Teil 3: "Mondfinsternis" bis "Dein blaues Licht" (Seiten 246-380)

  • Auch ich bin nun (endlich) fertig.


    Bzgl "offenen Ende", ich bin eigentlich auch eine Person die es nicht so toll findet wenn viele Fragen offen bleiben. An und für sich, fand ich aber das nur die Frage ob Ronia nun krank ist oder nicht, offen blieb. Denn das es zwischen Ihr und Jan "weitergeht", liest man ja schon raus.


    Das Jonas und Johanna nun ein Paar sind, fand ich auf der einen Seite sehr süss, auf der anderen, irgendwie doch recht "Ende gut alles gut", jeder hat seinen Partner gefunden.


    Viel mehr kann ich auch noch gar nicht zum Ende sagen, das alles muss erst mal "sacken" :)

    Es geht uns mit Büchern wie mit den Menschen. Wir machen zwar viele Bekanntschaften, aber nur wenige erwählen wir zu unseren Freunden.

  • Am hellichten Tag


    Ronia und Jan begegnen sich auf der Straße wieder. Ein Zufall wird das wohl nicht gewesen sein, oder? Ich denke, da hat Jan etwas nachgeholfen. Für ein Gespräch ist so ein Ort natürlich denkbar ungünstig, aber trotzdem lässt er nicht locker. Und er war sehr mutig und hat sich Ronias Eltern gestellt, was für mich auch bedeutet, dass ihm wirklich etwas an ihr liegt. Dass ihre Eltern natürlich so reagieren würden, wie sie reagiert haben, das war mir klar. Schade, dass sie aus dem Zusammenbruch ihrer Tochter wohl nichts gelernt haben. Aber vermutlich sind sie der festen Überzeugung, nur das Beste für Ronia zu wollen. Aber gut gemeint ist ja nicht unbedingt gut gemacht.


    Übrigens fand ich Jans Bemerkungen zum Krankheiten googeln super! :loool: Er hat absolut recht, so was sollte man nie machen! Man hat irgendwo einen kleinen Fleck und nach 15 Minuten im Internet ist man überzeugt, Hautkrebs oder Schlimmeres zu haben.


    Ronia "beschwert" sich ja auch, zu wenig über Jan zu wissen. Aber sind denn all diese Fakten so wichtig? Macht es das wirklich aus? Heißt das, einen Menschen zu kennen? Dass man weiß, welches sein Lieblingsfilm ist oder wer seine Eltern sind? Es ist doch wichtig, was jemand tut. Und man kann sich auch kennen, ohne sich schon seit Jahren zu kennen. (Ist das deutlich, was ich meine? Manchmal hat man einfach so ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, ohne dass man unendlich viel vom anderen weiß.) Ich verstehe natürlich auch, dass Ronia in diesem Moment lieber konkrete Aussagen von Jan hätte, dass er ihr womöglich sein Leben ausbreitet. Aber er hat recht: Ronia weiß längst, wer er ist - sie muss es nur selbst noch merken.


    Der Glanz des Halbmonds


    Endlich die Aussprache zwischen Johanna und Ronia und ich hatte recht, ha! Also ist sie tatsächlich in Jonas verliebt. Ich hoffe, die beiden werden glücklich, das passt doch. Was ich nur schade fand war, dass Johanna nie ehrlich mit Ronia über das Thema Sex gesprochen hat, sondern ihr etwas vormachen musste. Aber gut, was hätte sie auch sagen können? Aber doch immerhin so etwas wie: "Ich will auf den Richtigen warten und der war noch nicht dabei." In dem Gespräch gesteht Johanna Ronia aber auch, dass sie bei ihrer ersten Begegnung ein Leuchten wahrgenommen hat, das von Ronia ausging. Und dieses Leuchten ist ihr auch bei Jan aufgefallen - noch ein Zeichen, dass die beiden zusammengehören.


    Das Gedicht hat mir gut gefallen, ein richtiger Rilke eben. ;) Und es wird jetzt auch deutlich, woher der Buchtitel kommt. Aber das "und vor uns die Nacht" fügt Ronia hinzu, oder? Das sind ihre eigenen Worte, denn zum Gedicht gehören sie ja nicht mehr.


    Das Gespräch mit Kai Schuster fand ich auch wieder toll. Ich mag den Mann, es sollte mehr Dozenten wie ihn geben!


    Farbige Träume


    Ronia sucht sich einen neuen, einen eigenen Platz am Fluss. Ich kann das gut nachvollziehen, denn an den anderen Orten war sie mit Jan zusammen. Nun sucht sie etwas, was nur ihr gehört. Ein guter Anfang, finde ich. Sie sollte sich sowieso mehr auf sich selbst besinnen und das, was sie will.


    Tja, und dann taucht eines Nachts Jan bei Ronia auf, um zu baden. Der Mann ist wirklich der Knaller! :loool: Als Jan von seiner Familie erzählt, hat sich für mich auch wieder bestätigt, was ich oben schon über das "kennen" geschrieben habe. Jan kennt seine Schwester zum Beispiel schon sein ganzes Leben, aber im Herzen ist sie ihm fern. Bei Ronia ist es umgekehrt und eigentlich ist doch die 2. Variante die deutlich bessere. Und endlich erfahren wir auch, warum Jan sich nach dem Sex immer zurückzieht: es ist ihm zu persönlich, auch er findet, dass von Ronia mehr kommen muss. Also haben sich beide im Prinzip dasselbe gewünscht und es nur nicht ausgesprochen. Hach, wie doof! Aber Hauptsache, es kommt jetzt auf den Tisch.

    :study:  Im Sturm der Echos / Christelle Dabos
    :musik:Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten / Alice Hasters

  • Was ich nur schade fand war, dass Johanna nie ehrlich mit Ronia über das Thema Sex gesprochen hat, sondern ihr etwas vormachen musste. Aber gut, was hätte sie auch sagen können? Aber doch immerhin so etwas wie: "Ich will auf den Richtigen warten und der war noch nicht dabei."


    Ja, das finde ich ganz wichtig, dass Du das erwähnst! Es wurde hier einige Male gesagt, dass Ronia doch Johanna gegenüber offener und ehrlicher sein sollte, aber Johanna war es in zwei sehr wichtigen Punkten auch nicht: Jonas und ihre Jungfräulichkeit. Aber durch die Ich-Form kriegt man sowas als Leser nicht mit und geht automatisch davon aus, dass die anderen ehrlich oder ehrlicher sind als diejenige, die die Geschichte erlebt und erzählt. Ronia konnte sich bei gewissen Punkten nicht überwinden, Johanna gegenüber offen zu sein, ohne das konkret erklären zu können - aber wahrscheinlich spürte sie unbewusst, dass Johanna ebenfalls nicht offen ist. Und dann fällt es dem anderen auch schwer. Quasi ein energetisches Prinzip. :wink:
    Jetzt aber liegen die Karten auf dem Tisch und die beiden können sich wieder auf die besondere Verbindung besinnen, die sie haben.

  • Ewig finstere Flamme


    Nun also das unvermeidliche Gespräch mit den Eltern, das kann ja was werden! Das dachte ich mir zumindest und dann will Ronias Vater ihr das Geld einfach so überweisen - da ist doch was faul! Und als die beiden unter sich sind, offenbart er auch die Bedingungen: Ronia soll wieder zu ihnen ziehen und Jan nicht mehr sehen. Aber dann wird doch deutlich, dass eigentlich nicht Ronia Vater das Problem zu sein scheint, sondern ihre Mutter und ein großes Familiengeheimnis kommt ans Licht. Dass Ronia noch ein Brüderchen hatte, das hab' ich so nicht kommen sehen, obwohl ich schon geahnt hatte, dass in der Familie etwas nicht stimmt. Aber es ist einfach nicht richtig, wie die Eltern sich verhalten haben. Es ist ihr Leben, sie müssen es wieder auf die Reihe bekommen und dürfen sich nicht an der eigenen Tochter festklammern. Sicher, die Angst ist bestimmt groß, zumal nun mal diese Diagnose über Ronia schwebt. Dennoch ist das alles nicht fair! Und die Szene, in der Ronia Vater die Hand erhebt, um sie zu trösten, sie dann doch aber zurückzieht, fand ich sehr traurig. Wie kann man sich seinem eigenen Kind gegenüber so verschließen?


    Mein eigener Morgen


    Es ist schön, dass Ronia direkt zu Jan geht, um sich auszuheulen. Nicht zu Johanna und nicht zu Jonas - das bedeutet doch etwas. Und der hat mal wieder recht: Ronia kann ihr Leben jetzt ganz neu schreiben. Schön fand ich auch, dass Jan Ronia schon lange bemerkt hat und mitverfolgt hat, was sie so macht. Sie selbst musste wohl erst in eine bestimmte Phase ihres Lebens kommen, um von ihm Notiz zu nehmen.


    Die beste Weisheit des Kapitels ist für mich übrigens: zuhause ist, wo der Arsch ist. :loool: Wenn man so nachdenkt, aber doch sehr weise. Man kann sich jeden Ort zu seinem Zuhause machen, wenn man nur mit sich im Reinen ist.


    Und es zeigt sich, dass auch Jonas Geheimnisse vor Ronia hatte. Also hatte eigentlich alle drei Geheimnisse und Ronia war eben nicht die Einzige! Bei Jonas finde ich es fast am schlimmsten. Als ihr Freund hätte er ihr so etwas Wichtiges sagen müssen oder zumindest vorher ihren Eltern die Möglichkeit geben müssen, zuerst mit ihr zu reden. Ronia hat doch ein Recht darauf, das zu wissen!

    :study:  Im Sturm der Echos / Christelle Dabos
    :musik:Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten / Alice Hasters

  • Mein eigener Morgen


    Und es zeigt sich, dass auch Jonas Geheimnisse vor Ronia hatte. Also hatte eigentlich alle drei Geheimnisse und Ronia war eben nicht die Einzige! Bei Jonas finde ich es fast am schlimmsten. Als ihr Freund hätte er ihr so etwas Wichtiges sagen müssen oder zumindest vorher ihren Eltern die Möglichkeit geben müssen, zuerst mit ihr zu reden. Ronia hat doch ein Recht darauf, das zu wissen!

    Was ich fast noch schlimmer fand, ist, dass er Jan vor Ronia verunglimpft, ihm einen schlechten Ruf andichtet, nur damit sie sich von ihm fernhält. Immerhin ist Jonas ja Polizist. Und das ist ja nicht nur sein Beruf, sondern seine Berufung. Er ist Hüter des Gesetzes, Bewahrer der Gerechtigkeit usw. durch und durch.
    Dass er Jan so schlecht vor Ronia macht, nur, damit sie keinen Gefallen an ihm findet, kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Und nicht nur, weil er Polizist ist und sich sowohl beruflich als auch privat immer integer und loyal gibt.
    Theoretisch hätte er dann ja schon alle Lover vor Jan schlechtreden müssen - wobei er wohl nur in Jan gesehen haben muss, dass er wirklich ein ernst zunehmender Partner werden könnte...

    :study: C L Wilson - Der Winter erwacht
    :) Gelesen 2013: 105 / 2014: 77 / 2015: 16
    8-[ SUB: Ich geb`s auf...



  • ... ja, genau so ist es - es ging weniger um Jans schlechten Ruf, sondern darum, dass er jemand ist, der Ronia "wachkitzeln" könnte. Jan ist somit nicht nur eine "Gefahr" für Jonas, sondern auch für Ronias Eltern. Sein Licht ist so stark, dass das, was bisher im Dunkeln blieb, auch ins Helle gezerrt wird - und das hat Folgen für alle Beteiligten!
    Jan ist gewissermaßen eine Art Sturmflut für Ronia und ihr Umfeld, nach der nichts mehr so ist, wie es war. Und das ist gut so.

  • ... weil YouTube zusammen mit GEMA es einem furchtbar schwierig macht, überhaupt etwas zu finden, was passt ... alles andere wird ja wegen Urhebergründen gelöscht und gesperrt. Und bei einem Trailer sollte natürlich alles in Ordnung sein.
    Deshalb musste ich mich aus dem kargen Angebot von MusicSwap bedienen. Ich habe aber kürzlich noch eine stimmungsvollere Variante hochgeladen, die mir aber als Werbetrailer vor Erscheinen des Buches zu "schwer" und getragen war: ihr könnt sie euch hier ansehen.

    Achja.. das hatte ich nicht bedacht :-s Aber der 2. Trailer gefällt mir gleich viel besser :thumleft:

  • Die helle Seite der Nacht


    Beim Thema "alleine schlafen" verstehe ich Ronia wirklich gut. Es mag ja auch richtig sein, was Jan sagt und natürlich hat es seine Vorteile, wenn man sich nach Herzenslust ausstrecken kann und keiner da ist, der schnarcht. Dennoch wäre das nichts für mich persönlich, denn für mich gehört es zu einem der schönsten Dinge, morgens neben dem Partner aufzuwachen. Das würde ich doch sehr vermissen. Generell ist dieses Unverbindliche nichts für mich, aber das ist einfach mein Naturell. Es ist natürlich wichtig, dem anderen seine Freiheit zu lassen, aber für mich muss das auch immer seine Grenzen haben - so empfindet Ronia das ja auch. Sie möchte nicht jeden Tag mit Jan verbringen, aber sie möchte die einzige für ihn sein und ich finde es gut, dass sie das so ausspricht. Ich hoffe, die beiden werden ihren Weg zusammen finden, denn so ganz ist sie noch nicht ins Jans Lebensstil angekommen. Immerhin stört es sie doch ein wenig, dass er sich nicht die Augen ausheult, weil sie in 3 Tagen nach Frankreich aufbricht. Denn irgendwie will sie doch beides: Freiheit und das Gefühl, gebraucht zu werden.


    Dem Himmel so nah


    *seufz* Ich liebe das Meer auch - da bekomme ich Lust, einfach wie Ronia loszufahren. Ich glaube, diese Erfahrung tut ihr sehr gut. Was mich ein wenig geschockt hat, ist die Geschichte mit der Leine, die ihr ihre Eltern früher angelegt haben. Natürlich verstehe ich an sich den Hintergrund, aber wie soll ein Kind selbstsicher werden, wenn es sich auf so eine Leine verlässt. Und muss ein Kind sich in seinem Urvertrauen nicht auch darauf verlassen können, dass die Eltern auch ohne Leine da sind?


    Dein blaues Licht


    Ich frage mich, ob eine Zeit kommen wird, in der sich Ronia und Jan einfach ins Gesicht sagen, dass sie sich lieben. So ganz kann ich nicht nachvollziehen, warum sie das nicht tun. Natürlich, sie wissen, was der jeweils andere empfindet. Aber wenn ich es empfinde, dann kann ich es doch auch aussprechen, oder? Zumindest ist das meine pragmatische Sicht auf die Dinge. :wink:


    Fazit


    Abschließend will ich sagen, dass mir "Vor uns die Nacht" wirklich gut gefallen hat. Ich bin eigentlich nicht mit allzu großen Erwartungen an das Buch herangegangen und ich denke, das war auch gut so. Ich fand es erfrischend, einmal eine Liebesgeschichte der ganz anderen Art zu lesen und es ist bei der Fülle an Geschichten, die es gibt, wirklich einmal wieder schön sagen zu können: "So etwas in der Art habe ich noch nie gelesen." Ansonsten weiß ich nicht genau, wie ich es ausdrücken soll, aber ich hatte bei "Vor uns die Nacht" auch das Gefühl, eine andere Bettina Belitz zu lesen. Oder vielleicht ist "eine andere" nicht unbedingt zutreffend und es ist nur eine Facette, die wir in den anderen Romanen noch nicht zu sehen bekommen haben.


    Ich weiß nicht, ob deutlich wird, was ich meine? Jedenfalls konnte ich einiges entdecken, was mir vertraut vorkam, wie zum Beispiel die Frauenfiguren, die erst noch zu ihrer großen Stärke finden müssen. Oder die etwas mysteriösen, gut aussehenden Männer. :D Aber vieles war eben auch ganz neu, ganz anders. :scratch: Macht das Sinn?

    :study:  Im Sturm der Echos / Christelle Dabos
    :musik:Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten / Alice Hasters

  • Ja, macht es ... Zumindest für mich. :wink:
    Wobei eher das "anders" einfach mehr "ich" in meiner eigentlichen Art und Weise zu schreiben ist - aber dieses "mehr ich" musste ich eben selbst noch entdecken und kultivieren.
    Ob das den Lesern gefällt oder nicht, ist eine andere Kiste. Ich weiß nur für mich selbst, dass es für mich noch näher an der Quelle ist, noch echter und wahrhaftiger und vor allem mehr den hellen, lichtreichen Facetten des Lebens zugewandt (auch wenn die Helden durchs Dunkel gehen müssen, um das zu finden). Das wiederum ist nicht immer bequem und auch nicht immer romantisch (eher selten sogar ...). Aber ich kann mir nur sehr schwer vorstellen (eigentlich gar nicht), wieder umzukehren.
    Denn das Schreiben ist noch schöner geworden. Intensiver und schöner. Das merke ich auch bei den Lesungen, die ebenfalls anders geworden sind. Jetzt werden der Text und ich eins.
    Ich wünsche euch frohe Ostern, erholt euch schön und genießt den Frühling! :flower:

  • Fazit


    Abschließend will ich sagen, dass mir "Vor uns die Nacht" wirklich gut gefallen hat. Ich bin eigentlich nicht mit allzu großen Erwartungen an das Buch herangegangen und ich denke, das war auch gut so. Ich fand es erfrischend, einmal eine Liebesgeschichte der ganz anderen Art zu lesen und es ist bei der Fülle an Geschichten, die es gibt, wirklich einmal wieder schön sagen zu können: "So etwas in der Art habe ich noch nie gelesen." Ansonsten weiß ich nicht genau, wie ich es ausdrücken soll, aber ich hatte bei "Vor uns die Nacht" auch das Gefühl, eine andere Bettina Belitz zu lesen. Oder vielleicht ist "eine andere" nicht unbedingt zutreffend und es ist nur eine Facette, die wir in den anderen Romanen noch nicht zu sehen bekommen haben.


    Ich weiß nicht, ob deutlich wird, was ich meine? Jedenfalls konnte ich einiges entdecken, was mir vertraut vorkam, wie zum Beispiel die Frauenfiguren, die erst noch zu ihrer großen Stärke finden müssen. Oder die etwas mysteriösen, gut aussehenden Männer. Aber vieles war eben auch ganz neu, ganz anders. Macht das Sinn?

    Ja, ich verstehe was du meinst, und ich stimme dir da zu.
    Ich selbst habe zuvor noch kein Buch von Bettina gelesen, also kann ich nicht viel dazu sagen, ob es eine "andere" Bettina war, als bei den Büchern zuvor.
    Allerdings muss ich auch sagen, dass ich inhaltlich viel aufgenommen habe, was ich aus anderen Romanen so noch nicht gekannt habe.
    Vor allem diese Fokussierung auf das Unausgesprochene und dem Verstehen von Herz und Verstand. Die Handlung an sich fühlte sich eher begleitend an und machte nicht den eigentlichen Kern der Geschichte aus.
    Es fühlte sich ein wenig an, als würde man zwischen den Zeilen lesen.
    Dazu kam, wie du schon sagtest, das bekannte, etwas "klischeehafte", so wie der gutaussehende Protagonist Jan und die anbahnende Liebschaft zwischen ihm und Ronia.

    :clown: Liebe Grüße von Innamorata (Anni).


    :study: Du bist nie allein - Nicholas Sparks


    Gelesen / Abgebrochen / SuB: :cat: 0 / 0 / 30 :cat:


    Gelesen 2014: 42 Bücher

  • Ich hab die Leserunde leider nicht ordnungsgemäß beenden können, da ich zwischendurch erkrankt bin.
    Habe aber soeben meine Rezension online gestellt und möchte auch an dieser Stelle noch mal kurz das Feedback dalassen, das mir das Buch wirklich ausgesprochen gut gefallen hat.
    Da ich beim Lesen sehr oft parallelen zu meinem eigenen Lesen entdecken konnte, fiel es mir am Ende leider echt sehr schwer eine Bewertung des inhalts zu finden, die dem Buch gerecht werden kann. Es ging mir einfach echt sehr nahe! Sprachlich aber auf einem ganz hohen Niveau! Wirklich ein tolles Buch! :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

  • Meine etwas verspätete,abschliessende Meinung.. 8-[ :uups:


    Wo fange ich an... :-k
    Vllt. sollte ich es Enttäschung nennen,auch wenn es eigentlich etwas zu hart klingt,aber Fakt ist,dass mich dieser Roman nicht überzeugen konnte..ich fand Linna singt super,aber in diese Geschichte konnte ich nur stellenweise eintauchen..


    Viele Dinge waren mir einfach zu suspekt...Ronias Obsession Jan gegenüber..diese Art der *Liebe* ist mir fremd..niemals würde ich mich von jemandem so abhängig machen,mich ihm so an den 'Hals werfen..


    Auch konnte ich mich mit dieser ganzen Esoterik nicht anfreunden..ich bin ein eher bodenständiger Mensch und kann mich schlecht auf soetwas einlassen...da haben mir leider auch Bettinas tollen Erklärungen nicht helfen können.. :(


    Ronia ist,wie immer in Bettinas Büchern,ein starke weiblich Protagonistin,allerdings hätte ich gern mehr von Jan erfahren,er war mir etwas zu blass..


    Die Entwicklung zwischen Johanna und Jonas hat mich mehr interessiert.. :wink:


    Ich weiss auch nicht genau,was ich von dieser sogannten Beziehung zwischen Ronia und Jan halten soll..ist es wirklich Liebe,oder nur Sex oder was auch immer.. :-s Beziehungen,gerade so eine junge ,frische Liebe stellt sich mir anders da...sie wirkt hier eher krankhaft,ja sogar zwanghaft auf mich..


    Das grosse Familiengeheimnis.. :roll: ..hmm..das war mir als Erklärung für das schreckliche Verhalten ihrer Eltern dann doch zu einfach..und wurde einem einfach mal ebenso präsentiert..


    Alles in allem für mich nicht das beste Buch von Bettina Belitz,aber wer sich auf die Esoterik einlassen kann,und nicht ganz so rational denkt,wie ich,der wird dieses Buch lieben..


    Und nochmal an ganz grosses Dankeschön an Bettina,Brigitte,Mario und den Verlag für die tolle Leserunde...auch wenn ich aus privaten Gründen dem ganzen leider nicht so viel Aufmerksamkeit schenken konnte..Sorry..