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John Green, Maureen Johnson, Lauren Myracle - Let it Snow: Three Holiday Romances

Let It Snow

3.5 von 5 Sternen bei 5 Bewertungen

Verlag: Speak

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 368

ISBN: 9780147515018

Termin: September 2014

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  • Klappentext:
    An ill-timed storm on Christmas Eve buries the residents of Gracetown under multiple feet of snow and causes quite a bit of chaos. One brave soul ventures out into the storm from her stranded train and sets off a chain of events that will change quite a few lives. Over the next three days one girl takes a risky shortcut with an adorable stranger, three friends set out to win a race to the Waffle House (and the hash brown spoils), and the fate of a teacup pig falls into the hands of a lovesick barista.


    A trio of today's bestselling authors – John Green, Maureen Johnson, and Lauren Myracle – brings all the magic of the holidays to life in three hilarious and charming interconnected tales of love, romance, and kisses that will steal your breath away.



    Gliederung und ein paar Worte zum Inhalt
    Das Buch besteht aus drei Kurzgeschichten, die alle irgendwie miteinander verwoben sind.


    In der ersten Geschichte "The Jubilee Express" von Maureen Johnson geht es um die 16 Jahre alte Jubilee, die am Weihnachtsabend mit dem Zug zu ihren Großeltern fährt. Allerdings kommt sie dort nie an, der Zug bleibt wegen der verschneiten Strecke und dem starken Schneesturm in Gracetown stecken und Jubilee entscheidet sich kurzer Hand ihren Weg zum hell beleuchteten „Waffel“-Haus zu machen, anstatt die Nacht im mittlerweile dunklen und unbeheizten Zug zu verbringen. Und genau da fängt auch ihre Geschichte an, die ihr, wenn es euch reizt, gern selbst lesen könnt.


    Die anderen zwei Kurzgeschichten möchte ich hier nur kurz anreissen, da ich nicht zu viel verraten möchte vor allem weil mir persönlich am meisten gefallen hat zu sehen, wie diese drei Geschichten zusammenkommen oder auch nicht.


    In der zweiten Kurzgeschichte „A Cheertastic Christmas“ von John Green, geht es um drei Freunde, die ebenso wie Jubilee, eindeutig die Nerds ihrer Schule sind und die auf ihrem gemeinsamen Weg in dieser verschneiten Nacht einige Hindernisse meistern müssen.


    Die letzte Geschichte ist „The Patron Saint of Pigs“ von Lauren Myracle und handelt von Addie, einem an Liebeskummer leidenden, sehr egozentrischem und durch und durch nervtötendem jungen Mädchen, die für ihre Freundin ein Teacup Schwein kaufen soll.


    Eigene Meinung:
    Maureen Johnson kannte ich bisher nur von ihren „Gastauftritten“ bei John Greens Youtube-Videos, habe aber noch nie etwas von ihr gelesen und weiß jetzt mit Sicherheit, dass ich das nachholen werde! Ich mag ihren Schreibstil einfach sehr gern, er ist sehr flüssig und humorvoll und zumindest Jubilee war für mich eine Figur, die ich sehr schnell ins Herz geschlossen habe, sie ist nerdig, lustig, engagiert, unsicher und sicher in einem, sie hat, dafür dass es eine Kurzgeschichte ist, recht viele Facetten, wodurch mich Maureen Johnson auch sehr von sich überzeugen konnte.


    Bei John Green muss ich gleich vorweg sagen, dass er einfach zu meinen absoluten Lieblingen gehört (sowohl als Nerdfighter, als auch als Autor), sodass ich hier weit weg von einem objektiven Urteil bin. Ich mag seine Art zu erzählen, ich mag seinen Humor, ich mag seine Charaktere, also kurz gesagt: Er hätte schon ziemlich viel falsch machen müssen, damit es mir nicht gefällt. :ergeben:


    ABER:
    So schön leicht, lustig und weihnachtlich die ersten beiden Geschichten waren, so voraussehbar waren sie auch. Es gab keine Überraschungen, es war auch nicht sonderlich tiefgründig (wobei ich mir das bei dieser Art Kurzgeschichten auch nicht unbedingt erwartet habe) und die dritte Geschichte schmälert den Genuss der ersten zwei ziemlich. Lauren Myracle schafft mit Addie einen Charakter, den man auf Dauer nicht aushalten kann und bei dem man nach kurzer Zeit hofft, diese Weihnachtsgeschichte würde vielleicht doch mit einem Mord enden.


    Fazit: Es ist ein schönes Buch, es ist nett, humorvoll, leicht, weihnachtlich und auch einen Hauch romantisch, aber es ist auch vorhersehbar und die dritte Kurzgeschichte ziemlich nervtötend. Ich würde es denen empfehlen, die etwas leichtes für zwischendurch suchen, die sich von der weihnachtlichen Stimmung gern anstecken lassen möchten und denen zwei von drei guten Geschichten ausreichen.


    Von mir gibt es :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb: Sterne

    "Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste."
    Heinrich Heine


      :study: 13 [-X 4238; :musik: 5 [-X 52h 29Min

  • Lauren Myracle schafft mit Addie einen Charakter, den man auf Dauer nicht aushalten kann und bei dem man nach kurzer Zeit hofft, diese Weihnachtsgeschichte würde vielleicht doch mit einem Mord enden

    :lol: Jetzt hast du mich aber neugierig gemacht.

  • :lol: Jetzt hast du mich aber neugierig gemacht.


    :totlach: Ich muss ehrlich gestehen, ich dachte dieser Teil wird derjenige sein der abschreckt und nicht anlockt :totlach:
    Aber es freut mich deine Neugier geweckt zu haben :friends:

    "Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste."
    Heinrich Heine


      :study: 13 [-X 4238; :musik: 5 [-X 52h 29Min

  • In The Jubilee Express von Maureen Johnson muss Jubilee kurzfristig an Heiligabend in den Zug nach Florida zu ihren Großeltern steigen, weil ihre Eltern eine ziemlich doofe Kalamität ereilt hat - sie sind vorübergehend festgenommen! Als ob das nicht schon peinlich und blöd genug wäre, bleibt ihr Zug nach kurzer Zeit in einem Schneesturm stecken, und Jubilee hat die Wahl, mit einem Haufen überdrehter Cheerleader im Waggon sitzenzubleiben oder sich gemeinsam mit Jeb, der ungefähr in ihrem Alter ist und sich ein wenig geheimnisvoll benimmt, auf eigene Faust irgendwohin durchzuschlagen, wo es zumindest etwas wärmer ist. Ziel ist ein Schnellrestaurant in der Nähe. Dieses "Waffle House" ist zwar Luftlinie gar nicht weit entfernt, aber im Schneechaos ist das alles gar nicht so einfach.

    Von John Green stammt die zweite Geschichte, A Cheertastic Christmas Miracle. Auch Tobins Weihnachtspläne hat der Schneesturm durchkreuzt - der Heimflug seiner Eltern wurde gestrichen, so dass er mindestens den Heiligabend alleine verbringen muss. Oder fast alleine. Eigentlich ist es ja ganz gemütlich, mit seinen beiden besten Freunden im heimischen Wohnzimmer einen James-Bond-Marathon zu veranstalten. Doch dann kommt ein Anruf von Keun, einem weiteren Kumpel, der im Waffle House arbeitet und völlig von der Rolle ist, als dort eine Horde hübscher Cheerleader auftaucht. Das könnte spaßig werden, meint Keun, vor allem, wenn Tobin und die anderen beiden dazukommen würden. Es sei denn, die anderen, die er ebenfalls angerufen hat, kämen vor ihnen an. Also brechen Tobin, JP und The Duke auf ... und müssen ebenfalls feststellen, dass das Vorankommen im tiefen Schnee selbst mit Auto nicht gewährleistet ist.

    In The Patron Saint of Pigs von Lauren Myracle schließlich steht Addie im Mittelpunkt, die immer noch nicht so ganz über ihre Trennung hinweg ist. Ihre beiden Freundinnen Tegan und Dorrie tun ihr Bestes, um sie zu trösten, doch Addie ist ein etwas schwieriger Charakter, der man nicht ganz zu Unrecht ein etwas überdimensioniertes Ego vorwirft. Tegan bittet sie für den Weihnachtstag dann um einen großen Gefallen, und Addie ist fest entschlossen, sich als zuverlässige Freundin zu bewähren, doch es gibt ein paar unvorhergesehene Hindernisse ...

    Ich muss zugeben, dass ich mir ein klein bisschen mehr von dem Buch versprochen hatte. Die ganz große Weihnachtsstimmung, mit der ich gerechnet hatte, kam nicht auf. Das Fest steht eigentlich eher als Kulisse im Hintergrund, während der Schneesturm und die sich daraus ergebenden Verwicklungen für alle Protagonisten die tragende Rolle spielen.

    Hierbei hat mir die erste Geschichte insgesamt am besten gefallen, Jubilee ist eine herrlich selbstironische Erzählerin, die Geschichte ist witzig, und mit ihr konnte ich mich am besten identifizieren.

    Green versteht natürlich auch großartig zu schreiben und hat mit Tobin, JP und The Duke drei tolle Freunde erfunden, allerdings war mir das große Wettrennen zum Waffle House doch ein bisschen zu albern und zu pubertär. Vielleicht bin ich dafür inzwischen zu alt :breitgrins:

    Die letzte Geschichte hat mich erst nicht so angesprochen, weil ich Addie nicht besonders sympathisch fand - mit diesen Mädchen-Spielchen kann ich nichts anfangen und fand sie wirklich ziemlich egoistisch - aber das Ganze hat sich besser entwickelt, als ich dachte. Vorhersehbar zwar, aber weihnachtlich-nett.

    Der ganze Aufbau erinnert an ein "Tatsächlich: Liebe", nur eben in den USA und mit Teenies als Protagonisten. Diese kleinen Querverbindungen zwischen den drei Erzählungen fand ich toll gemacht, vor allem am Ende. Alles in allem eine hübsche, kurzweilige Weihnachtslektüre mit Witz und ohne riesigen Anspruch.

    Why say 'tree' when you can say 'sycamore'?
    (Leonard Cohen)

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