Mikis Theodorakis - Bis er wieder tanzt / Hoi dromoi tou Archangelou / Οι δρομοι του Αρχαγγελου

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  • Mit schweren Verletzungen und Blessuren kommt Mikis Theodorakis, etwa 25-jährig, erstmals nach Kreta um sich bei seiner Familie von den Torturen der Haft auf der Gefängnisinsel Makronisos zu erholen. Das Oberhaupt der Theodorakis-Sippe, Therianos, übergibt ihn den Frauen der Familie und fordert sie auf, ihn zu pflegen, bis er wieder tanzt. Der Genesungsprozess ist langwierig, zumal er durch einen weiteren Gefängnisaufenthalt auf Kreta unterbrochen wird, bei dem Mikis wiederum die Beine gebrochen werden. Nur der Einfluss des Theodorakis-Clans rettet ihn.
    Zwei Jahre bleibt Theodorakis auf der Insel, von der seine Väter stammen, wird Direktor der Musikschule in Chania, verlässt die Insel aber wieder, um in Athen uns Paris seine Musikstudien fortzusetzen.
    In einer wunderbar verwobenen Geschichte aus tatsächlichen Ereignissen, längst vergangenen Familienereignissen, Mythen und Märchen zeichnet Mikis Theodorakis ein Bild der Insel Kreta mit all ihren Facetten, rauen und wunderschönen Plätzen und nicht zuletzt ihrer Musik.
    Das Buch erinnert ein bisschen an einen Abend am Strand auf Kreta, bei dem mit viel Wein und Raki (kretischer Tresterschnaps) die von den Alten erzählten Geschichten hinuntergespült werden und irgendwo eine Lyra zu spielen beginnt ...

  • Vielleicht entspricht die Rezi nicht so ganz den Regeln hier im BT, aber ich finde, dass der Beitrag von E-Krimi schon Interesse an der Geschichte weckt.
    Ich habe Theodorakis in den Siebzigern in Athen live erleben dürfen und habe später einiges über sein Leben und Werk erfahren.
    Ein genialer Musiker und unglaublich mutiger Mann, der immer versucht hat, gegen die Tyrannen der damaligen Zeit in Griechenland zu kämpfen.


    Nichts für Ungut, aber mir gefällt das.

    Wir sind der Stoff aus dem die Träume sind und unser kleines Leben umfasst ein Schlaf.

    William Shakespeare


    :study:John Burnside - What Light There Is (MLR)

    :study:Joyce Carol Oates - Night, Sleep, Death - The Stars

    :study:Christoph Ransmayr - Atlas eines ängstlichen Mannes

  • Nein, und ich lese sehr genau. Und was ich im Startbeitrag lese könnte in dieser Form auch die Kopie einer Verlagswerbung sein - nur das das Buch nicht mehr bei Insel erhältlich ist und dort noch nicht einmal mehr angekündigt wird. Was genau Deine Einschätzung ist und was Dir besonders zugesagt hat, wird aus Deinem Beitrag nicht wirklich ersichtlich.


    Wir haben zum Schreiben von Rezensionen hier ein paar Tipps eingestellt. 8)


    @taliesin: Ich schreibe ja nicht, dass sein Beitrag kein Interesse weckt. Aber Du kanntest Theodorakis bereits. ;)

  • nur das das Buch nicht mehr bei Insel erhältlich ist


    Nur gebraucht. Zu einem stolzen Preis für ein Taschenbuch. :shock:

    Bücher sind auch Lebensmittel (Martin Walser)


    Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero)



  • Ich habe das Buch damals gelesen, da mich Mikis Theodorakis in meiner Jugend schon faszierte. Eigentlich fand ich das Buch ganz gut, auch wenn meine Erinnerung an den Inhalt sehr blass ist. Es war nicht diese typische chronologische Biographie, sondern die Verarbeitung eines besonderen Lebensabschnitts, welcher in einer anschaulichen Art und Weise dargestellt wird. Er beschreibt dort immer wieder den starken Bezug zur Familie, durch den er in der Lage war alle Torturen zu ertragen.

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