Rowan Coleman - Einfach unvergesslich / The memory book

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Einfach unvergesslich

4.1|21)

Verlag: Piper Taschenbuch

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 416

ISBN: 9783492308021

Termin: Januar 2016

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  • Klappentext:


    Neuerdings weiss Clare nicht mehr, welcher Schuh zu welchem Fuss gehört. Oder wie das orangefarbene Gemüse heisst, das auf dem Herd köchelt. Und manchmal geht sie im Pyjama spazieren. Sie weiss, dass das nicht normal ist. Doch das Leben ist zu kurz, um Trübsal zu blasen. Und so schreibt sie, noch bevor die letzten Erinnerungen verblasst sind, all die grossen und kleinen Momente der vergangenen Jahre nieder. Wohl wissend, dass diese Gedankenschnipsel schon bald das Einzige sein werden, was ihrer Familie von ihr bleibt. Dabei gibt es noch so viel zu erledigen: Sie muss sich mit ihrer Tochter versöhnen und ihrem Mann zeigen, wie sie die Lieblingslasagne ihrer Kinder zubereitet. Sie muss ein letztes Mal leben, frei sein, sich vielleicht auch neu verlieben. Denn das Leben ist eine Wundertüte und wenn die Zeit davon rennt, ist jede Minute kostbar.


    Über die Autorin:


    Rowan Coleman lebt mir ihrer Familie in Hertfordshire. Wenn sie nicht gerade ihren fünf Kindern hinterherjagt, darunter lebhafte Zwillinge, die gerne mal in entgegengesetzte Richtungen laufen, verbringt sie ihre Zeit am liebsten schlafend, sitzend oder mit dem Schreiben von Romanen. Da kann das Bügeln schon mal zu kurz kommen. Rowan wünschte, ihr Leben wäre ein Musical, auch wenn ihre Tochter ihr mittlerweile verboten hat, in der Öffentlichkeit zu singen. "Einfach unvergesslich" ist ihr elfter Roman.



    Meine Meinung:


    Das Buch ist sehr schön aufgemacht, schlicht in weiss mit orangenen Punkten. Auf den einzelnen Seiten verteilen sich über das ganze Buch immer wieder Marienkäfer, was ich sehr niedlich fand.


    Das Buch handelt von Claire, einer Frau mittleren Alters, sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. Durch einen Gendefekt tritt bei ihr sehr früh schon Alzheimer ein, ihr jüngste Tochter ist gerade mal 3 Jahre alt. Das Thema ist sehr interessant und die Autorin beschreibt die schwierige Situation, in der die Familie steckt, wirkich sehr authentisch. Die Kapitel werden jeweils aus der Sicht verschiedener Personen geschrieben: von Claire selber, ihrer Tocher, ihrer Mutter oder ihrem Ehemann. Das fand ich sehr gelungen, da man die einzelnen Protagonisten so noch besser kennenlernt und es einem noch bewusster wird, was diese Krankheit mit der Familie anrichtet.


    Dennoch: Obwohl mich das Thema sehr interessierte, wurde ich nur sehr schwer warm mit dem Buch. Claire hat mich die meiste Zeit einfach nur genervt. Ich empfand sie als sehr egoistisch, uneinsichtlich und teilweise auch wirklich gemein. Das hat wahrscheinlich mit ihrem Krankheitsbild zu tun, was ich mir auch immer wieder vorsagte und mir wirklich Mühe gab, sie zu verstehen. Aber es klappte nicht. Auch mit ihrer Tochter wurde ich nur teilweise warm, die einzigen Protagonisten die mir wirklich symphatisch waren, waren Claire's Mutter und Claire's Ehemann.
    Die Geschichte selber empfand ich eher als langatmig. Es gab kein Highlight, alles plätscherte so vor sich hin. Klar ist es interessant und auch tragisch zu lesen, in welche schwierige Situationen sich Claire durch ihre Krankheit immer wieder hineinmanövriert und wie die Familie damit umgeht. Aber wenn auf etwas mehr als 400 Seiten sonst nichts passiert, fehlt einfach etwas. Selbst die "grosse Überraschung" zum Schluss hin, war für mich vorhersehbar und deshalb auch kein Highlight und die ganze Geschichte um Caithlin, Claire's ältere Tochter, fand ich konstruiert und sie hat für mich nicht so Recht in die Geschichte reingepasst. Dem ganzen Buch fehlt für meinen Geschmack einfach etwas Pfeffer - das gewisse Etwas!


    Die Sprache hingegen gefiel mir sehr, die Autorin hat viel Herz in das Buch gesteckt, das hat man gespürt.


    Das Buch konnte mich insgesamt nicht wirklich überzeugen, ich hätte mehr erwartet. Von mir gibt es deshalb :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: mittelmässige Sterne.

    Ich :study: gerade:

    Der 50-Jährige, der nach Indien fuhr und über den Sinn des Lebens stolperte - Mikael Bergstand




  • Einfach unvergesslich von Rowan Coleman


    416 Seiten- Piper Verlag
    ISBN: 978-3492060011

    Inhalt:
    Claire ist um die Vierzig und fängt langsam an ihre Umwelt zu vergessen. Sie weiß nach und nach nicht mehr wie manche Dinge heißen. Sie weiß nicht mehr welche Zahl welche ist und kann sie nicht mehr erkennen. Claire hat Alzheimer.
    Diesen hat sie von ihrem Vater vererbt bekommen und es ist nicht sicher ob nicht auch Claires zwei Töchter diesen Vererbt bekommen haben.
    Sie vergisst alles nach und nach, doch sie versucht auch gegen diese Krankheit an zu kämpfen. Doch es ist ein verlorener Kampf. Claire kann sich nicht mehr an ihren Mann, die Liebe ihres Lebens erinnern und fühlt sich in seiner Nähe zunehmend unwohl.
    Die Situation wird für alle Familienmitglieder immer schwerer. Claire will sich nicht eingestehen, dass sie gewisse Dinge nicht mehr alleine kann und bringt sich und auch ihre Familie mehrfach dabei in Gefahr.
    Doch in den immer weniger werdenden klaren Momenten kommt Claire zurück und erlebt wundervolle Momente.


    Meine Empfehlung:
    Der Roman "Einfach unvergesslich" von Rowan Coleman ist ein Buch, dass niemanden kalt lässt. Es zeigt seinem Leser, wie wichtig es ist jeden Moment im Leben zu genießen, denn es kann sich ganz schnell alles ändern.
    In mir hat das Buch große Gefühle geweckt und hat mich mit genommen wie kaum ein anderer Roman zu vor.
    Man bekommt durch diesen Roman Einblick in eine Krankheit, deren Ausmaße mir zuvor nicht so sehr bewusst war. Es hat mich sehr mitgenommen, wie sehr die Hauptprotagonistin selber darunter gelitten hat, dass sie nach und nach alles vergisst was ihr wichtig war.
    Claire wurde von dem Autor sehr echt beschrieben, so dass ich diese noch zu junge und starke Frau mit ihren roten Anziehsachen förmlich vor mir stehen hatte und das sie mich eingeladen hat mit in ihre Welt abzutauchen.
    Auch ihre zwei Töchter wurden sehr authentisch dargestellt. Man fühlte sich als Teil dieser Familie, der ein schlimmes Schicksal wiederfahren ist.


    Ich kann diesen Roman nur weiter empfehlen, er ist nicht nur eine gute Lektüre, sondern viel mehr. Er löst Emotionen der verschiedensten Arten in einem aus. So das ich lachen und weinen musste und manchmal auch mit Leib und Seele mit gefiebert habe, dass Claire ihren Mann noch mal erkennt und die Gefühle für ihn spürt und sie nicht nur alte Erinnerungen sind.


    http://minicaspi-bucherwelt.bl…infach-unvergesslich.html

  • Rowan Coleman - Einfach unvergesslich


    Inhalt:
    Claire ist fast vierzig Jahre alt und vergisst allmählich alles um sie herum: Wozu ein Lenkgrad gut ist, wie man ein Telefon bedient, wie man einen Kaffee bezahlt. Sie leidet an frühmanifestem Alzheimer und wird immer mehr zu einem Pflegefall. Ihre Mutter zieht gegen Claires Willen wieder bei ihr ein, um sich um sie zu kümmern. Obwohl sie das Haus nicht mehr verlassen soll, weil sie verlaufen und nicht mehr nach Hause finden könnte, schafft Claire es trotzdem, immer wieder auszubüxen. Als sie eines Nachmittags in einem Café auf einen Mann namens Ryan trifft und dieser ihr seine Telefonnummer zusteckt, bahnt sich eine kleine Affäre an. Sie treffen sich immer wieder - zufällig oder absichtlich. Und das, obwohl Claire eigentlich seit einigen Jahren glücklich mit Greg verheiratet ist und die beiden eine gemeinsame Tochter haben. Aber Claire fängt langsam an, auch Greg und ihre einzigartige Liebe zu vergessen.
    Claires Familie leidet unter ihrer Erkrankung, steht aber trotzdem fest zu ihr. Aber abseits dieses Dramas hat auch Claires bereits erwachsene Tochter Caitlin mit vielen Problemen zu kämpfen. Sie ist schwanger, ihr Ex-Freund will nichts von dem Baby wissen, sie hat ihr Studium geschmissen und zu allem Überfluss weiß sie nicht einmal, wer ihr leiblicher Vater ist - ganz abgesehen davon, dass dieser nicht einmal von ihrer Existenz weiß...


    Meine Meinung:
    Ich habe bei der Auswahl dieses Buches etwas getan, was ich sonst niemals tun würde: Ich habe es wegen des schönen Covers gekauft. Aber nicht nur das Cover, sondern auch die Geschichte haben mich sehr schnell überzeugt. Im Grunde genommen ist es eine sehr einfache Geschichte mit einer relativ "einfachen" Sprache. Trotzdem gehen Rowan Colemans Worte unter die Haut. Claire muss lernen, mit einer Krankheit umzugehen, mit der täglich viele Menschen zu kämpfen haben. Wie Claire diese Krankheit erlebt, wie ihre Familie damit umgeht, wie der "Nebel" sie immer mehr verschlingt und wie sie sich in ihren immer seltener werdenden klaren Momenten fühlt - all das hat mich zutiefst bewegt. Auch Caitlins Geschichte rührt den Leser. Rückblickend wirkt das alles zwar ein klein wenig konstruiert und schon sehr "zufällig" - Mutter vergisst ihr gesamtes Leben, Tochter wird schwanger, ihr Freund macht Schluss, sie schmeißt ihr Studium, sie kennt ihren Vater nicht, sie will alles in Ordnung bringen, scheitert aber vorerst und genau zu den richtigen Zeitpunkten hat ihre Mutter klare Momente, um ihr zu einem Happy End zu verhelfen. Darüber kann man sich streiten. Was viel wichtiger ist: Die Geschichte zeigt dem Leser, was Alzheimer mit einem selbst und mit nahe stehenden Menschen anstellen kann. Und das hat mir das Herz gebrochen. Den Namen seiner eigenen Tochter zu vergessen - das tut weh. Den eigenen Ehemann, die große Liebe des Lebens nicht mehr zu erkennen - das tut noch mehr weh. Aber zu lesen, wie der Ehemann das alles erlebt, wie er weinend im Bett seiner Tochter liegt und trotzdem jede Minute um die Liebe seiner Frau kämpft - das hat mein Herz in tausend Stücke zerschmettert.


    Insgesamt also eine absolut lesenswerte Geschichte. Taschentücher nicht vergessen!

    "Unsere Träume sind das, was uns am meisten ähnelt." - Victor Hugo, "Les Misérables"

  • @Brigitte
    Danke! Bin ganz neu hier, muss mich erst mal zurecht finden ;)

    "Unsere Träume sind das, was uns am meisten ähnelt." - Victor Hugo, "Les Misérables"

  • Rowan Coleman - Einfach unvergesslich


    Verlagstext:


    Neuerdings weiß Claire nicht mehr, welcher Schuh zu welchem Fuß gehört. Oder wie das orangefarbene Gemüse heißt, das auf dem Herd köchelt. Und manchmal geht sie im Pyjama spazieren. Sie weiß, dass das nicht normal ist. Doch das Leben ist zu kurz, um Trübsal zu blasen. Und so schreibt sie, noch bevor die letzte Erinnerung verblasst, all die großen und kleinen Momente der vergangenen Jahre nieder. Wohl wissend, dass diese Gedankenschnipsel schon bald das Einzige sein werden, was ihrer Familie von ihr bleibt. Dabei gibt es noch so viel zu erledigen: Sie muss sich mit ihrer Tochter versöhnen und ihrem Mann zeigen, wie sie die Lieblingslasagne ihrer Kinder zubereitet. Sie muss ein letztes Mal leben, frei sein, sich vielleicht auch neu verlieben. Denn das Leben ist eine Wundertüte. Und wenn die Zeit davonrennt, ist jede Minute kostbar.


    Mein Eindruck:


    Wenn ein Mensch in den besten Lebensjahren allmählich alles um sich herum vergisst, dann sind Erinnerungen alles was am Ende bleibt. Einfach unvergesslich ist so eine Geschichte voller Erinnerungen.
    Claire Armstron ist 40, hat zwei wunderbare Kinder und einen liebenden Ehemann. Und sie leidet an frühmanifester Alzheimer-Demenz. Was mit kurzen Aussetzern begann, entwickelt sich unaufhaltsam zu einem Dasein neben sich. Stückchenweise geht ihr Ich verloren. Alles was ihr Lieb und Teuer war, alles was sie als Menschen ausmacht, verfällt allmählich. Auch die Familie leidet an der Situation. Als die “guten Tage” immer seltener werden, beginnt Claire ihre Erinnerungen aufzuschreiben. Aber auch die Mutter, die älteste Tochter und ihr Mann Greg schreiben ganz besondere Momente die sie mit Claire in Verbindung bringen in dieses Buch.
    Durch diese ganz besonderen Einträge erfährt man als Leser viel über Claire und ihr Leben vor der Krankheit. Welch ein Mensch sie war. Tiefe Gefühle voller Liebe und Freude, emotionale Momente, Stunden voller Leben ergeben ein Buch der Erinnerungen. Neben diesen wunderschönen, teils lustigen Einträgen, sind die Kapitel in Abwechslungsreichen Ich-Erzählungen aus Claires Sicht und aus derer der älteren Tochter Caitlin gehalten. Darin erfährt man gegenwärtige Ereignisse, was sich im Leben der Familie so abspielt und wie jeder einzelne mit der Situation umgeht. Alles zusammen rundet die Geschichte zu einem harmonischen Ganzen.
    Rowan Coleman ist es in ihrem ganz eigenen Schreibstil wieder einmal gelungen mich in ihrer Geschichte zu fangen. Im Mittelpunkt steht Clair, doch auch die anderen Charaktere sind gut durchdacht und lebensecht. Als Leser konnte ich mich emotional gut mit der Familie verbinden. Aber auch wenn die Thematik sehr ernst ist, ist sie in eine schöne Geschichte gepackt, bietet genug Schmunzeleinheiten und ausreichend trockenen Humor. So wie das echte Leben sich halt abspielt. Die ganze Familie geht auf unterschiedliche Art mit der Situation um, doch alle hält eines zusammen: die Liebe.
    Das Cover hat mir vom ersten Moment an gut gefallen. Sehr minimalistisch, mit einigen Blümchen und dem Marienkäfer. Er erscheint auch immer wieder auf den Leseseiten. Ein Glückssymbol? Oder ein Symbol der Liebe? Auch der Titel ist passend. Am Ende der Geschichte trägt man ein Stück von Claire mit sich. Einfach unvergessen eben.


    Mein Fazit:


    Das ist mein zweiter Roman von Rowan Coleman. Ich mag ihre Erzählungen, ihre lebensechten Charaktere, welche durchwegs sympathisch sind. Auch wenn diese Geschichte eine heimtückische Krankheit und deren Auswirkungen beschreibt, ist es doch eine Geschichte voller Liebe, Freude und Erinnerungen. Eine Geschichte an die man sich gerne erinnert.

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