Alan Bradley - Tote Vögel singen nicht / The Dead In Their Vaulted Arches

  • Buchdetails

    Titel: Flavia de Luce 6. Tote Vögel singen nich...


    Band 6 der

    Verlag: Blanvalet

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 320

    ISBN: 9783734100772

    Termin: Januar 2016

  • Bewertung

    4.1 von 5 Sternen bei 37 Bewertungen

    81,9% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Flavia de Luce 6. Tote Vögel singen nich..."

    Endlich: Die lang ersehnte Enthüllung! Was geschah mit Flavias Mutter? Es ist ein Frühlingsmorgen im Jahr 1951. Flavia de Luce hat sich mit ihrer Familie am Bahnhof von Bishop’s Lacey eingefunden, um die Heimkehr ihrer beim Bergsteigen in Tibet verschollenen Mutter Harriet zu erwarten. Als der Zug einfährt, nähert sich ein großer Fremder der elfjährigen Hobbydetektivin und flüstert ihr eine kryptische Botschaft zu. Einen Augenblick später ist der Mann tot – jemand aus der Menschenmenge hat ihn offenbar vor den Zug gestoßen. Ein neuer Fall für Flavia de Luce, die sich dieses Mal sogar in die Lüfte schwingt, um einen Killer zur Strecke zu bringen, und die endlich die Wahrheit erfährt über die Vergangenheit ihrer Mutter …
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    aida2008
    Die Familiengeschichte der de Luces wird aufgezeigt - Fortsetzung folgt!
  • Kurzmeinung

    Marie
    Weniger Krimi als Familiengeschichte, macht trotzdem Spaß

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  • Das Buch kurz und knapp:


    Die elfjährige Flavia steht mit ihrer Familie auf dem Bahnhof und erwartet die Rückkehr ihrer verschollenen Mutter, als
    ein Fremder vor den Zug gestoßen und überrollt wird. Kurz zuvor hat er ihr noch eine rätselhafte Nachricht
    überbracht, die es zu knacken gilt.
    Kurz darauf lüftet Flavia ein dunkles Familiengeheimnis und begibt sich damit selbst in Gefahr.


    Was hat mich umgehauen?


    Seit Anfang des Jahres habe ich auf dieses Buch gewartet und heute konnte ich es endlich in den Händen halten.
    Ich bin schier überwältigt. Dieser Mann kann es einfach. Ich war traurig, ich war verwirrt, ich war kurz vorm weinen,
    ich war sauer, ich habe sogar zusammen mit Flavia ihre Schwestern gehasst. Und wie ich das getan habe.
    Nicht viele können die nervige Perfektheit einer großen Schwester so treffend wiedergeben, wie er.
    Er hat hoffen lassen, er hat enttäuscht und alles nur, für das große dramatische Ende. Und dieses Ende hatte es in sich.
    Vielleicht hat es jemand so kommen sehen, ich habe es zumindest nicht.


    Kritik


    Vielleicht liegt es daran, dass ich das Buch in einem Stück durchgelesen habe, aber streckenweise wurde es mit zu langatmig.
    Wen interessieren bitte Bibelzitate in Verbindung mit einem Segelflugzeug? Aber glücklicherweise kamen die Stellen zum
    Überspringen ein paarer Zeilen nicht zu oft vor.


    Fazit:


    Alles in Allem ein gelungenes Buch. Selbst Chemie wird damit wieder interessant, oder wusstet ihr, dass man mithilfe von Kaffee
    Filme entwickeln kann?
    Tja, wem würde ich es empfehlen? Ich selbst habe nie zu den Leuten gehört, die sowas gelesen haben, bin durch Zufall auf das
    erste Buch dieser Reihe gestoßen und habe es lieben gelernt. Es ist kein skandinavischer Krimi, wo detailliert erzählt wird, wem
    was fehlt und wer wie auseinander genommen wird, trotz allem geht die Protagonistin analytisch vor. Jedoch auf chemischer
    Basis. Ich denke, man sollte es einfach probieren.
    Meine Sternchenzahl: 5

    „Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen, und laufen.
    Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat.“

    – Helen Hayes


    :study: Das Lied von Eis und Feuer - Sturm der Schwerter von George R. R. Martin

    :montag: Bücherkönig von Akram el Bahay

    :study: Die fünf Kriegerengel - Das pechschwarze Herz von Brian Lee Durfee (Leserunde)

  • Danke für die Ergänzung. Mir ist wohl gestern Abend nicht aufgefallen, dass ich ihn vergessen habe. :uups:

    „Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen, und laufen.
    Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat.“

    – Helen Hayes


    :study: Das Lied von Eis und Feuer - Sturm der Schwerter von George R. R. Martin

    :montag: Bücherkönig von Akram el Bahay

    :study: Die fünf Kriegerengel - Das pechschwarze Herz von Brian Lee Durfee (Leserunde)

  • Klappentext:
    Es ist ein Frühlingsmorgen im Jahr 1951. Flavia de Luce hat sich mit ihrer Familie am Bahnhof von Bishop’s Lacey eingefunden, um die Heimkehr ihrer beim Bergsteigen in Tibet verschollenen Mutter Harriet zu erwarten. Als der Zug einfährt, nähert sich ein großer Fremder der elfjährigen Hobbydetektivin und flüstert ihr eine kryptische Botschaft zu. Einen Augenblick später ist der Mann tot – jemand aus der Menschenmenge hat ihn offenbar vor den Zug gestoßen. Ein neuer Fall für Flavia de Luce, die sich dieses Mal sogar in die Lüfte schwingt, um einen Killer zur Strecke zu bringen, und die endlich die Wahrheit über die Vergangenheit ihrer Mutter erfährt …


    Meine Meinung:
    Der 6. Band der Reihe um Flavia de Luce lässt mich zwiegespalten zurück.


    Auf der einen Seite gefällt mir der Witz und ihre Sicht der Dinge auf die Menschen und die Art, wie sich Chemie erklärt. Auf der anderen Seite wirken Schreibweise und Sprachstil trocken, zu routiniert und teilweise auch zu gewollt.


    Vielleicht liegt es daran, dass ich gerade mal zwei Bände gelesen habe, aber ich wurde mit den Figuren nicht warm und fühlte mich nicht angekommen. Die Geschichte konnte mich nicht in ihren Bann ziehen und ich kann nicht einmal sagen, warum nicht.


    In diesem Band fehlten mir so also drei wichtige Dinge. Zum einen natürlich Figuren, die begeistern und mich in ihren Bann ziehen. Aber mir fehlte auch die Spannung und hauptsächlich der rote Faden, der sich meiner Meinung nach durch jeden Buch ziehen sollte.


    Vielleicht fehlt der rote Faden, weil vieles aus den vorherigen Bänden erklärt wurde? Vieles, das keinen direkten Bezug zu dem Buch, zum 6. Band hat? Jedenfalls konnte ich als „Neueinsteiger“ nicht wirklich in die Geschichte reinkommen.


    Ich wurde während des Lesens das Gefühl nicht los, dass dieser Band geschrieben werde musste. Es wirkt konstruiert, so als ob man eine Lücke ausfüllen muss, ehe schließlich die Reihe mit dem 7. Band, der wohl nächstes Jahr auf Englisch erscheint, fortgesetzt wird.


    Reihenfolge:
    Mord im Gurkenbeet
    Mord ist kein Kinderspiel
    Halunken, Tod und Teufel
    Vorhang auf für eine Leiche
    Schlussakkord für einen Mord
    Tote Vögel singen nicht

  • Ein neuer Fall für Flavia…, die endlich die Wahrheit über die Vergangenheit ihrer Mutter erfährt …


    Das gelingt Flavia schlussendlich auch, war ja klar. Klar war mir auch sofort beim erstmaligen Auftauchen einer Person, dass nur diese Person als Täter in Frage kommt. Somit war für mich das Lesen diesmal eher langweilig, auch weil sich eben alles nur um Flavias Familie und ihre spezielle Aufgabe dreht - und es sich nicht wie seine Vorgänger witzig und spannend las, sondern ereignislos und zudem melancholisch geprägt ist.
    Es schien mir so, als ob dies der letzte Band der Reihe ist. Doch gerade gestern habe ich die englische Kurzbeschreibung von Band 7 gelesen. Weitere Bände sind anscheinend auch geplant. Es geht also weiter.


    Zum Inhalt kann ich nicht mehr dazu schreiben, als das, was in der Kurzbeschreibung bereits drin steht. Ansonsten müsste ich das einzig Überraschende am Anfang des Buches verraten. Und das will ich nicht :-)


    "Tote Vögel singen nicht" verrät und erklärt uns die Hintergründe von Flavias Familie, so dass einiges am Leben auf Buckshaw samt Familienhintergründe verständlicher ist.
    Dennoch konnte es mich nicht überzeugen. Band 7 werde ich jedenfalls eine Chance geben, denn ich bin gespannt, ob die Serie mit der dann neuen Kulisse noch ihr altes, bekanntes Flair behalten wird oder nicht.
    3 Punkte.

  • 4.5 Sterne


    Meine Meinung


    Jetzt bin ich tatsächlich schon beim sechsten Band der Reihe angelangt und immer noch genauso fasziniert von der 11jährigen Protagonistin Flavia de Luce wie von dem einnehmenden Schreibstil des Autors Alan Bradley.


    Ich möchte nicht viel auf den Inhalt eingehen, um keine Überraschung vorneweg zu nehmen - denn hier geht es dieses Mal nicht einfach um einen "profunden" Mord, an dem Flavia zufällig Zeuge wird, sondern um ein uraltes Familiengeheimnis, das endlich die vielen Fragen um die unergründliche Atmosphäre im Haushalt der de Luces und viele Antworten auf die Fragen lüftet, die seit Beginn dieser Reihe immer wieder im Raum stehen.
    Flavia ist hier mehr denn je gefordert, denn ihre persönliche Verwicklung in diesen Fall, der mit einem scheinbaren Unfall beginnt und mit einem ebensolchen aufhört, wird ihr Leben von Grund auf verändern.


    Bald wird Flavia 12 und immer noch ist sie den ständigen Schikanen ihrer großen Schwestern Ophelia und Daphne ausgesetzt. Auch ihr Vater ist trotz der schweren Situation, in der die Familie hinein katapultiert wurde, noch immer ganz der distanzierte Gentleman, der keine Gefühlsregung offen zulässt. Nur Dogger, das "Mädchen für alles", ein alter Kriegsgefährte ihres Vaters, ist ihr oft eine vertraute Hilfe.
    Flavias raffinierte, findige und teilweise berechnende Art macht sie zu etwas ganz besonderem und man muss die Kleine einfach nur ins Herz schließen! Sie versucht alles, um ihre Familie zusammen zu halten. Selbst ein vollkommen makaberes Vorhaben verfolgt sie mit strategischer Vehemenz, weil es aus ihrer tiefsten Seele kommt, dem innigen Gefühl, das sie jedoch nie an die Oberfläche kommen lässt. So, wie sie es seit Jahren auf Buckshaw gelernt hat.


    Ich war sofort wieder in der Geschichte drin. Das kleine Örtchen Bishop´s Lacey, das Anwesen "Buckshaw" der de Luce´s, die vielen Figuren, die die Kulisse heimisch und vertraut machen; man fühlt sich sofort wieder wohl! Alan Bradley hat eine ganz besondere Art, die Gefühle und Gedanken treffend zu beschreiben und alles in der Welt von Flavia so lebendig erscheinen zu lassen.
    Der "Krimi"-Aspekt ist dieses mal etwas im Hintergrund; dafür aber erfährt man umso mehr über die vielen Facetten, die aus Flavia genau dieses merkwürdige und unwiderstehliche Mädchen gemacht haben.


    Fazit


    Ein sehr faszinierender Band, der etwas tiefer hinter die Kulisse der Familie de Luce blickt und Flavia dieses Mal vor eine ihrer persönlichsten Herausforderungen stellt. Nach diesem Abenteuer wird nichts mehr so sein, wie es war.


    © Aleshanee
    Weltenwanderer


    Flavia de Luce


    1 - Mord im Gurkenbeet
    2 - Mord ist kein Kinderspiel
    3 - Halunken, Tod und Teufel
    4 - Vorhang auf für eine Leiche
    5 - Schlussakkord für einen Mord
    6 - Tote Vögel singen nicht
    7 - Eine Leiche wirbelt Staub auf (erscheint Feb 2016)

  • Achtung, enthält Spoiler zu den Vorgängerbänden!


    Flavia ist ziemlich aufgeregt, denn der Tag ist gekommen, an dem ihre Mutter nach Hause zurückkehrt - wenn auch nur, um dort begraben zu werden. Für Flavia ein ganz merkwürdiges Gefühl, denn sie hat ja keinerlei Erinnerung an ihre Mutter, die im Himalaya verschwand, als Flavia noch ein Baby war.


    Als sich die ganze Familie, viele Menschen aus dem Dorf und auch einige Würdenträger auf dem Bahnhof versammeln, um Harriet de Luces sterbliche Überreste in Empfang zu nehmen, wird Flavia Augenzeugin eines unglaublichen Vorfalls: ein Mann stürzt auf die Gleise und wird vom Zug erfasst. Offenbar hat ihn jemand gestoßen.


    Wer der Tote war, wer ihn vor den Zug geschubst hat und was das Motiv dieser Person war, beschäftigt Flavia in den nächsten Tagen, aber lange nicht so sehr wie die "Heimkehr" ihrer Mutter, die sie so gerne kennengelernt hätte und an die sich ihre Schwestern im Gegensatz zu ihr noch gut erinnern können.


    Dieser sechste Band der Reihe ist wesentlich ernster, trauriger und düsterer als seine Vorgänger. Zwar spielte die Geschichte um die verschollene Mutter immer eine Rolle, auch bei Flavias ambivalentem Verhältnis zu ihren oft gemeinen älteren Schwestern, aber diesmal rückt sie in den Fokus und der Kriminalfall - auch wenn er aufgelöst wird und diese Auflösung ein kleines Drama mit sich bringt - bleibt eher eine Randerscheinung.


    Der endgültige Abschied von der Mutter, die sie nie spürbar "hatte", beschäftigt und bewegt unsere kleine Heldin enorm. Und Flavia wäre nicht Flavia, wenn nicht ihr Gefühlsdurcheinander sie auf skurrile Gedanken und Experimente brächte. Schmunzelmomente gibt es durchaus einige, nicht zuletzt auch aufgrund der unnachahmlichen Art zu erzählen, aber oft genug bleibt einem das Lachen im Halse stecken, auch weil in dieser Familie Nähe und Intimität so schwierige Themen sind und ein liebes Wort oder eine tröstende Umarmung kaum einmal zu finden sind, weil der Vater sich selbst in seinem Leid und seiner Trauer verliert und immer noch unter seinen Erlebnissen im Krieg leidet, über die man auch endlich etwas mehr erfährt.


    Ohne Dogger, Vater de Luces getreuen Kriegskameraden und "Mädchen für alles", und die mütterliche Köchin wäre Flavia gänzlich überfordert mit der Situation, deshalb kann man für diese beiden Wegbegleiter (die mir von Anfang an sehr ans Herz gewachsen sind, vor allem Dogger) in diesem Buch besonders dankbar sein.


    Die Hintergründe und Verflechtungen, die sowohl seinerzeit zu Harriets Reise nach Nepal als auch zu dem aktuellen Vorfall am Bahnhof führten, wirkten teilweise ein wenig überzogen, funktionieren aber als Erklärung für die Geschehnisse ganz gut. Das Wichtigste an diesem Buch ist sowieso nicht, wer warum wem an den Kragen wollte, sondern die Geschichte eines starken, gescheiten und trotzdem manchmal ganz kleinen, verlorenen Mädchens, das gezwungen ist, sich endgültig mit dem Verlust seiner Mutter abzufinden und das auf seine ganz eigene Weise tut.

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