Prammer, Theresa - Die Rettung der Regenwürmer

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  • ISBN: 3944264282
    Erschienen bei: Swb Verlag
    Seitenzahl: 289


    Autorenportrait:
    (Quelle: Buchcover/Verlag)


    Theresa Prammer, 1974 in Wien geboren, gab als Berufsziele schon sehr früh an: Schauspielerin und Autorin. Sie absolvierte die Schauspielschule und trat in zahlreichen Film- und Theaterproduktionen auf. "Die Rettung der Regenwürmer" ist ihr erster Roman. Mit ihrem Mann lebt sie abwechselnd in Wien und in Reichenau an der Rax, wo sie bereits am nächsten Roman, einem Krimi, schreibt.


    Kurzbeschreibung:
    (Quelle: Buchcover/Verlag)


    Angelika Neuhauser ist eine 32-jährige Frau mit Defiziten. Zudem gelingt es ihr vortrefflich, wirklich kein Fettnäpfchen auszulassen. Und ihren Glauben an die Liebe hat sie längst dazu gestellt, in die Abstellkammer unverwirklichen Träume. doch sie hat Glück, der Himmelsbote Francis bekommt sie als Auftrag, hat aber nur sieben Tage Zeit, Angelika auf den richtigen Weg zu bringen. Und er hat Weidersacher, die ihm den Erfolg nicht gönnen und ihn lieber im Fegefeuer sähen. Eine turbulente Woche, in der nicht nur bei Angelika Tränen fließen; vor Trauer, vor Rührung und vor Lachen.


    Meine Meinung:


    Eine lebhafte Geschichte von den Menschen und den Engeln. Die Hauptprotagonistin des Romans ist eine junge Frau, die einem auffällt. Doch leider nicht so ganz in einem positiven Sinne, Angelika ist dafür bekannt, kein Fettnäpfchen auslassen zu könne. Obwohl sie in einem Beruf tätig ist, bei dem man sich eine geordnete, seriöse Frau vorstellt, die alles im Griff hat, ist das Leben von Angelika alles andere als geordnet. Ihr Job als Angestellte einer Versicherung lässt zum Wünschen übrig, der Erfolg bleibt aus, aber auch in ihrem Privatleben sieht es nicht viel besser aus. Da gibt es auch einige Probleme, die man lösen sollte. Doch gerade das fehlt der Hauptprotagonistin schwer: sie ist überfordert, unsicher, inkonsequent und zu gutem Letzt, findet sie, dass sie keineswegs attraktiv ist. Was natürlich ihrem Selbstwertgefühl nur schadet. Sie ist so weit, endgültige Schlusslinie zu ziehen, doch auch daraus wird nichts... Ihr zu Hilfe kommt Francis, der als himmlischer Angestellter, Himmelsbote, genauer gesagt, tätig ist und niemanden geringeren als Frank Sinatra verdächtig ähnlich aussieht... All zu viel Zeit hat er allerdings nicht, um seinen Auftrag zu erfühlen, nur sieben Tage stehen ihm zu Verfügung...


    Liebevoll zeichnete die Autorin ihre Protagonisten. In einem leichten Ton wird die Geschichte von Angelika und ihrem persönlichen "Helfer aus der Jenseits" erzählt. Mit vielen Momenten zum Schmunzeln, aber auch zum Traurigsein. Auf mich wirkte die Geschichte ein wenig verworren: Ich habe Zeit gebraucht, mich in die Handlung einzulesen, und zwischen den wechselnden Handlungsebenen: auf der Erde, im Fegefeuer und im Himmelsgewölbe, einer Zwischenstation zwischen Erde und Paradies mich lesetechnisch frei zu bewegen. Sehr schön fand ich in diesem Zusammenhang, dass alle Ebenen und auch die zeitlichen Angaben über die Kapiteln verzeichnet waren, das war hilfreich um den Überblick zu behalten. Insgesamt eine unterhaltsame leichte Lektüre mit sympathischen Hauptcharakteren für Zwischendurch.


    Das Zitat am Anfang des Romans fand ich schön gewählt:
    "Würdest Du mir bitte sagen, wie ich von hier aus weitergehen soll?"
    "Das hängst zum großen Teil davon ab, wohin Du möchtest", sagte die Katze.

    (aus "Alice im Wunderland" von Carroll Lewis)


    von mir :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    2021: Bücher: 9/Seiten: 3 964
    2020: Bücher: 139/Seiten: 60 837
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    "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"

    Dalai Lama

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