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Cornelia Grey - Benjamin Pepperwhistle and the Fantabulous Circus of Wonders

Benjamin Pepperwhistle and the Fantabulo...

4.5 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

Verlag: Storm Moon Press LLC

Bindung: E-Book

Seitenzahl: 65

eISBN: 9781627570954

Termin: März 2014

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  • Inhalt
    Benjamin Pepperwhistle has one overriding desire: to handle the glorious machinery that is a gun. So when he decides to run away to join the circus, it's only natural that he should seek out the legendary pistoleer, Cole Beauchamp, and beg to be his assistant. Life in the circus has definite ups and downs, but as Benjamin settles in to his role, he finds that some perks are even better than he'd anticipated.
    (Verlagsinfo)


    Benjamin Pepperwhistle wurde zunächst als Kurzgeschichte in der Weight of a Gun II Anthologie veröffentlicht. Für die Neuveröffentlichung als ca. 58 Seiten lange Novella hat Cornelia Grey die Geschichte überarbeitet und einiges an neuen Szenen hinzugefügt. (My 2 Cents: nichts davon ist zu viel. Allerdings gibt es am Ende einen kleinen Continuity-Fehler. Der stört aber nicht wirklich.)


    Die Autorin
    Cornelia Grey is fresh out of university with her creative writing degree and a penchant for fine arts and the blues. Born and raised in the hills of Northern Italy, where she collected her share of poetry and narrative prizes, she's now based in London - and thoroughly enjoying the cultural melting pot that is the City. When writing, Cornelia favour curious, surreal poems and short stories involving handsome young men seducing each other.
    Mehr auf http://corneliagrey.blogspot.de
    Und hier ist noch ein ganz sympathisches Video-Interview mit der Autorin.


    Meine Meinung
    Gun kink – das sind Geschichten, welche die erotische Ausstrahlung von Schusswaffen zum Thema haben. Die Phallus-Symbolik eines Revolvers dürfte offensichtlich sein; dass tödliche Waffen eine sexuelle Komponente haben, ist aber vielleicht nicht für jeden nachvollziehbar. Cornelia Grey schafft es in ihrer kleinen Novella Benjamin Pepperwhistle and the Fantabulous Circus of Wonders jedoch, eine enorm aufgeheizte Atmosphäre entstehen zu lassen. Das gelingt vor allem, da sie sich nicht auf die Waffe als sexuelles Element reduziert; es geht um die vollendete Auslieferung auf der einen Seite und um die totale Kontrolle über das Leben eines Menschen auf der anderen.


    Benjamin geht zum Zirkus, um dem größten aller Kunstschützen, Cole Beauchamp, zu assistieren. Revolver sind für Benjamin und Cole mehr als eine Leidenschaft. Sie sind ihr Leben, ihre Liebe. Die beiden Männer üben die alte Zirkusnummer ein, bei der einer auf die Zielscheibe gespannt wird und der andere feuert; ohne Tricks, bei echter Lebensgefahr. Cornelia Grey nutzt diese Ausgangslage um zu beweisen, dass erotische Literatur ohne Hardcore-Vollkontakt funktioniert. Den gibt es dann zwar auch, endlich und erlösend – bis dahin lässt die Autorin die sexuelle Spannung zwischen den Protagonisten aber ins schier Unerträgliche wachsen; dafür braucht sie fast keine tatsächliche Berührungen, einfach nur Blicke und Gedanken. Das ist extrem sexy, verdammt heiß und... mir fehlen ein wenig die Superlative, um deutlich zu machen, wie enorm erotisch die Story ist :lol: . Die Schmetterlinge tanzen im Bauch Paso Doble, Fingernägel werden auf wenige Millimeter über dem Nagelbett abgekaut: Es ist fast ein wenig gemein, wie sehr Grey die Stimmung aufzuheizen versteht, um dann doch wieder abzubrechen. Es ist aber auch ganz große Kunst.
    Und ich stelle einmal mehr fest, was ich der Autorin auch schon anderer Stelle attestiert habe: Das Mädel kann verdammtnochmal schreiben! Sie kreiert eine magische Zirkuswelt, die der Leser vor sich zu sehen meint; mehr noch, man kann den Trubel hören, das Schwarzpulver förmlich riechen, so lebendig schreibt Grey über Sinneseindrücke. Die zauberhafte Prosa, die beiden einnehmenden Protagonisten, ein kleines bisschen Steampunk-Flair, die erotische (An)Spannung: All das macht Benjamin Pepperwhistle zu einem herausragenden Leseerlebnis. Ich jedenfalls hatte die ganze Geschichte über ein fettes Grinsen im Gesicht.


    Fazit:
    Benjamin Pepperwhistle ist vielleicht nicht etwas für jeden Geschmack; mir hat diese kleine Geschichte außerordentlich gut gefallen und sie gehört mit zum erotischsten, das ich in den letzten Jahren gelesen habe. (Außerdem ist das Cover verdammt hübsch. Das hätte ich wirklich gerne als Print-Ausgabe.)
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

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