Peter Nathschläger - Dunkle Flüsse

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  • Originaltitel: Dunkle Flüsse (2005)


    Klappentext:


    David Schneider wurde als Siebenjähriger von Frank Dohunan, dem Jäger und Beutemacher entführt. Er durfte sich nicht mehr David nennen, sich an nichts mehr erinnern. Dohunan zwang ihn zur Prostitution und belog ihn über seine Vergangenheit. Erst neun Jahre später schaffte David die Flucht. Es wird nicht nur eine Reise quer durch die USA, sondern auch eine entlang der dunklen Flüsse menschlicher Grausamkeit – durch eine von Menschenhand erschaffene Hölle. Diese erlebt er in einem Internat für elternlose Jungen, die durch ihre Aufseher ein grauenhaftes Martyrium erleiden. Die Flucht, seine Suche nach seinem Zuhause, führt ihn nicht nur hart an den Rand dessen, was ein Mensch ertragen kann, sondern auch in die Arme von Mark Fletcher, einem gleichaltrigen Jungen, der vom Gefährten zum Freund und zum Geliebten wird.


    Meine Meinung:


    Die Idee mag noch ganz gut gewesen sein, aber die Umsetzung ist einfach der blanke Horror. Ich für meinen Teil fand das Buch mehr als verschreckend und mehr auch eine Verherrlichung der Gewalt und Folter, welches untermalt wurde durch die sehr vulgäre Wortwahl. Es wird meiner Meinung nach viel zu wenig auf das Opfer eingegangen und der Protagonist schlittert vom einen Verbrechen zum nächsten. Mal abgesehen davon ist die Handlung stellenweise unlogisch und die Auswirkungen auf die Seele kommt viel zu kurz. Wenn 180 Seiten Gewalt und perversen Fantasien beherrschen und 40 Seiten positive Gefühle beschreiben, dann ist es einfach zu heftig. Ich konnte das Buch kein Genre zuordnen, weil es ein Misch aus Drama, Hardcoreporno und Psycho ist. Die Idee der Entführung und Vergewaltigung will ich nicht mal verteufeln, aber die detaillierten Ausführungen und die unendlichen Martyrien die beschrieben wurden, da dachte ich nur wieso dieses Buch nicht auf einem Index steht. Vielleicht bin ich auch zu zart besaitet für solche Bücher, aber ich habe ein Vergleich mit dem Buch "Dawning Sun" von Sandra Gernt wo es auch Szenen gibt, die richtig heftig sind. Hier in diesem Buch ist einfach zu viel Aneinanderreihung brutalster Verbrechen mit Kindern und das macht das Buch zu einem nicht empfehlenswerten. Im übrigen finde ich es auch sehr unglaubhaft das Kinder solche ein Martyrium überstehen und es nach einer solchen Flucht zu sexualisierten Handlungen kommt. Bei allem Respekt für Bücher, das werde ich verbrennen und damit kommt der Ausdruck wie ich zu dem Buch stehe doch am nächsten und jeder weiß wie sehr ich Bücher liebe.


    Fazit:


    :bewertungHalb:

    1. (Ø)

      Verlag: Production House GmbH Abteilung Himmelstuermer


    :study: Pirlo - Gegen alle Regeln (Ingo Bott) 284 / 400 Seiten

    :study: Betongold (Tanja Weber) 39 / 240 Seiten


    SUB: 750


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