Teil 2: "Feuerwerk im Bauch" bis "Leuchtkörper" (Seiten 121-245)

  • Hallo ihr Lieben - ich versuche mal ein bisschen aufzuholen ... ihr habt ja fleißig geschrieben.
    Erstes Thema: Ronias Verliebtheit.
    Ronia hat sich ja zu Beginn des Kennenlernens mit Jan geschworen, dieses Mal alles anders zu machen. Keine Versprechungen, keine Liebesschwüre, keine großen Hoffnungen - sprich: eine Begegnung ohne Verbindlichkeit. Und eines hat sie tatsächlich bei ihm bekommen: absolute Unverbindlichkeit. Sie weiß nie, wann und ob sie Jan wiedersieht, entwickelt aber immer tiefere Gefühle für ihn. Gleichzeitig spürt sie, dass er ein großes Freiheitsbedürfnis hat, sein eigenes Leben sehr unabhängig lebt und "irgendwie anders" ist. Sie will ihm diese Freiheit auf keinen Fall nehmen oder auch nur ansatzweise klamern. Und: Sie reden kaum miteinander. Sie kann also auch in Worten keine Verbindlichkeit finden. So schön Jans Nachrichten auch sind, sie ersetzen kein echtes Gespräch.
    Dass man da mal die Nerven verlieren kann, finde ich nachvollziehbar. Eine solche Unverbindlichkeit in einer so gefühlvollen, intimen Begegnung kann Angst machen. Wäre es nur eine sexuelle Affäre für den Spaß, könnte man es vielleicht noch besser händeln. Aber Ronia erkennt in dieser Verbindung ja etwas (auch in sich selbst, was sie aber noch nicht fassen kann), das alles andere in den Schatten stellt und natürlich kann der Gedanke, das alles von jetzt auf nachher " zu verlieren" einen panisch werden lassen.
    Sie wartet verzweifelt auf jenen Moment, in dem "alles klar" ist und sie endlich so viel Kopvertrauen hat (Beweise ...?), um diese Verbindung einfach nur genießen zu können. Denn sie spürt auch: Sie will mit Jan gar nicht eine solche klassische Beziehung führen wie sie es zuvor versucht hat - selbst wenn er es wollte. Irgendwie ist das unvorstellbar.
    Sie gerät also an ihre Grenzen - mental, physisch und emotioal. Ihre Gedanken bekommen etwas Zanghaftes, drehen sich permanent im Kreis, und sie muss ja auch furchtbar viel denken und planen, um diese Affäre weiterhin geheim zu halten und in ihrem Leben unterzubringen. Ihr Körper beginnt langsam zu schwächeln, als würde er sich gegen diese Unverbindlichkeit und Ronias Dauergrübeleien wehren. Und ihre Nerven - der emotionale Aspekt - sind hauchdünn geworden. Wenn man so möchte, ist sie "kurz vorm Durchdrehen". Außerdem verliert sie den Kontakt zum Hier und Jetzt. Ihr Leben beginnt sich auf die Begegnungen mit Jan zu beschränken. In den Tagen dazwischen träumt sie von Vergangenem oder denkt verängstigt in die Zukunft. Sie kann die Schönheit des normalen Lebens nicht mehr erkennen.
    Mit luftiger, leichter Verliebtheit hat das nichts mehr zu tun - es tendiert, ohne dass Ronia das will (sie wollte ja genau das Gegenteil ...) in eine emotionale Abhängigkeit. Wie die Begegnungen mit Jan verlaufen und ob sie stattfinden, bestimmt ihr persönliches Glück. Und das ist natürlich fatal. Denn somit ist ihr Glück vom Außen abhängig.
    Gleichzeitig spürt sie aber in dieser Lebensphase, dass Jan auch ganz viel mit ihrem "Innen" zu tun hat. Und dass sie sich dieser Begegnung und diesem Schmerz stellen muss. Es scheint wichtig zu sein! Wichtig nicht nur für die Beziehung mit Jan, sondern wichtig für sich selbst ...
    Ich glaube, die Szene mit dem Fußball und dem Handy zeigt deutlich, wie es um Ronia bestellt ist und wie befremdlich sie auf ihre Mitmenschen wirkt. Jonas erkennt schon, dass ihr Schmerz echt ist. Aber irgendetwas in ihm scheint ihm auch zu sagen, dass er dieses Mal nicht darauf eingehen DARF - vielleicht, weil das für Ronia nicht gut wäre? (Manchmal kriegen wir ja so Impulse, die wir uns selbst nicht erklären können ...)
    Ronia muss offenbar durch ihr Leid gehen, muss diese emotionale Abhängigkeit spüren und den Schmerz, der damit verbunden ist. All das, was sie nun plagt, wenn sie Jan nicht sieht, sind diese "Kopf-Emotionen", von denen ich gesprochen habe. Sie entstehen durch Gedanken, vor allem durch Zweifel, tun aber schrecklich weh.
    Ich habe gerade gestern einen Spruch gelesen, der mir sehr gefallen hat - er stammt aus Asien und lautet: "Zweifel sind das Wartezimmer zur Erleuchtung."
    Manchmal müssen wir auf existenzielle Weise mit unseren größten Ängsten, Zweifeln, unserer ganzen Seelenpein konfrontiert werden, damit das Herz aufbrechen und das Licht und die Liebe hinein- und hinausfließen lassen kann. Ein Rabbi soll einmal seinen Schülern geraten haben, die Talmudrollen nachts auf das Herz zu legen. irgendwann fragte einer der Schüler, warum sie das denn tun sollen. Der Rabbi sagte: Damit euer Herz seine Weisheiten aufnehmen kann, wenn es bricht.
    Es ist also nicht ganz einfach: Aus Ronias Verliebtheit wird emotionale Abhängigkeit (sie verhält sich phasenweise wie eine Süchtige). Das sollte natürlich niemals passieren. Andererseits: wie will man so etwas erkennen und lernen, wenn es einem niemals auf diese Weise widerfährt? Und möglicherweise gibt es für Ronia ja noch viel mehr zu lernen und zu erkennen ... :wink:
    Es war für mich übrigens sehr aufreibend, diese Kapitel zu schreiben. Ich musste oft tief durchatmen und hab streckenweise gezittert beim Schreiben. Ich bin ja dann ganz nah bei Ronia bzw. in ihr drin und weiß genau, wie sie fühlt und gleichzeitig, was da verkehrt lauft. Ich brauchte eine Menge emotionale Kraft, um sie so "leiden" zu lassen.
    Eine Weile gleichen es die schönen Momente mit Jan ja noch einigermaßen aus, aber dann beginnt es zu kippen ... am liebsten hätte ich sie da rausgerisssen, sie in den Arm genommen und ihr erklärt, was schiefläuft. Aber Menschen müssen solche Erfahrungen manchmal machen. :-s

  • ... der Schmerz von zu viel Zärtlichkeit: Ich erwähne hier ja einen Song von Blank und Jones, der auf einem Text von dem arabischen (!) Dichter Khalil Gibran basiert. Ich kopiere euch hier mal die Lyrics rein - hören könnt ihr den Song hier. Ich finde, er passt wunderbar zu der Lebenssituation von Ronia und der wunderbaren Verbindung von ihr und Jan:


    Long were the days I've spent within these walls
    And long were nights of aloneness
    How often have you sailed in my dreams
    And now in my awakening?
    Here I am - ready to go
    Into the seasonless world where we shall reap and love


    In the stillness of the night I have walked in your streets
    And my spirit has entered your heart
    And in your sleep your dreams were my dreams
    And your breath was upon my face


    Oh to know the pain of too much tenderness
    You are not trapped or tamed
    Without a care and without grief
    You shall be free..


    Give up the fight and learn to surrender
    All you've gotta do is...
    Give up the fight and learn to surrender
    You know there's nothing to it


    Let this be the start of something
    The start of something true


    Dont wanna keep this heart imprisoned
    Let me fly away with you..
    You dont always need a reason for all the things you do
    When you've got something to believe in You know there's no turning back


    Give up the fight and learn to surrender
    All you've gotta do is..
    Give up the fight and learn to surrender
    You know there's nothing to it
    Theres nothing to it..


    Let there be no scales
    To weigh your unknown treasure
    It is when you give of yourself
    That you truly give


    Oh to know the pain of too much tenderness
    You would touch with your fingers
    The naked body of your dreams


    Give up the fight and learn to surrender
    All you've gotta do is..
    Give up the fight and learn to surrender
    All you've gotta do ïs..
    ----------------------------------------­--------------
    BY Kahlil Gibran

  • "Vieles von eurem Schmerz ist selbstgewählt.
    Er ist der bittere Trank, mit dem der Arzt in euch das kranke Ich heilt.
    Daher traut dem Arzt und trinkt seine Arznei schweigend und still:
    Denn seine Hand, obwohl schwer und hart, wird von der zarten Hand des Unsichtbaren gelenkt,
    Und der Becher, den er bringt, ist, obwohl er eure Lippen verbrennt, geformt aus dem Ton,
    den der Töpfer mit seinen heiligen Tränen benetzt hat."
    (Khalil Gibran, "Der Prophet")


    P.S. Von diesem Büchlein - das Jan garantiert gelesen hat - gibt es viele Ausgaben und auch unterschiedliche Übersetzungen. Ich hab mir eine Schmuckausgabe gegönnt, die im Patmos-Verlag erschienen ist. Es ist ein Buch, das man mit dem Herzen lesen kann und sollte, und in das man immer wieder reinschauen kann, da es verschiedene Themen des Lebens auf wenigen Seiten anspricht. Je nach Lebenslage und aktuellem Thema meines Lebens finde ich dort stets Inspiration. Am schönsten finde ich was, was er über Liebe und die Ehe geschrieben hat ... :love:

  • ... zwei Lesern ist das ja, glaube ich, aufgefallen, dass Jan sich während des Höhepunkts körperlich entfernt (vornehme Beschreibung des coitus interruptus). Ja, das ist in der Tat - äh - ungewöhnlich. Und er tut das auch nicht nur ein Mal.
    Aber ich will jetzt noch nicht zu viel verraten ... :wink:

  • Soo... ich habe jetzt auch bis Abschnittende gelesen. Ich finde es super, wie die Geschichte an Fahrt aufnimmt und ich bin mittlerweile absolut im Geschehen drin, nachdem ich anfangs etwas Schwierigkeiten hatte, mich mit den sehr unterschiedlichen, aber alle auf ihre Weise, starken Charakteren zurecht zu finden.


    Leider kann ich im Folgenden nur auf meine eigenen Eindrücke eingehen. Meine Zitier-Funktion funktioniert immernoch nicht und ohne sie einzelne Aspekte von euch rauszusuchen, wäre mir jetzt etwas zu viel Arbeit, weil ich etwas am kränkeln bin und mich auf ein Projekt für morgen vorbereiten muss :(


    Zornesblitz

    Ronia muss nach den doch sehr harten Worten ihres Vaters erstmal Dampf ablassen und drescht daher auf einen Boxsack ein. Ihr wird momentan einfach alles zu viel... wen wunderts! Ihre Eltern scheinen sie überhaupt nicht zu verstehen (bzw. verstehen zu wollen), Johanna hat ihr immernoch nicht verziehen, dass sie ihren Geburtstag vergessen hat, das Forschungssemester in Frankreich steht auf der Kippe und dann noch die Sache mit Jan. Jan hat sie seit der intimen Begegnung auf der Waldlichtung nicht mehr gesehen. Jedoch ist Ronia auch ziemlich abrupt von dannen gezogen.
    Ronia wartet jedenfalls sehnsüchtig auf eine Nachricht von Jan. Und jetzt kommt der interessanteste Teil dieses Kapitels, denn auf einmal wird ziemlich deutlich, wie selbstverständlich es für Ronia ist, dass Jonas sie tröstet, für sie da ist und sie in seine Arme nimmt. Doch Jonas weist sie zurück. Damit hätte ich nicht gerechnet. Jedoch ist er in diesem Moment trotzdem für sie da und geht sensibel auf das ein, was sie sagt. Er ist also rein körperlich abweisend. Hat Jonas womöglich gemerkt, dass aus den beiden nichts wird? Schließlich sagt er, er habe eine Verabredung zum Abendessen. Vielleicht ist er ja dabei, sich neu zu verlieben? Jedenfalls wird deutlich, dass Ronia das ganz und gar nicht kalt lässt.


    Leuchtkörper


    Ronia schafft es, sich aus dem Loch zu befreien, in das sie gefallen ist und schöpft neuen Mut. Sie sieht ein, dass sie ihre Selbstzweifel vergraben und wieder erhobenen Hauptes auf Jan zugehen muss. Sie trifft alle nötigen Vorbereitungen und macht sich auf den Weg zu Jans Wohnung.
    Das was dort dann letztendlich passiert, lässt sich kaum adäquat in Worte fassen. Sie sehen, spüren, küssen, streicheln, lieben, vereinen sich. Ronia kann sich endlich vollkommen fallen lassen und ist eins mit sich selbst, aber auch mit Jan. Es ist perfekt. (Bis auf den Wadenkrampf :loool: )
    Und bis auf das Ende. Schade, dass es doch so abrupt endet. Jan muss den nächsten Tag zur Schule, kann man auch nachvollziehen. Aber ich finde für das, was zuvor zwischen ihnen passiert ist, war der Abschied irgendwie lieblos. Er steht in der Küche und mampft Salamibrot, während sie sich an ihn schmiegt und "Tschüss" sagt.
    Klar, die SMS, die danach kommt, ist süß. Aber trotzdem...

    :clown: Liebe Grüße von Innamorata (Anni).


    :study: Du bist nie allein - Nicholas Sparks


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  • ... ich finde auch, dass dieser Abschied nach einem so intimen Moment zu kühl und unverbindlich ausfällt. Jans Verhalten zeigt zwar wieder, dass er sich gut um sich kümmern kann (und wenn es eine Salamistulle in der Nacht ist - er weiß um seine Bedürfnisse), aber wenn man bedenkt, was zuvor passiert ist, wäre ein wenig gemeinsames Nachglühen wahrscheinlich die harmonischere Variante.
    Allerdings ist das auch schwierig bei einer so unverbindlichen Geschichte, in der nie ein echtes Gespräch stattgefunden hat (zwar Ansätze davon, aber einer der beiden ist immer ausgestiegen, meistens Ronia) - und noch schwört Ronia ja Stein und Bein darauf, dass es unverbindlich bleiben soll. Aber hält sie das durch?

  • ) - und noch schwört Ronia ja Stein und Bein darauf, dass es unverbindlich bleiben soll. Aber hält sie das durch?


    Ich finde, auch wenn Sie wirklich bis jetzt sehr tapfer Ihre eigenen, neuen Prinzipien durchgehalten hat, merkt man Ihr schon sehr an, dass Sie am liebsten mehr wollen würde.
    Er bleibt meistens noch sehr undurchsichtig. Obwohl man ja auch, eigentlich, bei Ihm merkt das Sie ihm sehr wichtig ist!

    Es geht uns mit Büchern wie mit den Menschen. Wir machen zwar viele Bekanntschaften, aber nur wenige erwählen wir zu unseren Freunden.

  • ... ich finde auch, dass dieser Abschied nach einem so intimen Moment zu kühl und unverbindlich ausfällt. Jans Verhalten zeigt zwar wieder, dass er sich gut um sich kümmern kann (und wenn es eine Salamistulle in der Nacht ist - er weiß um seine Bedürfnisse), aber wenn man bedenkt, was zuvor passiert ist, wäre ein wenig gemeinsames Nachglühen wahrscheinlich die harmonischere Variante.
    Allerdings ist das auch schwierig bei einer so unverbindlichen Geschichte, in der nie ein echtes Gespräch stattgefunden hat (zwar Ansätze davon, aber einer der beiden ist immer ausgestiegen, meistens Ronia) - und noch schwört Ronia ja Stein und Bein darauf, dass es unverbindlich bleiben soll. Aber hält sie das durch?

    Meinem Empfinden nach versucht sich Ronia nur selbst davon zu überzeugen, dass es sich um eine "Affäre" handelt, also um eine rein unverbindliche Beziehung. Ich glaube, sie hat Angst davor, sich ihre Gefühle für Jan einzugestehen. Angst, dass Jan sie verletzt. Schließlich lässt Jan nicht wirklich durchblicken, was seine Absichten sind. Sie versucht, sich selbst zu schützen und verdrängt so ein bisschen den Gedanken, wie es wäre, wenn tatsächlich eine Beziehung draus wird. Als sie miteinander schlafen, wird es für uns natürlich eindeutig, dass sie bereits ihr Herz an ihn verloren hat. (Ist zumindest mein Eindruck)

    :clown: Liebe Grüße von Innamorata (Anni).


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  • Noch kurz der Vollständigkeit halber meine Eindrücke zu den letzten Kapiteln dieses Abschnitts:

    Sonnensturm

    Wie schon mehrfach erwähnt wurde, empfinde auch ich Jonas hier nicht mehr als Freund und Beschützer, sondern als nervig und anstrengend.
    Dass Ronia nun über Sex mit Jan nachdenkt, wo sie weiß, dass er doch kein Callboy ist, ist klar. ich frage mich, ob sie im anderen Fall ihre No-Sex-Haltung durchgehalten hätte :wink:
    Die Szene im Wald, als sie sich in seinen Armen berührt und später ihn - sehr schön! So viel Intimität und das, ohne dass es zum Äußersten kommt. Und wieder ein sehr gelungener Abgang von Ronia!

    Kristalle aus Eis

    Schrecklich, der Streit mit den Eltern. Die Reaktion des Vaters scheint mir sehr übertrieben. Ich bin auch in einer Kleinstadt aufgewachsen, wo viel getratscht wurde. Unglaublich nervig, wenn man jung ist und halt auch mal über die Stränge schlägt. Aber für einen Pfarrer, der Nächstenliebe predigt, ist so eine Verurteilung eines Menschen, den er gar nicht kennt, und die Erpressung der eigenen Tochter wirklich besonders unwürdig.

    Zornesblitz

    Ronia verhält sich mal wieder ziemlich kindisch. Aber mal ehrlich, wer hatte noch nie als Erwachsener einen Wutanfall und hätte am liebsten Sachen gegen die Wand geworfen? Ob man es dann tut oder nicht, es ändert nicht wirklich etwas, aber manchmal muss man seine Wut einfach irgendwie rauslassen. Ein Boxsack ist da nicht die schlechteste Variante.
    Jonas scheint sich von Ronia zu entfernen, nicht mehr ganz so wild darauf zu sein, ihr zu helfen und für sie da zu sein. Da baut sich eine leichte Distanz auf. Das wollte sie ja eigentlich immer, aber wird es ihr auch noch gefallen, wenn er nicht mehr jederzeit zur Verfügung steht, wenn sie ihn braucht?

    Leuchtkörper

    Nun ist es endlich soweit, Ronia erlebt, wie Sex sich auch anfühlen kann. Ein wunderbares Erlebnis. Aber trotz allem endet es irgendwie merkwürdig. Jan lässt sich trotz Kondom nicht in ihr gehen und sie bleibt nicht bei ihm (nagut, muss man beim ersten Mal ja auch nicht zwingend, aber schön ist es doch irgendwie). Und Ronia fehlt der verbale Austausch. Ich glaube, das ist eine Frauenkrankheit. Immer reden wollen. Jan ist zugegeben ein besonders zurückhaltender Mann, aber dennoch nicht gänzlich untypisch, finde ich. :wink:

  • Ich kam leider die ganze Woche nicht zum lesen. :(
    Die Schule hat mich so in Beschlag genommen, dass ich diesen gesamten Abschnitt noch nachzuholen habe.
    Seit gestern habe ich Ferien, das heißt, das Nachholen wird nicht allzu lange dauern.

    :study: Im Herzen de Rache von Elizabeth Miles
    :study:LR: Vor uns die Nacht von Bettina Belitz


    :arrow: gelesene Bücher 2014: 31
    :arrow: SuB: 27 (Start 2014: 33)


    Von seinen Eltern lernt man lieben, lachen, und laufen. Doch erst wenn man mit Büchern in Berührung kommt, entdeckt man, dass man Flügel hat. (Helen Hayes)

  • Zu diesem Abschnitt habe ich nur noch ein paar Anmerkungen. Das Meiste wurde von euch schon angesprochen.


    "Sonnensturm"


    Jan bezeichnet Ronia als Hexe. :shock: Schade, dass das Thema dann so schnell wieder fallengelassen wird. Mich hätte ja schon interessiert, wie er das meint.


    "Zornesblitz"


    Ich glaube, Jonas' Verhalten holt Ronia mal gepflegt auf den Boden der Tatsachen zurück. Der alte Trick "Ronia pfeift, Jonas springt" funktioniert auf einmal nicht mehr und ich denke, der Dämpfer tut Ronia richtig gut.

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond

  • Das Max ausgerechnet ein Freund von Lukas ist, dafür kann Johanna nichts und ich finde Ronia behandelt ihre beste Freundin sehr unfair. Eigentlich hätte sie hier mal die Karten auf den Tisch legen können. Ja gut, vielleicht ist ihr das was Lukas gesagt hat peinlich, aber wenn man seiner besten Freundin schon ehrlich sagen möchte, was los ist, sollte man soetwas nicht zurück halten. Ich denke dann hätte Johanna ganz anders reagiert!

    Ich habe jetzt zwar nur dieses eine Zitat rausgepickt, aber ich kann mich meinen Vorrednerinnen nur anschließen: Ronias Verhalten ist sehr, sehr egoistisch gewesen und ich konnte es kein Stückchen nachvollziehen. Und dann auch noch zu verlangen, dass Johanna sich entscheidet. Hallo gehts noch? Manchmal frage ich mich echt, was in Ronia Kopf vorgeht. Wieder einmal eine Szene, in der ich Ronias Verhalten überhaupt nicht nachvollziehen kann #-o

    ... mal abgesehen davon, dass Ronia natürlich auf andere Art hätte mit der Situation umgehen sollen und können - was wäre denn gewesen, wenn sie Johanna die Wahrheit gesagt hätte? Dann wüsste Johanna, dass Ronias Ex über sie gegenüber Max gelästert hat. Über ihre Bettqualitäten. Gut. Und weiter? Hätte das für Johanna etwas geändert? Eigentlich nicht. Hier weiß ich wirklich nicht, ob maximale Offenheit unbedingt sooo gut gewesen wäre.

    Nun, ich denke es hätte zumindest so weit was gebracht, dass Johanna hätte nachvollziehen können, warum Ronia derart reagiert und fordert. Zwar hätte Johanna sich weiterhin mit Max getroffen, dennoch denke ich, dass es dem Verhältnis von Ronia und Johanna zugute gekommen wäre.

    :bewertung1von5: 2015: 37 | SuB: 151
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    "Du kannst alles schaffen, wovon du träumst. Es sei denn, es ist zu schwierig." :loool:

  • Die Szene im Tierheim hat mein Herz für Jan nun auch geöffnet...

    Mir hat die Szene im Tierheim auch richtig gut gefallen. Faszinierend was Jan bei den Tieren bewirkt, aber sie wissen ganz genau, dass Jan es mit ihnen nur gut meint. Ich fand es auch gut, dass die Beinahe-Vergewaltigung mehr aufgeklärt worden ist. Ich hatte mich schon gefragt, wie Jan das hinbekommen hat. Aber da hatte Ronja wohl Glück mit ihren Rettern :wink:.
    Was mich dabei noch interessieren würde @ Bettina:
    Es wurde ja berichtet, dass Hunde entlaufen sind, wurden sie eingefangen oder konnte Jan sie rechtzeitig zurückschmuggeln? Ich glaube entlaufene Pitbulls sind was anderes als entlaufene Yorkshire Terrier :lol:.



    Ansonsten kam mir gerade noch der Gedanke, daß Johanna vielleicht Ronia gegenüber Gefühle hegt. :-k

    Auf diesen Gedanken wäre ich nie gekommen, finde ihn aber interessant und werde ihn beim weiteren Lesen im Hinterkopf behalten. Aber eigentlich kann ich mir das nicht so recht vorstellen, weil:

    Sie schwärmt von Max, aber dann der Spruch mit dem schönsten Mann der Stadt. Das klingt vorwurfsvoll und neidisch zugleich.

    Mir kam sie nämlich auch total neidisch vor. Ich würde von daher auch eher dazu tendieren, dass sie auf Jonas steht 8-[.




    Dann die Szene zwischen Jan und Ronia. Mal wieder Fragezeichen in meinen Augen und Zwiespalt im Herzen. Einerseits ist da natürlich unverkennbar Knistern zwischen ihnen, der Kuss auf der Brücke war schon schön, da passt das Feuerwerk im Bauch natürlich. Aber andererseits kam er mir auch ein wenig seltsam vor.

    Ja, es hat zwischen den beiden geknistert, aber irgendwie ist das knistern nicht bei mir angekommen :-?. Die Szene konnte mich irgendwie leider nicht gefangen nehmen, aber ich kanns nicht benennen ?(.



    Tja, und dann noch die Szene, in der Ronia ihren Vorsatz tatsächlich in die Tat umsetzt. Sie bestimmt die Situation zwischen ihr und Jan.

    Das hat mir widerrum richtig gut gefallen. Weiter so, Ronia! Tue das was dich glücklich macht. Gerade bei der Anziehung, die die beiden ausüben, war das bestimmt nicht so einfach. Dafür freut es mich um so mehr, dass sie so stark war.




    Der Einbruch ins Tierheim ist interessant. Ronia folgt Jan einfach ohne großen Widerspruch, obwohl ein kleines inneres Stimmchen sie noch vor einem Einbruch warnt, aber es passiert zum Glück nichts weiter.

    Also eigentlich gibt es diese innere Stimme ja nicht umsonst und es war schon sehr unvorsichtig von ihr. Gerade wenn der gegenüber weiß, wie anziehend er wirkt. Er hätte sie auch im Fluss versenken oder in einen Zwinger sperren können. Sowas habe ich jetzt nicht erwartet, weil es nicht gepasst hätte, aber normalerweise hätte sie da vorsichtiger sein sollen. Vor allem, wenn die Person Polizei bekannt ist. Und ja, er hatte ihr zwar vorher ihren Freiraum gelassen, aber auch sowas kann alles Taktik sein :geek:

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    "Du kannst alles schaffen, wovon du träumst. Es sei denn, es ist zu schwierig." :loool: