Christoph Marzi - 5 Tage im April

  • Buchdetails

    Titel: 5 Tage im April


    Verlag: arena - verlag,

    Bindung: E-Book

    Seitenzahl: 327

    ISBN: 9783401803982

    Termin: Mai 2014

  • Bewertung

    4.1 von 5 Sternen bei 14 Bewertungen

    82,1% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "5 Tage im April"

    Als Jack sich - mit einem rätselhaften Brief in der Tasche - auf den Weg nach Seals Head Harbor macht, ahnt er noch nicht, welches dunkle Geheimnis ihn dort erwartet. Schnell begreift Jack, dass er in dem kleinen Küstenort kein Fremder ist. Auf mysteriöse Weise scheint seine eigene Vergangenheit mit der Legende des Ortes verbunden zu sein. Nach einer Reihe merkwürdiger Ereignisse will Jack bereits die Flucht ergreifen. Da taucht plötzlich Sadie auf, das Mädchen mit den meerblauen Augen. Sie ist die Einzige, die ihm bei der Suche nach Antworten helfen kann. Mit Sadie verbringt Jack fünf Tage, die sein Leben für immer verändern. 
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    Zesa2501
    Emotional, Spannend, Bewegend, ein Lesegenuss - C.Marzi mal ganz ohne Fantasy, ein Buch was mich in seinem Bann zog

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  • Jacks Leben gerät aus den Fugen, als seine Mom einen Unfall mit verheerenden Folgen hat. Allein mit der Situation, findet er zu Hause einen Brief seiner Mutter an einem ihm unbekannten Mann weit weg an der Küste. Jack spürt, dass dieser Brief wichtig ist und hofft, durch ihn Antworten auf die Fragen seiner Herkunft zu bekommen, die seine Mutter ihm nie beantwortet hat.


    Deswegen macht er sich auf, den Brief selbst zuzustellen, flüchtend vor der aktuellen Situation, mit der er nicht umgehen kann. Angekommen in Seals Head Harbor muss Jack jedoch erkennen, dass die Antworten auf seine Fragen nicht so einfach zu finden sind und, dass die halbe Stadt mehr weiß als er. Hier verliebt er sich in Sadie, ein Mädchen, das ihm mehr als einmal Schwierigkeiten beschert und doch hat er hier das erste Mal das Gefühl angekommen zu sein. Er verlebt dort 5 Tage, die ihm wie ein halbes Leben vorgekommen, voller merkwürdiger Ereignisse, denn - wie Jack immer wieder feststellen muss: Der April ist ein verdammt trügerischer Monat.


    Meine Meinung:


    Mein erstes Buch von Christoph Marzi, an das ich relativ unbefangen herangegangen bin und das mich dann letztendlich dermaßen mitgezogen hat. Die Handlung haut gleich zu Beginn ordentlich 'rein mit dem Unfall von Jacks Mutter. Man spürt seine Verzweiflung, die Schuldgefühle und die Angst. Wenn ich auch Jacks nachfolgende Flucht ins Ungewisse für mich persönlich nicht so ganz nachvollziehen konnte, so scheint sie mir im Nachhinein für ihn die einzig richtige Wahl.


    Der kleine Ort, in dem Jack auf den Spuren seiner Vergangenheit wandelt, ist wunderbar vom Autor beschrieben. Der Hafen, jede Straße, jedes Haus und letztendlich natürlich auch Nellie's Reach haben vor meinem inneren Auge Gestalt angenommen, ebenso wie die detailliert gezeichneten Charaktere. Ich mochte Jack, Sadie und Nellie sofort, genauso wie Ben und den alten Ernie.


    Dabei hat Christoph Marzi einen einzigartigen, fast poetischen Schreibstil, der mich stets auf Tuchfühlung mit Jack gehen ließ, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird. Ich konnte gar nicht anders, als die Ereignisse gebannt zu verfolgen, längst fühlte ich mich mit ihm verbunden und wollte, dass das Schicksal etwas Gutes für ihn bereithält. Ich durchlebte hierbei die volle Gefühlspalette und konnte nicht umhin, letztendlich auch zum Taschentuch greifen zu müssen. Nichtsdestotrotz war es einfach wunderschön und ich habe jede Zeile, die ich lesen durfte, voll und ganz genossen.


    Gemeinsam mit Jack habe ich versucht, die Puzzlestücke der Vergangenheit zusammenzusetzen. Die grobe Richtung wird schnell klar, doch die Auflösung des Ganzen konnte ich so im Detail nicht erahnen. Gerade das Ende fand ich dann wieder zutiefst bewegend und gleichzeitig auch unheimlich stimmig und realistisch - wie das Leben halt so spielt.


    Fazit:


    "5 Tage im April" ist ein toller Jugendroman von Christoph Marzi. Ein Roman über das Erwachsenwerden, über das Suchen nach unseren Wurzeln, über die Liebe und das Schicksal, das einem so oft in die Suppe spuckt. Ich konnte mich in diesen Roman voll und ganz fallen lassen, so sehr hat er mich berührt und bewegt.

    "Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt." Arabisches Sprichwort :study::flower:

  • Ich habe gestern dieses wunderschöne Buch beendet. Marzi fasziniert mich immer wieder, auch seine "Wundersame Geschichte der Faye Archer" hat seinen Schreibstil der unvergleichbar ist. Als würden Schmetterlinge aus den Seiten heraus fliegen beim Lesen. Dieses Gefühl hatte ich bei "5 Tage im April" auch.


    Ich war komplett gefesselt von Jack Fallon und seiner Suche nach sich selbst und dem Geheimnis seiner Mutter. Wie er mit seinen jungen Jahren all das verkraften muss was er erlebt, was er erfährt. Wie er sich verliebt. Und wie er letztlich das Puzzle seines Lebens zusammen setzt.


    Die Charaktere fein ausgearbeitet, man konnte sogar den Ladenbesitzer Ernie gut vor sich sehen. Der Schreibstil fast schon poetisch, wie auf Wolken getragen. Die Stimmung immer angemessen der Situation, nie schwer und doch an den richtigen Stellen schwermütig.


    Eine wunderbare Geschichte. Ein toller Auftakt ins neue Lesejahr 2015 :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:


    (Heute nur eine Kurz-Rezension, entschuldigung :) )

  • Ich habe das Buch grade beendet, mich hat es leider nicht so richtig vom Hocker gehauen.... Vielleicht passe ich mit Marzi-Büchern auch einfach nicht zusammen, mit Grimm bin ich noch viel weniger warm geworden als mit diesem Buch.
    Dabei kann man nicht sagen, das ich nicht mit dem Buch warm geworden bin. Die Geschichte ist interessant und liest sich schnell und flüssig. Ich konnte manchmal der Logik in den Handlungen der Personen nicht so richtig folgen oder fand die Lösung dann etwas "banal", trotzdem ist Marzis Schreibtstil zeitweilig wirklich schön. Dafür konnte ich mich an anderen Stellen nicht so richtig damit anfreunden. Einige Wiederholungen nervten mich dann auch irgendwann etwas.


    Die Handlung ist zum größten Teil auch spannend, gegen Ende fand ich es dann etwas, hm man könnte sagen übertrieben und ganz zum Schluss auch ein, zwei Sachen recht vorhersehbar.


    Hört sich jetzt viel mehr negativ an als ich es eigentlich empfunden habe. Wenn jemand ein nettes, lockeres Buch für zwischendurch sucht würde ich es durchaus empfehlen. Ich gebe dem Buch :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: Sterne.

    Wer keine Fehler macht, macht wahrscheinlich auch sonst nicht viel.

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