Kinderbücher zum Vorlesen

  • Hallo!
    Nicht nur ich, sondern auch meine Kinder lieben gute Geschichten. Es gab Zeiten, da habe ich meinen Kindern jeden Abend eine halbe Stunde vorgelesen. Dabei habe ich festgestellt, dass es gar nicht immer so einfach ist, das richtige Buch zu finden. Die Altersangabe der Verlage bezieht sich häufig auf die Lesefähigkeit der Kinder, aber meiner Erfahrung nach sind 5-6Jährige durchaus in der Lage, komplexere Geschichten zu verstehen. Gerade die Bücher, die für Erstleser gedacht sind, haben mir nie Spaß gemacht (z.B. die Baumhausreihe :sleep: ). Dabei gibt es eine Menge Bücher zum Vorlesen, die geheime Botschaften für Eltern enthalten, so dass diese manchmal mehr lachen müssen als ihre Kinder :wink: .
    Welche Bücher habt Ihr bereits vorgelesen? Wie alt waren Eure Kinder? Und hattet Ihr auch Spaß dabei?
    Ich bin gespannt, ob Ihr ein paar Tipps habt :applause: !



    Ich möchte mit "Zackarina und der Sandwolf" den Anfang machen.
    amazon:
    »Ja, so einen Sandwolf könnte man selbst auch gut gebrauchen.« Die Zeit Wenn Zackarina sich langweilt, geht sie am liebsten an den Strand zu ihrem besten Freund, dem klugen Sandwolf. Mit ihm denkt Zackarina über die Freundschaft nach, den Tod, die Unendlichkeit des Universums und überlegt, warum Eltern über schmutzige Schuhe schimpfen und ob man nur ausreißt, um sich finden zu lassen. Über 40 tiefgründige, augenzwinkernde und philosophische Geschichten über Dinge, die Erwachsene nicht wissen können oder gar nicht wissen wollen.


    Meiner Meinung nach ist es für alle kleineren und größeren Menschen ab 5 Jahren geeignet. Ausgestattet mit charmanten Figuren wird auf phantasievolle, leichte und lustige Weise auf Kinderthemen eingegangen. Mal sind es philosophische (Wo war ich vor der Geburt?), mal sind es alltägliche Fragen (warum verhalten sich Erwachsene nur so komisch?)- der Sandwolf hilft, darüber nachzudenken. Die kurzen Kapitel eignen sich gut zum Vorlesen, die positive Grundstimmung hilft beim abendlichen Abschalten. Die einzige Gefahr ist, dass Ihr Eure Kinder nicht mehr von Stränden weggelockt bekommt, weil sie gerade eine Verabredung mit dem Sandwolf haben...;)

    1. (Ø)

      Verlag: Gulliver von Beltz & Gelberg


    :study:Über Liebe und Magie-John Burnside

    :study: Ur und andere Zeiten-Olga Tokarczuk

    No two persons ever read the same book (Edmund Wilson)

  • Das mit den passenden Büchern ist immer ein schwieriges Thema. Jedes Kind ist da anders und hat auch andere Vorlieben. Der Held meiner Kinder in der Kindergartenzeit war der "Grüffelo". Und die Geschichten von Petterson und Findus haben wir alle 3 geliebt - vor allem auch wegen der wunderbaren Illustrationen, auf denen es so unendlich viel zu entdecken gibt.


    ich habe meinen Kinder sehr gern Märchen vorgelesen - Brüder Grimm, Andersen..., aber auch unbekanntere Märchen, aus Büchern, die ich mir als Kind gekauft hatte.


    Die üblichen "Erstleser-Bücher" hatten wir kaum im Haus - weder zum Vorlesen noch zum selber lesen. Mein Großer hat dafür mit 10 dann schon zu Harry Potter gegriffen und die Kleine war ca. 12 als sie sich mit "Herr der Ringe" infiziert hat.

    Gelesen in 2020: 7 - Gehört in 2020: 9 - SUB: 437


    "Wenn der Schnee fällt und die weißen Winde wehen, stirbt der einsame Wolf, doch das Rudel überlebt." Ned Stark

  • Und den "Klassiker" hört unsere Tochter heute noch sehr gerne!


    Ausserdem haben wir noch etliche Geschichten- und Märchensammlungen. Teil nur 3 Minuten-Geschichten, teils die kompletten Märchen....


    Aber solche Sammlungen findet man eh in jedem Geschäft, oder Online zu Tausenden!

    :study: [font='Chicago, Impact, Compacta, sans-serif'][size=8]thomgruen

  • Die Geschichten von Janosch rund um den kleinen Tiger und den kleinen Bär habe ich meinem Sohn zum erstenmal mit ca 4 Jahren vorgelesen und danach gefühlte weitere 1000 mal bis er sie mit 7 Jahren selber lesen konnte. Die Bücher sind humorvoll und das Thema Freundschaft und sich gegenseitig helfen allgegenwärtig, und das ist ja ansich eine sehr schöne Botschaft für Kinder. So ab 8 jahren sind die Bücher von Astrid Lindgreen auch sehr gut angekommen, vor allem natürlich Michel :D Mir hat das Vorlesen immer Spass gemacht und obwohl mein Sohn mittlerweile 10 Jahre alt ist lesen wir immer noch abends gemeinsam und solang ihm das nicht zu blöd ist mit seiner "ollen" Mutter zusammen zu lesen behalte ich das auch bei. Im Moment lesen wir Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär was von der Länge und vom Anspruch her nicht ganz so einfach ist für einen 10 jährigen

    There is Death in my Metal but not in my meals! Go vegan :love:

  • Mir hat das Vorlesen immer Spass gemacht und obwohl mein Sohn mittlerweile 10 Jahre alt ist lesen wir immer noch abends gemeinsam und solang ihm das nicht zu blöd ist mit seiner "ollen" Mutter zusammen zu lesen behalte ich das auch bei.

    Ich weiß gar nicht mehr, wie lange ich noch vorgelesen habe - ich durfte auch zu Harry Potter Zeiten ab und zu noch ran, wenn das Buch so richtig spannend war und das selbst lesen meinem Sohn zu lange gedauert hat :wink: Heute sind meine Kinder erwachsen - naja... volljährig - und inzwischen tauschen wir uns mit Begeisterung über Bücher aus, die wir gelesen haben, forschen zusammen nach Hintergründen und haben immer ne Menge Spaß dran. So wird die inzwischen doch eher wenige Zeit, die wir miteinander verbringen, noch ein bisschen schöner und kostbarer :love:

    Gelesen in 2020: 7 - Gehört in 2020: 9 - SUB: 437


    "Wenn der Schnee fällt und die weißen Winde wehen, stirbt der einsame Wolf, doch das Rudel überlebt." Ned Stark

  • Ich freu' mich, dass so viele geschrieben haben. Danke! :flower:
    Hirilvorgul und Thomgruen: Petterson und Findus ist auf jeden Fall eine gute Wahl, haben meine Kinder auch geliebt, ebenso alle Scheffler-Bücher. Leider mögen meine Kinder seltsamerweise keine Märchen, aber wie Ihr bereits gesagt habt, ist jedes Kind anders. Harry Potter hat meinen mittlerweile 8jährigen Sohn sogar dazu gebracht, 200 Seiten selbst zu Ende zu lesen, weil es ihm nicht schnell genug geht. Erst ganz mühsam langsam, dann immer schneller. Inzwischen hat er sogar einen Band ganz durchgeackert, seitdem hat er mit den Lesenoten in Deutsch keine Probleme mehr :loool: . Allerdings sind die HP-Bände spätestens ab "Orden des Phoenix" nichts mehr für U10, glaube ich, die Geschichte mit den Todessern und dem Mord am Ende (bei HP kann man nicht mehr von Spoiler-Alarm sprechen, oder:wink:?) ist schon ziemlich starker Tobak. Mit dem Hobbit habe ich es auch versucht. Hier ist die Sprache schon sehr anspruchsvoll für einen Grundschüler, und ängstliche Kinder sind bestimmt schnell überfordert mit den Orks und co..
    Ja, die Klassiker gehen tatsächlich auch immer. Sowohl Astrid Lindgren als auch Michael Ende bieten wahrscheinlich für jede Altersstufe etwas. Ganz begeistert waren wir tatsächlich vom Michel, die Kinder lachten, ich lachte, und die Sprache ist auch wunderbar. Aber Achtung, da gibt es auch fürchterlich gekürzte Versionen, die den ganzen Charme eingebüßt haben.

    Zitat von »saskia72«




    Mir hat das Vorlesen immer Spass gemacht und obwohl mein Sohn mittlerweile 10 Jahre alt ist lesen wir immer noch abends gemeinsam und solang ihm das nicht zu blöd ist mit seiner "ollen" Mutter zusammen zu lesen behalte ich das auch bei.
    Ich weiß gar nicht mehr, wie lange ich noch vorgelesen habe - ich durfte auch zu Harry Potter Zeiten ab und zu noch ran, wenn das Buch so richtig spannend war und das selbst lesen meinem Sohn zu lange gedauert hat Heute sind meine Kinder erwachsen - naja... volljährig - und inzwischen tauschen wir uns mit Begeisterung über Bücher aus, die wir gelesen haben, forschen zusammen nach Hintergründen und haben immer ne Menge Spaß dran. So wird die inzwischen doch eher wenige Zeit, die wir miteinander verbringen, noch ein bisschen schöner und kostbarer

    Ich hatte auch ein bißchen die Befürchtung, dass mit dem "Selbst-Lesen" das Vorlesen in den Hintergrund tritt, aber ganz im Gegenteil. Für meinen Sohn ist es ein Privileg, dass er mit äußerster Härte einfordert :wuetend: :lol: .
    Hirilvorgul: Schön zu hören, dass bei Euch die Liebe zu den Büchern zu einem so schönen Bindeglied geworden ist.
    saskia 72: "die 13 1/2 Leben..." ist ein Wahnsinnsbuch zum Vorlesen, die Sprache explodiert da förmlich und selbst- oder gerade?- Kinder haben da einen guten Sinn für Wortspielereien. Aber natürlich ist es sehr anspruchsvoll. Bei dem Kapitel mit der 4. Dimension hatte ich dann das Gefühl, mein Kind wird solangsam irre :geek: und wir wechselten dann auf etwas Gewöhnlicheres .

    :study:Über Liebe und Magie-John Burnside

    :study: Ur und andere Zeiten-Olga Tokarczuk

    No two persons ever read the same book (Edmund Wilson)

  • Dabei gibt es eine Menge Bücher zum Vorlesen, die geheime Botschaften für Eltern enthalten, so dass diese manchmal mehr lachen müssen als ihre Kinder :wink: .

    Von geheimen Botschaften möchte ich da nicht reden - aber mein Freund und ich haben uns immer sehr gerne die Geschichten vom kleinen Nick vorgelesen...und das noch mit über 40 :wink: Und ich glaube wirklich, dass diese Geschichten auch für Kinder geeignet sind - einfach weil der kleine Nick auch ein Kind ist. :)

    Isenhart musste grinsen, ihre Blicke begegneten sich. "Du hast nur tausend Mal", wisperte er.
    Konrads müdes Schmunzeln wuchs sich zu einem breiten Grinsen aus. "Ich verrat dir was", flüsterte er zurück, "das ist Mumpitz."


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  • Mein absolutes Lieblingsbuch damals war Bummi. Das Buch habe ich heute noch (auch wenn man sieht, dass es schon alt ist und die erste Seite eingerissen ist) und gebe es nicht mehr her.
    Ich habe den Sammelband mit allen Geschichten. Leider finde ich die ISBN nicht, daher zeige ich euch den ersten Band.
    Abgesehen von Bummi waren auch die Disney-Bücher sehr beliebt. Bambi, Peter Pan und Dumbo - ach da werden Erinnerungen wach.

    Bücher sind eine höchst ergötzliche Gesellschaft. Wenn man einen Raum mit vielen Büchern betritt - man braucht sie gar nicht zur Hand zu nehmen - ist es, als würden sie zu einem sprechen, einen willkommen heißen. :study:
    (William E. Gladstone)

  • Das mit den passenden Büchern ist immer ein schwieriges Thema. Jedes Kind ist da anders und hat auch andere Vorlieben. Der Held meiner Kinder in der Kindergartenzeit war der "Grüffelo". Und die Geschichten von Petterson und Findus haben wir alle 3 geliebt - vor allem auch wegen der wunderbaren Illustrationen, auf denen es so unendlich viel zu entdecken gibt.


    ich habe meinen Kinder sehr gern Märchen vorgelesen - Brüder Grimm, Andersen..., aber auch unbekanntere Märchen, aus Büchern, die ich mir als Kind gekauft hatte.


    Die üblichen "Erstleser-Bücher" hatten wir kaum im Haus - weder zum Vorlesen noch zum selber lesen. Mein Großer hat dafür mit 10 dann schon zu Harry Potter gegriffen und die Kleine war ca. 12 als sie sich mit "Herr der Ringe" infiziert hat.


    Der "Grüffelo" ist hier ebenfalls sehr beliebt, genauso wie das "Grüffelokind" und auch der "Superwurm" vom selben Autor. Ich brauche beim Vorlesen den Text nicht mehr anzusehen :-,


    Das aktuelle Lieblingsbuch meiner Kinder (fast 3 und fast 5 Jahre alt) ist das untenstehende. Die Altersempfehlung liegt bei 6-8 Jahren, ich vermute, weil es relativ lange Geschichten sind. Mein Kleiner lacht sich trotzdem immer kaputt dabei und sie schaffen es auch, bis zum Ende zuzuhören und wissen hinterher worum es geht. Der Große hat mich gestern abend ausgebessert, als ich zwei Wörter an einer nicht besonders wichtigen Stelle in der umgekehrten Reihenfolge vorgelesen habe :roll: .
    Generell haben sie meistens Bücher lieber, die eher schon für ältere Kinder sind.

    Ich lese gerade


    “Words are pale shadows of forgotten names. As names have power, words have power. Words can light fires in the minds of men. Words can wring tears from the hardest hearts.”
    ― Patrick Rothfuss, The Name of the Wind

  • Meinen Töchtern (beide im Grundschulalter) lese ich besonders gerne aus der Karo Karotte Reihe von Christian Bieniek vor.
    Richtig toll fanden wir auch die Reihe über den Karatehamster von Tina Zang.


    Mein Sohn (Kindergartenalter) liebt von Axel Scheffler "Die Schnecke und der Buckelwal", "Für Hund und Katz ist auch noch Platz", den "Superwurm" und vor allem "Räuber Ratte". Ich finde diese Bücher alle sehr schön zu lesen, wohingegen ich "Riese Rick" und "Mein Haus ist zu eng und zu klein" vom selben Autor nicht so gelungen finde. Die mag auch mein Sohn weniger gern. Könnte allerdings auch schlicht an der Übersetzung liegen.

    Stell dir vor, es gibt nur einen Menschen, dem du vertraust. Der dich so sehen darf, wie du bist. Er ist deine Familie.
    Und plötzlich verliebst du dich in ihn.
    Wenn du es nicht wert bist, dass er dich liebt, wirst du alles verlieren.
    Was wirst du tun?

    Taranee: Zeiten des Zweifels

  • Das ist ein tolles Thema, danke. Felix ist jetzt knapp 2 und wir lesen jeden Abend noch etwas.Allerdings finde ich es gerade für dieses Alter besonders schwer, das passende Buch zu finden. Seine Liebling ist Freunde von Heinrich Heine, die sind auch wirklich Super. Da er ein großer Baustellenfan ist, Lesens wir hier auch regelmäßig Was ist was Junior der Bagger. Ich habe auch 2 Vorlesebücher, aber zu denen greift er nie.


    Habt ihr noch Ideen, für so kleine Zuhörer?

    Hunde sind wie Bücher, man muss nur in ihnen lesen können, dann kann man viel lernen.


    [align=center]Oliver Jobes