Teil 2: "Feuerwerk im Bauch" bis "Leuchtkörper" (Seiten 121-245)

  • Die nächsten zwei Kapitel waren für mich die bisher besten im Buch!


    Feuerwerk im Bauch S. 121
    Johanna und Ronia sind am Brunnenfest am Riesenrad verabredet. Dort will Johanna ihr ihren neuen Freund vorstellen.
    Das Max ausgerechnet ein Freund von Lukas ist, dafür kann Johanna nichts und ich finde Ronia behandelt ihre beste Freundin sehr unfair. Eigentlich hätte sie hier mal die Karten auf den Tisch legen können. Ja gut, vielleicht ist ihr das was Lukas gesagt hat peinlich, aber wenn man seiner besten Freundin schon ehrlich sagen möchte, was los ist, sollte man soetwas nicht zurück halten. Ich denke dann hätte Johanna ganz anders reagiert!
    Dann taucht natürlich Jan auf. Und gemeinsam verlassen sie das fest. Es ist erstaunlich wie blind Ronia ihm vertraut, während sie Johanna weiterhin hat im dunkeln tappen lassen.
    Die Geschichte mit dem Tierheim fand ich so unglaublich süß. Schlecht fürs Image? Hier möchte einer nur runter spielen, dass er doch ein weiches Herz hat!
    Die Szene am Brückengeländer war so... naja nicht romantisch aber gefühlvoll beschrieben. Ich denke die haben sich beide Gegenseitig gut am Haken!


    Silbersteif S. 143
    Ronia hat Karfreitag vergessen. Wahnsinn wie schnell die Zeit in diesem Buch voranschreitet, ohne das man es merkt!
    Ich muss gestehen, dass ich ihren Austausch mit Jan echt toll fand und mich fast kaputt gelacht hätte, als man ihr eröffnet darüber Bescheid zu wissen, das sie schwanger sein. Also... wirklich? Natürlich kapselt Ronia sich ab, aber es macht sich auch keiner die Mühe sich wirklich mit ihr auseinander zusetzen, oder? Denn ihre Elter bringen ja kein Verständnis für sie und ihre Arbeit auf. (Ging mir ähnlich als ich noch das gleiche Fach studiert habe, daher kann ich Ronias sehr abweisendes Verhalten ihren Eltern gegenüber voll nachvollziehen!)

  • Feuerwerk im Bauch


    Ronia scheint irgendwie so in ihrer eigenen Welt "gefangen" zu sein, dass sie sogar das so beliebte Brunnenfest vergisst.
    Schön fand ich es aber, dass sie sich doch noch noch einen Ruck gibt und mit ihren Freundinnen auf das Fest geht - auch wenn sie hofft, Jan dort zu begegnen. Aber hey, das wäre wohl jedem so gegangen! Jeder hätte diesen Hintergedanken gehabt.


    Und dann das Gespräch zwischen Ronia und Johanna.
    Irgendwie kann ich nicht so ganz nachvollziehen, dass Ronia nicht einfach mit der Wahrheit herausrückt. Hätte sie gesagt, was auf der Party passiert ist, hätte Johanna ihr sicherlich zugehört. Aber so macht sie einfach die Schotten dicht - irgendwie verständlich. Ronia sagt nur, dass sie Max vergessen soll, sich sogar zwischen Max und ihr entscheiden soll. Kein Wunder, dass Johanna so reagiert.


    Aber dann als Ronia Jan erblickt, verhält sich Ronia nicht anders als Johanna einen Moment zuvor, und Johanna warnt Ronia auf die gleiche Weise.
    Und Ronia lässt Johanna einfach so stehen - wie ein Hund, dem man ein Käsestücklein vor die Nase hält und deshalb plötzlich die Richtung ändert.


    Wobei Ronia, was Max angeht, vielleicht auch unrecht haben könnte.
    Die Jungs waren angetrunken/ betrunken, in so einer geselligen Runde ist es einfacher, nur zuzuhören, selber einen blöden Spruch zu klopfen, anstatt zu Lukas zu sagen, er solle die Klappe halten, weil man sowas nicht sagt, und am Ende als Weichling und Warmduscher dazustehen.
    Das soll Lukas` und Max` Verhaltensweise natürlich nicht rechtfertigen und ich verstehe Ronias Wut und Angst, aber einmal wieder hat sie es nicht geschickt angestellt, mit Johanna zu reden.


    Irgendwie fehlt ihr oft die Klarheit, wenn sie mit ihren Freunden zusammen ist. Bei Jan hat sie diese.
    Vielleicht weil Jan sie nie in eine Richtung drängt (wie von den anderen). An dem Abend sagt er nur: "Kommste mit." Oder etwas Ähnliches. Auch bei ihrem Kuss überlässt er alles ihr, sie kann sich immer frei entscheiden. Sie kann jederzeit anfangen, aufhören, weitermachen. Sie kann irgendwie sie selbst sein - und alles ist gut, fühlt sich gut an.


    Die Szene im Tierheim hat mein Herz für Jan nun auch geöffnet...

    :study: C L Wilson - Der Winter erwacht
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    8-[ SUB: Ich geb`s auf...



  • Ich zitiere mich mal selbst, ich kann es im anderen Thread nicht mehr bearbeiten, deshalb hier noch mal


    Feuerwerk im Bauch
    hui ein "heftiges" Kapitel.
    Wie Ronia auf Johanna "losgeht", weil diese sich in einen Freund von Lukas verliebt hat, fand ich schon sehr heftig. Ok er war damals anscheinend auch an dem Gespräch beteiligt ... ABER ... dieses miese Spiel hat Ihr Ex getrieben, Männer/Jungs prahlen gern. Ich finde es einfach wenig sehr krass das Sie Johanna da so angeht und mir tat Sie wirklich leid. Immer versucht Sie den Kontakt wieder zu Ronia herzustellen, die sich immer mehr zurückzieht, keine Verabredungen mehr einhält usw. Und dann schleudert Ihr Ronia auch noch den Satz hin : Du darfst keine Beziehung mit Ihm haben.


    Danach die Begegnung mit River ... WOW. Zum einen find ich es toll das er sich so um die Hunde kümmert :love: Obwohl das auch sehr oft ist, harte Schale, weicher Kern, gerade in Bezug auf Tieren. Ich fand es toll wie er sich den Hunden gegenüber verhalten hat.
    Und auch der anschliessende Kuss, ich muss sagen, dies Szene hat mir bis jetzt mit Abstand am Besten gefallen. Genauso wie Ronia sich umdreht und geht, richtig stark kommt Sie in der Situation rüber :thumleft:

    Es geht uns mit Büchern wie mit den Menschen. Wir machen zwar viele Bekanntschaften, aber nur wenige erwählen wir zu unseren Freunden.

  • Feuerwerk im Bauch S. 121
    Johanna und Ronia sind am Brunnenfest am Riesenrad verabredet. Dort will Johanna ihr ihren neuen Freund vorstellen.
    Das Max ausgerechnet ein Freund von Lukas ist, dafür kann Johanna nichts und ich finde Ronia behandelt ihre beste Freundin sehr unfair. Eigentlich hätte sie hier mal die Karten auf den Tisch legen können. Ja gut, vielleicht ist ihr das was Lukas gesagt hat peinlich, aber wenn man seiner besten Freundin schon ehrlich sagen möchte, was los ist, sollte man soetwas nicht zurück halten. Ich denke dann hätte Johanna ganz anders reagiert!

    Ich finde auch, dass sie Johanna hier die ganze Wahrheit hätte sagen sollen. Aber Mitleid habe ich mit ihrer Freundin nicht, da sie kein bisschen besser war. Sie hat Jan auch verurteilt ohne ihn zu kennen und zieht dann die selbe Show ab, für die sie Ronia zuvor verurteilt hat.

    Wobei Ronia, was Max angeht, vielleicht auch unrecht haben könnte.
    Die Jungs waren angetrunken/ betrunken, in so einer geselligen Runde ist es einfacher, nur zuzuhören, selber einen blöden Spruch zu klopfen, anstatt zu Lukas zu sagen, er solle die Klappe halten, weil man sowas nicht sagt, und am Ende als Weichling und Warmduscher dazustehen.
    Das soll Lukas` und Max` Verhaltensweise natürlich nicht rechtfertigen und ich verstehe Ronias Wut und Angst, aber einmal wieder hat sie es nicht geschickt angestellt, mit Johanna zu reden.

    Aber bei Max habe ich irgendwie ein seltsames Gefühl. Ich teile da Ronias Bedenken.


    Die Tierheimszene fand ich auch sehr anrührend, vor allem, was die Hunde betrifft. Die taten mir richtig Leid. Wenn es nach mir ginge, würde ich sämtliche Tiere bei mir aufnehmen. :cry:


    Bei der Erwähnung des obligatorischen Freibadeinbruchs musste ich schmunzeln, da ich das an meinem 18. Geburtstag "verbrochen" habe. 8-[ Inklusive Schwimmen, es war ja Sommer. :wink:

  • Feuerwerk im Bauch


    Irgendwie kann ich nicht so ganz nachvollziehen, dass Ronia nicht einfach mit der Wahrheit herausrückt. Hätte sie gesagt, was auf der Party passiert ist, hätte Johanna ihr sicherlich zugehört. Aber so macht sie einfach die Schotten dicht - irgendwie verständlich. Ronia sagt nur, dass sie Max vergessen soll, sich sogar zwischen Max und ihr entscheiden soll. Kein Wunder, dass Johanna so reagiert.

    Ronia benimmt sich unmöglich gegenüber Johanna. Ihr Freundin ist verliebt, strahlt, ist glücklich und Ronia bittet sie ohne jede Erklärung, sich nicht mehr mit Max zu treffen! Und dann noch diese Erpressung: entweder er oder ich? Das ist so egoistisch! [-( Zumal Johanna ja den Grund für Ronias Verhalten gar nicht kennt. Aber seltsam ist auch, das Johanna wieder direkt auf Jonas zu sprechen kommt und Ronia vorhält, sie könne "den schönsten Mann der Stadt " bekommen, wenn sie nur will. Das hört sich für mich ziemlich neidisch an.... :|


    Die Szene an der Brücke fand ich auch wunderschön. Von dem coolen Jan ist nichts mehr zu merken, er nimmt sich zurück und überlässt Ronia alles weitere, bedrängt sie nicht. Und Ronia fühlt sich zum ersten mal sicher, ohne Angst.

  • Ich bin schon ein bisschen weiter bis Seite 181



    Ronia hat wieder eine Verabredung vergessen und trifft beim
    joggen eher zufällig auf ihre Freundinnen. Dann der Schreck Johanna hat sich
    in Max verliebt derselbe Max der mit Lukas über sie gelästert hat. Sie will
    Johanna diesen Typen ausreden.



    Danach flüchtet sie und trifft auf Jan, der mit ihr ihm
    Tierheim einsteigt Ich mag die Tierheimszene weil es für mich die erste Szene ist in der man nicht den provokanten Jan sieht sondern ein wenig hinter seine Fassade schauen kann. aber auch da
    flüchtet Ronia wieder.





    Karfreitag hat sie auch vergessen und trifft auch hier
    zufällig bei ihren Eltern ein die schon mit Jonas und Johanna warten -> da
    ist sie die geballte Ladung Erwartungen. Klar das ihr da nicht wohl zu Mute ist
    Die vier sprechen sie an ob sie schwanger ist . Auf den Gedanken
    wäre ich gar nicht gekommen. Vielleicht weil man Ronia begleitet aber eher
    hätte ich mit einer Standpauke wegen Jan gerechnet das Jonas da seine Meinung
    hat spielen lassen aber nicht das sie Ronia auf eine Schwangerschaft ansprechen.



    Ronia geht zu Jan nach Hause und bevor es zum Äußersten
    kommen kann lenkt dieser sich mit putzen ab. Aber auch Ronia versucht eine
    klare Stellung zu beziehen was ihr aber sichtbar schwer fällt. Es gibt Streit
    wegen Jans Job der kein CallBoy ist sondern Model. Da hat Ronia sich zu sehr vom Gerede beeinflussen lassen.

    Liebe Grüße
    Natalie

    www.mem-o-ries.de


    :study: Blind Date in Paris von Stefanie Gerstenberger und Marta Martin


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    SuB: 245

  • Feuerwerk im Bauch S. 121
    Johanna und Ronia sind am Brunnenfest am Riesenrad verabredet. Dort will Johanna ihr ihren neuen Freund vorstellen.
    Das Max ausgerechnet ein Freund von Lukas ist, dafür kann Johanna nichts und ich finde Ronia behandelt ihre beste Freundin sehr unfair. Eigentlich hätte sie hier mal die Karten auf den Tisch legen können. Ja gut, vielleicht ist ihr das was Lukas gesagt hat peinlich, aber wenn man seiner besten Freundin schon ehrlich sagen möchte, was los ist, sollte man soetwas nicht zurück halten. Ich denke dann hätte Johanna ganz anders reagiert!
    Dann taucht natürlich Jan auf. Und gemeinsam verlassen sie das fest. Es ist erstaunlich wie blind Ronia ihm vertraut, während sie Johanna weiterhin hat im dunkeln tappen lassen.
    Die Geschichte mit dem Tierheim fand ich so unglaublich süß. Schlecht fürs Image? Hier möchte einer nur runter spielen, dass er doch ein weiches Herz hat!
    Die Szene am Brückengeländer war so... naja nicht romantisch aber gefühlvoll beschrieben. Ich denke die haben sich beide Gegenseitig gut am Haken!

    Nein Johanna kann nichts dafür das Max so mit gelästert hat und ich finde auch das Ronia was hätte sagen sollen auch damit Johanna versteht warum sie so reagiert. So muss es ja den Anschein haben als würde Ronia ihr den Freund nicht gönnen.


    Die Szene im Tierheim ist eine meiner Lieblingsszene und nahm mich ziemlich für Jan ein. man kann hinter die Fassade schauen und sieht den gefühlvollen Jan der für mich vorher nicht so sehr zu sehen war.

    Silbersteif S. 143
    Ronia hat Karfreitag vergessen. Wahnsinn wie schnell die Zeit in diesem Buch voranschreitet, ohne das man es merkt!
    Ich muss gestehen, dass ich ihren Austausch mit Jan echt toll fand und mich fast kaputt gelacht hätte, als man ihr eröffnet darüber Bescheid zu wissen, das sie schwanger sein. Also... wirklich? Natürlich kapselt Ronia sich ab, aber es macht sich auch keiner die Mühe sich wirklich mit ihr auseinander zusetzen, oder? Denn ihre Elter bringen ja kein Verständnis für sie und ihre Arbeit auf. (Ging mir ähnlich als ich noch das gleiche Fach studiert habe, daher kann ich Ronias sehr abweisendes Verhalten ihren Eltern gegenüber voll nachvollziehen!)

    Das mit der Zeit fiel mir auch auf. ich finde es toll das am Anfang des Kapitels im Geschehen drauf hingewiesen wird. Wenn das nicht wäre hätte es sowwas schnellebige so merkt man immer mal wieder wieviel Zeit wirklich vergeht.

    Liebe Grüße
    Natalie

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    SuB: 245

  • Feuerwerk im Bauch

    Aber seltsam ist auch, das Johanna wieder direkt auf Jonas zu sprechen kommt und Ronia vorhält, sie könne "den schönsten Mann der Stadt " bekommen, wenn sie nur will. Das hört sich für mich ziemlich neidisch an....

    Ah ja, das hatte ich vergessen zu erwähnen, denn das ist mir auch aufgefallen.
    Sie schwärmt von Max, aber dann der Spruch mit dem schönsten Mann der Stadt. Das klingt vorwurfsvoll und neidisch zugleich.


    Die Szene an der Brücke fand ich auch wunderschön. Von dem coolen Jan ist nichts mehr zu merken, er nimmt sich zurück und überlässt Ronia alles weitere, bedrängt sie nicht. Und Ronia fühlt sich zum ersten mal sicher, ohne Angst.

    Ich mochte ihn auch sehr in dem Kapitel.
    Erst einmal wie er sie vom Stadtfest weglockt - das hatte so was Kindliches, Unschuldiges an sich (wie mein Neffe, der mich ins Kinderzimmer lockt, der sagt dann auch immer: "Komm mal mit, ich will dir was zeigen! Komm mal mit!", und nimmt mich dann an der Hand und dann werde ich zu 2 Stunden Carrera- Bahn- fahren verdonnert...).
    Dann mit den Hunden. Und schließlich an der Brücke, wo er sich trotz allem so zurücknimmt.
    Ich bin gespannt, wie viel seiner Fassade am Ende übrig bleiben wird und wie viele Gerüchte wahr sein werden.

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  • ... mal abgesehen davon, dass Ronia natürlich auf andere Art hätte mit der Situation umgehen sollen und können - was wäre denn gewesen, wenn sie Johanna die Wahrheit gesagt hätte? Dann wüsste Johanna, dass Ronias Ex über sie gegenüber Max gelästert hat. Über ihre Bettqualitäten. Gut. Und weiter? Hätte das für Johanna etwas geändert? Eigentlich nicht. Hier weiß ich wirklich nicht, ob maximale Offenheit unbedingt sooo gut gewesen wäre.
    Selbst wenn Ronia die Wahrheit sagt - es darf eigentlich nichts ändern, denn Lukas ist Lukas und Max ist Max. Allerdings kann ich Ronias Angst, dass Max über sie gegenüber Johanna plaudert, schon nachvollziehen. Soll Ronias Verhalten nicht entschuldigen. Ich hoffe aber, ihr spürt trotzdem auch ihre Not.
    Und wenn man noch ein Stückchen zurück tritt - Ronia hat offenbar ein ganz starkes Bauchgefühl, dass Max nicht der Richtige für Johanna ist. Auch unabhängig von der Lästerei, obwohl sie sich das nicht erklären kann.
    Bitte lest euch die Szene, in der sich das alles abspielt, noch mal genau durch. Fühlend, nicht nur denkend und urteilend.
    Habt ihr das Gefühl, das gibt ein glückliches Pärchen, Johanna und Max? So zu 100 %? Oder stimmt da vielleicht was nicht?
    P.S. Und ja, das mit dem schönsten Mann der Stadt ist in dem Moment deplaziert ... und es schwingt etwas Vorwurfsvolles mit ... Johanna ist auch nicht perfekt. :wink: Gewöhnt euch besser daran, dass bei mir niemand perfekt ist. :)

  • Ich wollte nur kurz was loswerden. Ausführlicher dann morgen.


    Was ist so ungewöhnlich daran, wenn man Laufen geht?? Für Jonas und Co. grenzt das ja schon anein Verbrechen. Ich habe es noch nie erlebt, dass man sich für Sport/ein Hobby rechtfertigen muss. Ich könnte es noch verstehen, wenn sie sich Gedanken machen, wenn Ronia täglich geht, aber selbst dann wäre es ihre Sache. Das Gleiche gilt für ihr Pflegeprogramm. Ich selbst creme mich jeden Tag ein und lackiere sowohl Finger- als auch Fußnägel und wurde dafür noch nie schief angesehen. Ich verstehe deren Problem nicht und an Ronias Stelle wäre ich da wohl schon in die Luft gegangen. Das ist ja unerträglich.


    Ronias "Verpeiltheit" kann ich nicht nachvollziehen. Egal wie verliebt, aber den Karfreitag kann man doch nicht vergessen. Ein Feiertag, der in TV und Internet auch immer "angekündigt" wird. Zudem ist kurz darauf Ostern und das wäre so - egal ob man gläubig ist oder nicht - wie wenn man Weihnachten vergessen würde. Ronia lebt ja jetzt auch nicht isoliert in irgendeinem Bunker. Sie geht in die Uni und unter Menschen, da kann man so etwas nicht ignorieren, auch wenn man will.


    Zum Rest dann morgen :)

  • Feuerwerk im Bauch


    Wir lernen hier: Joggen ist ein Kapitalverbrechen. Zumindest den Reaktionen von Ronia's Freunden nach zu urteilen :wink:


    Ronia benimmt sich unmöglich gegenüber Johanna. Ihr Freundin ist verliebt, strahlt, ist glücklich und Ronia bittet sie ohne jede Erklärung, sich nicht mehr mit Max zu treffen! Und dann noch diese Erpressung: entweder er oder ich? Das ist so egoistisch! [-( Zumal Johanna ja den Grund für Ronias Verhalten gar nicht kennt.

    Dem stimme ich zu. Ronia's Verhalten fand ich auch unmöglich. Diese Erpressung, entweder er oder ich. Absolutes No-Go für mich, furchtbar! Wie eine 5-Jährige. Von daher hat Jan schon Recht, wenn er sagt, Ronia ist ein Mädchen. Denn so verhalten sich wirklich nur Mädchen. Dass Johanna da gifitg reagiert, kann ich absolut verstehen. Aus meiner Sicht war die Reaktion noch milde, ich wäre wohl noch etwas heftiger ausgetickt :wink:


    Eine andere Sache ist natürlich wieder, dass Ronia einfach im Gefühl hat, dass Max nicht der Richtige ist, dass ihr irgendwas an Johannas Getue mit ihm unecht vorkommt. Hier scheint sie zu ahnen, dass das ihre Freundin nicht so recht glücklich machen wird. Da scheint eindeutig noch was im Busch zu stecken! Auch die Bemerkung mit dem "schönsten Mann der Welt" von Johanna. Mit den Männern herrscht irgendwie Uneinigkeit zwischen den zweien. Ist Johanna in Jonas verliebt? Oder war sie es? Drängt sie Ronia so zu Jonas, weil sie denkt, erst dann ihre Gefühle endgültig vergraben zu können, wenn ihre beste Freundin mit ihm zusammen ist? Was für eine Geschichte steckt da nur dahinter? Ich bin auf jeden Fall gespannt.


    Dann die Szene zwischen Jan und Ronia. Mal wieder Fragezeichen in meinen Augen und Zwiespalt im Herzen. Einerseits ist da natürlich unverkennbar Knistern zwischen ihnen, der Kuss auf der Brücke war schon schön, da passt das Feuerwerk im Bauch natürlich. Aber andererseits kam er mir auch ein wenig seltsam vor. Dieses "Fass mich an." von Jan hat mich irritiert. Für mich sprach da nicht nur sexuelles Verlangen heraus, es schien ihm irgendwie ein dringender Wunsch zu sein. Warum? Und dann hat er ihr hier schon wieder nicht richtig in die Augen gesehen. Auch hier: Warum? Der Augenkontakt zwischen den beiden scheint eine besondere Rolle inne zuhaben. Jedes Mal, wenn sie sich treffen, macht Ronia eine Bemerkung darüber. Ronia möchte diesmal die Zügel halten und bricht daher den Kuss ab und verschwindet. Ich kann verstehen, dass sie diese Freiheit, die Jan ihr lässt, schätzt und sich auch zu Nutze machen möchte.


    Sonstige Gedanken zu Jan: Ich weiß immer noch nicht, was ich von ihm halten soll. Er fasziniert mich irgendwie, andererseits geht mir seine übertrieben lässige Art und seine immer spitzigen Kommentare langsam auf die Nerven. Bei den Hunden hat er wenigstens zum ersten Mal ernsthaft in sein Herz blicken lassen, das fand ich schön. Ich hoffe, davon bekommen wir noch mehr. Auch, wenn er es sehr überspitzt formuliert, was er über Ronia sagt, enthält durchaus seine Wahrheit. Und das weiß sie wohl auch selbst, sonst würde sie nicht immer gleich so in Rage geraten bei seinen Worten. Ich verstehe aber generell nicht, warum sie ihm nicht trotzdem einfach Konter gibt, sondern Jans These, sie sei noch ein Mädchen quasi extra Nahrung gibt, indem sie immer so aus der Haut fährt bei seinen Worten.

  • Bis Seite 182
    Feuerwerk im Bauch bis Sonnensturm


    momentan habe ich das Bedürfnis schneller zu lesen, und weniger Notizen zu machen. Ich möchte zu gerne wissen, wie es weiter geht :wink:
    Irgendwie bin ich im Moment so richtig im Lesefluss.
    Die Stimmung ändert sich, meine Gefühle gegenüber Jan ändern sich und ich bin sehr gespannt wie es sich noch weiter entwickeln wird.(ich meine jetzt meine eigene Empfindungen gegenüber der Geschichte - das finde ich immer äußerst spannend) :)


    Mir gefällt, dass Ronia hier und da mal erkennt, wenn sie falsch gehandelt hat. Also kennt sie ihre Schwächen, und das ist schon die halbe Miete - das heißt für mich, die Person entwickelt sich. Sie meinte z.B. in einem Satz, dass es ihr leid täte, dass sie sich so dominant verhielt.


    Die Szene mit Johanna und ihrem Freund Max kam bei mir ähnlich an, wie auch bei den meisten. "Ich oder Er" - Botschaft - geht gar nicht. Bei niemanden.


    Die Szene im Tierheim: ist klar, auch ich "liebte" Jan für diese Szene. Was mich ein wenig überrascht hat, war seine beiläufige Bemerkung über das Dritte Auge: ist wahrscheinlich nur für die Kenner des Begriffs relevant. Aber ich vermute es wird noch eine Rolle im weiteren Verlauf spielen oder die Thematik wird vielleicht vertieft:
    Denn die Vertrautheit der beiden Seelen spielt sich scheinbar schon auf einer höheren Ebene ab. Aber ich muss ja nicht raten, einfach weiter lesen :wink:


    in Kapiteln "Silberstreif" "Glut auf unserer Haut" und "Sonnensturm"
    finde ich die Entwicklung der Beziehung zwischen Jan und Ronia sehr prickelnd, ansprechend, packend und äußerst erotisch. Ich genieße die schöne poetische Sprache dieser Kapiteln
    und bin mit Ronia und Jan so ziemlich auf einer Wellenlänge, so dass das Ganze sehr aufregend ist, sogar beim Lesen :drunken:
    ... bin gerade bei der Szene im Wald nach "dem Sonnenstich"

    2020: Bücher: 77/Seiten: 34 836
    2019: Bücher: 164/Seiten: 66 856
    ------------------------------

    "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"

    Dalai Lama

    ------------------------------

    Lese gerade:

    Fields, Helen - Die perfekte Strafe

    Moehringer, J.R. - Tender Bar

    2 Mal editiert, zuletzt von Emili ()

  • Ich habe den Sonntag auch gleich mal genutzt, um im Buch etwas weiterzukommen.


    Kapitel Silberstreif


    Tut mir leid, aber auch hier muss ich es nochmal anmerken: Joggen ist in den Augen mancher Menschen wohl ein Anzeichen für Schwangerschaft :loool: . Ich muss wirklich immer wieder darüber grinsen, wie extrem Ronia's Umfeld auf ihre Joggerei reagiert.


    Das Gespräch zwischen Ronia und Johanna fand ich spannend. Ronia fühlt sich plötzlich unwohl mit ihr in einem Zimmer. Als wieder die Beziehung von Johanna und Max zur Sprache kommt, war der Vergleich mit dem Puzzle für mich super. Das Puzzleteil will für Ronia nicht so recht passen, es wackelt und wird nicht halten.


    Ansonsten fand ich das eines der bisher amüsantesten Kapitel. Wie sich Ronia über Karfreitag und dessen Bräuche lustig macht - ich konnte sie so gut verstehen. Ganz ehrlich: Als ob es Jesus wichtig wäre, was Ronia an dem Tag nun anhat. Da spinnt ihre Mutter schon ein bisschen. Und das mit dem Fisch ist eine Frage, die ich auch schon häufig gestellt habe: Fleisch ist nicht erlaubt, Fisch aber schon?! Wo zur Hölle ist der Unterschied? Beides sind Lebewesen, die wir verspeisen. Das ist einfach so heuchlerisch, entweder alles oder nichts von beiden. Aber darauf haben gute Christen so wie Ronia's Eltern natürlich auch keine Antwort, das wird schnell unter den Teppich gekehrt :roll:


    Und dann verschwören sich alle auch noch gegen Ronia. Nur weil sie mal unregelmäßiger ist und öfter laufen geht, ist das doch kein Anzeichen für eine Schwangerschaft. Abstruser Gedanke. Vor allem wenn sich ihre Figur gar nicht in diese Richtung verändert hat und ihr Bauch immer noch völlig flach ist. Ich muss sagen, an Ronias Stelle wäre ich etwas sauer auf Johanna und Jonas, die als ihre beiden Freunde die paranoiden Fantasien ihrer Eltern untersützen. Da hat sie schon Recht, gegen die alle zusammen muss die heilige Inquisition ein Kinderspiel gewesen sein...


    Joa, und dann die Facebook-Unterhaltung mit Jan. Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, was ich davon halten soll und deswegen fällt mir auch kaum was dazu ein. Außer merkwürdig vielleicht. Ronia ist einerseits auch davon irritiert, empfindet es als intim und es berührt sie.


    Kapitel Glut auf unserer Haut


    Die Sache mit Ronia und Jans Hemd fand ich ganz witzig. Es ist ihr bewusst, dass nur mit einem Hemd bekleidet verführen zu wollen, ein staubiges Klischee ist, trotzdem gefällt es ihr. Und dann ihre Überlegungen: Slip oder nicht :lol: ? Ich war froh, dass sie ihn angezogen hat, denn Recht hat sie: Man muss ja Basic Instinct usw. nicht gleich extrem nacheifern :wink:


    Mir fällt es zunehmend schwerer meine Gedanken zu Ronia und Jan in Worte zu fassen. Natürlich ist zwischen den beiden immer ein wunderbares Knistern da, keine Frage. Auch der Kuss hier war wieder sehr intensiv, interessant auch, dass Jan ihn diesmal abbricht. Trotzdem steigt mir das allmählich in zu hohe Gefilde ab, wenn ich das so sagen darf. Das mit der "alten Seele" zum Beispiel. Ich würde mir gerne ein paar Erklärungen dazu von dir erbitten, Bettina. Den ich komme wirklich nicht ganz mit dabei. Meint Jan also, das wahre Alter ist bei ihm im Grunde gar nicht wichtig, weil er vom Kopf, von der Seele her im Grunde viel älter ist? Und Ronia ist es aus seiner Sicht auch, nur weiß sie es noch nicht so Recht? Und das verbindet sie dann im Tieferen auch irgendwie? Eine Art Seelenverwandschaft? Puh, ich bin wohl zu kleingeistig, um das so ganz zu erfassen. Jedenfalls scheint das mit der alten Seele dann auch irgendwie Jans Augenkontakt zu erklären. Er vermeidet es, die Leute direkt anzuschauen, denn die meisten verkraften es nicht, diese Seele direkt zu sehen. Aber es fasziniert sie doch, weshalb er auch ein beliebtes Fotomodell ist, denn die Kamera gibt einen Abglanz von dieser wieder. Keine Ahnung, ob ich das so richtig verstanden habe.


    Natürlich ist Jan auch kein Callboy, sondern wie oben schon erwähnt, nur Fotomodell. Ich habe mir das dann schon gedacht, als er irgendwie vom Licht gesprochen hat, das ihn so geblendet hat. Blitzlicht ist ja wirklich nichts schönes. Daher auch sein Kommentar am Anfang "Normalerweise kostet das Geld.". Klar, ein Foto von ihm zu machen, kostet eigentlich was.


    Ich kann mich nach wie vor mit Ronia identifizieren, Jan dagegen bleibt mir eher fremd. Er ist schon interessant und auch in gewisser Weise anziehend, keine Frage. Aber seine weisen Kommentare à la "Ich bin ja so lebenserfahren und unkonventionell"sind mir zunehmend ein wenig zu viel. Und dann noch das mit der alten Seele. Fehlt nur noch ein langer brauner Bart und Mantel und er wäre ein perfekter Hagrid. Aber jedem das Seine. Ich finde es schön zu lesen, dass einige von euch damit besser zurecht kommen als ich.

  • ... ja, da geht es dir offenbar ganz wie Ronia, ihr ist das auch zu viel ... und zu wenig greifbar. Und sie fühlt sich ebenfalls kleingeistig im Vergleich dazu.
    Mein Tipp: nicht zu viel werten. (Mein Mantra bei diesem Buch :wink: )
    Der Verstand und die Vernunft entziehen sich dem, was Jan hier andeutet. Es ist nicht greifbar. Man kann es ablehnen, natürlich. Weil es nicht greifbar ist
    Man kann es aber auch einfach mal so stehen lassen und das Gefühl "aushalten", was dabei im Bauch und Herzen entsteht. Ihm urteilsfrei Raum geben, ob es nun intuitive Ablehnung ist oder ... oder etwas anderes, was sich vielleicht wie eine Mischung aus Angst, Scheu und Sehnsucht anfühlt.


    Ich möchte gerne noch die anderen Reaktionen abwarten, bevor ich evt. etwas zu der "alten Seele" sage. Ich bin mir nicht sicher, ob es gut ist, wenn ich Erklärungen dazu anbiete, weil das dann möglicherweise wieder zu kopflastig ist und euch von dem Gefühl wegleitet, das Jans Worte bei euch auslöst (ähnlich dem, das es in Ronia auslöst oder aber anderen Gefühlen).


    Auch Jan muss nicht gemocht werden. Ebenso wenig wie das, was er sagt. :wink:


    Und ja, das mit der alten Seele in den Augen und dem Abglanz beim Fotografieren hast du richtig gedeutet.

  • Kapitel Silberstreif

    Tut mir leid, aber auch hier muss ich es nochmal anmerken: Joggen ist in den Augen mancher Menschen wohl ein Anzeichen für Schwangerschaft . Ich muss wirklich immer wieder darüber grinsen, wie extrem Ronia's Umfeld auf ihre Joggerei reagiert.

    Na ja, ich denke eher, dass alle dachten, dass Ronia mitsamt ihren momentanen Stimmungsschwankungen, ihrer Verwirrtheit (Schwangerschaftsdemenz), jetzt dann der lange Ausflug zur Toilette, gedacht haben, dass sie schwanger sein könnte - und da mit Lukas ja Schluss ist, haben sie wohl gedacht, dass die neuerlichen Joggingausflüge entweder zu einem Verlust des Fötus führen sollten oder dass sie vielleicht ihre schlanke Figur durch das Joggen beibehalten wollte, damit das Bäuchlein nicht gleich auffällt.


    Das Gespräch zwischen Ronia und Johanna fand ich spannend. Ronia fühlt sich plötzlich unwohl mit ihr in einem Zimmer. Als wieder die Beziehung von Johanna und Max zur Sprache kommt, war der Vergleich mit dem Puzzle für mich super. Das Puzzleteil will für Ronia nicht so recht passen, es wackelt und wird nicht halten.

    Den Vergleich fand ich auch stimmig!


    Ansonsten fand ich das eines der bisher amüsantesten Kapitel. Wie sich Ronia über Karfreitag und dessen Bräuche lustig macht - ich konnte sie so gut verstehen. Ganz ehrlich: Als ob es Jesus wichtig wäre, was Ronia an dem Tag nun anhat. Da spinnt ihre Mutter schon ein bisschen. Und das mit dem Fisch ist eine Frage, die ich auch schon häufig gestellt habe: Fleisch ist nicht erlaubt, Fisch aber schon?! Wo zur Hölle ist der Unterschied? Beides sind Lebewesen, die wir verspeisen. Das ist einfach so heuchlerisch, entweder alles oder nichts von beiden. Aber darauf haben gute Christen so wie Ronia's Eltern natürlich auch keine Antwort, das wird schnell unter den Teppich gekehrt

    Ja, Ronias Gedanken zu Religion und ihren Brauchtümern fand ich auch sehr amüsant.
    Man sieht ein weiteres Mal, wie geregelt die Familie ist - oder erscheinen möchte. Wobei man natürlich auch nicht vergessen darf, dass Ronias Vater der Pfarrer ist. Er muss Karfreitag so zelebrieren, seine Gemeinde erwartet das von ihm. Er darf nicht wie, ich sage mal, 70 % der Bevölkerung lange ausschlafen, den Tag vorm Fernseher verbringen und ein Verdauungsspaziergängchen machen.


    Und dann verschwören sich alle auch noch gegen Ronia. Nur weil sie mal unregelmäßiger ist und öfter laufen geht, ist das doch kein Anzeichen für eine Schwangerschaft. Abstruser Gedanke. Vor allem wenn sich ihre Figur gar nicht in diese Richtung verändert hat und ihr Bauch immer noch völlig flach ist. Ich muss sagen, an Ronias Stelle wäre ich etwas sauer auf Johanna und Jonas, die als ihre beiden Freunde die paranoiden Fantasien ihrer Eltern untersützen. Da hat sie schon Recht, gegen die alle zusammen muss die heilige Inquisition ein Kinderspiel gewesen sein...

    Ich fand vor allem Jonas in dieser Szene schrecklich persönlich, als er sagt, Ronias Figur hätte sich verändert.
    Es hat den Eindruck gemacht, als ob er sie jeden Tag genau inspizieren würde, Buch über ihr Gewicht führen würde, wie oft sie morgens auf die Toilette eilt.
    Schrecklich peinlich...
    Allerdings finde ich es ein wenig schade, dass er so eine kleine Rolle momentan in Ronias Leben spielt. Ich dachte, er würde öfters auftauchen, sodass ich mir ein besseres Bild von ihm machen könnte.




    Ich mochte die Facebook- Unterhaltung.
    Sie war intim, das ja, aber nicht auf eine unangenehme Art und Weise, sie hatte trotz der Direktheit, die man vielleicht als plump betrachten könnte, etwas Neugieriges an sich, etwas Vertrautes, aber auch etwas Inniges und Liebevolles. Auch dass Jan dann noch so eine freche, schelmische Antwort hinterher geschickt hat, fand ich einfach nur schön. Vor allem wie er ihr dann auch noch ein "Schlaf schön" (o. ä.) wünscht.
    Und im Grunde muss das "Wenn du dich berührst" ja nicht gleich das Offensichtliche meinen...
    Außerdem hat es mir gefallen, wie beide zugeben, dass sie aneinander denken.

    Joa, und dann die Facebook-Unterhaltung mit Jan. Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, was ich davon halten soll und deswegen fällt mir auch kaum was dazu ein. Außer merkwürdig vielleicht. Ronia ist einerseits auch davon irritiert, empfindet es als intim und es berührt sie.

    :study: C L Wilson - Der Winter erwacht
    :) Gelesen 2013: 105 / 2014: 77 / 2015: 16
    8-[ SUB: Ich geb`s auf...



  • Und im Grunde muss das "Wenn du dich berührst" ja nicht gleich das Offensichtliche meinen...


    Jaaaaa ... super ... ich bin begeistert. :wink: (Und noch begeisterter, dass ich endlich wieder zitieren kann ... naja, fast noch begeisterter)
    Natürlich spielt hier Jan mit dem Thema ... oh, es gibt leider überhaupt keine schönen gängigen Worte dafür. Masturbation klingt wie eine Krankheit, Selbstbefriedigung wie ein Trieb - es ist reduziert auf das Sexuelle, und es meint hier tatsächlich mehr.
    Man könnte auch sagen, es ist eine Form der Selbstliebe, eine körperliche Variante der Selbstliebe, über die es nichts, aber auch gar nichts Schlechtes zu sagen gibt. Punkt. (!)
    Wenn wir uns annehmen und lieben wollen, ist oder kann dies ein ganz natürlicher Teil davon sein.
    Gut, hier kommt noch ein bisschen mehr rein ... Jan versucht, herauszulocken, ob Ronia an ihn denkt ... und trotzdem möchte ich den Gedanken mit der Selbstliebe dadurch nicht abschwächen.
    Und wie er es schreibt, ist es tatsächlich nichts Anrüchiges oder Verdorbenes. Aber natürlich höllisch intim.


    Noch etwas zu der Szene zu Tisch und den unsäglichen Schwangerschaftsverdächtigungen (bei denen Jonas für meine Begriffe zu weit geht):
    Ja, dieser Verdacht mit dem Schwangersein ist für Ronia nicht minder schockierend und zeigt, dass "hinter ihrem Rücken" komplett anders geredet und vermutet wird als ihr (Innen-)leben sich in Wahrheit abspielt. Dieser Moment ist für alle Beteiligten beklemmend und irritierend. Hat ein bisschen was von einem schlechten Film. Und es wird deutlich, wie wenig sich Menschen, die eigentlich ihr ganzes Leben zusammen verbracht haben, sich in Wahrheit kennen. Dass Jonas glaubt, Ronia wolle durch ihr ambitioniertes Laufen möglicherweise eine Fehlgeburt riskieren, ist ein starkes Stück. Da könnte man sich schon mal fragen, auf welcher Seite er eigentlich steht.
    Einzig ihr Vater lenkt sehr schnell und liebevoll ein, als habe er die ganze Zeit geahnt, dass diese Verdächtigungen Humbug sind.
    Dennoch zeigt die Szene, dass Ronia ihren Freunden und Eltern bereits "entglitten" ist. Sie ist nicht mehr einschätzbar, keiner weiß, wie sie tickt, was sie so tut, was in ihr vorgeht. Aber weiß sie selbst es denn noch genau?
    Ihr merkt es vielleicht schon: Ronia bewegt sich in dem Buch gerade von einem Extrem ins andere. Erst lebt sie recht brav und angepasst, mit kleinen verzeihbaren Ausreißern, dann kümmert sie sich auf einmal kaum mehr um die Erwartungen und Hoffnungen anderer. Beides tut sie nicht leichten Herzens. Es hat immer wieder eine gewisse Schwere, ist verbunden mit hohem Druck, und sie kommt nicht besonders gut damit klar - so faszinierend die Begegnungen mit Jan auch sind.
    Aber um die Mitte zu finden, muss man den Raum drum herum kennen (lernen) - das Rechts und Links, Oben und Unten. Und noch kennt sie noch nicht genug von der "anderen Seite" und kann Jan nicht einschätzen ... wer könnte zu diesem Zeitpunkt noch so tun, als habe es solch schöne Begegnungen nie gegeben? Als wäre er egal? Das ist er nicht ... immer weniger.

  • Silberstreif


    Das Gespräch zwischen Ronia und Johanna fand ich spannend. Ronia fühlt sich plötzlich unwohl mit ihr in einem Zimmer

    Mir kam es vor, als sei sie die Fremde im Haus ihrer Eltern, während Jonas und Johanna dorthin gehören. :(


    Ja, Ronias Gedanken zu Religion und ihren Brauchtümern fand ich auch sehr amüsant.

    Sie stellt die alten Traditionen und Regeln ihrer Eltern immer mehr in Frage und provoziert alle mit ihrem "Karfreitags-ADS". :lol: Und Jonas reagiert wieder einmal wie ein entsetzter Vater. :roll:


    Sie war intim, das ja, aber nicht auf eine unangenehme Art und Weise, sie hatte trotz der Direktheit, die man vielleicht als plump betrachten könnte, etwas Neugieriges an sich, etwas Vertrautes, aber auch etwas Inniges und Liebevolles. Auch dass Jan dann noch so eine freche, schelmische Antwort hinterher geschickt hat, fand ich einfach nur schön. Vor allem wie er ihr dann auch noch ein "Schlaf schön" (o. ä.) wünscht.

    Das fand ich auch. Jans Nachrichten haben ihn diesmal für mich in einem ganz anderen Licht gezeigt, nicht so cool und unnahbar wie sonst, er hat mehr von sich preisgegeben.

  • Silberstreif


    Da könnte man sich schon mal fragen, auf welcher Seite er eigentlich steht.

    Genau das dachte ich mir auch. Ich finde, dafür hat Ronia das Ganze noch ziemlich gut weggesteckt. Ich hätte es verstehen können, wenn sie richtig sauer geworden wäre.


    Dennoch zeigt die Szene, dass Ronia ihren Freunden und Eltern bereits "entglitten" ist. Sie ist nicht mehr einschätzbar, keiner weiß, wie sie tickt, was sie so tut, was in ihr vorgeht.

    Wobei ich auch gerade das irgendwie gut an Ronia finde. Menschen müssen ja nicht immer einschätzbar sein, man muss den anderen doch nicht zwangsläufig in- und auswendig kennen. Ist ja nicht unbedingt was schlechtes. Sie fängt eben jetzt an, ihr eigenes Ding durchzuziehen und sich nicht mehr an die Regeln von Menschen zu halten, die sie im Grunde doch eh nie richtig kannten. Den Eindruck habe ich zumindest bei Jonas und Ihren Eltern. Ich wünschte, sie wäre mehr überzeugt von sich und dem, was sie tut.


    Mir kam es vor, als sei sie die Fremde im Haus ihrer Eltern, während Jonas und Johanna dorthin gehören. :(

    Genau den Eindruck hatte ich auch und sie selber ja irgendwie ebenfalls :-?

  • Glut auf unserer Haut


    Ronia geht wieder Laufen, es regnet in Strömen, ist kalt und dunkel. Jan meldet sich bei ihr und lädt sie zu sich ein. Und wieder scheint die Welt für Ronia heller zu werden und sie strahlt.


    Die Sache mit Ronia und Jans Hemd fand ich ganz witzig. Es ist ihr bewusst, dass nur mit einem Hemd bekleidet verführen zu wollen, ein staubiges Klischee ist, trotzdem gefällt es ihr. Und dann ihre Überlegungen: Slip oder nicht ?

    Die Szene im Badezimmer fand ich auch witzig. Obwohl ich, glaube ich, gar nicht den Mut gehabt hätte, dort zu duschen. Und dann noch einmal schnell seine Schränke zu inspizieren :)


    Jans Wohnung nimmt so einiges von den Vorstellungen, die Ronia von ihm hatte. Eine ganz normale Wohnung und dazu Jan, der ein Fußballspiel im Fernsehen schaut. Nicht wirklich exotisch. Was mir aufgefallen ist, sind die Anspielungen oder Parallelen zu Ronias Studienfach: antike Skulpturen auf dem Nachttisch, er erinnert sie an Heroen, Ronia fühlt sich wie Ikarus, ein uraltes Fresko usw. Was bedeutet das wohl? Und dazu dann Ronias Erkenntnis als sie in Jans Augen schaut: "Doch mein fatalster Irrtum war zu glauben, sie seien jung. Sie wissen um mich. Schon immer. Von Anbeginn aller Zeiten." :-k


    Das mit der "alten Seele" zum Beispiel. Ich würde mir gerne ein paar Erklärungen dazu von dir erbitten, Bettina. Den ich komme wirklich nicht ganz mit dabei

    Es gibt doch unterschiedliche Arten von Alter. Zum einen das direkte Alter, die Zahl an Jahren, die man lebt. Und dann gibt es noch ein "inneres" Alter, vielleicht abhängig von den Erfahrungen, die man bisher in seinem Leben gemacht hat. Oft ist es doch so, dass ältere Menschen viel ruhiger und gelassener reagieren. Vielleicht meint er damit, dass er innerlich viel reifer ist, als seine Jugend glauben lässt. Nur so eine Idee.... :-k


    Schön fand ich die Szene, in denen sich beide wieder näherkommen. Erst spielerisch und leicht, entdecken sie sich wie Kinder. Es ist für Ronia, als sei jeder Kuss der erste Kuss. Und trotzdem kommt es mir immer vor, als scheinen sich beide schon lange zu kennen, alles ist irgendwie intensiver. Doch immer wieder zieht sich einer von beiden zurück, als haben beide Angst, zu weit zu gehen.


    Daher auch sein Kommentar am Anfang "Normalerweise kostet das Geld.". Klar, ein Foto von ihm zu machen, kostet eigentlich was.

    Jan ist ein Fotomodell. #-o So wird ja klar, was der Kommentar bedeutete. Eigentlich schade, dass man so etwas offensichtliches nicht sofort erkennt oder zumindest mal kurz an diese Möglichkeit denkt und erst mal den Vorurteilen glaubt....