Teil 2: "Die Bibliothek" (Seiten 155-282)

  • Ich glaube nicht, dass sich bei dem Rätsel von Manutius tatsächlich um ewiges Leben im wahrsten Sinne des Wortes handelt, sondern vermute eher sowas wie, Bücher sind für die Ewigkeit und indem andere sie lesen "leben" die Autoren ewig.

    Mh, das ist auch eine Möglichkeit. Aber irgendwie überzeugt mich diese ganze Unsterblichkeitssache noch nicht so richtig, das Thema ist an sich schon so ausgelutscht.


    Anderseits möchte ich, glaube ich, nicht ewig auf dieser Erde leben und kann mir auch gar nicht vorstellen, wie das wohl funktionieren sollte, wenn jeder ewig leben könnte. Irgendwann, sogar ziemlich schnell, würde ich sagen, wäre die Erde hoffnungslos überfüllt und ob die Besiedelung anderer bewohbarer Planeten die erst noch gefunden werden müssten mit so einem Tempo mithalten könnte, ist fraglich......

    Klar, in der Praxis in unserer Zeit würde das schlicht nicht funktionieren, die Erde ist ja jetzt schon gnadenlos überbevölkert. Aber wenn ich das richtig verstanden habe, gilt diese Unsterblichkeit (wenn diese auch wirklich gemeint ist) ja nur für diejenigen, die in dieser Vereinigung der Ungebrochenen Buchrücken sind und das scheinen ja nicht ganz so viele zu sein.


    Ich frage mich nur, wohin der Autor jetzt noch will. Alles funktioniert auf Anhieb problemlos und ich kann mir nicht vorstellen, was jetzt noch groß kommen soll.

    Das stört mich auch ein bisschen. Ich finde, aus einigen Situationen hätte der Autor in punkto Spannung sehr viel mehr rausholen können.

  • Hui, langsam darf ich mich sputen, es gibt schon Mitleser, die mit dem Buch durch sind und ich hänge immer noch mitten im zweiten Teil...


    Im Hotel schmieden die vier Pläne, wie man Manutius Werke einscannen könnte. Clay schlägt den GrumbleGear 3000 vor, einen Scanner den man selbst aus einem Rahmen aus Pappe und zwei Digitalkameras bauen kann. Um allerdings die Einzelteile herstellen zu können, ist ein Laserschneider nötig, nur wo bekommt man ein solches Gerät so schnell her? Edgar Deckle taucht im Hotel auf, wird ohne große Überredungskunst zum Komplizen und stellt die Schlüssel zum Lesesaal zur Verfügung. Dort will Clay aber noch etwas anderes stehlen...
    Interessant, wie schnell und einfach man sich einen eigenen (Bücher-)Scanner selbst basteln kann. Wozu aber ein Laserschneider benötigt wird, bleibt mir schleierhaft. Um die Pappe zu bearbeiten hätte man doch genauso gut ein Cuttermesser nehmen können... Ist aber wahrscheinlich zu altmodisch und vor allem wohl nicht genug Technik :P


    Mit Hilfe von Grumble, einem begnadeten Hacker, erhält Clay die bereits zugeschnittenen Teile für den Scanner (mit einem Cuttermesser hätte es auch länger gedauert). Nachdem sie Kats Beförderung zur Produktmanagerin gefeiert haben, führen sie einen erfolgreichen Testversuch mit dem Scanner durch. Mehr gibt es über dieses Kapitel nicht zu sagen, Kats Beförderung fand ich irgendwie aus dem Zusammenhang gerissen, aber dafür war das nächste wieder spannender.


    Clay dringt in die Festina Lente Company ein und "scannt" Manutuis' Codex Vitae, dabei kommt ihm der Gedanke, ob Manutius überhaupt gestorben ist oder ob er tatsächlich den Schlüssel des ewigen Lebens gefunden hat. Nachdem Clay diese Arbeit beendet hat, sucht und findet er Mr. Penumbras Buch, da er auch davon eine Kopie erstellen will. Gleichzeitig entdeckt er ein Buch von Moffat, das schwarz und verbrannt ist. Er fragt sich, ob es sich dabei um denselben Moffat handelt, wie bei dem Autor der Drachenlied-Chroniken. Über seinen Gedanken vergisst Clay die Zeit, das Licht geht plötzlich an und die ersten Menschen in Roben betreten den Lesesaal. Gerade noch rechtzeitig flüchtet er in eine kleine Kammer, wo in Edgar Deckle entdeckt. Der Gedanke, ob Manutius noch am Leben sein könnte, kam auch mir schon. Man darf gespannt sein, ob es wirklich stimmt oder der Autor eine Überraschung vorlegt.


    Deckle hilft Clay um ungesehen aus dem Lesesaal zu gelangen, doch dazu muss sich der junge Mann zunächst unter die Versammlung mischen, die eben im Lesesaal statt findet. Corvina spricht auf dem Podium und Clay wird Zeuge wie ein Ungebundener in den Kreis der Gebundenen aufgenommen wird. Der Erste Leser bespricht außerdem Penumbras Vergehen und sollte er sich einen weiteren Fehler leisten, wird sein Buch verbrannt werden. Im Hotel macht sich Kat sogleich daran die Buchseiten zu decodieren. Clay erzählt Mr. Penumbra von seinen Erlebnissen und erfährt, dass tatsächlich Clark Moffa, der Autor seiner Lieblingsbücher, auch ein Mitglied des Ungebundenen Buchrückens war, bis er seinen Codex Vitae zurück zog um seine Drachenlied-Chroniken zu veröffentlichen und damit mit der Gemeinschaft brach. Toll, wie es dem Autor (meistens) gelingt, Begebenheiten miteinander zu verknüpfen und damit den Leser immer wieder zu überraschen.


    Ich finde, aus einigen Situationen hätte der Autor in punkto Spannung sehr viel mehr rausholen können.

    Ja, das stimmt. Vor allem als Clay im Lesesaal überrascht wird und in die Kammer flüchten muss, diese Szene hätte man um einiges spannender darstellen können und nicht sogleich Edgar Deckle als Retter in der Not schicken :wink:

  • Ja, das stimmt. Vor allem als Clay im Lesesaal überrascht wird und in die Kammer flüchten muss, diese Szene hätte man um einiges spannender darstellen können und nicht sogleich Edgar Deckle als Retter in der Not schicken :wink:


    Einerseits stimme ich euch da zu, andererseits mochte ich auch die etwas unaufgeregte Atmosphäre und fand es einfach ein entspanntes Lesen.

  • Die zweite Hälfte dieses Abschnitts ließ sich trotz Googlegedöns und Nervkat flüssig und zügig lesen.

    Interessant fand ich noch, die Diskussion zwischen Clay und Kat über die Zeit. Ist die Zeit, die man auf Erden verbringt, wirklich zu kurz? Ich finde den Gedankengang von ihr eigentlich ziemlich nachvollziehbar. Man kann jeden Tag soviel lernen und ein einziges Leben ist wahrscheinlich echt viel zu wenig, um alles auch nur einmal auszuprobieren. (Oder alle Bücher zu lesen, die einen interessieren! :( )

    Diese Diskussion fand ich auch interessant, geht es mir da so wie Kat (zum ersten Mal!!). Wenn man das Leben so betrachtet, dann vergeht es doch schon zügig und die Zeit rinnt. An den Tod und das Danach möchte ich da gar nicht denken. :-?

    Zum Thema "ewig leben"
    Ich glaube nicht, dass sich bei dem Rätsel von Manutius tatsächlich um ewiges Leben im wahrsten Sinne des Wortes handelt, sondern vermute eher sowas wie, Bücher sind für die Ewigkeit und indem andere sie lesen "leben" die Autoren ewig.

    Das war auch mein erster Gedanke zu diesem Thema.

    Ja, das stimmt. Vor allem als Clay im Lesesaal überrascht wird und in die Kammer flüchten muss, diese Szene hätte man um einiges spannender darstellen können und nicht sogleich Edgar Deckle als Retter in der Not schicken :wink:

    Das ist wieder dieses Glattlaufen. Alles funktioniert problemlos, kein einziges Hindernis weit und breit.


    Einzig, dass Google nun das Rätsel nicht lösen kann, ist das erste wirkliche Hindernis in der Geschichte. Ich fand diese Szene mit den Googletypen schon sehr schräg und Sekte trifft es durchaus. :roll:
    Schön fand ich dann die Szenen in der Buchhandlung, leider wieder viel zu kurz. Aber gut, das Buch ist bei mir wohl gelaufen, danke Google. :friends:
    Was des Rätsels Lösung betrifft, bin ich noch etwas gespannt, aber ansonsten erwarte ich nicht mehr viel. Wenigstens ließ sich dieser Teil nun etwas zügig lesen. Was wohl Corvinas wahres Ziel ist? Mir fehlt ja etwas der Antagonist. :-k

  • Wozu aber ein Laserschneider benötigt wird, bleibt mir schleierhaft. Um die Pappe zu bearbeiten hätte man doch genauso gut ein Cuttermesser nehmen können... Ist aber wahrscheinlich zu altmodisch und vor allem wohl nicht genug Technik


    Ich hätte jetzt vermutet, dass die Teile eben sehr präzise gearbeitet sein müssen, dass das ganze funktioniert :-k Aber dass der Autor ein Faible für Technik und Moderne hat, hat er uns ja mit diesem Buch schon hinreichend gezeigt :lol:

  • Zitat von »Brianna80«
    Ich finde, aus einigen Situationen hätte der Autor in punkto Spannung sehr viel mehr rausholen können.
    Ja, das stimmt. Vor allem als Clay im Lesesaal überrascht wird und in die Kammer flüchten muss, diese Szene hätte man um einiges spannender darstellen können und nicht sogleich Edgar Deckle als Retter in der Not schicken :wink:




    Ja, das finde ich auch. Viele Szenen gehen so schnell vorbei und man denkt sich: "War's das jetzt schon? Da hätte man doch viel mehr draus machen können"...
    Bin gespannt, was in der Bibliothek während Clays Mission passiert. Hoffentlich wird es dann endlich mal etwas spannender!


    Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.

    (Hermann Hesse)


  • Nun bin ich auch am Ende von Teil 2 angekommen.


    Zurück in San Francisco vertieft sich Clay in den zweiten Band der Drachenlied-Chroniken und stößt auf das "goldene Horn des Griffo", bei dem er sich nun sicher ist, dass dies eine Bedeutung haben oder ein Hinweis sein muss. Kat berichtet von ihrem ersten Meeting des Produktmanagements, denen sie von Manutius und den Codes erzählt hat. Nun ist es offiziell Aufgabe von Google die Codes zu knacken. Bis auf den Abschnitt in dem es um die Drachenlied-Chroniken ging, gab es nichts interessantes in diesem Kapitel und ich weiß nicht, ob es eine so gute Idee war, Google in das Ganze zu involvieren...


    Clay macht nun mehr Werbung für den Buchladen, der vorerst noch geöffnet hat, um mehr Kunden anzulocken. Anschließend findet eine Besprechung bei Google statt, in der Kat die Vorgehensweise bespricht. Clay nimmt zwar nicht teil, macht sich aber Gedanken, was passieren könnte, wenn der Internetriese "Manvtivs" tatsächlich knacken sollte. Beim Treffen mit Kat spricht sie nur von ihrer Arbeit und der junge Webdesigner fragt sich, ob sie wirklich zusammen passen.


    In der Nacht vor dem großen Clou, sucht Clay nach Eintragungen im Logbuch über Moffat, als plötzlich Mat mit einer professionellen Fotoausrüstung erscheint. Um den Buchladen bis ins kleinste Detail rekonstruieren zu können, muss jeder Winkel und jede Oberfläche abgelichtet werden. Nach einem Anruf von Corvina, in der er Clay darum bittet, Penumbra von seinem Vorhaben, das sowieso zum scheitern verurteilt ist, aufzuhalten, entscheidet Clay, dass er seinen Chef nun umso mehr unterstützen will. An dieser Stelle habe ich mich gefragt, ob Corvina wirklich gute Absichten verfolgt. Als Clay die Mitgliedsnummer von Moffat las, war mir sofort klar, wo ich die Nummer schon gelesen habe, nämlich in dem Buch in der Kneipe in New York, in dem Clay blätterte :wink:


    Der entscheidende Tag ist gekommen. Sämtliche Novizen aus San Francisco haben sich bei Google eingefunden. Clay wird unsicher, ob Mr. Penumbra nicht etwas im Schilde führt und dieser Gedanke scheint sich zu bestätigen, als der alte Buchhändler verschwindet, nachdem klar ist, dass die Googler es nicht geschafft haben, den Code zu knacken. Dieses Kapitel war wieder recht spannend. Man verfolgt atemlos die Arbeit der Programmierer und ist auf das Ergebnis gespannt, das letztlich leider keines ist. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass es die besten Programmierer der Welt nicht schaffen würden, den Code zu entschlüsseln und das macht die Geschichte wieder etwas spannender. Sehr merkwürdig ist auch, dass Mr. Penumbra plötzlich verschwindet...


    Was wohl Corvinas wahres Ziel ist? Mir fehlt ja etwas der Antagonist.

    Wie oben schon beschrieben, denke ich, dass Corvina etwas im Schilde führt und habe dabei kein gutes Gefühl.


    Ich hätte jetzt vermutet, dass die Teile eben sehr präzise gearbeitet sein müssen, dass das ganze funktioniert

    Ja, das stimmt vermutlich, da ja die Kameras exakt ausgerichtet sein müssen, was aber auch immer einer anderen Einstellung bedarf, weil ja nicht jedes Buch das gleiche Format hat (aber das läuft jetzt auf Erbsenzählerei hinaus :wink: ).

  • Ich bin gestern auch endlich in dem 2. Teil und damit in New York angekommen.


    Diese Kapitel haben mich wieder etwas mit dem Buch versöhnt, da es wesentlich mehr um den Orden, die Bücher und das Geheimnis dahinter geht als um Google :loool: .
    Wirklich aufgestoßen ist mir aber leider noch eine Stelle auf Seite 163:
    Clay fängt Mr. Penumbra vor der Buchhandlung ab und dieser merkt, dass Clay nicht alleine gekommen ist und alles was Clay dazu einfällt ist " Sie arbeitet bei Google, sie hat geholfen" :-s .
    Jeder andere hätte gesagt "Das sind meine Freunde, sie haben geholfen" oder von mir aus auch noch "Sie ist eine geniale Programmiererin, sie hat geholfen" aber sowas #-o ?
    Noch dazu hat er Neel komplett unterschlagen, er ist ja nur der Geldgeber :roll: .

    Als dann allerdings Penumbra auftaucht, steigt die Spannung stetig an und man saugt jegliche Details über die Gemeinschaft regelrecht in sich auf.


    Das waren wirklich verdammt viele Informationen in kurzer Zeit :shock: . Da musste ich ganz schön aufpassen, nichts zu überlesen und wirklich alles aufzunehmen was wir jetzt über den Orden erfahen.


    In diesem Kapitel konnte ich mir ein gutes Bild von Mr. Penumbra machen und er wird mir jetzt auch langsam sympathisch, vor allem deshalb, weil er technischen Neuerungen sehr offen ist, im Gegensatz zu Corvina. Trotzdem war ich überrascht und etwas enttäuscht, dass er nicht nur einen oder vielleicht zwei, sondern gleich vier (?) E-Book-Reader besitzt.


    Mir kam es ein wenig so vor, als hätte er jetzt Gefallen an der Technik gefunden und musste sofort alles ausprobieren, was so auf dem Markt zu finden war :lol:


    Auf dem Tisch liegen Bücher und in einem stand unter anderem etwas von 6HV8SQ. Tyndall und die anderen haben ja auch so einen ähnlichen Code. Oder was das alles nur Zufall?


    Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Cafe sowas wie der inoffizielle Treffpunkt des Ordens ist.


    Die Beschreibung des unterirdischen Lesesaals finde ich grandios und ich kann Neels Gedanke zur der Geheimtreppe hinter dem Bücherregal voll und ganz nachvollziehen.


    Oh ja, so eine Geheimtreppe hinter einem Bücherregal, in einen riesigen unterirdischen Lesesaal ist doch der Traum eines jeden Bücherverrückten :loool:


    In der Bibliothek sind Bücher angekettet, die nur dort unten gelesen werden dürfen und ein weiteres Rätsel enthalten. Penumbra denkt, dass man auch hier Computer nutzen sollte, aber Corvina ist da offensichtlich ganz anderer Meinung.


    Corvina scheint eine sehr engstirnige und unsympatische Person zu sein. Ich mochte ihn von Anfang an überhaupt nicht [-( .

    "Er liebte sie so unbändig. So unbändig, dass er niemals wieder um ihre Lippen bat und ohne sie ins Grab gehen würde " (Die Bücherdiebin)

  • Pop-Up


    Das Kapitel empfand ich als ziemlich langweilig. Es interessiert sich so gar nicht, wer Grumble ist, wo er sitzt oder was er macht. Das sind die kleinen Abschnitte, die man entweder ganz weglassen hätte können oder zu ein paar wenigen Sätzen zusammenraffen können. Zum Teil sind mir das zu viele Informationen, zu viele Details.


    Das schwarze Loch


    Clay vergisst die Zeit und alles andere um sich herum. Ich weiß ja nicht, es zerstört jetzt nicht das ganze Buch für mich, aber ich finde einfach, dass das nicht besonders glaubwürdig ist. Er ist dort eingebrochen, ist nervös und vergisst dann die Zeit?! Hat mich gestört und da er sowieso ohne nennenswerte Probleme wieder zu seinen Freunden zurückkommt, hätte man es auch weglassen können.


    Die Drachenlied-Chroniken, Band II


    Endlich erfährt man, warum der Autor so auf Kats Mitgliedschaft in dieser Googlerunde herumgeritten hat. Ich hatte mich vorher schon gefragt, warum das so häufig erwähnt wird. Nur so kann sie dafür sorgen, dass sich Google dem Buch annimmt.

  • Bevor ich eure Beiträge zu diesem Kapitel lese, werde ich erst einmal meine schreiben :)


    Kat, Neel und Clay befinden sich in New York, sie beobachten das Haus, in dem sich die Buchhandlung "Ungebrochener Buchrücken" befindet. Diese sollte das Ziel von Mr. Penumbra sein, der mit dem Zug um 12:01 Uhr mit dem Zug ankommen sollte.
    Durch das Fernglas kann Clay einen Mann beobachtet, der die besagte Buchhandlung öffnet.


    Dann fährt Penumbra mit einem Taxi vor die Buchhandlung. Mr. Penumbra ist erfreunt Clay, den vermutlich selbstsamsten Vekäufer, den diese Gemeinschaft seit fünfhundert Jahrenerlebt hat zu sehen. :friends: Mr. Penumbra klärt Clay auf, dass er nicht nach Manhatten gekommen ist um übe eine Bestrafung zu sprechen, sondern um ein Anliegen (Computer) vorzutragen.


    Sehr überraschend zieht Mr. Penumbra gleich vier E-Reader aus seiner Tasche + er hat nich einen dabei (ohne Logo, einen Prototypen) Das Gehäuse ist aus Stoff, wie bei einem Hardcover-Buch :love:


    Nachdem Mr. Penumbra in der Bibliothek war, haben sie vereinbart, sich im Dolphin and Anchor (einer Kneipe für Bibliophile) zu treffen. Die drei Freunde warten auf Mr. Penumbra.
    Was eine tolle Idee - ein Büchergreff - in einer Kneipe! Ich würde dort wohl auch gerne einmal einen Tee trinken und in dem ein oder anderen Buch lesen und meine Eindrücke hinterlassen :) [-X Toll!


    Mr. ÜPenumbra berichtet von dem Gründer Aldus Manutius des ungebrochenem Buchrückens, die Schüler haben seit Jahrhunderten daran gearbeitet das chiffrierte Buch, was Manutuis nach seinem Tod hinterlassen zu entziffern und seine Botschaft/Geheimnis heraus zu finden.


    Nun wartet der Lesesaal, die vier verlassen die Kneipe.

  • Bis S. 232 ("Das schwarze Loch")


    Auch von diesem Kapitel habe ich irgendwie mehr erwartet... ich dachte, jetzt wo sich Clay in die dunkle Bibliothek schleicht und die beiden Bücher scannen will, passiert irgendetwas Fatales, es gibt eine spannende Wendung, aber nichts. :|
    Irgendwie lese ich zurzeit nur weiter, weil es so schön geschrieben ist, aber die Geschichte an sich plätschert einfach nur so dahin.
    Mal sehen, was bei der Auswertung der Bücher herauskommt und ob Google dabei auch so behilflich sein kann.


    Bis S. 282


    Okay, also das letzte Kapitel war dann schon spannend. Ob die Aktion mit den Fotos wirklich noch zur Geschichte beiträgt oder nur so "nebenbei" einfließen sollte, weiß ich nicht!?
    Aber der Anruf von Corvina - damit habe ich nicht gerechnet. Spannender wäre es allerdings gewesen, wenn Clay einen kleinen Moment länger ins Wanken geraten wäre, ob es wirklich richtig ist, was er und die anderen vorhaben.
    Was Google so alles auf die Beine stellen kann (könnte?) ist ja schon gruselig... Aber ich hätte mit einem anderen Ergebnis gerechnet, weil ja bisher in dem Buch auch immer alles so glatt gelaufen ist :-,


    Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.

    (Hermann Hesse)


    Einmal editiert, zuletzt von Cocolina ()

  • Was ein spannendes Kapitel, wir erfahren, was es mit dem Lesesaal auf sich hat. Die drei Freunde und Mr. Penumbra werden von Mr. Deckle in den Lesesaal geführt. Hier hierscht schon mal ein sehr strukturierte, ordentliche Atmonsphäre, die Handys müssen abgegeben werden, ebenso werden schwarze Robe übergezogen. Auf jedem der Tische befindet sich ein dickes Buch, dieses ist mit Ketten an den Tisch befestigt 8-[ Warum das? Werden so die Spuren der Leser von Tisch zu Tisch aufgezeichnet und nachher mit einander verbunden?
    Mr. Penumbra berichtet, dass jedes Mitglied der Gemeinschaft in die Fußstapfen des GRünders tritt. Jeder schreibet an seinem eigenen (codiertes) Buch, welches kopiert und nach seinem Tod in die Regale gestellt wird.


    Ebenso erfahren wir, dass die Logbücher geführt werden, um sicher zu gehen, dass die Novizen ihr Wissen auch verdient haben.

    Zitat

    "Wir müssen sicher gehen, dass er den Inhalt all dessen, was er sich erarbeitet hat, versteht." (S. 182)

    Alle anderen haben sich die Inhalte erarbeitet, Kat, Neel und Clay haben sich nur eines der Logbücher genommen. Könnte es für sie Konsequenzen haben, dass sie mit Hilfe des Computers und der Technik einen einfachen und schnellen Weg zu Lösung des Rätselns gefunden haben?


    Was passiert denn mit der Buchhandlung von Penumbra? Der Chef Marcus Corvina teilt mit, dass die Unterstützung des Ladens durch die Festina Lente Company beendet ist.
    Corvinia möchte, dass Penumbra in Manhetten bleibt, bzw. wieder zurück kommt.

  • Momentan gefällt mir das Buch wieder sehr viel besser. Heute bin ich sogar mal in einen richtigen Lesefluss gekommen und habe fast 50 Seiten am Stück gelesen.

    Der seltsamste Verkäufer seit fünhundert Jahren:


    Kat, Neel und Clay sind nun in New York und halten vor der Bibliothek Ausschau nach Mr. Penumbra. Während Kat unentwegt auf ihr Handy starrt - da bei Google das neue Produktmanagement bekannt gegeben wird :roll: - beobachtet Clay die Menschen, die das Gebäude in der Zwischenzeit betreten. Neel und Kat diskutieren dann noch über Simulationen und man fragt sich wirklich, warum zur Hölle nicht einmal Google ausgelassen werden konnte. Gott sei Dank taucht dann endlich Mr. Penumbra auf. Natürlich war alles ein Missverständnis und nichts wird verbrannt. Mr. Penumbra will Corvina in Wahrheit ein Anliegen vorbringen und hat dazu fünf Ebook-Reader dabei. Irgendwie kommt es mir komisch vor, dass Mr. Penumbra nun auch zu den "Nerds" in der Geschichte gehört. :-s


    Während Mr. Penumbra also in der Bibliothek ist, warten die anderen drei in einer Bar auf ihn. Diese Bar ist wirklich der Hammer, überall liegen Bücher und Stifte und alle Bücher sind voller hineingekritzelter Diskussionen. :lechz: Natürlich darf Google nicht unerwähnt bleiben in so einem Moment, daher erfährt Kat nun, dass sie nicht zum PM ausgelost wurde. :wink:


    Nach einer Weile kommt Mr. Penumbra dann dazu und man erfährt endlich die wesentlichen Hintergründe der Festina Lente Company. Diese hat ihren Ursprung in Aldus Manutius. Ihm verdankt die FLC auch ihren Wohlstand. U.a. vertreibt sie die Gerritson-Schriftart. Manutius hat bei seinem Tod den "Codex Vitae" hinterlassen, dieser soll u.a die Antwort zur Frage aller Frage enthalten - der des ewigen Lebens. Das Buch ist verschlüsselt und den einzigen Schlüssel hatte Griffo Gerritson. Die Vereinigung des ungebrochenen Buchrückens sieht sich als Schüler des Manutius und versucht daher sein Buch zu entschlüsseln. Wenn dies gelingt, soll jedes Mitglied zu neuem Leben erweckt werden. Auch wenn Clay das ganze immernoch für eine verrückte Sekte hält, ist er auch irgendwie begeistert. Ich bin ein bisschen irritiert, auch wenn man endlich mehr Informationen bekommen hat. Allerdings fand ich die Vorstellung von dem leeren Grab des Manutius ein bisschen gruselig. 8-[


    Leider ist jedoch Mr. Penumbras Plan gescheitert. Er hatte Corvina von Clay "Geniestreich" mit dem Logbuch erzählt, aber dieser ist zu konservativ.


    Codex Vitae


    Zu Viert machen sie sich nun auf den Lesesaal der FLC zu besuchen. :shock: Vorbei an jede Menge Computern, die für den Vertrieb der Lizenzen zuständig sind, landen sie beim Torwächter des Lesesaals, wobei Mr. Penumbra die Drei als Ungebundene ausgibt. Ohne Handy und in schwarze Roben gekleidet landen sie durch einen Geheimgang dann im Lesesaal in einem Kellergewölbe.


    "Das ist eine Bibliothek. Das ist die Bat-Höhle" :lol:


    Die Bat-Höhlen-Bibliothek finde ich sehr cool. Bedauerlich nur, dass der Codex Vitae von Manutius an die Tische gekettet wurden. [-( Es gibt natürlich auch jede Menge seltener Bücher und jede Menge fleissig forschende Mitglieder. Mr. Penumbra erzählt nun auch noch ein wenig mehr über die Hintergründe. So tritt jedes Mitglied in die Fußstapfen des Gründers und verfasst seinen eigenen Codex Vitae. Das ist die Aufgabe der Ungebundenen. Dabei wird das Logbuch verwendet um zu überwachen, dass sich das Mitglied auch sein Wissen verdient hat (und nicht irgendwelche Google-Tricks benutzt hat :wink: ). Wenn dies bestätigt wurde und das Buch vom "Ersten Leser" angenommen, wird das Mitglied zum Gebundenen. Das Buch wird dann verschlüsselt, kopiert und in das Regal gestellt und niemand bekommt es zu lesen, bevor das Mitglied stirbt. :shock: Teilweise konnte man sich diesen Umstand ja inzwischen denken, aber wozu dienen die ganzen verschlüsselten Bücher dann eigentlich? Um das Rätsel für die Novizen zu stellen? Um Wissen aufzubauen für den eigenen Codex Vitae? :-s


    Mr. Penumbra ist davon überzeugt, dass jeder der sein eigenes Buch des Lebens erschafft bei der Entschlüsselung des ursprünglichen Codex Vitae zu neuem Leben erwachen würde. Und auch Clay erinnert sich an das Gefühl der schlummernden Seelen in den Buchrücken. Ich bin gespannt was bei der Entschlüsselung dann wirklich passiert. :bounce:


    Mr. Penumbra erzählt dann von seinem Plan, den Codex Vitae mithilfe von Kat bzw. Google zu entschlüsseln. Er will mit der Tradition brechen, die Technik verbietet. Er hat einen Datenklau im Sinn. Ich bin echt schockiert von diesem Fuchs. :D Dann taucht leider Corvina auf und macht eine ziemliche Szene. Kat, Neel und Clay blamieren sich mit ihrem Unwissen. Corvina verlangt dass Mr. Penumbra zurück nach NY kommt. Er soll seine Novizen und Ungebundene verlassen, die FLC unterstützt ihn nicht mehr. :wuetend:

    Der Bund der Rebellen


    Da Corvina zu störrisch und altmodisch ist, müssen sie sich nun einen Weg überlegen den Codex Vitae des Manutius zu stehlen. Clay erinnert sich dabei an einen Scanner, den GrumbleGear 3000. Clay will mit diesem in der Bibliothek schnell und heimlich das Buch scannen bzw. stehlen. Er ist schließlich der Schurke in der Geschichte. Der ehemalige Mitarbeiter Mr. Penumbras, der nun der Torwächter ist, gibt Clay dazu seinen Schlüssel. allerdings braucht Clay zur Herstellung des Scanners einen Laserschneider. Er startet daher einen Aufruf in Grumbles Forum. Danach gibt erst einmal nichts weiter zu tun und Kat und Clay unterhalten sich über die Kürze des Lebens und die Möglichkeit seinen Kopf einfrieren zu lassen. Würdet ihr das tun wollen? :scratch:

    "Ich frage mich, ob die Sterne leuchten, damit jeder eines Tages den Seinen wiederfinden kann." - Der kleine Prinz

    2 Mal editiert, zuletzt von Illusion ()

  • Nun sind wir also in New York. Natürlich war die ganze Verbannungssache ein Missverständnis und Penumbra lässt sich auch völlig problemlos abfangen. Alles läuft so glatt, wie halt immer. :roll:
    Die Wartezeit vor der Bibliothek fand ich irgendwie verstörend. Neel und Kat leben in einer digitalen Welt und können sich irgendwie nur in Programmiersprache über IT Zeug unterhalten.
    Die bibliophile Bar fand ich aber mal so richtig cool. Die hat sicher was mit dem Geheimbund zu tun. Ich würde auch gern mal in so eine Bar... Das wäre dann wahrscheinlich mein zweites Zuhause. :lol:
    Natürlich darf auch hier Google nicht unerwähnt bleiben. Kat hat's nicht in die Leitung geschafft und Clay würde am Liebsten einen Weltkonzern eröffnen, nur damit seine geliebte Kat da die Führung übernehmen kann. Äh ja. Die beiden kennen sich doch irgendwie noch immer nicht und von Liebe, Zärtlichkeit oder Leidenschaft ist irgendwie keine Spur.
    Penumbra findet es überhaupt nicht seltsam, dass die drei ihn verfolgt haben. Und er akzeptiert auch Kat und Neel völlig ohne irgendwelchen Erklärungen oder Vorstellungen. Er kennt Clay doch auch kaum.
    Die Szenen im Lesesaal und in der Bar haben mir sehr gefallen. Endlich geht es wieder um Bücher, nicht um Busensoftware und Google. Ich find's nur seltsam, dass Penumbra nicht nur Clay, sondern auch dessen wildfremde Freunde sofort alles über den Geheimbund erzählt und sie in ihr tiefstes Innerstes führt, obwohl sie doch irgendwie gar nichts geleistet haben. Besonders Neel hat ja nur den Trip nach New York gesponsert und hatte sonst noch gar nichts mit dem Ganzen zu tun.


    Irgendwie hab ich trotz der letzten Kapitel, die mir durchaus gefallen haben, irgendwie die Lust am Lesen verloren gegangen. Alle Probleme werden ruckzuck gelöst, es läuft alles glatt. Clay und Kat sind mir unsympathisch, Penumbra und Neel sind mir zu blass. Das ganze sinnlose Gefasel über Computer geht mir auch auf den Geist und obwohl der Autor einen durchaus charmanten Schreibstil hat, finde ich mich im Großen und Ganzen doch immer mehr gelangweilt. :|

    "If you have never said "Excuse me" to a parking meter or bashed your shins on a fireplug, you are probably wasting too much valuable reading time."
    (Sherri Chasin Calvo)


    “I am not eccentric. It's just that I am more alive than most people. I am an unpopular electric eel set in a pond of catfish.” (Edith Sitwell)


    Alles rundum LGBT+ Bücher gibt's auf Scattered Thoughts and Rogue Words

  • Ich habe jetzt zwei Tage nicht geschrieben, aber gelesen. :loool: Ich habe diesen Abschnitt auch eben fertig gelesen, so dass ich jetzt erstmal meinen Eindruck schreiben werde und dann nachlese, was ihr alles geschrieben und diskutiert habt.


    Bis S. 282 - Ende dieses Abschittes
    Vorweg, zwei Grundfeststellungen, die ich aus dem ersten Abschnitt mitgebracht habe bzw. die sich inzwischen in meiner Wahrnehmung des Buches geändert haben.
    1. Ich bin defeinitiv jetzt im Buch, habe mich an den stellenweise immer noch recht chaotischen und abstrusen Aufbau gewöhnt und es liest sich immer spannender und runder. Manche Schilderungen der Personen, deren Gedankengänge und Verhaltensweisen kann ich zwar noch immer nicht nachvollziehen, aber es sind immerhin die Figuren des Autors, die er sich ausgedacht hat und denen er das Leben einhaucht, daher muss ich sie so mögen (oder Nicht-mögen) wie sie sind.
    2. Google spielt definitiv eine große Rolle im Buch. Mich stört es nicht, dass der Sloan das Wort ständig wiederholt, Google ist halt Google und nicht irgendeine Suchmaschine, Googler sind offenbar teil des Google-Universums und nicht Mitarbeiter, Arbeitskollegen oder Angestellte eines IT-Dienstes. Dahinter steckt offenbar eine Philosophie und pure Absicht in der Erzählweise, die meiner Meinung nach auch absolut ins Buch passt.
    Jetzt zum eigentlichen Fortlauf der Geschichte:
    In New York lernt die Abenteurergruppe (Krieger, Zauberin und Schurke) weitere Mitglieder der Geheimgesellschaft kennen und erfährt vom weisen Yoda Penumbra vieles über den Zweck der Verbindung, lernt den Lesesaal und die Aufgaben der Novizen, Ungebundenen und Gebundenen Mitglieder kennen und letztlich den großen ersten Leser Corvina persönlich.
    Penumbra und Corvina, alte Freunde, beide zweifelsohne einflussreich und angesehen innerhalb der Organisation, wenngleich sie absolut unterschiedliche Ansätze im Erreichen des Zieles haben. Corvina schwört auf die traditionelle, althergebrachte Herangehensweise das Geheimnis von Manutius Codex Vitae zu ergründen (wobei ich ihm das nicht wirklich glaube, ich denke er spielt ein Spiel und verheimlicht seinen Brüdern und Schwestern etwas) und Penumbra ist derjenige, der zwar etwas ungeübt aber absolut fasziniert von den technologischen Möglichkeiten diese auch durchaus nutzen will. Möglicherweise auch getrieben von etwas Neid oder Eifersucht auf Corvinus, der ja jünger ist aber trotzdem höher im Rang steht. Jedenfalls habe ich auch das Gefühl, das der Scan von Penumbras Codex Vitae, den Clay heimlich gemacht hat noch eine große Rolle spielen wird Penumbra hat auch noch nicht alles gesagt was wichtig sein könnte bzw. trägt auch noch ein Geheimnis mit sich herum.
    Ansonsten waren die Schidlerungen vor allem die Scan Aktion im Lesesaal äußerst spannend geschildert. Sloan versteht es bei allen skurilen Überzeichnungen seiner Charaktere mit viel Situationskomik und Spannung zu erzählen. Ich werde sicher schnell weiterlesen um zu sehen, worauf es hinausläuft.


    Ich habe zwar schon eine Idee ...


    ... mal sehen, ob es sich so entwickelt.

    "Die wahrhaft menschliche Qualität besteht nicht aus Intelligenz, sondern aus Phantasie." - Terry Pratchett


    :study:

    Nur ein Ohrfeige - Christos Tsiolkas

    London - Die Biografie - Peter Ackroyd


    :bewertung1von5: 2018: 30 :bewertung1von5:

  • Am besten gefallen in diesem Kapitel hat mir die Beschreibung der Kneipe oder besser gesagt der bibliophilen Kneipe. Dort gibt es jede Menge Bücher, in denen die Besucher lesen und Kommentare anmerken können. Ich bin zwar kein Freund von Notizen in Büchern (zumindest nicht in meinen eigenen), aber der Besuch eines solchen Lokals wäre doch traumhaft.

    Ja, die Beschreibung der Kneipe ist einfach toll, dort würde ich sofort Stammgast werden :love: :wink:

    Mir gefällt die Beschreibung dieses Lokals auch! Hört sich an, als könnte man sich dort wohlfühlen. Und die dort herumliegenden Bücher sind wohl sowas wie ein Büchertreff auf Papier :D.


    Die Kneipe finde ich auch spitze, Stammgast wäre ich hier sicherlich auch. Sie hat mir atmoshärisch noch besser gefallen als der Lesesaal. Die Namensgebung mit der Verbindung zu Manutius ist ebenfalls einfach Klasse.



    Finde ich irgendwie schön, dass das so immer wieder auftaucht, manches von dem ich dachte der Autor hat es vergessen greift er zumindest immer mal wieder auf. Und irgendwie würde ich diese Trilogie ja gerne mal lesen...


    Ich glaube ja inzwischen, Sloans Geschichte hat keine Zufälle oder losen Enden, die er nicht wieder aufgreift, dafür bin ich schon zu oft eines besseren belehrt worden. Das macht aber gerade seinen Schreibstil aus, der mich mit fortgeschrittenem Lesen des Buches immer mehr begeistert.




    Zum Thema "ewig leben"
    Ich glaube nicht, dass sich bei dem Rätsel von Manutius tatsächlich um ewiges Leben im wahrsten Sinne des Wortes handelt, sondern vermute eher sowas wie, Bücher sind für die Ewigkeit und indem andere sie lesen "leben" die Autoren ewig.

    Ok, das hatte ich noch nicht gelesen als ich meinen Beitrag oben gespoilert habe :wink: aber ich glaube auch, genau darauf läuft es hinaus. Und Moffat hat es bereits gelöst und mit der Veröffentlichung der Drachenlied Chroniken III genau das getan, seine Codex Vitae bzw. sein "Lebenswerk" veröffentlicht und sich somit unsterblich gemacht.
    Ich glaube aber weiter, dass es noch irgendeinen Knalleffekt geben wird: Sowas wie ...

    :mrgreen:

    "Die wahrhaft menschliche Qualität besteht nicht aus Intelligenz, sondern aus Phantasie." - Terry Pratchett


    :study:

    Nur ein Ohrfeige - Christos Tsiolkas

    London - Die Biografie - Peter Ackroyd


    :bewertung1von5: 2018: 30 :bewertung1von5:


  • Ich glaube aber weiter, dass es noch irgendeinen Knalleffekt geben wird: Sowas wie ...


    Ha, was für eine kreative Idee!! :D
    Das gefällt mir!

    Ich lese gerade


    “Words are pale shadows of forgotten names. As names have power, words have power. Words can light fires in the minds of men. Words can wring tears from the hardest hearts.”
    ― Patrick Rothfuss, The Name of the Wind

  • Ich habe gestern auch noch den 2. Teil beendet. Mittlerweile hat mich das Buch wieder wesentlich mehr gepackt und nach dem Knall am Ende dieses Abschnittes bin ich wirklich gespannt darauf wie es weiter geht.


    Dazu treffen sie eine ganze Reihe Vorbereitunen u.a. einen Buch-Scanner aus Pappe. Irgendwie eine schräge Idee, die mich aber an die vielen Bastelanleitungen erinnert, die so im Internet rumschwirren.


    Ich hab mich auch gefragt, wie sowas aussehen könnte, damit man es zusammenklappen und überall hin mitnehmen könnte. Ein wenig unrealistisch war für mich aber, dass der Scanner ohne Probleme dem Codex Vitae standgehalten hat. Das scheint ja schon ein ganz schöner Schinken zu sein und das alles auf ein bisschen Pappe :shock: ?!


    Sehr schräg finde ich auch die Idee mit der Unsterblichkeit, das passt irgendwie nicht so recht...aber das ist wohl der Fantasy-Anteil.


    Ich bin auch, wie viele andere hier, der Meinung, dass es nicht um die Unsterblichkeit im eigentlichen Sinne geht sondern eher darum, der Nachwelt etwas von seinem Wissen zu hinterlassen und dadurch unsterblich zu werden.


    Clay bekommt von Deckle einen Schlüssel um Nachts in die Bibliothek zu gelangen


    Deckle war mir von Anfang an sympatisch. Er scheint sich schon viele Gedanken über Corvinas Engstirnigkeit gemacht und auch schon viele Kämpfe mit ihm ausgefochten zu haben


    Er scannt nicht nur den MANVTIVS sondern auch Penumbras Buch.


    Das finde ich einen großen Eingriff in die Privatsphäre von Penumbra. Ich bin mir noch nicht so ganz sicher, was ich davon halten soll. Allerdings bin ich natürlich auch neugierig was drin steht 8-[


    So ich musste einfach weiterlesen. Auch wenn sich das irgendwie ganz anders entwickelt als ich es vorher vom Buch erwartet hatte fasziniert es mich irgendwie.


    Für mich geht das Buch mittlerweile auch in eine ganz andere Richtung, als ich Anfangs erwartet habe, aber bisher gefällt es mir wieder richtig gut bis auf ein paar kleine "Aussetzer" zwischendurch.


    Cat ist nun Teil des Produktmanagements bei Google (das das zumindest teilweise so läuft habe ich übrigens auch schon gehört, also nicht so aus der Luft gegriffen wie man vielleicht meint) und sie steuert dort ein Projekt ein um das Buch zu dekodieren. Das hat mich dann doch sehr gestört - kopieren ist ja eine Sache, letztlich alle Daten an Google "verkaufen", nein, das ist doch irgendwie ein böser Bruch. Geht es euch auch so?


    Für mich war auch das Einbeziehen von Google definitiv der falsche Weg. Sie hätten sich selbst daran machen können den Code zu knacken. Schließlich haben sie mit Kat und Neel zwei wirklich gute Programmierer. Der Codex gehört einfach dem Orden und der hat sehr viel Arbeit betrieben um ihn geheim zu halten. Ihn jetzt einfach DER Datenkrake schlechthin bereitzustellen finde ich unverantwortlich.


    Neben dem Dekodierungsprojekt versucht Clay die Buchhandlung zu retten, da der ja die weitere Finanzierung entzogen wurde. Finde ich ein nettes Engagement von ihm, ob von Erfolg gekrönt mal sehen. Fände ich ja schön wenn diese erhalten bliebe, einfach weil ich mich durch die Beschreibung irgendwie schon darin verliebt habe


    Das fand ich auch toll. Es macht einem Clay direkt sympatisch mit wieviel Engagement er rangeht um die Buchhandlung doch noch zu retten.


    Nun ja auf jeden Fall taucht Mat mit Neel auf um den Laden zu dokumentieren und hinterher ein Modell zu bauen. Vollkommen verrückt aber irgendwie eine niedliche Idee - und passend zu der ganzen etwas verrückten Atmosphäre. Würde ich ja gerne mal sehen.


    Die Idee fand ich sehr schön den Laden für die Nachwelt zu erhalten, so wie er ist. Ich frage mich aber, ob die Gruppe für die Bilder nicht noch Verwendung bekommen wird. Sloan hat uns ja gezeigt, dass in dem Buch eigentlich nichts wirklich ohne Grund geschieht.


    Schön finde ich das Neel und Mat sich zu verstehen scheinen, irgendwie mag ich diese beiden schrulligen Charaktere, die für mich definitiv am lebendigsten im Buch rüberkommen


    Die Zusammenarbeit der Beiden fand ich auch toll. Sie ergeben ein gutes Team.


    sie findet nichts, die Technik-Macht hat erst einmal versagt Das finde ich ein hübsches Zeichen zum Abschluss dieses Abschnitts, denn es widerspricht ein bisschen dem bisherigen Tenor - umso mehr kommt die Frage bei mir auf: WIE GEHT ES JETZT WEITER!


    Irgendwie musste ich mir da auch ins Fäustchen lachen, dass die tolle Google Übermacht es nicht geschafft hat den Codex zu knacken. Sehr leid tat es mir aber für Mr. Penumbra und seine Novizen. Denen hätte ich gegönnt, dass sie endlich erfahren, was in dem Codex steht.


    Während der Computer den Manvtivs verarbeitet, erfahren sie mehr über Moffat. Dieser war auch in der Gemeinschaft, hat aber seinen Codex Vitae zurückgezogen und als dritten Teil der Drachenlied-Chroniken veröffentlicht.


    Das hat mich auch sehr überrascht. Ich denke auch, dass Moffat noch eine Rolle spielen wird. Wenn Sloan schon so einen Aufwand betreibt, ihn in die Geschichte einzubinden muss er auch was beizusteuern haben.


    So viel Angst macht mir Corvina auch nicht. Aber warum will er unbedingt verhindern, dass das Rätsel gelöst wird.


    Ich habe mich auch schon gefragt, on Corvina vielleicht mehr weiß als er zugeben möchte.

    Corvina ist das Negativbeispiel auf der einen Seite und Kat mit ihrer Googlehörigkeit auf der anderen Seite. DAS finde ich bisher richtig klasse an diesem Buch...


    Auf diese Idee bin ich noch gar nicht gekommen :thumleft: . Wirklich ein schöner Gegensatz.


    Ich glaube, dass Moffat das Rätsel vielleicht gelöst haben könnte und die Lösung in gewisser Weise sogar veröffentlicht hat.


    Ich weiß nich, ob es wirklich die Lösung des Rätsels ist, die er veröffentlicht hat, aber auf jeden Fall muss es etwas damit zu tun haben.


    Googlegedöns und Nervkat


    :lol:


    Als Clay die Mitgliedsnummer von Moffat las, war mir sofort klar, wo ich die Nummer schon gelesen habe, nämlich in dem Buch in der Kneipe in New York, in dem Clay blätterte


    Den Verdacht hatte ich auch schon, habe gestern aber nicht mehr nachgeschaut, ob es die selbe Nummer war.


    Auf jedem der Tische befindet sich ein dickes Buch, dieses ist mit Ketten an den Tisch befestigt Warum das? Werden so die Spuren der Leser von Tisch zu Tisch aufgezeichnet und nachher mit einander verbunden?


    Wenn ich das richtig verstanden habe, ist auf jeden Tisch das selbe Buch, der Codex Vitae und sie sind angekettet, damit sie nicht aus dem Lesesaal entwendet werden. Vermutlich wurden mehrere Exemplare gedruckt um den Ungebundenen ein einfacheres Studium zu ermöglichen.

    "Er liebte sie so unbändig. So unbändig, dass er niemals wieder um ihre Lippen bat und ohne sie ins Grab gehen würde " (Die Bücherdiebin)

  • Das ultimative OK


    Am Ende des Kapitels war mein erster Gedanke, was Kat eigentlich für ne blöde Kuh ist. Egoistisch und trotz unbestreitbarer Intelligenz unsagbar dumm. Sie hat sich so sehr in ihre Ideen verrannt, dass Dinge recht und links von ihr gar nicht wahr nimmt. Clay dagegen war mir sehr sympathisch, er versucht tatsächlich aus dem Buchladen ein richtiges Geschäft zu machen, ich glaube nicht, dass es ihm gelingt, aber der Versuch zählt. Aber leider hat selbst Penumbra daran auch kein Interesse, es scheint so, als wäre der Laden immer nur Tarnung gewesen und Bücher an sich bedeuten Penumbra auch nicht mehr als anderen Leuten.


    Der Anruf


    Corvina meldet sich bei Clay, um ihn zu überreden, Penumbra aufzuhalten. Clay entscheidet sich dagegen, fühlt sich als Freund verpflichtet, Penumbra zu unterstützen. Das ist zwar sehr lobenswert, aber mit einem hat Corvina schon recht, Clay kennt Penumbra weder so lange noch so gut wie Corvina. Allerdings ist mir nicht klar, was großartig mit Penumbra passieren sollte, wenn sein Vorhaben nicht klappen sollte.


    Eine richtig große Kanone


    Der große Tag ist da und bringt leider so gar nichts. Jetzt steht die Frage im Raum, ob es überhaupt einen Code gab, den man knacken konnte. Oder der Code lässt sich tatsächlich nur über herkömmliche Fleißarbeit lösen und eben nicht mit Technik. Für Penumbra, Clay und die anderen tut es mir leid, Kat hat diesen gehörigen Dämpfer wohl gebraucht. Penumbra verschwindet; nur aus Enttäuschung? Ich habe ein bisschen Angst, dass er nicht mehr auftauchen wird...

  • Der einzige Lichtblick ist immer wieder Mr. Penumbra, der leider etwas wenig vorkommt.

    Zu Penumbra muss ich sagen, dass ich da total enttäuscht bin. Ich würde nicht soweit gehen, zu sagen, dass er mir unsympathisch ist, aber zumindest sehr undurchsichtig. Er ist mir einfach zu opportunistisch, siehe das Zitat unten, er hat keinerlei Skrupel die Logbücher bzw. das Buch der Bücher an Google zu geben. Da kann ich auch nicht Google oder Kat dann die Schuld geben. Auch sein Verhalten bzw. seine Gleichgültigkeit gegenüber dem Buchladen, in dem er immerhin 31 Jahre zugebracht hat, macht ihn nicht gerade zum Helden. Ich glaube, ich wollte ihn unbedingt als alten, schrulligen, aber cleveren Buchhändler sehen, dass ich jetzt enttäuscht bin, dass er das nicht ist.


    Das hat mich dann doch sehr gestört - kopieren ist ja eine Sache, letztlich alle Daten an Google "verkaufen", nein, das ist doch irgendwie ein böser Bruch. Geht es euch auch so?

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