Arno Strobel - Abgründig

Cover zum Buch Abgründig

Titel: Abgründig

3,6 von 5 Sternen bei 36 Bewertungen

71,7% Zufriedenheit

Verlag: Loewe

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 240

ISBN: 9783743223592

Termin: Neuerscheinung April 2026

Aktion

  • Inhalt:
    Tim ist in einem Feriencamp. Ziemlich schnell stellt sich heraus das dort nicht wie erwartet in den Berg gegangen wird zum klettern sondern das es die ungefährlichere Kletterwand sein soll und so kommen ein paar Mitbewohner auf die Idee sich abzuseilen und auf die Zugspitze zu gehen. Doch der erfahrene Bergsteiger hat sich verschätzt und auf einmal sitzen sie fest bei einem Unwetter in einer Hütte. Die Stimmung ist gereizt und als am nächsten Tag jemand verschwunden ist und von ihm nur Blut übrig bleibt wird der Schuldige gesucht...

    Inhalt:
    Sehr gespannt war ich auf den ersten Jugendthriller von Arno Strobel. Bisher habe ich nur sein erstes Buch gelesen und fand es gut. Wie wird es bei Abgründig sein?

    Arno Strobel hat mit dem Prolog schon eine große Spannung aufgebaut, die dann aber leicht abfiel beim erzählen der Geschichte. Doch trotzdem war es nicht langweilig. Die Spannung war als nie auf dem Nullpunkt und hielt auch vor bis sie sich wieder steigerte.

    Ein ganz normales Camp und Jugendliche die unterschiedlicher nicht sein könnten, darunter ein Angeber und auch jemand der provoziert und Tim mittendrin. Dazu alles auf engstem Raum und schon ist dieser Jugendthriller sehr Stimmungsgeladen und das nicht aus positiver Sicht. Arno Strobel versteht auch hier sein Handwerk und zieht den Leser mit auf diesen Berg, der so viele Überraschungen birgt.

    Dabei sind die Figuren der Geschichte mit das Wichtigste.
    Aus Tims Sicht erlebt der Leser die Geschichte. Er hat ein besonderes Handicap ist eher ruhig und lieber zu vorsichtig als zu halsbrecherisch, aber lässt sich von den richtigen Leuten beeinflussen. Eigentlich denkt er recht klar nur wird er selber ein wenig gelenkt in dem was er tut. Würde er nach dem Handeln was er rational für richtig hält würde es dieses Buch nicht geben.
    Ralf ist der Großkotz, ein Angeber wie er im Buche steht. Arrogant und von sich selbst mehr als überzeugt. Er hat die wahnwitzigsten Ideen und kann Fehler nicht eingestehen. So treibt er den Rest er Gruppe ins Unglück.
    Dann gibt es noch David, der sich von allen absondert, Lucas, der Ralf scheinbar Untertan ist und Lena ein Mädchen das großen Einfluss auf Tim hat, leider nicht unbedingt Guten.
    Die Figuren sind für einen Jugendthriller sehr gut ausgearbeitet. es sind sehr verschiedene Charaktere, die nahe an der Realität sind. Ich denke jeder Jugendliche findet sich hier in einer der Personen wieder.

    Man ahnt schon durch durch die Beschreibung was auf einen zu kommt, nur das Ende erahnt man nicht. Das Buch hat nur etwas über 230 Seiten, die es aber in sich haben und viel Spannung und Lesespaß versprechen.

    Empfohlen ist dieses Buch ab 14, aber ich denke auch ab 12 könnte man es schon lesen, da es recht einfach zu lesen und verstehen ist. Es gibt ein zwei etwas ruppigere Stellen, die aber auch in dem jüngeren Alter gut verkraftet werden können. Für Erwachsene ist es ein netter Thriller für zwischendurch, der aber auch hier bis zum Schluss die Spannung hält und nicht vorhersehbar ist. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Der 16jährige Tim macht Urlaub in einem Jugendcamp in den Alpen. Doch das tägliche Programm der Betreuer ist einigen Jugendlichen schnell zu wenig und so planen sie unter der Führung des großspurigen Ralfs eine eigene Tour. Sie schleichen sich aus dem Camp und machen sich auf zu einer Hütte an der Zugspitze, die Ralf gut kennt. Doch die Tour erweist sich als anspruchsvoller als erwartet und als das Wetter umschlägt, können sie sich gerade noch in eine unbewirtschaftete Hütte retten. Hier sitzen sie nun während des Unwetters erst einmal fest. Ohne Aussicht auf Hilfe, ohne warme Kleidung, ohne Essen, aber dafür mit einigen Flaschen Wodka. Anspannung und Alkohol lassen die Stimmung unter den sehr unterschiedlichen Jugendlichen immer wieder kippen. Als dann auch noch einer von ihnen verschwindet und Tim blutbesudelt aufwacht, ohne sich an etwas zu erinnern, eskaliert die Situation langsam aber sicher.

    Ich war sehr gespannt auf Arno Strobels erstes Jugendbuch. Auf den ersten Seiten wurden meine Erwartungen auch erfüllt, doch im weiteren Verlauf konnte mich das Buch leider nicht mehr gänzlich überzeugen. Der Autor beschreibt hier eine klassische Krimi-Situation, ein vermeintliches Verbrechen, eine Gruppe Verdächtiger auf eingesperrtem Raum, die Suche nach dem Täter. Soweit war das alles durchaus spannend und gut zu lesen, allerdings geht es in erster Linie um Alkohol und Aggressionen, hier wird einiges an psychologischem Potential verschenkt.

    Auch die Charaktere konnten mich nicht überzeugen, sie blieben größtenteils nur blasse Randfiguren. Vielleicht wäre es besser gewesen, der Autor hätte hier eine kleine Gruppe auf den Berg geschickt und diese etwas tiefergehend dargestellt. So konnte ich einige der Jugendlichen bis zum Schluss kaum auseinanderhalten, weil ihnen einfach die entsprechende Darstellung fehlte.

    Die Auflösung am Ende fand ich enttäuschend und schwach. Durch den Prolog werden die Erwartungen hier in eine ganz andere Richtung gelenkt. Der Schluss kam mir nach dem ausgiebigen Spannungsaufbau einfach zu schnell und unspektakulär.

    Insgesamt ganz nette Unterhaltung und schnell gelesen, aber ich werde mich zukünftig doch wieder an die an Erwachsene gerichteten Thriller des Autors halten.

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Einer für alle, alle gegen einen? Oder wie war das?

    Ich war sehr gespannt auf Arno Strobel´s ersten Jugendthriller. Eigentlich war/bin ich recht begeistert von seinen Büchern. Doch schon beim letzten "Das Rachespiel" war ich eher enttäuscht - das geht doch um Welten besser!
    Also war die Spannung auf dieses Buch noch grösser und die Hoffnung das der Autor damit wieder eine Punktelandung macht gross. Aber leider konnte mich auch dieses Buch nicht so wirklich überzeugen.

    Ein Bergcamp für Jugendliche, in der Nähe von der Zugspitze verspricht spannende und aufregende Tage. Allerdings sieht das der coole Ralf ein wenig anders und überredet somit einige Teenis sich anzuschliessen um auf eigen Faust eine Wanderung zu unternehmen. Immerhin ist er ein "erfahrener" Bergsteiger und macht diesen Kindergarten im Camp auf keinen Fall mit!

    Also wird ein wenig Proviant eingepackt und am nächsten Morgen geht es los, noch bevor alle anderen Bewohner aufstehen werden. Doch die Tour endet nicht so wie es eigentlich vorgesehen war, die Jugendlichen kommen in einen wahrhaftigen Sturm und müssen sich Unterschlupf suchen. Diesen finden Sie nach einiger Zeit auch in einer abgelegenen Hütte.
    Klitschnass, eine alte vergammelte Hütte, jeder am Ende seiner Kräfte, fast nichts mehr zu essen und Jugendliche denen man nicht wirklich vertrauen kann, eine Kombi die sehr viel hergibt und auf spannende Stunden hoffen lässt!

    Aber irgendwie fehlte mir das gewisse etwas. Die Charaktere, bis auf Tim und Dennis, fand ich alle sehr fad und einfältig. Von den anderen beiden erfährt man leider auch recht wenig, auch wenn diese interessanter waren. So das eigentlich restlos alle Beteiligten sehr eintönig erscheinen.
    Die Geschichte an sich hätte sehr viel Potenzial gehabt, aber irgendwie fand ich es trotz allem eher sehr fad, trotz Jugendthriller war es meiner Meinung nach, einfach zu wenig. Zu wenig von allem, zu wenig Action, zu wenig Tiefgang bei den Personen, zu wenig für einen guten Thriller.

    Die Auflösung am Ende fand ich auch nur sehr dürftig und abrupt.

    Ein Buch das man schnell durchgelesen hat, da es auch nur 240 Seiten hat. Was nettes für zwischendurch, aber nichts aussergewöhnliches, Schade.

    Ich hoffe sehr das Herr Strobel bald wieder einen richtig guten Thriller auf den Markt bringen wird, denn eigentlich zählte er zu meinen Lieblingsthrillerautoren, aber mit seinen letzten 2 Büchern hat er eher mittelmässige Kost auf den Markt gebracht.

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    Es geht uns mit Büchern wie mit den Menschen. Wir machen zwar viele Bekanntschaften, aber nur wenige erwählen wir zu unseren Freunden.

  • Als Tim sich für ein Bergcamp anmeldete, hoffte er darauf tolle Ausflüge rund ums Bergsteigen zu erleben. Tatsächlich verläuft der Beginn jedoch sehr lahm, da zunächst Theorie und Trockenübungen mit den Campteilnehmern an der Tagesordnung stehen. Spontan entscheidet er sich dazu sich einer kleinen Gruppe anzuschließen, die auf eigene Faust eine Tour auf die Zugspitze plant. Als kurz nach dem Aufbruch das Wetter umschlägt, kippt die Stimmung und der spaßige Ausflug fällt sprichwörtlich ins Wasser. Die Gruppe rettet sich vor dem fürchterlich Unwetteren in einen Unterschlupf. Schnell spitzt sich die Situation zu und nach einer unruhigen Nacht volle Vorwürfe und reichlich Alkohol fehlt von einem der Teilnehmer jegliche Spur. Lediglich eine Blutlache ist geblieben.

    "Abgründig" ist der erste Jugendroman aus der Feder des deutschen Thrillerautors Arno Strobel. Er siedelt seinen Roman fast ausschließlich in einer verlassenen Berghütte inmitten eines verheerenden Sturms an. Sein Protagonist Tim ist gleichzeitig Ich-Erzähler und ein sehr glaubwürdiger Charakter, dessen Reaktionen durchweg nachvollziehbar sind.

    Der Einstieg in den Roman gelingt problemlos und Strobel hat sich eine Gruppe aus teilweise sehr interessanten Personen, teilweise aber auch etwas fader Nebenfiguren ausgedacht. Deren Verhalten in der geschilderten Extremsituation fand ich recht authentisch. Der Autor zeigt auf, wie schnell Verdächtigungen einer Person meinungsbildend werden können und dass es oft leichter ist sich einer "Meute" anzuschließen, als einen eigenen Standpunkt zu vertreten. Dieser Ausblick in die Psyche der Teenager hat mir durch seine Glaubwürdigkeit gefallen.

    Hingegen konnte mich der Spannungsaspekt nicht überzeugen. Der Roman beginnt zwar mit einem interessanten Prolog, der die Stimmung anheizen soll, aber die erhoffte Atmosphäre (vor allem in der Berghütte) blieb nahezu aus. Selbstverständlich habe ich mich gefragt, was mit der vermissten Person passiert ist und woher die Blutlache stammt, aber das Buch wurde dadurch nicht zu einem Pageturner und die Auflösung des Romans hat meinen persönlichen Geschmack nicht getroffen.

    Fazit: Ein mittelmäßiger Roman, dem leider das Mitreißende fehlt. Die Idee an sich ist ebenfalls nicht neu und das Potential der Geschichte durch die Handlung in einer abgelegenen Berghütte garniert mich reichlich Spannungen zwischen den Jugendlichen wurde nicht ausgeschöpft. 3/5 Sterne.

    • Broschiert: 240 Seiten
    • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
    • :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
  • Für Erwachsene ist es ein netter Thriller für zwischendurch,

    Genau das ist "Abgründig" und nicht mehr. Deswegen wundert es mich, dass Du trotzdem gleich 5 Sterne vergeben hast. :-k

    Die Auflösung am Ende fand ich auch nur sehr dürftig und abrupt.

    Ich auch. Die Spannung wurde eigentlich die ganzen 240 Seiten ganz gut aufrecht erhalten, aber dieses Ende fand ich echt schwach.

    Spoiler anzeigen

    Dass niemand irgendetwas Böses getan hat, sich alle nur verschätzt hatten und sich am Ende alle lieb hatten, war mir ein bisschen zuviel des Guten. Sowas gehört in Bücher für 6jährige, aber nicht in einen Jugendthriller. Ich denke als Teenager kann man es durchaus verkraften, dass die Welt nicht nur aus flauschigen, rosaroten Tierchen besteht. :wink:

    Bis auf das Ende hat Arno Strobel aber auch so einiges richtig gemacht. Ich fand die Figuren eigentlich alle relativ gut und jeder hatte seinen eigenen unverwechselbaren Charakter. Und der Autor hat auch geschickt so ziemlich jeden auf gewisse Weise tatverdächtig gemacht, so dass ich beim Lesen mehrmals umgedacht habe wer denn nun der Übeltäter sein könnte. Auch die Atmosphäre in der Berghütte fand ich ziemlich gut. Die Einsamkeit, die Dunkelheit, dazu der höllische Sturm, der draußen tobt...gut gemacht.

    Fazit: Ein ganz guter Thriller für Jugendliche mit schwachem Ende. Hat mich unterhalten, wird aber auch nicht übermäßig lange im Gedächtnis verweilen. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

  • Genau das ist "Abgründig" und nicht mehr. Deswegen wundert es mich, dass Du trotzdem gleich 5 Sterne vergeben hast. :-k

    Weil es ein Jugendbuch ist und ich es gut unterscheiden kann. Ich bewerte Jugendbücher nicht nach meinen Erwachsenenansprüchen

  • Eine Gruppe junger Menschen trifft in einem Feriencamp in er Nähe von Garmisch-Patenkirchen aufeinander. Sie schließen sich schnell in einer Clique zusammen, in der die Rollen klar verteilt sind. Als der selbsternannte Anführer vorschlägt, das langweilige Programm im Camp außen vor zu lassen und eine Wanderung in die Berge zu machen, willigen die anderen ein. Aber die Wanderung geht gründlich schief und die Jugendlichen geraten in eine scheinbar ausweglose Situation.

    Arno Strobel zeigt, wie schnell sie Stimmung innerhalb einer Gruppe umschlagen kann. Von Anfang an gab es kleinere Spannungen, denn nicht alle Jugendlichen waren wirklich mit dem Herzen bei der Wanderung dabei. Als der Anführer verschwindet, gerät die Situation außer Kontrolle.

    Die Rollen innerhalb der Clique sind klar verteilt, deshalb gibt es keine Überraschungen beim Verhalten der einzelnen Charaktere. Trotzdem fand ich das Buch spannend weil ich bis zum Schluss nicht wusste, was eigentlich am Berg passiert ist.

    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:

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