Katarina Bivald - Ein Buchladen zum Verlieben / Läsara i Broken Wheel rekommenderar

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Ein Buchladen zum Verlieben

3.9|64)

Verlag: btb Verlag

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 448

ISBN: 9783442713929

Termin: Juni 2016

  • Klappentext:
    Es beginnt mit einer ungewöhnlichen Brieffreundschaft. Die 65-jährige Amy aus Iowa und die 28-jährige Sara aus Schweden verbindet eines: Sie lieben Bücher – mehr noch als Menschen. Begeistert beschließt die arbeitslose Sara, ihre Seelenverwandte zu besuchen. Als sie jedoch in Broken Wheel ankommt, ist Amy tot. Und Sara plötzlich mutterseelenallein. Mitten in der Einöde. Irgendwo in Iowa. Doch Sara lässt sich nicht unterkriegen und eröffnet mit Amys Büchersammlung einen Laden. Und sie erfindet neue Kategorien, um den verschlafenen Ort für Bücher zu begeistern: »Die verlässlichsten Autoren«, »Keine unnötigen Wörter«, »Für Freitagabende«, »Gemütliche Sonntage im Bett«. Ihre Empfehlungen sind so skurril und liebenswert wie die Einwohner selbst. Und allmählich beginnen die Menschen aus Broken Wheel tatsächlich zu lesen – während Sara erkennt, dass es noch etwas anderes im Leben gibt außer Büchern. Zum Beispiel einen ziemlich leibhaftigen Mr. Darcy. (von der Verlagsseite kopiert)


    Zur Autorin:
    Katarina Bivald arbeitete 10 Jahre lang in einem Buchladen. Sie lebt in der Nähe von Stockholm, gemeinsam mit ihrer Schwester und so vielen Bücherregalen, wie sie nur gerade so reinpassen in die Wohnung. Sie weiß bis heute nicht genau, was sie bevorzugt: Menschen oder Bücher. (von der Verlagsseite kopiert)


    Allgemeine Informationen:
    Originaltitel: Läsarna i Broken Wheel rekommenderar
    Aus dem Schwedischen übersetzt von Gabriele Haefs
    Erstmals erschienen bei Forum Bokförlag, Stockholm
    Mit Überschriften, die, oft ironisch kurz gefasst, das nächste Kapitel charakterisieren (z.B. „Trost bei Bridget Jones“ oder – immer wieder – „Bücher vs. Leben 1:0“ Bis „Bücher vs. Leben 4:4“) dazwischen geschaltet Amy Harris Briefe in Kursivschrift.
    Aus verschiedenen personalen Erzählperspektiven
    446 Seiten


    Eigene Meinung / Bewertung:
    Es gibt sie noch, die bezaubernden Kuschelromane, die die literaturkritische Region im Hirn schachmatt setzen und nur eins vollbringen: Unterhalten! Unterhalten!! Unterhalten!!!


    Man lässt sich in das Buch fallen und vergisst
    - dass die Personen unklar eingeführt werden --- irgendwann kennt man sie doch alle;
    - dass man dem Roman einen gewissen Kitscheffekt unterstellen könnte --- man fühlt sich doch soo wohl mit all der Liebe und all dem Glück. Und all den Büchern.
    - dass Handlungsbrüche und ein leicht chaotischer Szenenablauf den Roman bestimmen --- macht nichts. Ein geübter Leser erweist sich ohnehin als chaosresistent. Und Brüche kommen auch im realen Leben vor;
    - dass Motive aus Chic-Lit verwendet werden --- es fehlt der plumpe Witz. Außerdem sind märchenhaft und Chic-Lit zwei Paar Schuh.

    Ein heruntergekommenes, beinah totes Städtchen erwacht durch einen Buchladen zu neuer Blüte: Eine graue Maus, die sich zur selbstbewussten Frau wandelt, dabei sich selbst treu bleibt. Eine verknöcherte, bigotte Jungfer, die sich durch einen homo-erotischen Roman einer sexuellen Erfüllung nähert. Ein Mann und eine Frau, die sich nach jahrelanger Freundschaft als Paar zusammenfinden.


    Dann diese Frage: Was liebt man mehr, Bücher oder Menschen? Die weise, für jeden von uns nachvollziehbare Antwort: Man kann weder ohne Menschen, noch ohne Bücher leben. Aber es gibt Leute, die ohne Bücher leben, und man kann sie trotzdem lieben.


    Alles ist gut, alles geht gut aus, und so ist es kein Wunder, dass DER Märchen-Schlusssatz auch hier den Abschluss bildet.


    Nur eines hätte man gern gewusst: Wie entstand der Briefwechsel zwischen Amy und Sara?


    Fazit:
    Einfach schööön. Für Bücherwürmer.

    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)


    Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)

  • Danke Marie für Deine Rezension - solche Kuschelbücher braucht man einfach immer wieder im Leben. Bei mir ist es auch gleich auf die Wunschliste gewandert. :)

    viele Grüße vom Squirrel

    :study: Stephan Thome - Gott der Barbaren
    :study: Norman Davies - Verschwundene Reiche (Langzeit-MLR)

  • Wie eine Buchhandlung einen verschlafenen Ort wieder zum Leben erweckt.


    Klappentext
    Es beginnt mit einer ungewöhnlichen Brieffreundschaft. Die 65-jährige Amy aus Iowa und die 28-jährige Sara aus Schweden verbindet eines: Sie lieben Bücher – mehr noch als Menschen. Begeistert beschließt die arbeitslose Sara, ihre Seelenverwandte zu besuchen. Als sie jedoch in Broken Wheel ankommt, ist Amy tot. Und Sara plötzlich mutterseelenallein. Mitten in der Einöde. Irgendwo in Iowa. Doch Sara lässt sich nicht unterkriegen und eröffnet mit Amys Büchersammlung einen Laden. Und sie erfindet neue Kategorien, um den verschlafenen Ort für Bücher zu begeistern: »Die verlässlichsten Autoren«, »Keine unnötigen Wörter«, »Für Freitagabende«, »Gemütliche Sonntage im Bett«. Ihre Empfehlungen sind so skurril und liebenswert wie die Einwohner selbst. Und allmählich beginnen die Menschen aus Broken Wheel tatsächlich zu lesen – während Sara erkennt, dass es noch etwas anderes im Leben gibt außer Büchern. Zum Beispiel einen ziemlich leibhaftigen Mr. Darcy


    Autor
    »Ich war nie in den USA, aber ich bin dort aufgewachsen. Mit Fannie Flagg, Annie Proulx, Louisa May Alcott und Marshall Grover. Das ländliche Amerika war mir so nah wie die kleine schwedische Vorstadt, in der ich zufällig geboren wurde. Und ich wusste immer, dass ich eines Tages schreiben würde. Schon als Kind erzählte ich ständig Geschichten.«


    Katarina Bivald arbeitete 10 Jahre lang in einem Buchladen. Sie lebt in der Nähe von Stockholm, gemeinsam mit ihrer Schwester und so vielen Bücherregalen, wie sie nur gerade so reinpassen in die Wohnung. Sie weiß bis heute nicht genau, was sie bevorzugt: Menschen oder Bücher.


    Dr. Gabriele Haefs studierte in Bonn und Hamburg Sprachwissenschaft. Seit 25 Jahren übersetzt sie u.a. aus dem Dänischen, Englischen, Niederländischen und Walisischen. Sie wurde dafür u.a. mit dem Gustav- Heinemann-Friedenspreis und dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet, zuletzt 2008 mit dem Sonderpreis für ihr übersetzerisches Gesamtwerk. Sie hat u.a. Werke von Jostein Gaarder, Håkan Nesser und Anne Holt übersetzt. Zusammen mit Dagmar Mißfeldt und Christel Hildebrandt hat sie schon mehrere Anthologien skandinavischer Schriftsteller herausgegeben.


    Cover
    Ich finde das Cover ist sehr schön gestaltet. Farblich passend aufeinander angestimmte Farben. Das rote in der Mitte als dominanter Punkt. Bücher um den Inhalt auszudrücken, lesende Frauen dürfen nicht fehlen :)


    Meinung
    Ich bin ehrlich gesagt nicht ganz sicher was ich von diesem Buch halten soll. Der Klappentext machte mich doch sehr neugierig auf den Inhalt.
    So begann ich es zu lesen und dachte sehr lange Zeit, wann passiert hier mal was aufregenden? Es dümpelte sehr lange vor sich hin, war zwar sehr nett, aber nichts weltbewegendes, nichts was mich richtig gefesselt hat.


    Man lernt Sara kennen, eine Frau aus Schweden, die auf Einladung von Amy gekommen ist, um Urlaub in der kleinen verschlafenen Stadt zu machen. Eine sehr verschlossenen Person, mag ihre Bücher lieber als sich mit den anderen zu unterhalten und zu Beginn zu integrieren. Selbst zu einem späteren Zeitpunkt ist sie weiterhin sehr verschlossen. Man weiß auch nicht genau warum sie eigentlich kam, da die Person die eingeladen hat mittlerweile verstorben ist. Man erfährt nicht wirklich viel von ihr, sie macht den Anschein einer kleinen grauen Maus und das kommt leider auch die meiste Zeit so rüber.


    Eine kleine verschlafene Stadt, die Bewohner alle sehr unterschiedlich, die meisten unnahbar und mürrisch. Man erfährt nur oberflächliches, bekommt keinen tieferen Einblick. Sehr schade.
    Der Schreibstil ist zeitweise etwas abgehackt, einige Passagen und Kapitel finde ich doch sehr in die Länge gezogen und somit schwierig zu lesen. Man hat zeitweise den Wunsch, einfach paar Seiten zu überblättern und hätte wahrscheinlich nichts wichtiges verpasst.
    Zwischendrin finden sich immer Briefe von der verstorbenen Amy. Der Inhalt passt nicht wirklich zur Geschichte, ist oft nichtssagend. Den Sinn darin habe ich bis zum Schluss nicht erkannt.
    Apropos Schluss: Irgendwie sehr abrupt, es bleiben Fragen offen und nun steht man da und denkt, das wars?


    Fazit
    Sehr schade, die Idee hinter dem Buch war echt schön, der Gedanke lässt einem ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Aber von der Umsetzung her nicht gelungen.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Der Inhalt passt nicht wirklich zur Geschichte,


    Die Briefe greifen oft das auf, was im Kapitel davor / danach geschieht. Auch erhält der Leser durch sie Informationen zu den Figuren.


    es bleiben Fragen offen


    Welche?
    Er ist doch alles geklärt:

    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)


    Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)

  • Ein Buchladen zum Verlieben von Katarina Bivald
    445 Seiten- btb Verlag
    ISBN: 978-3-442-75456-4


    Inhalt:
    Die 28-jährige Sara und die 65-jährige Amy führen eine besondere Brieffreundschaft. Sie entwickelte sich durch die Liebe der beiden zu Büchern. Da Sara aus Schweden kommt, und Amy aus Iowa kennen sie sich nur von ihren Briefen. Doch das wollen sie ändern.
    Als Sara ihren Job in einer Buchhandlung verliert, sieht sie dies als den richtigen Zeitpunkt, Amy zu besuchen.Doch als sie in Iowa ankommt, holt Amy sie nicht am vereinbarten Treffpunkt ab. Schließlich macht sie sich selber in den kleinen Ort auf, in dem ihre Brieffreundin wohnt. Dort angekommen, wird Sarah böse überrascht.
    Sie erfährt, das Amy vor kurzem gestorben ist und wird unerwartet Gast ihrer Trauerfeier.Sie weiß zunächst nicht mit der Situation umzugehen, außerdem stellt sich ihr die Frage, wo sie denn nun für die zwei Monate, die sie in Iowa geplant hatte wohnen soll. Die Bewohner des kleinen Ortes empfangen Sara jedoch freundlich und bitten sie einfach in Amys Haus zu wohnen, wie es von Anfang an geplant war.
    Sara will der Stadt, die sie so nett empfangen hat etwas zurück geben und beschließt, mit Amys Büchersammlung einen Buchladen zu eröffnen. Das Problem ist, dass die Bewohner an Büchern einerlei Interesse zeigen. Wer soll also bei ihr Bücher kaufen ?
    Außerdem plagt sie die Angst, dass das Verwenden von Amys Büchern dem einen oder anderen übel aufstoßen könnte. Doch Sara fasziniert alle mit ihrer Liebe zu Büchern. Ob sie der Stadt etwas Gutes bringen wird ?
    Meine Empfehlung:
    "Ein Buchladen zum Verlieben" ist ein ganz besonderes Buch. Es hat mich fasziniert und sehr berührt. Durch die schönen Ansichten über Bücher, die der Roman beinhaltet, fängt man an, noch einmal ganz anders über Bücher und das Lesen nach zu denken. Auch die Macht, die Geschichten ausüben können, hat mich fasziniert.
    Es ist erstaunlich, wie die Leidenschaft zu lesen die Menschen verändern und wie ein Buchladen ein ganzes Dorf zusammen schweißen und wieder zum Leben erwecken kann.Doch auch die Geschichte selbst hat mir sehr gut gefallen. Sie war so geschrieben, dass es einem beim Lesen nicht langweilig wurde und man immer weiter und weiter lesen wollte.
    Auch die Protagonisten waren mir sehr sympathisch. Alle hatten so ihre Geheimnisse, die nach und nach ans Licht kamen, und die sie mir nur noch realer erschienen ließen.
    Ich konnte mich richtig in das Buch hineinfallen lassen und habe alles um mich herum beim Lesen vergessen. Ich konnte in dem Buch die Liebe der Autorin zu Büchern spüren und dass diese auch auf sie eine Faszination ausüben. Eine schöne Story, die sich perfekt für heiße Sommertage eignet.


    Fazit : Der Roman ist bezaubernd schön. Ein Buch um sich wieder neu und anders in Bücher und das Lesen zu verlieben.

  • Nur eines hätte man gern gewusst: Wie entstand der Briefwechsel zwischen Amy und Sara?


    Das wird in den ersten hundert Seiten irgendwo erwähnt: die beiden lernten sich online auf einer Büchersuchseite kennen. Amy schickte Sara das gewünschte Buch, ohne Geld dafür zu wollen, und so entstand ein heiterer Briefe- und Bücheraustausch.


    Ich bin mittendrin im Buch und finde es einfach nur schön :winken:

  • Ich liebe Bücher – und ich liebe Bücher über Bücher, über Autoren, über Leser, über Buchhandlungen. Klar, dass ich daher auch nicht an “Ein Buchladen zum Verlieben” vorbei kam. Jedoch dient der Buchladen, den die weibliche Hauptperson Sara im Laufe der Handlung eröffnet, hier nur als Aufhänger. Denn nur auf den ersten Blick geht es in diesem Debüt von Katarina Bivald um die Liebe zu den Büchern. Es werden viele Autoren und Buchtitel erwähnt und es hat immer wieder ein Lächeln auf meine Lippen gebracht, wenn ein Roman genannt und kurz vorgestellt wurde, den ich bereits gelesen habe. Und meine Neugier wurde geweckt auf Bücher, die ich noch nicht kenne, die jedoch von Sara in Kategorien wie “Warnung: Trauriges Ende” oder “Kein überflüssiges Wort” eingeordnet wurden. Und manchmal habe ich mich ein bisschen geärgert, wenn die Autorin den Inhalt oder sogar das Ende einiger Bücher verrät.


    Aber viel wichtiger und auch die Handlung dominierender sind in diesem Roman die Figuren und ihre Beziehungen zueinander. Denn Sara wird von und in Broken Wheel nicht gerade mit offenen Armen empfangen. Die Läden in diesem kleinen Örtchen stehen leer, Sara als Neuankömmling präsentieren sich zerbrochene Scheiben und mit Brettern zugenagelte Fenster. In Broken Wheel gab es noch nie einen Buchladen. Zwar besaß das Örtchen mal eine Bücherei, aber die hat nicht lange überlebt. Wie soll Sara, die Bücher den Menschen vorzieht und mit Geselligkeit nicht viel anfangen kann, sich hier wohlfühlen?


    Zitat

    “Diese Stadt hier brauchte furchtbar dringend einen Buchladen.” (Seite 103)


    Und noch dazu wird sie von den Bewohnern des Örtchens kritisch beäugt und die Nachricht über ihre Ankunft verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Es gibt die Klatschtanten, es gibt die mürrischen Einzelgänger, es gibt die hilfsbereiten Kellnerinnen. So ziemlich jedes Klischee wird bedient. Die Figuren sind teilweise sehr skurril und überspitzt gezeichnet und ich habe keinen richtigen Zugang zu ihnen gefunden. Auch Sara hat bis auf ihrer Liebe zu den Büchern wegen nur wenige Sympathiepunkte bei mir gesammelt. Ich kann nicht genau sagen, woran es lag. Irgendwie blieb einfach immer eine gewisse Distanz zu ihr und auch den anderen Charakteren.


    Neben dem allgemeinen erzählenden Teil des Buches, der aus der Sicht eines allwissenden Erzählers geschrieben ist, finden sich zwischen den Kapiteln Briefe, die Amy an Sara geschrieben hat. Diese ergänzen die Handlung und geben Hintergrundinformationen zu dem kleinen Örtchen Broken Wheel und dessen Bewohnern. Denn in den gut zwei Jahren von April 2009 bis August 2011, in denen Amy und Sara ihre Brieffreundschaft gepflegt haben, hat Amy viel über das Alltagsleben in Iowa berichtet. Die Handlung selbst spielt nun nach Amys letztem Brief im August 2011, die Briefe werden dennoch chronologisch zwischen die Kapitel eingefügt. Dadurch ist Amy trotz ihres Todes ein nachwievor aktiver Charakter in diesem Buch.


    Grundsätzlich und vom Stil her war “Ein Buchladen zum Verlieben” ein angenehm zu lesendes Debüt, aber es hat einfach das gewisse Etwas gefehlt, das Begeisterung beim Lesen auslöst und dafür sorgt, dass man das Buch am liebsten nicht weglegen möchte, bis nicht die letzte Seite umgeblättert ist. Es gab vereinzelte Szenen, die ich wirklich schön fand, aber insgesamt blieb das Buch doch eher oberflächlich.


    Mein Fazit


    Die Liebe zu den Büchern dient leider nur als Aufhänger. Den größten Teil der Handlung macht doch das Kleinstadtleben im Örtchen Broken Wheel aus, das mich leider nicht begeistern konnte.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond

  • Man lässt sich in das Buch fallen und vergisst
    - dass die Personen unklar eingeführt werden


    Wobei ich Sara als echt gut eingeführt empfand. Das erste Kapitel hat richtig Spaß gemacht und ich fand es sehr clever und originell, wie die Autorin Sara und den Ort Broken Wheel vorstellt.


    Man kann weder ohne Menschen, noch ohne Bücher leben. Aber es gibt Leute, die ohne Bücher leben, und man kann sie trotzdem lieben.


    Das ist ein schönes Fazit! :thumleft:

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond

  • Eigentlich wollte ich eines späten Abends nur die ersten Seiten lesen, nachdem ich ein anderes Buch beendet hatte und schon sehr müde war. Doch dann wurde aus ein paar Seiten ein Kapitel und dann noch eins und nochmals eins. Das liebevoll geschriebene Buch zog mich von Anfang an in seinen Bann - herrlich!
    Es ist ein leises Buch und handelt von trotzigen Kleinstadtbewohnern (ein verschlafendes Nest, bei uns liefe es wohl eher unter Dorf) und von Büchern:


    Als die Schwedin Sara Ende August nach Amerika fliegt um Amy zu besuchen, ist Amy bereits gestorben. Die eigenwilligen Dorfbewohner, die Sara von Amys Briefen her kennt, lassen sie in Amys Haus wohnen und Sara verteilt ihre 13 mitgebrachten Bücher im Haus, damit es wohnlich aussieht. Auf die Frage, was sie denn hier wolle, antwortet sie mit: "Lesen". "Als Urlaub". Logisch für Buchliebhaber, aber von George erntet sie nur ein Kopfschütteln.
    Das kleine Städtchen Broken Wheel konkurrenziert mit der Nachbarstadt Hope. Die Namen der beiden Ortschaften sagen ja schon alles. Viele Bewohner sind bereits nach Hope umgezogen, weil es dort Arbeit gibt und Hopes Einwohner haben nur ein spöttisches Lächeln für Broken Wheel übrig. Doch dann eröffnet Sara den Buchladen, und weil es das Einzige ist, was Broken Wheel hat, aber Hope nicht, kommen neuerdings öfters Leute nach Broken Wheel. Der Gemeinderat überlegt sich schon einen Touristeninfostand zu eröffnen, aber das ist dann doch ein wenig übertrieben. Dafür planen sie eine Leseaktion und manch einem bisher nicht lesenden Bewohner wird ein Buch in die Hand gedrückt.
    Sehr eindrücklich auch die Szene, wo Sara im Laden liest und zuerst nur Jugendliche beeindruckt durch das Schaufenster zusehen wie Sara absolut gar nichts mitbekommt und sie einfach nur da sitzt und liest und liest und liest… Zu der Handvoll Jugendlicher kommen sämtliche Stadtbewohner dazu und schmeissen draussen eine Grillparty: "Es sind alle hier um Sara lesen zu sehen." Als Sara aufhört zu lesen, stoppen sie die Zeit, genau 5 Stunden 37 Minuten.
    Sara wird von allen geliebt. Kein Wunder plant der Gemeinderat nach Ablauf der drei Monate Touristenvisa eine Aktion, damit Sara in Amerika bleiben darf…


    Man merkt der Autorin die Bücherliebe an, die Geschichte ist wunderschön geschrieben und auch der Humor kommt nicht zu kurz. Die Kombination des Themas "Leseliebe" mit "Sorgen und Freuden der Kleinstadtbewohner" ist extrem gelungen. Das Fazit des Buches ist ungefähr: "Lesen ist toll, doch Bücher ersetzen nun mal keine Menschen" - dies merkt auch Sara am Ende des Buches.
    Das einzige was mich gestört hat, ist, dass Sara Gertrude erlaubte im Laden zu rauchen - das geht für mich gar nicht. Aber das war dann auch wirklich das einzig Negative im Buch.


    "Sie (Sara) hatte schon immer gefunden, dass Herbstluft und Bücher gut zusammenpassen und dass beide auf irgendwelche Weise zu bequemen Sesseln und grossen Tassen Kaffee oder Tee gehören."

    Dem kann ich nur zustimmen! "Ein Buchladen zum Verlieben" passt perfekt zur Jahreszeit und ich kann jedem nur empfehlen es jetzt zu lesen. 5 Punkte. Eigentlich 10. Aber das geht ja leider nicht ;-)

  • Sehr eindrücklich auch die Szene, wo Sara im Laden liest und zuerst nur Jugendliche beeindruckt durch das Schaufenster zusehen wie Sara absolut gar nichts mitbekommt und sie einfach nur da sitzt und liest und liest und liest… Zu der Handvoll Jugendlicher kommen sämtliche Stadtbewohner dazu und schmeissen draussen eine Grillparty: "Es sind alle hier um Sara lesen zu sehen." Als Sara aufhört zu lesen, stoppen sie die Zeit, genau 5 Stunden 37 Minuten.


    Diese Szene ist mir auch in Erinnerung geblieben. Und dann noch die, als

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond

  • Hehe, Squirrel, dann nichts wie ran an das Buch. :wink:

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond

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