Nagib Machfus - Der letzte Tag des Präsidenten/ Yawm qutila al-za’im (يوم قتل الزعيم)

  • Buchdetails

    Titel: Der letzte Tag des Präsidenten


    Verlag: Unionsverlag

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 128

    ISBN: 9783293206540

    Termin: April 2014

  • Bewertung

    4 von 5 Sternen bei 2 Bewertungen

  • Inhaltsangabe zu "Der letzte Tag des Präsidenten"

    In den Cafés brodelt es. Das Regime unter Sadat hat die Geschäftemacher, Karrieristen und Großgrundbesitzer an die Macht gebracht. Seit der großen »Wende« verdienen nicht einmal jene genug, die sich an zwei Jobs abrackern. Randa und Alwan sind schon seit Jahren verlobt und werden nie genug sparen können, um sich die Hochzeit zu leisten. Zermürbt und verzweifelt trennen sie sich und suchen das Glück auf eigene Faust. Doch dann, an der großen Siegesparade zum Jahrestag des Oktoberkriegs, wird der Präsident ermordet. Dieses Ereignis findet seinen tragischen Widerhall im Leben der Liebenden. Mit höchster Konzentration und Dichte zeichnet Nagib Machfus das Lebensgefühl der Ära Sadat.
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  • Klappentext:

    In den Cafés brodelt es. Das Regime unter Sadat hat die Geschäftemacher, Krrieristen und Großgrundbesitzer an die mcht gebracht. Seit der großen "Wende" verdienen nicht einmal jene genug, die sich an zwei Jobs abrackern. Randa und Alwan sind schon seit Jahren verlobt und werden nir genug sparen können, um sich die Hochzeit zu leisten. Zermürbt und verzweifelt trennen sie sich und suchen das Glück auf eigene Faust. MIt höchster Konzentration und Dichte zeichnet Nagib Machfus das Lebensgefühl der Ära Sadat.


    Zitat

    "Etwas Ähnliches sagt auch Großvater, nämlich dass wir ein Volk seien, das sich bei Niederlagen wohler fühlt als bei Siegen. Und da wir viele Niederlagen erlitten haben, sei die Schwermut tief in unseren Seelen verwurzelt. O ja, wir lieben traurige LIeder, Tragödien und Märtyrer.


    Eigene Beurteilugn/Eigenzitat aus amazon.de:


    1981. Sadat ist seit der „Großen Wende“ Präsident von Ägypten und wirtschaftlich steht es für viele Menschen relativ schlecht. Während die Eliten des Landes immer reicher werden und sich untereinander gute Posten zuschachern, geht es den normalen Menschen zunehmend schlechter. In vielen Familien müssen alle Familienmitglieder einer Arbeit nachgehen – und in machen sogar mehr als einer – um wenigstens das Notwendigste auf den Tisch zu bringen. Viele ältere Revolutionäre haben sich mit dieser Situation abgefunden und Zuflucht in der Religion gesucht, wie etwa Muchtaschimi Zajid, der einer der Ich-Erzähler dieses kleinen Bands ist.


    Zwei weitere Ich-Erzähler sind Alwan, Muchtaschimis Enkel und dessen Dauerverlobte Randa, die er wegen seiner eigenen schwierigen finanziellen Lage, die ein Spiegel der wirtschaftlichen Lage der normalen Menschen im Land ist, nicht heiraten kann. Die Situation von Alwan und Randa entspricht der vieler junger Menschen in Ägypten kurz vor dem Beginn der letzten Revolution, die Mubarak aus dem Amt geworfen hat. Es ist sicherlich kein Zufall, dass Nagib Machfus diese Geschichte als mögliche Lehre aus der Geschichte gerade jetzt noch einmal auf Deutsch erscheinen lässt – das Buch ist ursprünglich aus dem Jahr 1985, als das Attentat auf Sadat noch frisch in Erinnerung gewesen ist. Die Parallelen und auch die Unterschiede zur aktuellen Situation werden durch die direkten Perspektiven der Erzählerinnen und Erzähler und auch durch die von ihnen beobachteten Reaktionen ihrer Mitmenschen sehr gut verdeutlicht. Ein kleines Buch mit sehr viel Inhalt.

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