Teil 3: "Mondfinsternis" bis "Dein blaues Licht" (Seiten 246-380)

  • Ich habe gestern Abend noch weitergelesen und bin geschockt!


    Ronia bricht zusammen, nachdem sie beim Laufen immer wieder Schmerzen hatte. Sie will nicht ins Krankenhaus, was ich vollkommen verstehen kann, habe ich auch eine große Aversion dagegen. Jonas bringt sie trotzdem hin und sie bekommt die vorläufige Diagnose, dass sie wahrscheinlich MS hat. Das hat mich so schockiert! :shock: MS ist eine dieser Krankheiten, vor denen ich auch wahnsinnige Angst habe. Ich konnte mit Ronia so mitfühlen und wüsste selbst nicht, was ich an ihrer Stelle tun würde. Mir kamen hier echt die Tränen. :cry: Ich musste auch dauernd an diese Werbung zur Aufklärung von MS denken. Das hat mich noch zusätzlich gerührt.


    Ronia wird dann entlassen und muss auf einen weiteren Schub warten, damit Klarheit bestehen kann, ob sie tatsächlich an MS erkrankt ist. Ich stelle mir das wie die Hölle vor, dieses Warten und dann das Ticken der eigenen Lebenszeit.
    Sie will nun ihr Studium abbrechen und macht mit Jan Schluss.


    Der Annäherungsversuch mit Jonas verlief aber auch nicht wie gewollt. Sie selbst merkt, dass es doch nicht das ist, was sie will und Jonas selbst wirkt auch nicht so begeistert. Vielleicht hat er doch schon eine Andere? Oder es ist wie so oft im Leben, dass man etwas jahrelang begehrt und wenn man es dann endlich hat, dann ist es gar nicht mehr so toll.


    Jan erfährt dann doch von Ronias Krankheit und seine Reaktion war toll. Er reagiert nicht ablehnend, konfrontiert sie sogar mit seinem Wissen. Ich bin gespannt wie es mit den beiden weitergeht und ob Ronia tatsächlich MS hat. :cry:

  • Ich war auch geschockt von der Diagnose. Ich kenne mehrere Personen mit MS und es ist so schlimm auf Klarheit zu warten :-( Umso schöner das Jan sich wirklich richtig um sie bemüht und somit zeigt das sie ihm auf keinen Fall egal ist

    Liebe Grüße
    Natalie

    www.mem-o-ries.de


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  • Bis 322



    Tut mir leid aber ich war in der Wanne und so bin ich in dem
    Abschnitt schon ziemlich weit.



    Ronia möchte klare Verhältnisse schaffen und besucht Jan.
    Das sie ihre Tage hat ist ihr da gerade Willkommen. Am Ende geht sie
    unzufrieden und enttäuscht heraus



    Dann geht es ihr nicht gut. Sie kommt ins Krankenhaus und
    wieder ist Jonas ihr Ritter. Er wacht bei ihr. Die Diagnose MS aber nicht
    gesichert. Nun wirft sie ihr komplettes Leben über Board mit Jan macht sie
    Schluss obwohl da ja außer Sex in ihren Augen zu wenig war. Mit Jonas will sie
    zusammen sein. Da macht sie sich was vor und ihr Studium will sie auch schmeißen.



    Wie gut das sich das niemand gefallen lässt. Jan spricht mit
    ihr er weiß es von ihren Eltern die ihn abschrecken wollten, doch er muss sie
    lieben denn er lässt sich nicht abschrecken nur will sie mehr als er noch zu
    geben bereit ist.



    Jonas freut sich aber mehr als zusammen im Bett zu liegen
    passiert nicht und so ist Ronia wieder unsicher.



    Ihr Professor will sie in Frankreich und sorgt mit seinen
    eindringlichen Worten das sie das Studium nicht schmeißt.



    Johanna spricht mit ihr und gesteht ihr das sie in Jonas
    verliebt ist. Nun merkt Ronia erst recht wie falsch ihr verhalten ist.



    Ich bin gespannt wie es endet. Wird es ein Happy End? Jan
    gefällt mir immer besser. Er ist der Beweis dafür das man hinter die Fassade
    schauen muss.



    Ronia muss sich erstmal selber klar werden was sie will.
    Studium ja Jan vielleicht Jonas eher nicht. Es wird Zeit für Entscheidungen.

    Liebe Grüße
    Natalie

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  • ... oh, das geht gerade sehr flott hier - ich warte mal noch auf die anderen, denn das Buch nimmt hier eine entscheidende Wende und da möchte ich gerne mit euch zusammen "gehen". :)

    Kein Problem, ich habe zurzeit eh viel mit der Uni zu tun. :)


    Ich wollte mich aber schon mal bei dir für die Begleitung danken. Egal, ob man die selben Ansichten hat oder nicht, ich mag die Leserunden mit dir und ich weiß nicht, ob ich deine Bücher auch so toll finden würde, wenn es diese Begleitung nicht gäbe, da man viel erfährt, was man vielleicht überlesen hätte. :friends: Vor allem lernt man dabei so viel!

  • Bis Seite 291


    Kapitel: Nachtblind


    Das Kapitel hat mir von der Stimmung her sehr gut gefallen, Ronias Gefühlsleben hat mich in diesem Kapitel beschäftigt. Jan und sie treffen sich zwar, doch Ronia ist nicht glücklich, sie ist von Ängsten geplagt. Es irritiert sie, dass sie nicht miteinander reden, so wie sie sich das halt von einer Beziehung vorstellt. Sie weiß wenig über Jan.
    Die Beschreibung, wie ihr Alltagsleben, in dieser Gefühlssituation, erstarrt ist, hat mir gut gefallen. Sie vernachlässigt ihren Alltag - sind ihre Gefühle so sehr durcheinander, dass sie keinen Sinn mehr für das Tägliche erkennen kann? :-k Auf jeden Fall fand ich den Kapitel sehr gelungen.


    Kapitel:Reflexionen in Schwarz - bis "Das Blitzen von Stahl"


    für mich platzte in diesem Teil des Romans die Bombe- ich muss sagen, dass es mir schwer fiel diese Kapitel über Ronias Erkrankung zu lesen. Ich habe diese Wendung nie und niemals erwartet ... Doch genau so ist es auch in der Realität... Eine Krankheit bricht mit aller Macht herein und stellt das ganze Leben auf den Kopf. Nichts ist mehr so wie es war und man muss sich neu "ordnen". Doch so weit ist Ronia noch nicht, sie liegt erst mal im Krankenhaus, Untersuchungen werden gemacht, und sie hat viel Zeit nachzudenken.


    Auch sie kommt zu den Gedanken, die viele Betroffene durchleben müssen: "Aber gibt es überhaupt noch eine Trennung von der Krankheit und mir? Wir sind eins. Sie entscheidet über alles, was ich tue und nicht tue." (Seite 277)
    Sie möchte auch auf gar keinen Fall, dass Jan von der Erkrankung erfährt - ich kann ihre Gedanken in diesem Moment sehr gut nachempfinden.


    Auch den Absatz auf der Seite 283."Ist das die Gnade, über die ich vor Kurzem nachdachte? ff...." - fand ich sehr gelungen.
    All die Überlegungen, die Ronia zu dieser Zeit anstellt, führten sie zu einem Entschluss, den ich so auch nicht erwartet habe. Ich meine damit die Verbindung mit Jonas. Was dachte sich das Mädchen bloß ? Doch es dauerte nicht lange, bis sie erkannte, dass es doch nicht der richtiger Weg ist.

    2020: Bücher: 77/Seiten: 34 836
    2019: Bücher: 164/Seiten: 66 856
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    "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"

    Dalai Lama

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    Lese gerade:

    Fields, Helen - Die perfekte Strafe

    Moehringer, J.R. - Tender Bar

  • Ich bin durch!


    Johanna und Jonas also. Deswegen auch die Namensgleichheit? Ich finde es schön, dass sie sich endlich ausgesprochen haben, zumindest Johanna und Ronia.


    Auch das Problem von Ronias Eltern wurde geklärt. Hier dachte ich ja kurz geschockt, dass es ein Geständnis à la "Jan ist dein Halbbruder und mein unehelicher Sohn" wird. Puh, zum Glück nicht. :lol:
    Mir taten die Eltern schon etwas Leid, vor allem, wenn ich an den Verlust des Kindes denke. Aber sie haben aus purem Egoismus gehandelt und gar nicht auf Ronias Wünsche und Bedürfnisse geachtet. Als dann von ihrem Kindheitserlebnis mit der Leine die Rede war, war ich aufrichtig geschockt. :shock: Aber ich habe so etwas tatsächlich schon einmal erlebt. Es ist länger her und eigentlich war es in meinem Gedächtnis auch verschüttet, aber beim Lesen fiel es mir wieder ein. An einem italienischen Strand haben Eltern auch ihre Tochter an der Leine rumrennen lassen. Furchtbar, aber auch verständlich. Nur sollte man auch an das Wohl und die Selbstbestimmung des Kindes denken und lieber seiner Aufsichtspflicht ausreichend nachkommen. Dann braucht man keine Leine.


    Jans Einstellung kann ich hier absolut nachempfinden. Ich schlafe auch lieber allein, weil ich mit jemand anderem in meinem (großen) Bett (ich liebe große Betten) einfach nicht entspannt schlafen kann. Und was er über Beziehungen sagt, ist auch so wahr. Wie kann jemand von einem Anderen erwarten, dass er ihn glücklich macht? Allein diese Bürde für den Betroffenen und wenn er dann geht, dann sucht man sich den Nächsten, der einen "glücklich macht". Das funktioniert doch nicht. Man muss doch auch sein Leben ohne den jeweiligen leben können.


    Hat Ronia nun MS? Ich finde es gut, dass das offen bleibt. Es wäre auch mE nach falsch gewesen, sie dann als gesund zu präsentieren. Das wäre so Happy End Trallala, das der Sache und den Betroffenen nicht gerecht wird.


    Schön auch, dass Ronia nach Frankreich fährt, etwas anderes wäre auch falsch gewesen. Ich wollte ja auch mal Archäologin werden, aber die Berufsaussichten haben mich dann einlenken lassen. Wobei ich dieses Gebiet und Geschichte nach wie vor faszinierend finde.


    Den spontanen Tripp nach Holland konnte ich auch nachvollziehen, wobei es bei mir immer entweder am Geld oder am Zeitpunkt scheitert. Spontaneität geht nicht immer.


    Ich habe mir dann sehr lange überlegt wie ich das Buch bewerten soll, ist es eines dieser Bücher, das ich nicht recht in Worten fassen kann, deswegen werde ich auch keine Rezension verfassen. Ich habe mich für die volle Punktzahl entschieden, da es mir doch viel gegeben hat und es mich tiefer getroffen hat als die anderen Bücher (Linna, Ellie).

  • Bis Kapitel "Am hellichten Tag" (Seite 303)


    Ich bin nun auch ganz schön vorgeschossen, aber das Tempo der Geschichte zieht auch so an, dass ich gerne mehr lesen wollte. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man da einfach aufhören kann :pale:


    Ronia tat mir in den letzten Kapiteln so leid, dass mir glatt die Tränen in die Augen gestiegen sind. Sie hat sich selbst völlig verloren. Sie ist abhängig von der Sicherheit der anderen Menschen, von dem, was sie von ihr denken, von dem, wie sie sie behandeln. Sieht sie denn nicht, dass sie nur glücklich sein kann, wenn sie mit sich selbst glücklich ist? Ronia müsste erstmal lernen, dass sie selbst ihr bester Freund sein muss, bevor sie wieder eine Beziehung eingehen kann.


    "Das Herz ruft mir in seiner Qual etwas zu, aber ich kann seine Sprache nicht verstehen. Wir kennen uns nicht mehr."


    Gott, allein wenn ich den Satz nur schreibe, könnte ich das weinen anfangen. Das sagt wohl alles darüber, wie es in Ronia aussieht.


    Die mögliche Diagnose MS ist aber auch eine schreckliche Bürde, die sie tragen muss und ich kann verstehen, dass für sie nun alles nur noch schwarz ist. Ganz ehrlich? Ich wüsste auch nicht, wie ich mit dieser Diagnose umgehen könnte. Ob ich damit umgehen könnte. Dass Ronia krank ist, war für mich eine überraschende Wendung, damit habe ich gar nicht gerechnet. Ich hoffe aber sehr, dass sie doch kein MS hat.


    Natürlich erscheint ihr ihr Studium nun auch sinnlos mit dieser Krankheit. Ich kann ihre Kurzschlussreaktion das Ganze zu schmeißen, verstehen. Sie will nun unbedingt Sicherheit in dieser Situation und die kann Jan ihr nicht geben. Verbundenheit ohne Worte ist schön, aber wenn keine Worte ausgetauscht werden, bleibt der andere letztlich doch ein Fremder und das macht Ronia zunehmend fertig. Sie weiß nicht, was Jan denkt, was er im Bezug auf sie fühlt. Wem würde diese Unsicherheit nicht wahnsinnig machen? Vor allem, da Ronia schon so oft verlassen wurde. Natürlich hat sie Angst, dass das wieder passiert. Die permanente Unsicherheit kann sie aber noch weniger ertragen, ich konnte daher verstehen, dass sie sich von Jan getrennt hat. Wenn man es überhaupt so nennen möchte, denn eine richtige Beziehung war das ja auch nicht. Dass Ronia mit dieser Meta-"Wir stehen über Worte"-Geschichte überfordert ist, finde ich verständlich. Die beiden können ja nicht ewig so weitermachen, sich ab und an zum Sex sehen, aber doch nie richtig miteinander reden. Es bräuchte eigentlich nur die richtigen Worte von Jan, etwas tröstliches, liebes, aber er sagt sie einfach nicht. Und so denkt Ronia natürlich auch, dass er sie mit Krankheit dann ganz sicher nicht will und erzählt ihm auch nichs davon.


    Dass sie nun auf Jonas zurückgreift, der doch vor Freude im Dreieck springen sollte, wo er nun ENDLICH sie hat, ist nicht sonderlich nett. Ich kann es aber in ihrer Situation verstehen. Mit ihren Eltern versteht sie sich nicht, Johanna hat sie vergrätzt und sie hat solche Angst alleine, noch dazu vielleicht krank, zu bleiben, dass sie ihren letzten Halt Jonas krampfhaft an sich binden möchte. Auch wenn sie deutlich merkt, dass das zwischen ihnen nicht das Richtige ist. Und dass auch Jonas nicht die Begeisterung zeigt, die sie erwartet hätte. Es ist offensichtlich, dass Jonas seine Gefühle gegenüber Ronia überwunden hat. Zumindest zum Größtenteil. Trotzdem ist er natürlich ein Freund und lässt sie nicht im Stich, er merkt, dass sie nur ein Haarbreit vorm endgültigen Zusammebruch steht. Dadurch wurde er mir wieder sehr viel sympathischer.


    Jan und Ronia treffen sich nochmal. Jan stichelt, dass sie nun wohl mit Jonas zusammen ist. Steht ihm nicht besonders gut, diese boshaften Spotteleien. Was mich dann aber echt überrascht hat: Er hat von Ronias Eltern erfahren, dass diese vielleicht krank ist. Aber natürlich nur, um ihm im selben Atemzug klarzumachen, dass er sich fernhalten sollte. Jan zeigt sich enttäuscht, dass Ronia dachte, er würde einfach abhauen, wenn er von der Krankheit wusste. Doch auch hier sagt er wieder nicht die Worte, die es auszusprechen gilt. Und so geht Ronia - gute Entscheidung in Anbetracht ihrer momentanen Situation, wie ich finde. Ich fand ihre Gedanken zum Schluss sehr stark, in einer Beziehung mit Jan will sie kein Ungleichgewicht, entweder auf Augenhöhe oder gar nicht. Ach, und obwohl an der Stelle alles so dramatisch ist, konnte ich doch auch was amüsantes hier finden. Wie Jan sich über den Fehler lustig macht, Krankheiten zu googlen :totlach: . Herrlich, denn es ist einfach so wahr, was er sagt.

  • Ich bin durch!

    Ich auch ;-) Schon länger aber ich habe des Tempos wegen gewartet und beobachtet

    Johanna und Jonas also. Deswegen auch die Namensgleichheit? Ich finde es schön, dass sie sich endlich ausgesprochen haben, zumindest Johanna und Ronia.

    Das war auch ein Punkt der mir sehr gut gefiel und es erklärt so einiges

    Auch das Problem von Ronias Eltern wurde geklärt. Hier dachte ich ja kurz geschockt, dass es ein Geständnis à la "Jan ist dein Halbbruder und mein unehelicher Sohn" wird. Puh, zum Glück nicht.
    Mir taten die Eltern schon etwas Leid, vor allem, wenn ich an den Verlust des Kindes denke. Aber sie haben aus purem Egoismus gehandelt und gar nicht auf Ronias Wünsche und Bedürfnisse geachtet. Als dann von ihrem Kindheitserlebnis mit der Leine die Rede war, war ich aufrichtig geschockt. Aber ich habe so etwas tatsächlich schon einmal erlebt. Es ist länger her und eigentlich war es in meinem Gedächtnis auch verschüttet, aber beim Lesen fiel es mir wieder ein. An einem italienischen Strand haben Eltern auch ihre Tochter an der Leine rumrennen lassen. Furchtbar, aber auch verständlich. Nur sollte man auch an das Wohl und die Selbstbestimmung des Kindes denken und lieber seiner Aufsichtspflicht ausreichend nachkommen. Dann braucht man keine Leine.

    Den selben Gedanken mit Halbbruder hatte ich erst auch als dieses Bild aus dem Buch heraus fiel und dachte: Nein bitte nicht sowas


    Ich kenne diese Leinen auch und finde sie ganz schlimm. Kinder sind keine Tiere und hier hatte ich schon das Gefühl das Ronia ein Schoßhündchen ist. Sorge hin oder her. Ich glaube die kennt jede Mutter, aber so sollte man wirklich nicht damit umgehen.

    Hat Ronia nun MS? Ich finde es gut, dass das offen bleibt. Es wäre auch mE nach falsch gewesen, sie dann als gesund zu präsentieren. Das wäre so Happy End Trallala, das der Sache und den Betroffenen nicht gerecht wird.

    Mich hätte die Diagnose tatsächlich interessiert aber es stört auch nicht das sie nicht gegeben wurde

    Liebe Grüße
    Natalie

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  • Bis zum Ende
    Am Ende wird alles aufgeklärt. Der Grund warum die Eltern so klammern ist wirklich heftig. Eine Art damit umzugehen auch wenn sie sich am Ende als Falsch erweist. Komisch fand ich nur das Jonas davon wusste und nie was gesagt hat. Aber eher war mein gedanke: Woher warum wusste er es?


    Am Ende steht ein Ich liebe Dich und das ist der schönste Schlusssatz den ich mir für dieses Buch vorstellen kann.


    Ein Buch das sehr viel Tiefe hat. Ich habe nicht immer alles verstanden was von den Figuren so gemacht wurde aber es wurde klar warum es so war. Es war für mich auf jeden Fall ein Leseerlebnis und das vor allem durch die Leserunde. Hätte ich es für mich alleine gelesen hätte ich manche Dinge bestimmt anders gedacht

    Liebe Grüße
    Natalie

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  • Auch ich habe mich zurückgehalten mit dem Lesen so lange es nur ging :uups: , aber jetzt bin ich doch am Ende angelangt.
    Von den letzten Kapiteln war ich richtig mitgerissen, ganz toll fand ich die innere Wendung, die die Ronia nach dem Krankenhausaufenthalt durchgemacht hat. Auch die Entwicklung den beiden als Paar fand ich wunderschön: Vertrauen, einander fühlen, auch aus der Entfernung, die Verbundenheit zulassen - fand ich schön.


    Kapitel "Am hellichten Tag"
    die Reaktion von Jan auf Ronias Erkrankung hat mich nicht überrascht, aber ich fand die sehr gut. Irgendwie habe ich gehofft und erwartet, dass er so handeln würde, entspricht seinem Naturell. Oder auch seine Anmerkungen darauf, dass er und Ronia, nach Ronias Meinung, nichts von einander wissen,fand ich reif und treffend. Wie er sagte: Ist es denn so wichtig? Dass man viel übereinander weiß?Wir haben uns doch auch ohne das sofort erkannt, oder?"


    Kapitel "Der Glanz des Halbmondes"
    sehr gefreut hab ich mich über das Treffen mit dem Dozenten. Ich fand es schön, dass gerade in so einer Phase in Ronias Leben, wo ihr angesichts der Veränderungen, die die Krankheit mit sich bringt, vieles unsinnig und nicht erstrebenswert erscheint, solchen Menschen, wie ihr Dozent auf ihrem Weg begegnen. Mit wenigen Worten konnte er ihr helfen, den weiteren Weg für ihr eigenes Leben zu sehen.


    Kapitel "Farbige Träume"
    fand ich sehr rührend und intim. Ich weiß auch nicht, dieses Baden in Ronias Wohnung und dann auch noch aus seiner Kindheit und Leben erzählen, war so entwaffnend, so offen, dass mich der Kapitel sehr bewegt hat.
    Sehr schön fand ich auch einen Satz von Jan, in dem er sagt: "Ich will nicht werden wie sie. Nur noch um mich selbst kreisen und die anderen nicht mehr bemerken. Ich möchte dich bemerken. Mit allem. Und wenn es eine ganz große Scheiße ist, die da kommt. Ich will dich bemerken. Du bist bemerkenswert, Ronia. "


    Bis zum Ende:
    es gab so viele Sätze und Gedanken, die mich sehr berührt und angesprochen haben.
    Z.B. die Stelle über die Liebe, Beziehung, den Spruch: "Ohne dich kann ich nicht leben" - an dieser Stelle konnte ich mich sehr mit Jan identifizieren. Denn ich finde diesen Satz furchtbar: "Ich kann ohne dich nicht leben". Eine grauenhafte Vorstellung, da geht es mir ganz genau wie Jan.


    Oder ganz toll fand ich das Zitat:
    "ich bin mein bester Freund, denn ich weiß am besten, was mir gut tut. Ich sag nicht, dass das leicht ist, es ist sauschwer, ich bin durch manche dunkle Tunnel gegangen, da war es stockfinster."


    Und dann erst die Szene mit dem kleinen Mädchen am Strand - göttlich und so rein :)
    im Kapitel "Dem Himmel so nah" :drunken:


    wie man sieht überschlagen sich meine Gedanken, :pale: ich habe mit großem Genuss den Roman zu Ende gelesen, nicht ohne Tränchen, aber auch nicht ohne Freude


    Übrigens, ist es jemanden aufgefallen wie die Kapitel Überschriften sich gegen das Ende des Roman ändern: werden immer heller, leuchtender, farbenfroher :drunken:
    obwohl Ronia eine schwere Erkrankung hat, oder gerade deswegen und wegen der Begegnung mit Jan, ist ihr eine neue Sicht auf die Welt eröffnet worden und das fand ich schön


    ich werde natürlich die Leserunde auch weiter verfolgen, bin sehr gespannt, wie andere Leser die Geschichte weiterhin finden.



    P.S. @ Bettina
    ich hoffe, deinem Kind geht es heute schon besser
    Wünsche auf jeden Fall, dass er sich schnell erholt und es dich nicht auch noch erwischt :)

    2020: Bücher: 77/Seiten: 34 836
    2019: Bücher: 164/Seiten: 66 856
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    "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"

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    Lese gerade:

    Fields, Helen - Die perfekte Strafe

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  • Mondfinsternis


    Manchmal kommt mir Jan so erwachsen vor und reif (als Ronia sie nach ihren Bettqualitäten fragt. Sie gibt sich mit seiner Antwort nicht wirklich zufrieden, erhofft sie doch ein "Lob" von ihm), dann wieder eher jung und egoistisch (als sie beim Film gucken fast in Tränen ausbricht und er sagt, dass er müde wäre und ins Bett müsste).
    Nie ist ihr etwas gut genug, was er sagt...
    Mir als Leser geht es da manchmal genauso. Da möchte ich ihn schütteln, damit er endlich auch mit seinen Gefühlen rausrückt, die Wahrheit sagt.
    Aber Ronia erwartet und fordert vielleicht manchmal viel zu viel (und als Leser erwartet man von Jan endlich eben auch ein Lippenbekenntnis, dass er sich so verhält, wie es ein "Romanheld" eben zu tun hat). Sie will alles, da kann sie sich noch so sehr einreden, dass sie mit einer Affäre zufrieden ist.



    Nachtblind


    Mehr und mehr nimmt sie Jan und das, was zwischen ihnen ist, gefangen. Glücklich ist sie dabei nicht. Beim Lesen spürt man den Trudel, der sie hinabzieht, alles andere vergessen lässt.
    Ich kann das gut nachvollziehen, wie sie alles andere vernächlässigt, weil es nur noch diesen einen Punkt im Leben gibt, der ihr wichtiger als alles andere zu sein scheint.

    :study: C L Wilson - Der Winter erwacht
    :) Gelesen 2013: 105 / 2014: 77 / 2015: 16
    8-[ SUB: Ich geb`s auf...



  • Mondfinsternis und Nachtblind


    Manchmal kommt mir Jan so erwachsen vor und reif (als Ronia sie nach ihren Bettqualitäten fragt. Sie gibt sich mit seiner Antwort nicht wirklich zufrieden, erhofft sie doch ein "Lob" von ihm), dann wieder eher jung und egoistisch (als sie beim Film gucken fast in Tränen ausbricht und er sagt, dass er müde wäre und ins Bett müsste).

    Ich frage mich, wie man sich gleichzeitig so nah sein kann und im nächsten Moment so distanziert. Ich kann Ronias gefühlsmäßige Achterbahnfahrt manchmal gut verstehen. Ronia benimmt sich wie ein Hund, der um die Aufmerksamkeit des Herrchens bettelt und ausrastet, wenn man ihm den Kopf streichelt. Um was geht es Jan? Er schickt Ronia zwar Nachrichten, aber will er sie auch mal öfter sehen? Fragt er einmal nach, wie es ihr wirklich geht? :wuetend:

    Mehr und mehr nimmt sie Jan und das, was zwischen ihnen ist, gefangen. Glücklich ist sie dabei nicht.

    Das tägliche Leben wird für Ronia immer schwerer, unvorstellbarer. Was mich noch wundert, ist, dass das Leben des anderen ein Tabu ist, es wird kaum geredet. Ronia wirkt immer verlorener und verwirrter. :(

  • Bis zum bitteren Ende


    Ich habe das Buch nun auch durch. Ich wollte einfach wissen, wie es ausgeht und musste zuende lesen.


    Das mit Johanna und Jonas war tatsächlich genau so wie ich es mir gedacht habe. Sie wollte Ronia so zum ihm drängen, damit sie ihre Gefühle endlich endgültig begraben kann. Kann ich verstehen. Doch ich finde, sie hätte schon längst mir Ronia darüber reden können. Die ganzen Missverständnisse hätten leicht vermieden werden können. Aber aus unserer Sicht ist das immer leicht zu sagen. Jedenfalls bin ich froh, dass sich Johanna und Ronia noch ausgesprochen haben, aber dass der Weitergang ihrer Freundschaft gleichzeitig auch so offen blieb. Das hatte so nicht etwas gezwungen Happy-End mäßiges. Und dass Jonas und Johanna zusammengefunden haben, fand ich auch schön. Ich glaube, die beiden passen zusammen. Jonas hat sich einfach zu lange was vorgemacht, was Ronia anging. Sie hatte recht mit dem, was sie da gesagt hat. Er hat sich im Grunde belogen, sie hatte die ganze Zeit mit ihrer Einstellung.


    Das mit Ronias Eltern. Ich weiß nicht, das konnte mich irgendwie nicht so recht überzeugen. Die ganze Geschichte von wegen Fehlgeburt und so. Hat für mich jetzt so am Schluss plötzlich irgendwie nicht dazugepasst. Aber natürlich erklärt es das Verhalten der Mutter ideal. Und es ist schon unmöglich, dass Ronia ihren toten Bruder ersetzen solle. Und dass sie ihr das so lange verschwiegen haben! Kein Wunder, dass sie sich immer fehl am Platz gefühlt hat und schließlich bei Jungs nach der Nähe gesucht hat, die sie zuhause nicht gefunden hat - sie war wie ein Puzzleteil, das man an die Stelle gepappt hat, an die es passen soll, obwohl sie im Grunde eine ganz andere Form hatte. Mir gefiel sehr, wie sie gesagt hat, dass sie deshalb wohl auch Ausgrabungen so gerne mag - sie wollte sich immer ans Licht graben, heraus aus dem Dunkel und der Traurigkeit.


    Dann die große Aussprache zwischen Jan und Ronia. Steht mitten in der Nacht vor der Tür und will baden, so einer :lol:. Aber schön, dass er von selbst wieder auf sie zukam. Das mit dem allein im Bett schlafen, kann ich übrigens auch total verstehen, ich mag es ebenfalls gar nicht mit jemanden in einem Bett zu schlafen. Eine Eigenschaft für die ich mir schon so manchen komischen Blick und Kommentar eingefangen habe....


    Zitat

    Wie kann jemand von einem Anderen erwarten, dass er ihn glücklich macht? Allein diese Bürde für den Betroffenen und wenn er dann geht, dann sucht
    man sich den Nächsten, der einen "glücklich macht". Das funktioniert doch nicht. Man muss doch auch sein Leben ohne den jeweiligen leben können.

    Stimmte ich völlig zu. Jan hat Recht mit dem, was er sagt. Andere können einem nicht glücklich machen, das kann man nur selber. Andere können das Glück noch vergrößern oder komplett machen, aber wenn man mit sich selbst nicht glücklich ist, wird da auch ein anderer nie helfen können.


    Ich bin froh, dass man am Ende zumindest noch etwas über Jan erfahren hat. Das mit seiner Mutter z.B. Oder eben auch, was er durchgemacht hat, um so in sich selbst Ruhe zu finden.


    Letztlich finde ich es schön, dass Ronia dann mehr zu sich selbst findet. Und die Szene am Strand, wie sie etwas macht, nur für sich alleine. Und selbst wenn sie jetzt stirbt, ist sie glücklich, weil sie einen Moment nur für sich allein glücklich gewesen ist. Im Vergleich zum Anfang merkt man hier wirklich wie sie sich verändert hat.Sie ruht schon viel mehr in sich, auch wenn sie natürlich noch einen weiten Weg vor sich hat. Daher finde ich es auch gut, dass sie noch nach Frankreich fährt, sie braucht das für sich selbst.


    Ob sie nun MS hat oder nicht wird ja nicht so ganz klar. Man wird als Leser quasi in der gleichen Ungewissheit zurückgelassen wie Ronia im Moment. Aber ihr ist es egal, sie will leben, für sich, und nicht nur an die Krankheit denken. Und durch diese Verbindung ist es für mich auch okay, dass man nichts Genaues mehr erfährt.


    Und das "Ich liebe dich" zum Schluss war natürlich ein toller Abschlusssatz.


    Insgesamt ein Buch, dass man sicher lange nicht vergisst. Wie hasewue werde auch ich davon absehen eine Rezension zu dem Buch zu schreiben, weil ich es einfach nicht kann. Jedes Wort wäre eine Lüge und doch die Wahrheit. Ich kann zu diesem Buch pauschal nichts sagen, weil man es auf so viele Arten lesen und interpretieren kann. Ich wüsste beim besten Willen nichtmeine ganzen Gefühle zu dieser Geschichte in einer Rezi ordentlich auszudrücken. In Sternen würde ich :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:vergeben, weil mich die Geschiche nicht hundertprozentig begeistern konnte und einige Sachen wie das mit der alten Seele oder dieser Metaverbundenheit waren mir stellenweise einfach etwas zu viel.


    Zwei Fragen noch an Bettina: Mir ist auch aufgefallen, dass die Farben der Kapitel zum Schluss hin wieder fröhlicher wurden. Magst du vielleicht noch ein wenig erzählen, was du dir bei den Kapitelüberschriften so gedacht hast oder auch wieso Licht genau so eine tragende Rolle spielt? Und mich würde auch interessieren, ob du eigentlich ein Fan von Jonas warst oder eher nicht? Am Anfang klangst du immer so skeptisch, was ihn betrifft. Letztlich hat er Ronia ja nichts schlimmes angetan, wie einige nach diesem Satz am Anfang befürchtet haben, aber er hat sie eben eingeengt und der sichere Weg mit ihm war eben nicht der richtige für Ronia. Du kannst natürlich auch gerne mit der Beantwortung warten bis mehrere durch sind mit dem Buch. Ich denke die beiden Fragen könnten sich noch den ein oder anderen interessieren.

  • ... ich kriege bei diesem Buch immer wieder Mails von Bloggern/Forenteilnehmern, die mir sagen, dass die das Buch nicht rezensieren können und deshalb keine Rezension schreiben wollen. Sie fühlen sich meistens nicht imstande, das Buch zu rezensieren, weil es in so vielen Facetten nachwirkt oder ihre Gefühle aufwühlt.
    Das finde ich immer ein bisschen schade. Warum schreibt ihr nicht einfach, was euch durch den Kopf und durch das Herz geht? Es muss ja nicht perfekt sein. Ihr könnt eure Eindrücke und Gefühle so aufschreiben, wie sie sich abgespielt haben. Mir geht es nicht um die Anzahl der Sterne, ich möchte euch nur sagen, dass eure Scheu grundlos ist.
    Es gibt tatsächlich Bücher, die es einem schwer machen, sie zu bewerten. Aber auch das ist eine Aussage. So etwas kann man ja in eine Rezension schreiben! :wink:
    Ich als Journalistin würde das tun. :)
    Aber es soll sich natürlich niemand gezwungen fühlen. Das möchte ich auf gar keinen Fall.

  • ... sollen wir es vielleicht so machen, dass ihr mir explizit Fragen stellt, die ihr zu Ende des Buchs noch habt, und ich beantworte sie nach und nach?
    Der dritte Teil ist der inhatlich gewichtigste Teil des Buches und ich kann nur empfehlen, ihn zwei Mal zu lesen - das zweite Mal mit Ruhe und Genuss. Da steckt viel drin.
    Ich würde dann einfach noch ein bisschen warten und die Fragen sammeln.

  • Mondfinsternis


    Es ist toll, das sie auch eine normale Siuation miteinander haben und zum Beispiel zusammen Abendessen und einen Film schauen.
    Ich finde aber das Ronia nicht beleidigt sein sollte, das Jan bei dem Film einschläft. Ich würde es eher so sehen, das er so viel
    Vertrauen zu ihr hat, das er auch in ihrer Nähe schläft. Wenn er sich nicht wohl fühlen würde in ihrer Gegenwart würde das
    nicht passieren.

    Nachtblind


    In diesem Kapitel merkt Ronia, das sie sich ohne Jan total einsam fühlt und das es ihr schon genügen würde, wenn er einfah nur da
    wäre. Das finde ich sehr schön, aber irgendwie auch traurig!


    Reflexion in Schwarz


    Oh mann, afeinmal kann Ronia ihre Beine nicht mehr bewegen. Gott sei dank, war Jonas zur Stelle und hat sie ins Krankenhaus
    gebracht. Auch ihre Eltern waren in dieser Situation da. Das finde ich super. Denn es gibt genug Eltern, die bei einen Streit nicht
    mal ins Krankenhaus fahren.


    Das darf nicht wahr sein, das sie jetzt auch noch multiple Sklerose haben soll. Das kann ihr ganzes Leben verändern. Arme Ronia!


    Hoffentlich stößt sie jetzt keinen vor sich weg, nur damit sie ruhe hat und keinr sie verletzen kann!

    :study: Ein Tag ohne ein Buch, ist ein schlechter Tag! :study:


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  • Ich hab gerade ein Problem, am liebsten würde ich langsamer lesen, einfach weil es mit Erklärungen und hier "nachzulesen" schöner ist, aber diesen Abschnitt kann man gar nicht langsam lesen. Ich musste mich wirklich zwingen da sich wenigstens hier jetzt noch eine Pause mache. Hier geht es wirklich Schlag auf Schlag.


    Mondfinsternis


    Ronia kommt dazu als Jan sich gerade was zu essen macht, sogar bei solchen Kleinigkeiten ist Sie immer wieder von ihm verblüfft. Beim gemeinsamen Film schauen, muss Ronia weinen, was ihm gar nicht weiter interessieren zu scheint. Aber auch danach, als Sie wieder zu Hause ist kommt eine "eigenartige" Sms : Bist auch hübsch, wenn Du weinst, ich bin nur völlig ko" - Irgendwie find ich seine SMS´en jedesmal ein wenig eigenartig :-k


    Reflektionen in Schwarz
    Was für ein Kapitel :cry:
    Ronia geht es mitten in der Nacht sehr schlecht, Gott sei Dank ist Jonas da, der sich um Sie kümmert. Im Krankenhaus werden verschiedene Untersuchungen gemacht und der Verdacht fällt auf MS - auch wenn es nicht sicher ist, ich glaube so eine Nachricht zu erhalten, auch wenn diese nicht 100% sicher ist, reisst einen den Boden unter den Füssen weg. Trotz allem hoffe ich sehr, das sich der Verdacht nicht bestätigen wird und es einfach "nur" ein Erschöpfungszustand war, immerhin hat Ronia die letzte Zeit nicht sehr auf Ihre Gesundheit geachtet!
    Schön das Jonas hier wieder ganz für Sie da war, sogar im Krankenhaus in einem unbequemen Stuhl geschlafen hat.



    Das Blitzen von Stahl

    Kai Schuster finde ich wirklich genial, man merkt sehr wie wichtig es ihm werde das Ronda mit zu dieser Ausgrabung fährt.
    Danach geht Ronia zu Jan um mit ihm "Schluss zu machen". Sie will ihm nichts von der Krankheit sagen (obwohl ich da schon stark daran gezweifelt habe das sich sowas "vertuschen" lässt, in eine Dorf wo jeder von jedem weiss), will das er Sie immer als lebenslustige, schöne Frau in Erinnerung behalten wird. Dieser Teil hat mich sehr berührt, man merkt richtig das Jan gar nicht mehr weiss was geschieht, auch wenn er noch sehr gelassen rüber kommt!
    Wieder zu Hause bereitet Sie ein Essen für Jonas vor, Ihre Schlussfolgerung aus all dem, Sie muss eine Beziehung mit ihm führen. Er war immer für Sie da, alle denken das er der Beste für Sie ist. Und er ist doch verliebt ihn Sie, oder? Jonas verhält sich, wie zuletzt sehr oft, sehr zurückhaltend Ihr gegenüber.


    Am helllichten Tag
    Jan und Ronia treffen aufeinander, ein Treffen was Jan anscheinend rausgefordert hat. Man merkt er kann und will Ihre Entscheidung so nicht akzeptieren und natürlich weiss er auch über die Krankheit Bescheid - von Ihren Eltern. Haben die es ihm wirklich aus Berechnung erzählt oder war es doch ein Versuch Ihre Beziehung zu Ihrer Tochter wieder "gerade zu biegen"?
    Aber auch hier endet die Begegnung nicht so wie man es sich evtl. wünscht. Ronia sagt ihm klipp und klar das Sie diese Beziehung, so wie diese im Moment ist nicht mehr weiterführen kann / möchte.


    Der Glanz des Halbmondes
    Endlich kommt es zur Aussprache zwischen den beiden Freundinnen, dass hat mich wirklich sehr, sehr gefreut!
    Beide legen endlich Ihre Gefühle offen dar und räumen Geheimnisse aus dem Weg. Nicht nur das Johanna schon ewig in Jonas verliebt ist (wundert mich das so ein 3er Gespann dann wirklich so lange, über Jahre, gut gegangen ist!) Aber auch Ronia ist endlich offen und ehrlich was Jan betrifft. Und man merkt auch hier wieder, hätte Sie einfach die Wahrheit gesagt zu Ihrer besten Freundin, wäre die letzte Zeit auch leichter gewesen, denn wie es scheint ist Josy gar nicht so abgeneigt das Ronia eine Beziehung zu Jan eingehen würde.
    Und auch hier wieder, Kai Schuster, der "Schlagabtausch" zwischen den beiden gefällt mir jedes mal sehr, sehr gut. Und er ist einfach ein sehr offener und netter Mensch! Wird Ronia wirklich jetzt Monate wegfahren?


    Farbige Träume
    Mitten in der Nacht taucht Jan in der WG auf, er sieht schlecht aus, sehr schlecht. Eine Mischung aus Drogen und Alkohol. Aber eine Szene die wirklich das Herz berührt! Endlich sind auch die beiden offen und ehrlich zueinander. Und er hat so Recht, wenn er sagt, auch Ronia war für ihn immer sehr verschlossen. Dieses Kapitel fand ich wunderschön, es geht sehr ans Herz und ich finde hier erfährt man einfach das hinter Jan wirklich ein Mensch mit Gefühlen steht, ganz nach dem Sprichwort - harte Schale weicher Kern!


    Wie gesagt, ich möchte mir die letzten Seiten am liebsten noch eine Zeit aufbewahren, aber ich weiss ehrlich nicht ob es das schaffen werde. :lechz:

    Es geht uns mit Büchern wie mit den Menschen. Wir machen zwar viele Bekanntschaften, aber nur wenige erwählen wir zu unseren Freunden.