Leonore Pothast

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  • Nachdem ich mich in der Funktion „rezensierende Leserin“ vorgestellt habe, tu ich es nochmal als Autorin tun. Lebensdaten, Hobbys etc. findet Ihr dort. Hier möchte ich meine Motivation zu schreiben vorstellen.


    Autorin – ab wann bin ich eigentlich „Autorin“? Wenn ich einen längeren Text zu Papier gebracht habe? Wenn ich bei einem Verlag veröffentlicht habe? Wenn ich vom Schreiben lebe? Diese Frage stelle ich mir häufig, und obwohl Selfpublisher in den letzten Jahren immer erfolgreicher werden, kann ich mich noch nicht ohne Vorbehalte „Autorin“ nennen. Bücher schreibe ich, solange ich denken kann, und habe mittlerweile sieben bis neun bei mir rumliegen – je nachdem, ab wann ein Text ein „Buch“ ist. Wenn er mehr als 100.000 Wörter hat? Wenn der Autor ihn als fertig deklariert? Wenn er gelesen wird? Wenn ein Verlag ihn veröffentlicht?


    Ich bin folgende Art von Autor:

    Selfpublisher ganz am Anfang (habe vor vier Monaten zwei Bücher rausgebracht)


    Damit habe ich zwei Dingen ein Ende gesetzt:

    • Den ganzen Berichten über Selfpublishing zuzuhören, statt es auszuprobieren.
    • Warten, bis ich das perfekte Buch geschrieben habe. (Denn, seien wir ehrlich, wenn ich „das perfekte Buch“ geschrieben habe, sollte ich entweder aufhören, weil ich mich nur noch verschlechtern kann, oder aufhören, weil ich so eingebildet geworden bin, dass ich meinem eigenen Urteil nicht trauen kann.)

    Was für Bücher schreibe ich?


    Ich persönlich war immer der Meinung, ich würde Fantasy schreiben – bis ein paar Fantasy-Fans mich vom Gegenteil überzeugten. Ich bin Psychologin, und das kann ich beim Schreiben irgendwie nicht ausstellen (will es mittlerweile auch nicht mehr). In meinen Geschichten entwerfe ich ein Umfeld oder eine Gesellschaftsstruktur (genretypisch mit starren Rollen und wenig Aufstiegsmöglichkeiten – weil es so bewegend ist, wenn dann doch jemand ausbricht^^) und überlege mir, welche Auswirkungen dieses Umfeld auf unterschiedliche Menschen haben könnte. Häufig sind es die Eigenheiten der Menschen, ihre Lebensgeschichte, ihre Konflikte, die die Handlung treiben.


    Daneben gibt es mal mehr, mal weniger klassische Fantasy-Elemente und mal mehr, mal weniger Action. Was nie auftauchen wird, sind Götter, Elben, Vampire, Engel oder sonstige Wesen, die aus irgendeinem Grund den übrigen Menschen überlegen sind. Liegt vermutlich an meinem Menschenbild, da ich vertreten möchte, dass man durch Arbeit und Erfahrung besser wird und nicht schlichtweg besser ist, weil man in ein bestimmtes Volk geboren oder zu etwas auserwählt wurde.


    Um die Genrefrage zu klären, sage ich aktuell, ich schreibe PSY Fantasy – Psychological Fantasy – Fantasy, in der der Fokus auf der Darstellung der Charaktere liegt.


    Was die Bücher auszeichnet:

    • Überzeugende, liebenswerte Charaktere (ja, jeder Mensch ist liebenswert, wenn man genau genug hinhört!)
    • Mitunter geht es recht brutal zu
    • Romantik spielt kaum eine Rolle (ich versuche aber gerade, das zu ändern; ob es dabei mal erotisch wird, weiß ich noch nicht)
    • Sie sind alle illustriert (ich liebe Illustrationen und finde es sehr schade, dass die sich in den letzten 100 Jahren zum Merkmal von Kinderbüchern entwickelt haben)

    Das war’s von meiner Seite. Falls Fragen offen geblieben sind, stellt sie gern (:


    Liebe Grüße,
    Leonore

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