Saskia Berwein - Herzenskälte

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  • Autorenporträt:


    Zitat

    Saskia Berwein wurde 1981 in der Nähe von Frankfurt a.M. geboren. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Justizfachangestellten, die den Ermittlungen von Leitner und Grohmann genau das richtige Maß an Authentizität verleiht. Ihre Liebe zum Lesen führte zur Entstehung ihres ersten eigenen Romans. Saskia Berwein wohnt mit ihrem Lebensgefährten in Mühlheim am Main.


    Quelle: Verlagsseite


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    Frisch verheiratet und bereits tot: Als perfekte Braut ausgestellt wird die Leiche einer jungen Frau im Schaufenster eines Hochzeitsplaners gefunden. Ihr Herz wurde entfernt und dient dem Täter scheinbar als Trophäe. Jennifer Leitner und Oliver Grohmann vermuten zuerst ein Verbrechen aus Leidenschaft. Doch dann taucht ein weiterer Toter auf, grausam verstümmelt – und das Herz aus der Brust gerissen ...


    Quelle: Klappentext


    Meine Meinung:


    Mit „Herzenskälte“ hat die deutsche Thrillerautorin Saskia Berwein den zweiten Band mit dem Ermittlerteam Leitner und Grohmann ins Rennen geschickt. Das perfekt auf das Thema zugeschnittene Cover ist für Thrillerfans ein echter Leckerbissen. Die mit Blut verschmierte Rasierklinge offenbart dem Leser schon gleich, dass der Roman nichts für schwache Nerven ist.


    Kommissarin Jennifer Leitner und Staatsanwalt Oliver Grohmann machen sich auch in diesem kniffeligen Fall wieder zusammen auf die Jagd nach einem Serienmörder. Lemanshain: Es ist Valentinstag und im Schaufenster eines Hochzeitsplaners wird die Leiche einer jungen Frau entdeckt, zurecht gemacht wie eine Braut, glücklich lächelnd. Die Obduktion bringt ans Tageslicht, dass der Täter ihr das Herz herausgeschnitten hat. Während das Team zunächst von einer Beziehungstat ausgeht, werden sie bereits wenige Tage später eines Besseren belehrt. Dieses Mal ist das Opfer männlich und auch in diesem Fall fehlt das Herz. Anders als bei der jungen Frau, scheint es der Täter jedoch nicht fachmännisch entfernt, sondern regelrecht herausgerissen zu haben. Und während er sich bei der ersten Leiche auffallend Mühe beim Zurechtmachen gegeben hat, gleicht Opfer Nr. 2 eher einem zähnefletschenden Tier. Nicht einmal die Kleidung hat der Mörder ihm gelassen. Für die beiden Ermittler beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn das grausame Werk hat gerade erst seinen Anfang gefunden …


    Dieser Thriller hält, was sein Klappentext verspricht und präsentiert Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Bereits der Prolog hat es in sich und hier zeigt sich sehr schnell, ob ein Weiterlesen ratsam ist, denn die Autorin sorgt dafür, dass der Leser dem Mörder bei der Entnahme des Herzens über die Schulter gucken kann. Die sehr detaillierten Beschreibungen und der bildhafte Schreibstil der Autorin ziehen sich durch die ganze Geschichte und ließen mich zwischendurch immer wieder den Atem anhalten, gerade weil es so authentisch wirkt. Ich liebe es, wenn ich in Krimis oder Thrillern bei der Suche nach dem Täter miträtseln kann. Mehr als einmal hat mich die Autorin mit Wendungen überrascht und ich muss zugeben, dass ich auf den Täter nicht gekommen bin, bei der Auflösung aber gedacht habe: Ok, ich habe diese Person bewusst wahrgenommen, sie ist mir in Erinnerung geblieben, aber in Verdacht hatte ich sie nicht. Und genau so soll es sein – hier ein dickes Lob an Frau Berwein.


    Positiv ins Auge sticht auf jeden Fall auch die Weiterentwicklung der Protagonisten. Vor allen Dingen Oliver Grohmann, der im ersten Band noch etwas zu kurz kam, ist näher in den Fokus gerückt. Ich habe sehr viel über seine Vergangenheit erfahren können. Seine 14-jährige Tochter Hannah, die eigentlich bei seiner Exfrau lebt, zieht kurzerhand bei ihrem Vater ein und stellt das mehr oder weniger geordnete Leben des Staatsanwaltes gehörig auf den Kopf. Sie spielt in dieser Geschichte keine unbedeutende Rolle. Mehr werde ich an dieser Stelle aber nicht verraten.


    Die Zusammenarbeit zwischen Oliver und Jennifer ist erfrischend umkompliziert, wenn man von ihren Gefühlen, die sie füreinander hegen, sich derer aber noch gar nicht so bewusst sind, mal absieht. Über so manche Situation musste ich mehr als einmal schmunzeln. Aber hier spannt uns Saskia Berwein noch ein wenig auf die Folter, ob aus den Zweien etwas wird oder nicht.


    Begeistert hat mich die Tatsache, dass die Autorin sich vom Schreibstil her noch gesteigert hat. Der erste Band hat von mir vier Sterne in der Bewertung bekommen, mit dem Zusatz, dass Frau Berwein ruhig noch ein bisschen Gas geben dürfte. Das ist ihr mit diesem Titel hervorragend gelungen, sodass ich gerne fünf Sterne vergebe. Wer also einen spannenden Thriller mit viel Wortwitz und sympathischen Protagonisten sucht, der liegt mit „Herzenskälte“ genau richtig. Ein dritter Band aus der Reihe mit dem Namen „Seelenweh“ erscheint übrigens im September dieses Jahres und steht schon auf meiner „musthave-Liste“.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:


    Reihenfolge der Leitner / Grohmann-Bände:


    1. Todeszeichen
    2. Herzenskälte
    3. Seelenweh (erscheint im September 2014)

    "Wirklich reich ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann!"


    :love: :love: :love:

  • Reihenfolge der Leitner / Grohmann-Bände:


    1. Todeszeichen
    2. Herzenskälte
    3. Seelenweh (erscheint im September 2014)


    Das ist gar nicht nötig dazuzuschreiben oben beim Cover steht die Reihe dabei und wenn nicht dann bitte gleich melden. :lol:

    :study: Ich bin alt genug, um zu tun, was ich will und jung genug, um daran Spaß zu haben. :totlach:

  • Im Schaufenster eines Hochzeitplaners wird eine Leiche ausgestellt, eine Leiche einer Frau als ideale Braut. Jedoch fehlt ihr Herz. Dieses wurde nämlich entfernt. Zunächst befürchtet das Ermittlerteam Leitner und Grohmann ein Verbrechen aus Leidenschaft. Doch plötzlich gibt es einen weiteren Toten. Ihm fehlt ebenfalls das Herz.



    "Herzenskälte" ist der 2. Fall für Leitner und Grohmann. Um die Geschichte zu verstehen, muss man nicht "Todeszeichen", den 1. Fall, kennen. Allerdings wäre es einleuchtend, um die Entwicklung der Charaktere zu beobachten und einen tieferen Einblick zu gewinnen.


    Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und tief beleuchtet. Vor allem Grohmann und sein Privatleben spielen in dieser Geschichte eine besondere Rolle. Dadurch erhält man als Leser einen Blick in sein Leben, wodurch man ihn besser kennen lernt und sich mit ihm sogar anfreunden kann. Hannah, seine Tochter, nimmt eine gewisse Rolle in der Geschichte ein und bereichert dem Leser besondere, stimmungsvolle Lesestunden. Von meiner Seite aus ist es ein Vergnügen gewesen, sie kennen zu lernen.
    Grohmannund Leitner sind unterschiedliche Charaktere. Grohmann ist eher der gelassene, ruhige Typ, wohingegen Leitner dominant und stur ist. Dennoch ergänzen sich hervorragend als Team und haben mich bestens unterhalten.


    Bei dieser Geschichte ist Spannung garantiert. Man rätselt und fiebert ständig mit. Stets begegnet man auf Überraschungen, die die
    Spannung erhöhen und zum Lesen mitreißen. Es ist wirklich beachtlich, wie ich auch zwischendurch auf der falschen Fährte war, was den Mörder anging. Da hat Saskia Berwein es schön geschickt gefädelt.
    Ebenso finde ich es auch abwechslungsreich, dass wenige, aber leidenschaftliche Stellen in der Geschichte enthalten sind. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Saskia Berwein ein erfolgreiches Buch in diesem Genre schreiben kann.
    Was mir besonders gut gefallen hat, ist der psychologische Hintergrund der Geschichte. Er hat mich sogar dazu angespornt, im Internet zu recherchieren und mein Wissen zu bereichern. Letzten Endes ist für mich aber das Ergebnis sehr erschreckend gewesen.



    Fazit
    "Herzenskälte" ist ein großartiger Thriller. Eine absolute Leseempfehlung für alle Thrillerfans. Ich freue mich schon auf den 3.
    Fall "Seelenweh". Ich bin überzeugt, dass er auch hervorragend wird.

  • Es ist der zweite Teil aus der Reihe um Jennifer Leitner und Oliver Grohmann
    Auch diese Buch habe ich gewonnen und in einer LR gelesen. Es hat wieder großen Spaß gemacht und ich hatte beim Lesen den Eindruck, dass sich der bißchen hölzerne unsichere Schreibstil aus Band 1 der Autorin gelegt hat und nun flüssiger ist.
    Das Buch fängt, ebenso wie bei Bd.1 mit einem harten Prolog an, der nichts für schwache Nerven ist.
    Dann folgen jeweils ein Kapitel um die jeweiligen Protagonisten, was mir den Einstieg sehr erleichtert hat, denn zwischen Bd. 1 und 2 liegen knapp ein halbens Jahr und unzählige andere Reihen und Serienprotagonisten. Da ist es immer einfacher, wenn man mit den Charaktern nochmal warm werden kann, bevor man mit ihnen auf Mörderjagd geht ;-)
    Aber mit Kapitel 3 geht es gleich temporeich los.
    Der Plot ist rasant und die Morde folgen rasch aufeinander und das Ganze endet in einem spannenden, wendungsreichen, stimmigen Ende mit dem Gewissen Etwas.
    Mir hat das Buch, speziell weil es eben auch wieder in einer sehr schreib- und diskutierfreudigen Leserunde stattfand, sehr großen Spaß gemacht. Die Autorin war mit von der Partie und ist auf jeden Kommentar, Frage, Kritik oder Lob eingegangen. Sie ist sehr sympatisch.
    Von meiner Seite gab es drei kleiner Kritikpunkte, die aber mehrheitlich als nicht so schlimm gewertet wurden, ich bin da vielleicht kleinlich.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

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