Bernhard Pörksen, Friedemann Schulz von Thun - Kommunikation als Lebenskunst

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  • Seine drei Taschenbücher „Miteinander reden“ sind für eine Vielzahl von Menschen in Berufen, in denen sie viel mit anderen Menschen kommunizieren, zu wahren Fundgruben geworden, um die eigene Professionalität und vor allem die Menschlichkeit in ihrer Kommunikation zu verbessern.

    Aber die Wirkung dieser Bücher, insbesondere das als „Vier-Ohren-Modell“ bekannt gewordene Kommunikationsquadrat geht weit darüber hinaus. Viele Menschen haben nach der Lektüre dieser Bücher, oder auch nur Teilen davon, verstanden, warum es in ihrer Kommunikation in der Familie und im Beruf, unter Freunden und Bekannten oft dieselben Muster gibt und konnten sie mit Hilfe der vielen Beispiele verändern und verbessern. Zum Vorteil ihrer eigenen Lebensqualität und der ihrer Beziehungen.

    In dem vorliegenden Buch, in dem der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen viele Gespräche zusammengefasst und dokumentiert hat, die er in der letzten Zeit mit Friedemann Schulz von Thun geführt hat, die nun anlässlich dessen 70. Geburtstags veröffentlicht werden, geht es nicht nur um das erwähnte Kommunikations- und Wertequadrat, sondern auch um die von Schulz von Thun beschriebene Metapher vom Teufelskreis, das Bild von Inneren Team, das Situationsmodell und das Ideal der Stimmigkeit.

    Es geht immer wieder um die Verbindung von Humanistischer Psychologie, von der Schulz von Thun herkommt, und dem systemischen Denken, das sich der Carl Auer Verlag zu seinem Hauptthema gemacht hat.
    Innere und äußere Kräfte lassen sich insbesondere in der Beratung, dem Coaching, der Pädagogik und der interkulturellen Kommunikation auf das Beste miteinander verbinden.

    Einen auch spirituellen Höhepunkt hatte das Buch für mich am Ende, wie die beiden Wissenschaftler sprechen über das Glück und den Tod und darüber, wie man über die eigene Endlichkeit sprechen kann. Das Gespräch endet mit einem Zitat aus einen Rilke- Brief: „Es handelt sich darum, alles zu leben. Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antwort hinein.“

    Eine schönes Bild gerade für die sogenannten „letzten Fragen“.

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