deren Verwandtschaftsbeziehungen sowie Beschreibungen der unterschiedlichen Völker (Dunkelelfen, Zwerge, Trolle usw.) und ihrer Fehden, aber auch mit Erklärungen geschichtlicher Ereignisse von Albany, einer magischen Parallelwelt zu unserem heutigen Schottland.
    Da die Weltenmagie-Trilogie etwa zwanzig Jahre nach Aileen P. Roberts Weltennebel-Trilogie angesiedelt ist, erleichtert man sich den Einstieg in ihre aktuelle High Fantasy-Reihe, wenn man Schauplatz, Figuren und ihre Konstellationen untereinander schon aus der Reihe um Darian, Samukal, Elysia, Amiria und Co kennt. Denn diese treten hier als Eltern der Charaktere um Protagonistin Leána -, die im Gegensatz zur Ankündigung des Klappentextes meiner Meinung nach mehr Raum in Anspruch nimmt als Kayne selbst - in Erscheinung.


    Nichtsdestotrotz kann man „Der letzte Drache“ auch als Einstiegsband in Aileen P. Roberts Fantasywelt lesen, da die Autorin ihre Welt liebe- und fantasievoll sowie detailreich ausgestattet hat und den Leser, was vergangene Geschehnisse betrifft, nicht im Dunkeln lässt. Dennoch muss man sich auf den einen oder anderen Spoiler, was die Weltennebel-Reihe angeht, gefasst machen, sollte man die sich danach noch als Prequel zu Gemüte führen wollen.


    Hat man sich dann erst mal durch den informativen Anfang gekämpft, kann man anfangen die Geschichte um Wirbelwind Leána, um die schüchterne Nebelhexe Siah, den zweifelnden Thronfolger Kayne sowie um den verweichlichten Königsspross Toran zu genießen.


    Die vier brechen zunächst zu einem Abenteuer auf, jeder aus seinen eigenen Gründen: um reifer zu werden, um über sich selbst hinauszuwachsen, um Spaß zu haben, um die erste Liebe zu erobern, um die eigenen Zweifel niederzuringen, das eigene Land kennenzulernen, der überbehütenden Mutter zu entfliehen usw.
    Doch als sie dann durch ein magisches Portal gelangen, frotzeln und kabbeln sich die Charaktere durch einen „beschaulichen Landurlaub“ in Schottland, machen eine Sightseeingtour durch London, rocken auf einem Konzertbesuch ab oder machen einen Abstecher nach Glastonbury.
    Nebenbei lernt man die große Liebe kennen oder lernt Fish and Chips zu schätzen. Wobei natürlich das Aufeinanderprallen zweier Welten durchaus seine Reize hat und auch zu einigen Schmunzlern führt, wenn die jungen Leute das erste Mal Papiergeld - mit der alten Lady drauf - in der Hand halten oder Bus fahren müssen.
    Dennoch fehlte mir ab einem gewissen Punkt der rote Faden, auch wenn die jugendlichen Protagonisten einige Abenteuer überstehen müssen, in Albany auch noch nach ihrer Abreise schreckliche Dinge vor sich gehen und sie nicht zuletzt das Geheimnis um den bereits im Buchtitel angekündigten letzten Drachen lüften.


    Leider bleiben mir die Freunde um Leána trotz ihrer Sorgen, Geheimnisse, Zweifel und Ängste ein wenig fremd, teilweise fast schon stereotyp. Besonders Leána war in meinen Augen aufgrund ihres impulsiven und unbedachten Verhaltens nicht gerade eine Sympathieträgerin. Darüber kann noch nicht einmal der schöne, flüssige Schreibstil der deutschen Autorin hinwegtrösten.


    Einige Fragen werden am Ende beantwortet, andere bleiben offen. Wer ist der bärtige Mörder? Naht ein Krieg in Albany? Wer ist Freund und wer ist Feind? Hat Leánas große Liebe eine Chance? Usw.
    So kann man „Der letzte Drache“ durchaus auch als Einzelband betrachten, da immerhin das Geheimnis um den stummen Rob gelüftet wird.


    Fazit


    Da der Klappentext leider ein wenig zu viel verrät und Leánas und Kaynes Freunde das Weltenportal doch erst recht spät im Lauf der Geschichte finden, hat man zu Beginn das Gefühl, die vier Freunde würden sich bloß in die Sommerfrische aufmachen, was zunächst trotz allem spannend und ungewohnt für einen High Fantasy-Roman daherkommt. So schwimmt man als Leser anfangs ein wenig im Trüben, wohin Aileen P. Roberts ihre Charaktere schicken will.
    Denn es gibt nicht den großen Quest, die große Aufgabe, die ihnen vom Schicksal aufgebürdet wird. So hofft man als Leser zunächst, dass es vermehrt um die innere Entwicklung der vier so verschiedenen Freunde gehen könnte.
    Die gerät aber nach dem Übertritt in unsere Welt ein wenig in den Hintergrund. Ab da an fehlte mir trotz des Geheimnisses um Rob der gewisse rote Faden, an dem ich mich hätte entlang hangeln wollen, wie auch ein gewisses Maß an Spannung.


    Auch empfand ich die Vielzahl an Informationen über die Parallelwelt Albany und ihrer Bewohner, die die Geschichte besonders zu Beginn bereithält, streckenweise doch sehr ermüdend. Das hätte sicherlich mehr Spaß gemacht, wenn ich die Vorgängerreihe gekannt und somit alte Bekannte getroffen und gleichzeitig erfahren hätte, wie es nun mit Albany nach dem Zuklappen von „Im Schatten der Dämonen“ weitergegangen ist.


    Leider nur:
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    :study: C L Wilson - Der Winter erwacht
    :) Gelesen 2013: 105 / 2014: 77 / 2015: 16
    8-[ SUB: Ich geb`s auf...



  • @Elskamin Ich habe gerade gelesen das die Autorin wohl vor ein paar Tagen verstorben ist :cry:

    Gelesene Bücher 2015: 73 :mrgreen:
    Gelesene Bücher 2016: / Kann mich nicht erinnern O:-)
    Gelesene Bücher 2017: 121 :wink:
    Gelesene Bücher 2018: 78 :(

    Gelesene Bücher 2019: 119 :wink:

    Gelesene Bücher 2020: 15 :study:

  • Ja, das habe ich auch gelesen.
    Das hat mich ziemlich traurig gestimmt und ich war echt geschockt, weil ich da gleich an die Leserunde denken musste, in der ich das Buch gelesen habe, an der Aileen auch teilgenommen hat. Sie ist mir als angenehmer Mensch aufgefallen.

    :study: C L Wilson - Der Winter erwacht
    :) Gelesen 2013: 105 / 2014: 77 / 2015: 16
    8-[ SUB: Ich geb`s auf...



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