Axel Hollmann - Asphalt

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  • Seit Julia Wagner vor sechs Jahren ihren Job beim LKA wegen einer Affäre mit ihrem verheirateten Kollegen Frank Wolf kündigte, jobbt sie als Paparazzi. Oder, wie sie es nennt, als freischaffende Fotojournalistin. Um ihre Mietschulden zu bezahlen, beschattet sie den Top-Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters von Berlin, der trotz Ehefrau eine Vorliebe für Prostituierte zu haben scheint. Als Julia ihn in flagranti erwischt, wird sie entdeckt und muss sich gegen seine Bodyguards verteidigen. Dabei trifft sie wieder auf Frank, dessen verdeckte Ermittlungen in einer Motorradgang gründlich misslungen sind. Frank ist auf der Flucht, sein Partner verschwunden und Julia wird in den Fall hineingezogen.


    Die Ich-Erzählerin Julia sehe ich etwas zwiegespalten. Einerseits ist sie eine toughe Frau, die sich nichts gefallen lässt und ihren Willen durchsetzt. Andererseits kann sie auch ziemlich nachtragend und zickig sein. Sie leidet immer noch sehr unter der Trennung von Frank. Bei ihm wirkt sie fast schon naiv. Ich verstehe überhaupt nicht, was sie an ihm findet.


    Frank war mir von Anfang an unsympathisch und das hat sich bis zum Ende nicht geändert. Er ist unerträglich egoistisch und gibt jedem die Schuld, wenn was schiefgeht, nur nicht sich selbst. Außerdem erzählt er eine Lüge nach der anderen. Kaum zu glauben, dass Julia so an ihm hängt.


    Julias Ex-Chef Wittmann hat mir dagegen sehr gut gefallen. Er ist gradlinig und setzt sich für seine Leute ein. Aber wenn sie Mist bauen, lässt er sie die Konsequenzen spüren. Genau das erwarte ich von einem guten Kriminalhauptkommissar.


    Motorräder, Verfolgungsjagden, Schlägereien, Morde – die Handlung ist spannend und temporeich. Mit der Atmosphäre der Großstadt und der Vielzahl an interessanten Plätzen bietet Berlin einen hervorragend passenden Handlungsort.


    Auch die Erzählweise ist rasant und kurze Sätze erhöhen das Lesetempo. Ein paar Fehler haben sich zwar eingeschlichen, aber ich fand sie nicht besonders störend. Gerade bei EBooks habe ich schon weitaus Schlimmeres gelesen.


    Die Hauptfiguren Julia und Frank sind mir bis zum Schluss nicht wirklich sympathisch geworden. Besonders auf Frank habe ich einen regelrechten Hass entwickelt. Allerdings ist es für mich nicht so wichtig, dass ich Figuren sympathisch finde. Mir ist die Geschichte wichtig, und die ist hier extrem spannend.

  • Ein spannendes mit Action und Tempo aufgeladener Krimi, der von Anfang bis Ende diese Spannung auch hält. Mit den beiden Hauptprotagonisten hatte ich am Anfang auch so meine Schwierigkeiten. Frank blieb mir leider bis zum bitteren Ende total unsympathisch und konnte überhaupt nicht verstehen, wie sich eine Frau, wie Julia, mit so einem Typen abgeben konnte. Mit Julia freundete ich mich aber immer mehr, obwohl mir ihr trotziges "Jetzt erst recht" Gehabe manchmal ganz schön auf die Nerven ging. Aber aufgrund des spannungsgeladenen weiteren Geschehens konnte ich darüber hinwegsehen. Insgesamt ein spannungs- und temporeicher Krimi, der von mir 5 Sterne bekommt und den ich nur wärmstens weiter empfehlen kann. Für mich auf alle Fälle definitiv das erste Highlight auf meiner Februar-Bücherliste. Das zweite Buch von Herrn Hollmann "Schlaglicht" steht schon auf meiner Wunschliste.

    :montag: Escape - Jennifer Rush

    :musik: Zwischen uns ein ganzes Leben - Melanie Levensohn

    :study: Eiskalte Spiele - Marc Girardelli

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