Boie, Kirsten - Es gibt Dinge, die kann man nicht erzählen

  • Buchdetails

    Titel: Es gibt Dinge, die kann man nicht erzähl...


    Verlag: Oetinger

    Bindung: Gebundene Ausgabe

    Seitenzahl: 112

    ISBN: 9783789120190

    Termin: Oktober 2013

  • Bewertung

    4 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

  • Inhaltsangabe zu "Es gibt Dinge, die kann man nicht erzähl..."

    Poetisch, erschütternd und berührend: Kirsten Boies Afrika. Lungiles kleine Schwester Jabu braucht neue Schuhe, damit sie weiter die Schule besuchen darf. Da niemand Lungiles geflochtene Matten kaufen will, verkauft sie ihren Körper. Thulani spricht manchmal nachts mit seiner Mutter, die neben der Hütte begraben ist. Er könnte eigentlich zur Schule gehen, da Waisen kein Schulgeld bezahlen müssen. Aber niemand hilft ihm, den Totenschein zu besorgen. Kirsten Boie erzählt vier Geschichten von Kindern in Afrika, die viel zu schnell erwachsen werden. Ein wunderbar poetisches und dichtes Buch von berührender Schönheit, literarisch und sehr persönlich. Mit einem Nachwort der Autorin und wunderschönen Tafelbildern von Regina Kehn. Auch als E-Book erhältlich
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  • ISBN: 9783789120190
    Erschienen bei: Oetinger
    Seitenzahl: 112


    Autorenportrait:
    (Quelle: Buchcover/Verlag)


    Dass Kirsten Boie ihren Beruf als Lehrerin an den Nagel gehängt hat, ist ein Glücksfall für zahllose Kinder: "Paule ist ein Glücksgriff" (1985) wurde das erste von vielen Dutzend Büchern, mit denen Kirsten Boie, geboren 1950 in Hamburg, seither Kinder wie Kritiker für sich begeistert. Alltagsnahe Geschichten für kleine Leser zu schreiben, ist ihr großes Talent. Einige der Bücher, in denen sie u. a. über Freud und Leid von Rittern, Prinzessinnen und Piraten erzählt, wurden sogar für das Fernsehen adaptiert. 2007 erhielt Kirsten Boie den Deutschen Jungendliteraturpreis für ihr Gesamtwerk.

    Kurzbeschreibung:

    (Quelle: Buchcover/Verlag)


    "Ich kenne einen Jungen in Afrika, der ist elf Jahre alt und lebt in den Hügeln von Shiselweni, wo es schöner ist als irgendwo sonst auf der Welt, nicht weit von Hlatikulu. Mit seiner Gugu lebt er da und mit Nomphilo, seiner Schwester; und was morgen sein wird oder in einem Jahr, wenn er zwölf Jahre alt ist, danach frag er nicht."
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    Thulani heißt der Junge aus Swasiland, von dem Kirsten Boie in diesem Buch erzählt. Und sie erzählt auch von Sonto, Lungile und Siphe, von Kindern, die so allein sind auf der Welt, dass sie nicht einmal wissen, wie ihr Leben eigentlich sein sollte. Um zu Überleben, müssen sie Dinge tun, für die man kaum Worte finden kann. Kirsten Boie zeichnet ein eindringliches Bild von Kinder, die viel zu schnell erwachsen werden müssen.
    Ein außergewöhnliches und zutiefst berührendes Buch: ungeschönt, erschütternd und poetisch.


    Meine Meinung:


    In diesem Buch sind vier Erzählungen versammelt, die ein gemeinsames Thema haben: das Leben der Kinder in Afrika: Armut, Lebenswidrigkeiten, Schicksalsschläge, unvorstellbare Zustände des alltägliches Leben...
    In der Geschichten geht es um Kinder, die ihre Eltern verloren haben, Kinder, die sich um ihre Geschwister kümmern müssen, Kinder, die nicht wissen, was sie essen sollen... Bewegende Geschichten, die einen betroffen machen.


    "Jabus Schuhe" ist meine Lieblingsgeschichte aus diesem Buch. Die hat mich zutiefst bewegt und angesprochen. Wenn man sich das Geschehene vor Augen führt, kann man wohl kaum kalt bleiben. Vor allem, was mich dabei gut gefallen hat, waren die beschreibende, nüchtern klingende, leise Töne der Autorin, und dabei möchte man die Geschichten eher in die Welt hinaus schreien...
    Ein Mädchen, das dafür sorgen muss, dass ihre Schwester neue Schuhe bekommt, damit sie wieder in die Schule gehen kann. Die kleine Lungile sucht Arbeit um neue Schuhe kaufen zu können, doch sie findet keine... Sie versucht selbst geflochtene Matten zu verkaufen, doch diese kauft keiner... Auch wenn sie noch so lange sucht - es gibt keine Arbeit für Kinder, doch letztendlich findet Lungile Arbeit.
    Die Gedanken von Lungile als sie sich verkauft, die Nüchternheit dieser Berichte ist das was mich zutiefst bewegte. "Sie weiß jetzt, dass es in Matsapha Arbeit für Kinder gibt." ...


    Ich muss gestehen, dass mir diese kurze Erzählungen emotional zugesetzt haben. Der nüchterne, emotionslose Ton traf in diesem Fall mehr, als wenn die Geschichte voller Gefühle erzähl worden wäre. Das Buch hat mich bewegt, nachdenklich und traurig zurück gelassen.

    2021: Bücher: 140/Seiten: 62 883
    2020: Bücher: 139/Seiten: 60 837
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    "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"

    Dalai Lama

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