Gregor Weber - Krieg ist nur vorne Scheiße, hinten geht's!

Anzeige

  • Klappentext:

    Afghanistan. Bundeswehr, Krieg.


    Gregor Weber will wissen, wie sich das anfühlt. Der ehemalige Tatort-Kommissar lässt sich von der Bundeswehr reaktivieren, macht über Monate die gesamte Einsatzvorbereitung mit und zieht in den Krieg.


    Zitat

    "Wir müssen Geduld haben, hier in unserem 'Fuchs', der auf der Strecke steht und nicht weg kann. Aus dem heraus wir mit einer Bordwaffe schießen können. Wir können auch aussteigen und dne Kampf zu Fuß aufnehmen. Oder wegrennen. Oder gegrillt werden, wie sie in den Hollywoodfilmen immer so cool sagen. Ich schaue nach links in die Tiefe und nach rechts.
    Alles friedlich. Wirklich?
    Ich bin freiwillig hier. Ich wollte es wissen.
    Ist es das jetzt?
    Ist das jetzt mein Krieg?"


    Eigene Beurteilung/Eigenzitat aus amazon.de:


    Die Idee, die Arbeit der Bundeswehr, der Marine oder der Luftwaffe der Bevölkerung, die all diese Waffengattungen finanziert auch näherzubringen ist sicherlich ein löbliches Unterfangen. Denn schließlich sind diese bewaffneten Behörden keine ausgefallenen Formen von Schützenvereinen, sondern wichtige Garanten der Verteidigung des bevölkerungsreichsten Landes Mitteleuropas, Vertreter deutscher Interessen, deutscher Politik und deutschen Ansehens im Ausland und dabei auch in diesem Ausland für viele Menschen wichtige Helfer – oder gefährliche Gegner.


    Während Herr Weber seinen Weg nach Kunduz sehr detailliert beschreibt und dabei immer wieder das Entgegenkommen und die Freundlichkeit der Mannschaftsgrade, Unteroffiziere und Offiziere lobt und die Kameradschaft hochhält, geht er auf die politischen und historischen Momente des deutschen Afghanistaneinsatzes nicht ein. Da ist es schon wichtiger, dass es oft sehr heiß geworden ist und das Rumrennen im vollen Kit bei großer Hitze schon einige körperliche Ansprüche stellt. Diese Prioritätensetzung ist stellenweise doch ein wenig irritierend. Details von Campgrundrissen, Schutzmauern, Dingos und Messen werden endlos ausgewalzt – statt das ein oder andere mal durch ein einfaches Photo oder eine Risszeichnung zu veranschaulichen -, genau, wie die Dienstgrade sehr ausgiebig erläutert werden (was als Grundwissen für Nichtsoldaten mal ganz interessant ist).


    In seinen Monaten in Afghanistan hatte Herr Weber keinerlei Feindkontakt – ja, er kam nicht mal in die Nähe der Gefahr welchen zu haben – und kann deswegen aus eigener Erfahrung zu den Traumatisierungen, zu denen solche Situationen führen können nicht wirklich etwas sagen – was er auch folgerichtig nicht tut. Das ist aber genau auch das Problem dieses Buchs. Während man den Teil bis zum Erreichen des Ziels in Afghanistan noch ganz launig betrachten kann, erscheint der Bericht von vor Ort sehr unergiebig und weder erfährt man von Gefechtssituationen direkt, noch werden Interviews mit Soldaten abgedruckt, die direkten Feindkontakt gehabt haben. So bewegend die Reaktion im Lager auf den Tod eines KSK-Angehörigen auch sein mag, die Herr Weber darstellt, so wenig kann die Art, wie er dies beschreibt die Leserinnen und Leser dafür einnehmen.


    Bei den Beschreibungen der Erlebnisse in Afghanistan scheint der Autor die einzelnen Kapitel wie kleinere Reportagen angelegt zu haben – was unter anderem dazu führt, dass einige Beobachtungen und Überlegungen sich doppeln. Bei einem Buch von nur 250 Seiten mit einer starken Innenperspektive ist das nicht wirklich erfreulich zu nennen. Und auch der Versuch, die deutschen Streitkräfte positiv darzustellen gelingt nur eingeschränkt. Es ist dem Autoren klar, dass er in erster Linie aus PR-Gründen bei seinen Recherchen seinen Willen bekommt und sein überschwängliches Lob der Freundlichkeit der Soldaten ihm gegenüber und der Kameradschaft erscheinen wie die Freundesbekundungen von Rateteams im Fernsehen oder die gegenseitigen Lobhudeleien von Filmteams und Schauspielern im Extrateil einer durchschnittlichen DVD. Wirkliche, solide und hilfreiche Informationen über die Arbeit der Streitkräfte in Afghanistan findet sich in diesen Seiten wenig – dafür umso mehr über das aufs Papier gebrachte Innenleben des Autoren – weswegen man sich aber wahrscheinlich eher nicht dieses Buch gekauft hat. :roll:

  • Sollte ein Lehrer nicht in der Lage sein, mehr zu bieten als einen schwach formulierten Klappentext als Inhaltsangabe?


    @Andreas


    Ohne dir nahe treten zu wollen, kann es sein das du eine Brille nötig hast? :-k Da steht doch deutlich "Eigene Beurteilung/ Eigenzitat aus amazon.de"... :wink:


  • Meine liebe Brigitte,


    selbst mit Brille sehe ich, daß über dem Eigenzitat aus amazon noch etwas anderes steht. Und das sieht für mich nicht nach einer guten Einleitung aus. Wenn schon lesen, dann auch bitte richtig!


    Viele Grüße


    Andreas

  • Ähm, die Angabe des Klappentexts ist seit Jahren als einführende Maßnahme üblich und wird von vielen auch genutzt - wie im Rezi-Muster, dessen Beachtung Du ständig verweigerst, auch aufgeführt. Dein Verhalten - genau wie Deine Umgangsformen - lassen sehr zu wünschen übrig. Du hast nun in diesem Thread - ohne Not - sowohl mich, wie auch Brigitte beleidigt, die seit Jahren damit beschäftigt sind, Deine Editionsfehler - die für einen Reporter wirklich interessant sind, und auf die wir immer wieder hinweisen - auszubügeln. Dafür ernten wir von Dir regelmäßig Missachtung von Anmahnungen oder - wie in diesem Fall - Häme. Auch andere Mitglieder haben Dich bereits mehrfach über die letzten Jahre auf Dein unangemessenes Verhalten angeschrieben - oder auch angefragt, warum man Dich nicht sperrt im Forum. Wenn Du es genau darauf anlegst, dann bist Du sicherlich auf dem richtigen Weg.

Anzeige