Melvin Burgess - Hundsfrau/ Lady: My Life as a Bitch

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  • Inhalt
    In Folge einer sexuellen Belästigung durch einen Stadtstreicher wird die 17jährige Sandra in eine Hündin verwandelt. Sinneswahrnehmungen und Perspektive auf die Umwelt verändern sich grundlegend. Sandra begegnet streunenden Artgenossen, kann mit ihnen reden und Erfahrungen teilen. Schließlich steht sie vor der existentiellen Entscheidung: Mensch oder Tier.


    Handlung
    Die 17-jährige Sandra lebt meistens in den Tag hinein und kümmert sich selten um die Gefühle anderer. Sie macht was ihr gefällt und hört auch nicht auf die Ratschläge ihrer Mutter, ihrer älteren Schwester oder ihrer besten Freundin. Eines Tages wird sie aufgrund ihrer knappen Kleidung von einem Stadtstreicher sexuell belästigt. Sie wehrt sich und verkippt dabei versehentlich sein Bier. Er wird wütend und verwandelt sie in einen Hund. Immer wenn Terry wütend ist verwandelt er Menschen in Hunde. Diese Fähigkeit besitzt er schon seit er ein Kind ist und ist vermutlich der Grund warum er zu einem auf der Straße lebenden Alkoholiker wurde.
    Sandra muss nun damit zurecht kommen ein Hund zu sein. Sie lernt zwei weitere Hunde kennen, die ebenfalls von Terry verwandelt wurden. Anfangs begleitet sie Terry täglich auf seinen Bettlerzügen in der Hoffnung wieder zurück verwandelt zu werden. Dann schließt sie sich ihren beiden Hundefreunden an und genießt ihr Leben. Dabei wird ihr bewusst wie oft sie ihre Familie und Freunde enttäuscht hat und sie überdenkt ihr ganzes Leben. Einerseits möchte sie gern wieder ein Mensch sein, aber andererseits genießt sie ihr freies Leben ohne jede Verpflichtung - genau so wie sie es ich immer erträumt hat. Doch kann sie wirklich für immer ein Hund bleiben - ganz ohne ihre Familie?


    Fazit
    Ich liebe den Schreibstil von Melvin Burgess einfach. Mir gefallen auch seine anderen Bücher, weil er sich gut in die (englische) Jugend reinversetzen kann. Die Gedanken sind wirklich typisch Teenie.
    In diesem Buch hat er das Jugendbuch natürlich noch mit etwas Fantasy gemischt, aber ich fand es trotzdem klasse. Er schreibt provozierend, aber sehr ehrlich und ich denke viele Jugendliche denken genaue so wie er beschrieben hat. Auch die Gedanken als Sandra ein Hund ist sind sehr authentisch. Man findet es gar nicht komisch, dass sie plötzlich hinter Katzen herjagen möchte und sich über jede menschliche Aufmerksamkeit schwanzwedelnd freut.


    Ich denke es ist ein schönes Jugendbuch. Leider ist es mittlerweile sehr schwer zu bekommen (ich habe es Jahre gesucht!), aber es lohnt sich. Vor allem, wenn man Bücher von Melvin Burgess kennt und mag. Ich vergebe :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:


    Die Welt ist wie ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.


    :tanzensolo:


    Gelesen 2016 : 9
    Gelesen 2015 : 44
    Gelesen 2014 : 78

  • Ich liebe den Schreibstil von Melvin Burgess einfach

    sein Schreibstil mag ich auch :)
    Das Buch habe ich allerdings noch nicht gelesen. Könnte mir gefallen. Danke für die Rezension

    2021: Bücher: 188/Seiten: 85 565
    2020: Bücher: 139/Seiten: 60 837
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    "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"

    Dalai Lama

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    Lese gerade:

    Poznanski, Ursula - Shelter

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