Marktmacht von Amazon

  • Hallo zusammen,


    manche wissen vielleicht, dass ich gegenüber Amazon inzwischen eine "vorsichtige Haltung" annehme. Ich wurde in einem anderen Thread gebeten dies doch mal darzulegen. Da meine folgenden Ausführungen jedoch nicht so ganz in den Thread "Tipps und Talk für E-Book Reader Besitzer" passen, dachte ich mir, ich mache einen neuen Thread dafür auf, wo andere auch ihre Meinungen loswerden können. Ich fasse meine wesentlichen Gedanken hier kurz zusammen.


    :arrow: Im Allgemeinen habe ich nichts gegen Amazon und ich bestelle dort auch hin und wieder Printwerke. Amazon liefert schnell und zuverlässig. Ich hatte in der Vergangenheit nur hin und wieder Probleme mit beschädigter Ware, aber das könnte auch bei anderen Händlern passieren.
    :arrow: Amazon hat in den letzten Jahren immer mehr Marktanteile gewonnen. Es gibt massive Probleme für den lokalen Buchhandel. Viele kleinere Läden mussten deswegen schon schließen. Aber das ist eben der Markt und man muss eben Wege finden, um dem erfolgreich entgegen zu wirken. Also auch hier eigentlich kein Problem von meiner Seite.


    :arrow: Wo ich mir jedoch die meisten Gedanken mache, dass ist die Strategie, die Amazon auf dem Markt für elektronische Bücher verfolgt. Der Kindle verarbeitet nur das Amazonformat (mobi) und zum Beispiel kein epub. Andere Anbieter von ebooks werden hier quasi ausgeschlossen. Amazon nutzt definitiv seine Marktmacht, um langfristig auch diesen Markt zu beherrschen, indem es den Kindle als das einzig wahre Lesegerät bewirbt. Sollte dem Konzern das jemals gelingen, dann werden es andere Anbieter von eReadern und ebooks auf Dauer schwer haben zu bestehen. Im schlimmsten Fall wird dann wohl Amazon irgendwann bestimmen, welches Buch als ebook erhältlich sein wird und welches nicht.
    :arrow: Amazon geht inzwischen sogar noch weiter und wirbt exzessiv für seine relativ neue Self-publishing-Plattform, um Autoren an sich zu binden. Das Ziel soll es sein, die ganze Wertschöpfungskette zu beherrschen, d. h. von der Anwerbung und Betreuung der Autoren über die Veröffentlichung bis hin zur Vermarktung des Buches (ausschließlich) über die Amazon-Plattformen
    :arrow: Die Kundenbindung erfolgt durch den Kindle. Endverbrauchen hätten im Extremfall gar nicht mehr die Wahl ein Buch woanders zu kaufen, denn es kann nur über den Kindle gelesen werden und ist auch nur für den Kindle erhältlich.
    :arrow: Das alles mag Schwarzmalerei sein, aber ich bin Wirtschaftler. Daher weiß ich, dass es nur schlecht sein kann, sollte der Großkonzern seine Marktmacht soweit ausbauen, dass ein Wettbewerb nicht mehr stattfinden kann und die Mechanismen des Marktes außer Kraft gesetzt oder zumindest stark behindert werden.
    :arrow: Ich will mir nicht, dass ein Großkonzern irgendwann die Freiheit hat für alle Verbraucher zu entscheiden, welche Bücher lesenswert sind und welche nicht. Vom Einfluss auf die Preise, die eine monopolartige Stellung mit sich bringen würde, will ich hier mal gar nicht sprechen.
    :arrow: Je mehr Marktmacht Amazon an sich rafft, umso schlechter ist es für den Buchmarkt und leider sehe ich die Tendenz dahin. Amazon hat doch inzwischen seine Finger überall drin. Sogar im BT.
    :arrow: Das Einzige, was Amazon noch davon abhält eine ganze Reihe deutscher Verlage zu Grunde zu richten, ist anscheinend die Buchpreisbindung. Amazon könnte es sich finanziell leisten ebooks zu Kampfpreisen anzubieten, um der deutschenKonkurrenz langfristig zu schaden. In den USA war der Konzern damit schon erfolgreich. Da gibt es angeblich schon Städte mit vielen tausend Einwohnern und keiner einzigen Buchhandlung mehr. Das möchte ich hier in Deutschland nicht und deshalb unterstütze ich auch nicht den Kindle, auch wenn er noch so toll sein soll.


    Ich hoffe, ich habe nichts vergessen. :wink:
    Es könnte auch sein, dass ich mich ganz gewaltig täusche und der nette Großkonzern von nebenan gar nicht so schlecht ist, wie ich das hier ausmale. Leider sehe ich im Moment die Dinge so und damit die Zukunft etwas düsterer. :uups:
    Dies soll natürlich auch keine Kritik an den Kindle-Nutzern sein. Jeder muss das für sich entscheiden. Dies hier sind nur meine persönlichen Gedanken.
    Noch etwas: Ich bin Mitglied im BT vor allem wegen Eurer tollen Rezensionen zu Büchern. Ich lese Eure Meinungen zu Amazon und meine Ausführungen gerne, werde hier aber keine ewige und zeitraubende Diskussion darüber führen. Dies hier sind nur meine Gedanken für alle, die es interessiert und ich will damit auch niemanden bekehren. :uups:


    Viele Grüße
    Der El

  • Hallo El,


    ich teile Deine Bedenken durchaus - und das, obwohl ich nicht mal einen eReader besitze. Ich bestelle durchaus auch bei Amazon, v.a. fremdsprachige Bücher, und habe auch nur positive Erfahrungen gemacht, aber generell gehe ich lieber in meine kleine Buchhandlung vor Ort, damit die auch überleben :wink: Das ist halt das, was ich als einzelner tun kann, um diese Marktdominanz einzuschränken. Wie weit die Technik und Dominanz fortgeschritten sein wird wenn ich denn mal überlege, mir einen Reader zuzulegen, das muss ich dann beurteilen. Aber bis dahin werden wohl noch sehr viele normale Bücher bei mir Einzug halten. Ich kann nur hoffen, dass genügend Menschen es so tun wie Du und ich - aber beeinflussen können wir es nur wenig, fürchte ich.

    viele Grüße vom Squirrel

    :study: Stephan Thome - Gott der Barbaren
    :study: Norman Davies - Verschwundene Reiche (Langzeit-MLR)

  • El Novelero ich bin ganz deiner Meinung und bestelle vielleicht 3x im Jahr was bei Amazon. Ich nutze die Seite viel um Dinge zu suchen, bei Büchern den ISBN. Dann schicke ich meine Bestellung an eine winzig kleine Buchhandlung und bekomme die Bücher binnen 2-3Tagen. Ich brauche meine Bücher nicht innerhalb von 24Stunden, es ist ja nicht so, das ich sonst nichts zu lesen habe. Und wenn es wirklich mal brennt, schickt mir die Buchhandlung auch schneller.
    Ich habe das gleiche Problem mit den Kindle wie Du. Ich möchte entscheiden, wo ich meine Ebooks kaufe und in welchem Format (auch hier unterstütze ich eine kleine Buchhandlung die über Libri Ebooks verkauft). Was das betrifft, wird Amazon keinen Cent an mir verdienen. Ich habe ein Problem damit, wenn jemand alleiniger Herrscher werden will und das auf kosten Anderer. Wir selbst leben vom Verkaufen und wir ärgern uns jedes mal, wenn unsere Kunden unsere Beratung in Anspruch nehmen und dannen Internet kaufen. Wir sind ein kleines Familienunternehmen wir können keinen Preiskampf mit den großen führen.

    Hunde sind wie Bücher, man muss nur in ihnen lesen können, dann kann man viel lernen.


    [align=center]Oliver Jobes

  • Lieber Elnovelero,
    ich finde es sehr wichtig, dass solche Themen hier auch zur Sprache kommen und ich danke Dir für Deine Offenheit.
    Ich gehe mir Deiner Meinung weitestgehend konform. Amazon ist eine Riesenmacht (wie viele andere Online-Anbieter/Dienstleister ), mit der wir im Alltag wahrscheinlich viel zu unüberlegt umgehen. Die Aspekte, die Du genannt hast, sollten zumindest allen Verbrauchern bewusst sein.
    Ich selbst bestelle auch viel bei Amazon, da ich etwas "abgeschieden" lebe (bin kein Einsiedler, lebe aber in den unendlichen Weiten von Meck-Pomm 8) ) und es natürlich bequem ist, alles vor die Haustür gekarrt zu bekommen.
    Neulich bin ich sogar extra in ein Elektronik Geschäft gegangen, um mich dort beraten zu lassen, mit dem festen Willen, dann dort auch was zu kaufen. Als ich nach langer Suche einen Verkäufer gefunden habe meinte der: " Informieren Sie sich doch online". Und da ich anscheinend etwas verwirrt geschaut habe fügte er noch hinzu (als wäre ich eine uralte Oma): " Verstehnse, das Internet". :evil: Das hat mich so geärgert, dass ich schnurstracks nachhause gefahren bin, und bei Amazon bestellt habe!
    Bücher besorge ich mir jedoch weitestgehend beim Buchhändler. Ich lebe nahe bei Greifswald, hier gibt es glücklicherweise, da Studentenstadt, noch eine Menge Buchläden, und ich will auch, dass das so bleibt! (Allerdings ist hier der Marktführer Hugendubel, auch diese Entwicklung ist sicherlich kritisch zu betrachten.)
    Ich persönlich finde an Amazon am Gruseligsten, dass sie nicht nur meine Adress- und Kontodaten (das ist ja schon ein alter Hut), sondern mein komplettes Profil kennen. Was gibt es denn aussagekräftigeres als Bücher, um herauszufinden, wie ein Mensch tickt? Amazon weiss, wo ich wohne, wer bei mir wohnt, ob ich Haustiere habe, wieviele Kinder ich habe, wie ich meine Kinder erziehe (Ratgeber und Spielzeug), was ich arbeite (Fachliteratur), wieviel Geld ich habe (in welcher Preisklasse liegen die Geräte), ob ich eventuelle Eheprobleme habe (Ratgeber), welche Musik ich höre, welche Freunde ich habe (Geschenkeversand), welche Hobbys, was ich esse (Kochbücher),ob ich romantisch, intellektuell und/oder fantasievoll bin, wahrscheinlich auch meine politische Einstellung...
    Dessen sollte man sich zumindest bewusst sein. Die Bewertung dessen ist natürlich streitbar und jeder hat eine andere Einstellung zum Umgang mit persönlichen Daten.
    Auch ich bin auf BT gestoßen, da ich meine Meinung nicht ausschließlich durch Amazon-Rezensionen bilden wollte, und ich empfinde dieses Forum als kleine Insel der Freiheit :rambo: (obwohl Amazon wahrscheinlich durch die Vernetzung genau weiss, wer hinter meinem Decknamen steht und ich Ihnen nur noch mehr Infos zuschanze:loool:) .
    So, bevor ich jetzt noch paranoider klinge und irgendwelche Verschwörungstheorien auspacke, mache ich lieber Schluß :wink: !
    Liebe Grüße!

    :musik: Robert Galbraith- die Ernte des Bösen
    :study: Wende Mogel- the blessing of a skinned knee
    :study: Imbolo Mbue- das geträumte Land

  • Ich mag bekanntlich amazon und möchte mir gar nicht vorstellen, wie grässlich die Jahre seit unserer Rückkehr aus dem Ausland für mich gewesen wären, wenn ich ausschließlich auf das eingeschränkte Angebot deutscher Buchhandlumngen angewiesen gewesen wäre. :cry:

    Ich hatte in der Vergangenheit nur hin und wieder Probleme mit beschädigter Ware, aber das könnte auch bei anderen Händlern passieren.

    Das ist natürlich ärgerlich, aber in der Tat kein spezielles Phänomen bei amazon. Wir haben bestimmt schon Hunderte Bücher bei amazon bestellt, nie war etwas beschädigt.


    indem es den Kindle als das einzig wahre Lesegerät bewirbt.

    Sie bewerben sicherlich ihren Kindle, der absolut empfehlenswert ist :thumleft: , aber wo behaupten sie, dass der Kindle das einzig wahre Lesegerät sei? :scratch: Als potenzieller Käufer mit Internetanschluss stellt man doch schnell fest, dass es mehrere richtig gute Reader zu vergleichbaren Preisen auf dem Markt gibt und kann dann frei nach den persönlichen Bedürfnissen entscheiden.


    dann werden es andere Anbieter von eReadern und ebooks auf Dauer schwer haben zu bestehen. I

    Das glaube ich nicht. Obwohl ich ein Kindle PW-Fan bin, hält mich das nicht davon ab, auch noch der Konkurrenz meine Aufwartung zu machen und mir zum Geburtstag ergänzend einen tolino vision zu wünschen. Da die Onleihe Bücher der Bibliotheken mit dem EPUB Format arbeiten, gehe ich davon aus, dass die entsprechenden Reader mit der Erweiterung der Onleihe Angebote immer gefragter sein werden.
    Was allerdings den Kauf von E-Books betrifft, so gebe ich persönlich amazon ganz klar den Vorzug, weil es dort für meine speziellen Bedürfnisse (englische Bücher) die beste Auswahl gibt. Das wird mich allerdings nicht daran hindern, Preise für E-Books zu vergleichen und, falls es sich lohnt, auch mal ein englisches Buch im EPUB Format zu kaufen und es auf dem Zweitreader zu lesen. :wink:


    Da gibt es angeblich schon Städte mit vielen tausend Einwohnern und keiner einzigen Buchhandlung mehr.

    Hätte ich eine vernünftige Buchhandlung vor der Haustür, bzw. in unserer Stadt, würde ich sicherlich gern dort einkaufen. Ich besuche Buchhandlungen aber vor allem zum stundenlangen Stöbern. Die hiesigen Buchhandlungen haben weniger Bücher vorrätig als bei uns im Haus herumstehen und das sind dann noch deutsche Mainstream Bücher - da gibt es nichts zu stöbern. D.h. ich könnte in diesen Minibuchhandlungen bestenfalls etwas bestellen, das ich vorher bei amazon oder Literaturplattformen recherchiert habe. Dann müsste ich wieder los, um die Bestellung abzuholen. Da habe ich es am heimischen Rechner bequemer...
    Ab und zu mache ich einen Ausflug in die nächste Großstadt zu einer Buchhandlung, die wenigstens ein nennenswertes Angebot englischer Bücher hat, da kaufe ich dann mal direkt ein. Aber die Gelegenheit habe ich leider nicht so häufig. :(


    Was gibt es denn aussagekräftigeres als Bücher, um herauszufinden, wie ein Mensch tickt? Amazon weiss,...

    Wenn Du vor Ort kaufst, dann weiß Dein/e Buchhändler/in das alles. :idea: Wenn ich Bücher kaufen würde, die eher "privater Natur" sind und die Rückschlüsse auf sehr persönliche Dinge (Eheprobleme, Krankheiten, psychische Probleme etc.) erlauben, wäre es mir lieber, amazon wüsste das als ein/e mir persönlich bekannte/r Buchhändler/in, der/die dann herumtratscht à la "Frau X. hat wohl Depressionen, die hat gestern zwei Ratgeber bei mir gekauft..."

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • Wenn Du vor Ort kaufst, dann weiß Dein/e Buchhändler/in das alles. Wenn ich Bücher kaufen würde, die eher "privater Natur" sind und die Rückschlüsse auf sehr persönliche Dinge (Eheprobleme, Krankheiten, psychische Probleme etc.) erlauben, wäre es mir lieber, amazon wüsste das als ein/e mir persönlich bekannte/r Buchhändler/in, der/die dann herumtratscht à la "Frau X. hat wohl Depressionen, die hat gestern zwei Ratgeber bei mir gekauft..."

    Ja, das stimmt natürlich. Und ehrlich gesagt, kaufe ich "heikle" Bücher auch lieber anonym. Ich habe auch nicht die paranoide Fantasie, dass irgendwo ein psychologisches Profil von mir erstellt wird und ich ständig beobachtet werde. Ich finde nur, dass Amazon ähnlich wie Google oder Facebook, viele Möglichkeiten hat, Daten zu sammeln. Welche Konsequenzen daraus entstehen, ist nicht richtig durchschaubar und wird zur Zeit ja auch in den Medien heiss diskutiert (wobei Amazon die Daten bekannterweise mindestens für die Entwicklung von Marketing-Strategien einsetzt, was ihm als Händler natürlich auch zusteht ). Aus diesen Beobachtungen eine persönliche und gesellschaftliche Haltung zu bilden ist meiner Meinung nach eine wichtige Aufgabe, die aussteht.

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  • Sicher ist es nicht wünschenswert, dass Amazon noch mehr Marktmacht bekommt. An der Verflachung des Angebots im stationären Buchhandel ist der Konzern ja bestimmt auch nicht ganz unschuldig. Solange die meisten Verlage aber auf Adobe DRM setzen, das vielen Nutzern zu kompliziert erscheint, werden sie selbst Amazon weiter munter in die Hände spielen. Ich stelle im privaten Kreis fest, dass eReader gerade für ältere Leser sehr attraktiv sind. Selbst meine Mutter, seit einem Jahr im Ruhestand und zumindest im Sommer eine Vielleserin, interessiert sich zunehmend für meinen Paperwhite. Mit Adobe DRM würde sie aber überhaupt nicht zurechtkommen.


    Die Tolino-Allianz ist mit ihren Readern auf einem guten Weg, an der Marktmacht von Amazon zu kratzen. Nur wäre es begrüßenswert, wenn dahinter nicht auch nur wieder z. B. Thalia stünde, in den letzten Jahren durch aggressive Verdrängung kleinerer, unabhängiger Buchläden auch nicht gerade positiv aufgefallen.

  • Ich mag bekanntlich amazon und möchte mir gar nicht vorstellen, wie grässlich die Jahre seit unserer Rückkehr aus dem Ausland für mich gewesen wären, wenn ich ausschließlich auf das eingeschränkte Angebot deutscher Buchhandlumngen angewiesen gewesen wäre. :cry:


    ?( Ich kann zwar verstehen, daß es jemanden bei uns im Lande nicht gefällt und er es gräßlich findet. Das ist Ansichtssache. Wobei ich der Meinung bin, daß deutsche Buchhandlungen keine Wünsche offen lassen. Alles was lieferbar ist, wird innerhalb eines Tages hergeschafft. Und dann gibt es noch jede Mengen Alternativen zu amazon, wenn man schon nicht im Buchladen vor Ort einkaufen gehen will. thalia.de, wittwer.de, hugendubel.de, derclub.de, osiander.de, buch.de, zvab.com, booklooker ..... Und da kann man ebooks im epub Format erwerben. DAS bietet amazon nicht.


    wobei Amazon die Daten bekannterweise mindestens für die Entwicklung von Marketing-Strategien einsetzt, was ihm als Händler natürlich auch zusteht


    Deswegen will ich den Kindle nicht mal geschenkt haben, weil amazon die Kundendaten speichert: meine Lesegewohnheiten, wo ich meine Lesezeichen mache usw. Mein Buchhändler weiß nur, welche Bücher ich wann bei ihm gekauft habe. Der weiß aber nicht, was ich mit den Büchern gemacht habe. Das ist ein himmelweiter Unterschied.

    “Bücher sind Feunde, die stets für uns Zeit haben.“
    “Und Phantasie, Phantasie vor allem, ohne deren Hilfe sich keine Probleme lösen lassen, die kleinen nicht und die großen erst recht nicht.“

    Otfried Preußler 20.10.1923 - 18.2.2013

  • Sie bewerben sicherlich ihren Kindle, der absolut empfehlenswert ist :thumleft: , aber wo behaupten sie, dass der Kindle das einzig wahre Lesegerät sei? :scratch: Als potenzieller Käufer mit Internetanschluss stellt man doch schnell fest, dass es mehrere richtig gute Reader zu vergleichbaren Preisen auf dem Markt gibt und kann dann frei nach den persönlichen Bedürfnissen entscheiden.

    Macht das nicht jede Firma? Microsoft wird bestimmt nicht Apple empfehlen und BMW findet seine Autos natürlich auch am besten (sind sie ja auch :P ) und eben nicht Audi oder Mercedes. Also das finde ich, kann man Amazon nun nicht vorwerfen. Klar ist Amazon mit seinem Extra-Format stark, aber es gibt ja Wege und Lösungen :-, Auch Apple IOS ist nicht kompatibel zu Android und anders herum. Amazon ist in seiner Sparte halt momentan etwas stärker als die anderen Firmen, aber deswegen sterben diese ja nicht aus. Ich erinnere mich an früher, als kein Schwein Apple kannte und wollte, Microsoft war DIE Firma und heute sieht schon wieder alles ganz anders aus :wink:

  • Die Tolino-Allianz ist mit ihren Readern auf einem guten Weg, an der Marktmacht von Amazon zu kratzen. Nur wäre es begrüßenswert, wenn dahinter nicht auch nur wieder z. B. Thalia stünde, in den letzten Jahren durch aggressive Verdrängung kleinerer, unabhängiger Buchläden auch nicht gerade positiv aufgefallen.

    Das ist die andere Seite der Medaille. Die Dominanz der großen Ketten - die ihren Tolino nicht weniger aggressiv bewerben als Amazon seinen Kindle - ist meiner Laien-Ansicht nach für den stationären Buchhandel mindestens ebenso gefährlich wie Amazons Marktmacht. Monopolisierung ist nie gesund. Für mich mit ein Grund, privat keinen Tolino zu nutzen (neben der nicht vergleichbaren Verarbeitung - ich hatte gestern den Vision in der Hand, das Gerät überzeugt mich einfach nicht).


    ?( Ich kann zwar verstehen, daß es jemanden bei uns im Lande nicht gefällt und er es gräßlich findet. Das ist Ansichtssache. Wobei ich der Meinung bin, daß deutsche Buchhandlungen keine Wünsche offen lassen. Alles was lieferbar ist, wird innerhalb eines Tages hergeschafft.

    Ich habe zwar das Glück, auf einer Insel der Glückseeligen zu leben, wenn es um gut sortierte Buchhandlungen geht. In kleineren Städten habe ich allerdings die Erfahrung gemacht, dass die Auswahl an Nicht-Mainstream-Büchern und fremdsprachigen Büchern mau bis nicht vorhanden ist. Und gerade bei Büchern, die in Deutschland (noch) nicht erschienen sind, wird es mit dem Bestellen in der Buchhandlung meiner Erfahrung nach schwer. Bis hin zur Empfehlung, dann doch online zu bestellen... Das Stöbern, das Enigma beschreibt, um auch mal ausgefallene Entdeckungen zu machen, ist in diesen Buchhandlungen überhaupt nicht möglich.

  • Also ich will mich hier ehrlich gesagt gar nicht grossartig einklinken, (bin kein Amazon-Fan, aber kaufe gerne dort ein, auch für meinen PW), aber wenn man soviel Angst hat, welche Daten gespeichert werden, dann mal nur ein paar Denkanstösse:


    - wer verwendet z.B. Google Chrome als Browser? ---> Speichert alles von jedem, jeden Klick, jeden Tastendruck (deutlich mehr Infos als Amazon)
    - wer ist bei Facebook angemeldet? ---> Da brauch ich wohl nix dazu sagen
    - wer "googelt" manchmal Sachen? ----> Google speichert jede einzelne Suchanfrage mit IP-Adresse
    - wer kauft bei anderen Online-shops ein? ---> Jeder Online-Shop speichert alles, selbst wenn man sich nicht registriert und z.B. nur mit nem Gastzugang bestellt
    - wer nutzt bei "Filialeinkäufen" Bonusprogramme und/oder Kundenkarten? ---> Auf jeder Bonus/Kundenkarte wird genauso alles gespeichert wie bei Amazon, selbst ohne Kundenkarte wird bei vielen Unternehmen anhand von Kundennummern alles gespeichert.... Einmal beim Klamottekauf mit EC-Karte bezahlt, schon ist die Verbindung zwischen Kundennr und Name und Kontoverbindung hergestellt....
    - Wer nutzt Paketdienste wie DHL, DPD oder UPS? ---> Diese Lieferdienste speichern die Lieferadressen und die Unternehmen, die an diese Andressen versenden. Diese Logistikunternehmen verkaufen dann diese Daten an andere Unternehmen.
    - Wer hat Apps am Handy? ---> Die Probleme hierbei sind ja auch hinlänglich bekannt!


    Ich will damit nur eins sagen.... der gläserne Verbraucher ist bereits da! Egal was man macht oder tut.... Als Verbraucher ist man gläsern.... Natürlich kann es noch marginale Unerschiede geben... aber BIG BROTHER IST WATCHING YOU TROTZDEM :wink:


    Also, wenn ich das komplett vermeiden will, darf ich nicht aus dem Haus gehen, achja und Online gehen darf ich natürlich auch nicht und telefonieren, what´s appen oder smsen natürlich schonmal gar nicht! :-k Verdammt.... dann wirds aber ganz schön langweilig... weil Fernsehen mit den neuen hypermodernen TV´s darf man ja auch nicht mehr, wird ja auch alles gespeichert..... :cry: :cry: :cry: :cry: :cry: :cry:

  • Die hiesigen Buchhandlungen haben weniger Bücher vorrätig als bei uns im Haus herumstehen und das sind dann noch deutsche Mainstream Bücher - da gibt es nichts zu stöbern


    Ja, das Problem kommt mir irgendwie bekannt vor. :-,

    Wenn ich Bücher kaufen würde, die eher "privater Natur" sind und die Rückschlüsse auf sehr persönliche Dinge (Eheprobleme, Krankheiten, psychische Probleme etc.) erlauben, wäre es mir lieber, amazon wüsste das als ein/e mir persönlich bekannte/r Buchhändler/in, der/die dann herumtratscht à la "Frau X. hat wohl Depressionen, die hat gestern zwei Ratgeber bei mir gekauft..."

    So geht es mir auch. Ja, ich weiß, dass meine Daten gespeichert werden. Aber zu dem Thema hat Thomgruen ja schon so einiges gesagt, das ich besser nicht hätte zusammenfassen können.
    Prinzipiell kann ich nur sagen, dass amazon beim Thema zwar schon eine gewisse Vormachtstellung zu haben scheint (ehrlich gesagt, hab ich mich nicht wirklich eingehend damit beschäftigt, welche Bücher es von welchem Anbieter in welchem Format gibt), aber ich teile die Befürchtung, dass amazon uns vorschreibt, was wir zu lesen haben, nicht ganz. Ein bisschen Einfluss haben da Angebot und Nachfrage ja auch noch :wink: Und wenn es ein Buch nicht als ebook gibt: was hinder euch, es als gedruckte Version zu lesen?

    Gelesen in 2018: 22 - Gehört in 2018: 24 - SUB: 366


    "Wie das Schwert den Wetzstein braucht ein Verstand Bücher, um seine Schärfe zu behalten." (Tyrion Lennister)

  • Hallo zusammen,

    manche wissen vielleicht, dass ich gegenüber Amazon inzwischen eine "vorsichtige Haltung" annehme. Ich wurde in einem anderen Thread gebeten dies doch mal darzulegen. Da meine folgenden Ausführungen jedoch nicht so ganz in den Thread "Tipps und Talk für E-Book Reader Besitzer" passen, dachte ich mir, ich mache einen neuen Thread dafür auf, wo andere auch ihre Meinungen loswerden können. Ich fasse meine wesentlichen Gedanken hier kurz zusammen.

    Hallo El, danke für diesen neuen und inspirierenden Thread!

    Im Allgemeinen habe ich nichts gegen Amazon und ich bestelle dort auch hin und wieder Printwerke. Amazon liefert schnell und zuverlässig. Ich hatte in der Vergangenheit nur hin und wieder Probleme mit beschädigter Ware, aber das könnte auch bei anderen Händlern passieren.
    Amazon hat in den letzten Jahren immer mehr Marktanteile gewonnen. Es gibt massive Probleme für den lokalen Buchhandel. Viele kleinere Läden mussten deswegen schon schließen. Aber das ist eben der Markt und man muss eben Wege finden, um dem erfolgreich entgegen zu wirken. Also auch hier eigentlich kein Problem von meiner Seite.

    Auch ich bestelle bei Amazon. Dies regelmäßig und oft (wenn ich gerade Geld habe). Ich wohne in Stuttgart und hier ist es so, dass wir bis vor kurzem einen Platzhirsch als Buchhändler hatten, der alle kleineren Läden verdrängt hat, bis er vor Kurzem von einem anderen großen nationalen Buchhändler Konkurrenz bekommen hat. Hier war also mal nicht Amazon schuld, sondern eine Marktmacht auf dem realen Markt.

    Richtig ist, dass Kindle nur das Amazon eigene Format verwenden kann. Ich hab jedoch inzwischen erfahren, dass es eine Software gibt, die Calibre heißt und die jedes Format in jedes andere x-beliebige Format wandeln kann. So dass man mit einem Kindle nicht mehr auf einer Insel sitzt.
    Ich glaube allerdings, dass es Amazon nicht gelingen wird die Verlage zu Grund zu richten. Amazon ist auf die Verlage ja schließlich angewiesen.

    Ich hoffe, ich habe nichts vergessen.
    Es könnte auch sein, dass ich mich ganz gewaltig täusche und der nette Großkonzern von nebenan gar nicht so schlecht ist, wie ich das hier ausmale. Leider sehe ich im Moment die Dinge so und damit die Zukunft etwas düsterer.
    Dies soll natürlich auch keine Kritik an den Kindle-Nutzern sein. Jeder muss das für sich entscheiden. Dies hier sind nur meine persönlichen Gedanken.
    Noch etwas: Ich bin Mitglied im BT vor allem wegen Eurer tollen Rezensionen zu Büchern. Ich lese Eure Meinungen zu Amazon und meine Ausführungen gerne, werde hier aber keine ewige und zeitraubende Diskussion darüber führen. Dies hier sind nur meine Gedanken für alle, die es interessiert und ich will damit auch niemanden bekehren.

    Sicherlich ist Amazon nicht der nette Großkonzern von nebenan; dazu ist es eine zu große Krake, die in allem die Finger haben will. Aber es ist eine vernünftige Plattform um z.B. gebrauchte Bücher zu kaufen, die von vielen kleinen Händlern und Privatleuten eingestellt werden

    Viele Grüße
    Der El

    Viele Grüße


    Jan

  • Ja, ich hab keine Ahnung, wie es in ländlichen, oder sehr abgelegenen Orten in den (falls) vorhandenen Buchhandlungen aussieht. Aber ich habe bisher nur die Erfahrung gemacht, daß selbst kleinere Buchhandlungen (wenn ich irgendwo unterwegs bin und eine Buchhandlung sehe springe ich kurz rein, wenn es die Zeit erlaubt) - alle einen Bestell-, manchmal auch kostenlosen Lieferservice anbieten. zumindest ein Versuch, den Anschluß nicht zu verlieren und den Riesen nicht kampflos das Feld zu überlassen.
    Stöbern kann man da allemal, auch wenn man nichts finden sollte, weil die Auswahl nicht so groß ist. Aber bestellen kann man alles, was nicht vorrätig ist, kann man meist am nächsten Tag schon abholen.
    Ich würde mal sagen, jeder, der online einkauft, kennt amazon. Es ist ja auch super praktisch, wenn man beim Einkaufen nicht mehr denken muss. Weil einem Entscheidungen einfach abgenommen werden. Die wollen alle nur unser Bestes (das GELD). :totlach:

    “Bücher sind Feunde, die stets für uns Zeit haben.“
    “Und Phantasie, Phantasie vor allem, ohne deren Hilfe sich keine Probleme lösen lassen, die kleinen nicht und die großen erst recht nicht.“

    Otfried Preußler 20.10.1923 - 18.2.2013

  • Ich kann zwar verstehen, daß es jemanden bei uns im Lande nicht gefällt und er es gräßlich findet.

    Verstehendes Lesen? :scratch: Wo habe ich geschrieben, dass es mir "bei uns im Lande" nicht gefällt? Die Auswahl an englischen Büchern in deutschen Buchhandlungen gefällt mir (bis auf wenige Ausnahmen wie z.B. Hugendubel) nicht sonderlich. Wenn man aus einem Land (zurück)kommt, in dem man ständig Zugang zu einem Riesenangebot neuer englischer Literatur hatte, ist das ein Kulturschock.
    Selbst im Hinblick auf deutsche Bücher ist die Auswahl in vielen Buchhandlungen eher bescheiden... :(


    Alles was lieferbar ist, wird innerhalb eines Tages hergeschafft.

    Darüber kann ich nur lachen. Das mag für die Bücher der aktuellen Bestsellerliste zutreffen, aber wehe dem, der ein Buch aus dem Ausland beziehen möchte. Nachdem es einer deutschen Buchhandlung innerhalb von drei Monaten nicht gelungen war, mir dieses Buch (s.u.) aus Amerika zu organisieren, habe ich amazon beauftragt. Sie hatten es auch nicht vorrätig, aber nach einer Woche hatte ich es.


    In kleineren Städten habe ich allerdings die Erfahrung gemacht, dass die Auswahl an Nicht-Mainstream-Büchern und fremdsprachigen Büchern mau bis nicht vorhanden ist.

    So ist es! :thumleft: In einer der hiesigen Kleinstbuchhandlungen stehen 7 - 10 Alibi-Bücher herum, die anderen haben überhaupt keine englischen Bücher. :thumbdown: Und ich lebe nicht auf dem Dorf, sondern in einer wohlhabenden, aufstrebenden Stadt mit mehr als 35 000 Einwohnern.


    Das Stöbern, das Enigma beschreibt, um auch mal ausgefallene Entdeckungen zu machen, ist in diesen Buchhandlungen überhaupt nicht möglich.

    Auch das kann ich nur unterschreiben!


    aber wenn man soviel Angst hat, welche Daten gespeichert werden, dann mal nur ein paar Denkanstösse:

    Sehr richtig. Amazon ist sicher nicht das einzige Unternehmen, das Daten speichert. Facebook verweigere ich, aber an Google kommt man z.B. kaum vorbei.
    Selbst wenn man sein Internet abschafft, reichen doch schon die Kundenkarten in Geschäften für die "Überwachung".

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • Ich versuche meinen Bücherkauf etwas zu mischen. Meine Jungs sind irgendwie gar keine Fans von bestellen. Beziehungsweise sie ziehen es vor, in der Mittagspause im Buchladen zu bestellen und am nächsten Tag abzuholen. Aber da ich extra zum Buchladen fahren müsste und sie dann doch nicht mit viel Begeisterung meine Wünsche auch noch besorgen, bestelle ich halt im Internet. Leider kommt es öfter vor, dass ich einen anderen Versandhändler wähle und dann die Bücher leicht beschädigt ankommen, die Bezahlung nicht klappt, oder Ärger gibt, weil Gutscheine im Bestellvorgang abgezogen werden, in der Rechnung dann aber wieder drauf stehen.............halt allgemein Service, der zu wünschen übrig lässt. Dann wünschte ich mir jeweils, ich hätte doch bei amazon bestellt.


    Was ich bei amazon sehr schätze und häufig nutze, ist der Marketplace. Da findet man Bücher, die die Verlage nicht mehr auflegen und die ich sonst nur durch mühsames Recherchieren auf allen möglichen Tausch-Rausch und Antiquariatsplattformen finden würde. Und ich habe immer die Möglichkeit, zu reklamieren, falls ich mal nicht zufrieden wäre.


    Die Fernsehreportage neulich hat mich allerdings auch zum Nachdenken gebracht. Ich weiß leider nicht mehr wann und wo ich es gesehen habe.

    Ich schlief und träumte, das Leben sei Freude. Ich erwachte und sah, das Leben war Pflicht. Ich handelte und siehe, die Pflicht ist Freude!
    Rabindranath Tagore (1861-1941)


    Lha gyal lo - Free Tibet!

    Wir sind grüüüüüün!!!!

  • Ich gehe gerne in große Buchhandlungen, wie etwa Hugendubel. Die kleinen sind zwar ganz nett, aber ich mag es nicht, wenn mir der Verkäufer sozusagen in den Rücken schaut und mich die ganze Zeit beobachtet. Da mag ich eine große Filiale lieber, wo sich alles ein wenig verläuft und man sich nicht über den Haufen rennt. Ich liebe die große Auswahl an vielen verschiedenen Büchern, meist sogar noch in verschiedenen Auflagen und bisher wurde ich dort auch immer kompetent beraten. In meiner Stamm-Filiale haben die Verkäuferinnen zumindest Ahnung, lesen selber sehr viel und können auch etwas zu der Literatur sagen, die sie verkaufen. Sie behandeln einen freundlich und in sofern gehe ich gerne dort einkaufen. Warum auch nicht? Und vorrätig bzw. schnell bestellt habe ich bis jetzt jedes Buch bekommen, was ich wollte.


    Das Internet nutze ich vorwiegend, wenn ich mir Filme kaufe oder Bücher gebraucht shoppe. Die Auswahl ist einfach groß und ich such mich nicht gerne in den chaotischen Antiquariaten tot. Die sehen zwar schön aus aber ich find dort nie, was ich eigentlich suche. Oder es sind Bücher und Filme, von denen ich nicht will, dass jemand persönlich mitbekommt, dass ich sie mir kaufe (irgendwelche Ratgeber etc). Auch da nutze ich dann lieber das Internet.


    Und dann muss ich ja auch noch irgendwie an meine Finanzen denken. Wenn ich nur den stationären Buchhandel bevorzugen würde, wäre ich nach einer Woche pleite und hätte nichts gekonnt. Es gibt eben Leute, die müssen einfach aufgrund ihrer finanziellen Situation darauf zurückgreifen. Natürlich schadet es den kleinen Geschäften, jetzt nicht nur Buchhandel und Antiquariaten, aber Geld wächst nun mal nicht auf Bäumen. Und wenn mir Amazon bei bestimmten Produkten einen geringeren Preis bietet als irgendein Geschäft in meiner Stadt, dann wird das Teil eben dort bestellt.


    Ich glaube einfach, dass man im Rahmen seiner Möglichkeiten handeln sollte. Das nicht nur bei Büchern. Beim Lebensstil, beim Essen angefangen und weiter bei Kleidung usw. ... Das aber eben nur so, wie man sich es auch leisten kann. Und da denke ich, haben Amazon und andere schon eine gewisse Bedeutung auch wenn's für den kleinen Einzelhändler (der vielleicht nicht einmal etwas für seine Preise kann) Mist ist.

  • Schweres Thema was ihr da habt.
    Ich glaube nicht, dass Amazon daran schuld ist, dass manche Büchhändler pleite gehen, ich glaube eher, das liegt am allgemeinen Boom von Ebooks! Es gibt einfach immer weniger Leute, die in kleinere Buchhandlungen gehen und dort ihre Bücher kaufen. In unserer Stadt gibt es diese z.B schon garnicht mehr sondern nur noch Ketten.
    Kritik an Amazon ist schon gut und recht und es ist bestimmt viel wahres dran. Auch ich meide Amazon wo es nur geht und bin deswegen von meinem Kindle auf den Tolino umgestiegen, weil es mich einfach nur genervt hat so an Amazon gebunden zu sein und ich es eine Frechheit finde, welches Recht sie sich damit rausnehmen. Doch andere sind nicht gerade besser! Wenn man bedenkt, wo z.B Weltbild überall seine Finger mit drinnen hat, dann stellt es einem auch die Haare auf.
    Ich glaube jeder Großkonzern hat einfach "dreck am Stecken", aber es ist schwer diese zu umgehen, weil es einfach zu wenige kleinere Buchhandlungen mehr gibt ... somit geht man zum Großkonzern, womit dann natürlich kleinere wieder zurückstecken müssen ... es ist ein Teufelskreis.

  • Oh hier wird ja munter diskutiert, kann ich gar nicht wirklich mitreden ... habe kein Reader und kaufe mir die Bücher in diversen Buchhandlungen, kleine wie große. Ehrlicherweise interessiert es mich auch nicht so wahnsinnig was die alles von mir speichern, wenn es sie glücklich macht zu wissen das ich Lektüre kaufe die andere für befremdlich halten ist das nicht mein Problem, also ich kann mir vorstellen das es interessantere Dinge gibt, als das ich zum Beispiel "Gay-Romance" Bücher bestelle. Aber zumindest funktioniert die Überwachung nicht lückenlos, denn die Internetwerbung bietet mir ständig "Damen in meiner Umgebung" an :totlach:


    kurz gesagt ist es mir egal was die speichern, ist ja nichts illegales dabei und wenn ich das nicht sehen will, die spezifische Werbung, mache ich den PC aus und lese im Buch. Aber okay, wenn im Buch dann spezifisch Werbung zu lesen ist die auf mich angepasst ist, dann horche ich auch auf. :shock:


    Schön ist es vielleicht nicht, aber berühren tut es mich auch nicht allzu sehr. Persönlich bin auf Amazon weniger angewiesen, aber ich habe durchaus auch schon mal da bestellt.

    :study: Irre glücklich (Jenny Lawson) 55 / 320 Seiten

    :study: Passagier 23 (Sebastian Fitzek) 101 / 426 Seiten


    SUB: 617

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