Karen Duve -Warum die Sache schiefgeht

  • Buchdetails

    Titel: Warum die Sache schiefgeht: Wie Egoisten...


    Verlag: Galiani-Berlin

    Bindung: Gebundene Ausgabe

    Seitenzahl: 192

    ISBN: 9783869711003

    Termin: Oktober 2014

  • Bewertung

    3.1 von 5 Sternen bei 4 Bewertungen

  • Inhaltsangabe zu "Warum die Sache schiefgeht: Wie Egoisten..."

    So wird das nichts!Karen Duves furioser Essay über eine Menschheit, die dabei ist, sich selbst abzuschaffen. Ohne Frage: Wir stehen näher am globalen Kollaps als die meisten glauben. Weiteres Wirtschaftswachstum wird in den nächsten Jahren vielleicht noch zu mehr Wohlstand führen, längerfristig aber nur zu mehr Müll, mehr Hunger, mehr Tornados, mehr Dürrekatastrophen und mehr Überschwemmungen. Sehr viel mehr Überschwemmungen. Überleben ODER Beibehaltung des jetzigen Lebensstils - das ist der Entscheidungsradius, in dem wir uns bewegen. Schade nur, dass in Politik und Wirtschaft immer noch meist diejenigen das Sagen haben, die am allerwenigsten dazu geeignet sind. In ihre Positionen sind sie gekommen, weil sie Eigenschaften besitzen, die sich bei genauerer Betrachtung auch für eine Verbrecherlauf bahn eignen: Knallhartes Durchsetzungsvermögen, Risikobereitschaft, Selbstvertrauen und unbegrenzte Einsatzbereitschaft. Nette, verantwortungsvolle und sozial funktionierende Menschen schaffen es meist gar nicht erst bis in die Führungsetagen. Das ist ein Problem. Solange der technische Fortschritt und das Bankenwesen bloß ein überschaubares Maß an destruktiven Möglichkeiten boten, war es ein überschaubares Problem. In Zeiten von Klimawandel, Artensterben, Atombomben, Überbevölkerung, multiresistenten Keimen und unregulierten Finanzmärkten ist es eine Katastrophe. Karen Duve haut auf den Tisch und ihrem Leser die Fakten um die Ohren, die nicht nur zeigen, wie viel mehr in der hunderttausendjährigen Menschheitsgeschichte drin gewesen wäre, sondern auch, dass kurz vor zwölf endlich mal die anderen dran sein sollten.
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  • Nein, mir hat dieses Buch nicht gefallen. Nicht weil die Argumente falsch wären, auch nicht, weil ich seine Grundtendenz (Generationengerechtigkeit, Sorge für die Zukunft unsere Kinder und Enkel) nicht teilen würde.


    Es ist der selbstgerechte Ton, das Besserwisserische, das am liebsten quasi diktatorisch (ex pressis verbis wird das allerdings nie gesagt) den Menschen vorschreiben möchte, wie sie zu leben haben, auf was sie verzichten müssen, damit die Welt gerettet wird. Es ist eine Haltung, die mich schon in Zeiten der ersten Bürgerinitiativen in den siebziger Jahren bei vielen sogenannten Umwelt- und Tierschützern abgestoßen hat und sich bei vielen von ihnen in den letzten Jahren radikalisiert hat. Ohne den Menschen ginge es dieser Welt besser, das ist auch die These, auf die Duves Buch am Ende hinläuft.

  • Hallo Winfried
    Vielen Dank für deine ehrliche Meinung. Das Buch klingt lt. amazon eigentlich gut, hätte ich jetzt mal zugegriffen und reingelesen.


    Es ist der selbstgerechte Ton, das Besserwisserische, das am liebsten quasi diktatorisch (ex pressis verbis wird das allerdings nie gesagt) den Menschen vorschreiben möchte, wie sie zu leben haben, auf was sie verzichten müssen, damit die Welt gerettet wird.


    Das ist schade, denn evt. sind ja doch Tips dabei, die man umsetzen kann, vieles, das man im eigenen Verhalten nochmal überdenken kann. Auf die Art präsentiert fühlt man sich ja nicht dazu eingeladen, sondern eher vor den Kopf gestoßen.
    Aber vielleicht braucht man sowas auch um kurz vor zwölf :-k



    Liebe Grüße


    Sylvia, Paule, Lily, Zora, Luzian und Kasimir
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    :study:Michael Innes: Die Last des Beweises





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