Jojo Moyes - Eine Handvoll Worte / The Last Letter from Your Lover

  • Buchdetails

    Titel: Eine Handvoll Worte


    Verlag: Rowohlt

    Bindung: Broschiert

    Seitenzahl: 592

    ISBN: 9783499267765

    Termin: Oktober 2013

  • Bewertung

    4 von 5 Sternen bei 137 Bewertungen

    79,7% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Eine Handvoll Worte"

    Du sollst wissen, dass du mein Herz in deinen Händen hältst. 1960. Jennifer Stirling müsste eigentlich glücklich sein: Sie führt ein sorgloses Leben an der Seite ihres wohlhabenden Mannes. Doch ihr Herz gehört einem anderen - und er bittet sie, alles für ihn aufzugeben. 2003. Ellie Haworth hat ihren Traumjob gefunden: Sie ist Journalistin bei einer der führenden Zeitungen Londons. Eigentlich müsste sie glücklich sein. Doch der Mann, den sie liebt, gehört einer anderen. Eines Tages fällt Ellie im Archiv ein Jahrzehnte alter Brief in die Hände: Der unbekannte Absender bittet seine Geliebte, ihren Ehemann zu verlassen und mit ihm nach New York zu gehen. Als Ellie diese Zeilen liest, ist sie erschüttert. Was ist aus den beiden und ihrer Liebe geworden? Sie stellt Nachforschungen an und stößt auf Jennifer: eine Frau, die alles verloren hat. Alles, außer einer Handvoll kostbarer Worte. Wer die Liebe nicht kennt, kennt nichts. Wer sie hat, hat alles.
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    Studentine
    Schöne und unterhaltsame Liebesgeschichte über zwei Menschen mit allen Ecken und Kanten, die füreinander bestimmt.

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  • Du sollst wissen, dass du mein Herz in deinen Händen hältst.


    Kurzbeschreibung Klapptext:


    1960: Jennifer Stirling müsste eigentlich glücklich sein: Sie führt ein sorgloses Leben an der Seite ihres wohlhabenden Mannes. Doch ihr Herz gehört einem anderen - und er bittet sie, alls für ihn aufzugeben.


    2003: Ellie Haworth hat ihren Traumjob gefunden: Sie ist Journalistin bei einer der führenden Zeitungen Londons. Eigentlich müsste sie glücklich sein. Doch der der Mann, den sie liebt, gehört einer anderen.


    Eines Tags fällt Elli im Archiv ein jahrzehntealter Brief in die Hände: Ein unbekannter Verfasser bittet seine Geliebte, ihren Ehemann zu verlassen und mit nach New York zu gehen. Als Ellie diese Zeilen liest, ist sie erschüttert. Was ist aus den beiden und ihrer Liebe geworden? Sie stellt Nachforschungen an und stößt auf Jennifer: eine Frau, die alles verloren hat. Alles außer einer Handvoll kostbarer Worte.


    Wer die Liebe nicht kennt, kennt nichts.
    Wer sie hat, hat alles.


    Meine Meinung:
    Das Buch ist in drei Teile und den Prolog eigeteilt.
    Der Prolog beschäftigt sich mit Ellie und wie sie den besagten Brief findet.


    Teil Eins spielt 1960. Wo wir Jennifer kennenlernen. Sie ist mit einem erfolgreichen Geschäftsmann, der mit Asbest handelt, verheiratet und hat alles, was eine Frau sich zur damaligen Zeit wünschen kann. Nur eines nicht: Sie wird nicht geliebt. Nicht von ihrem Ehemann. Wohl aber von dem Journalisten Anthony O`Hare. Leidenschaftlich. Und sie liebt ihn. Sie möchte ihren Ehemann verlassen. Doch ein Autounfall nimmt ihr die Erinnerung.
    In den Wochen nach dem Unfall findet sie die Briefe, die von ihrer unendlichen Liebe zueinander zeugen... Doch ihr Geliebter soll bei ihrem Unfall ums Leben gekommen sein. Eine Welt bricht zusammen und sie sieht ein, dass sie in ihrem Leben gefangen bleibt.


    Teil Zwei - 1963: Jennifer hat sich nach ihrem Unfall zurück ins Leben gekämpft. Sie lebt immernoch mit ihrem Ehemann zusammen. Unglücklich, aber ihrer Stellung in der damaligen Gesellschaft entsprechend. Als brave Ehefrau.
    Doch dann findet sie heraus, dass Anthony den Unfall sehr wohl überlebt hat. Sie ist wie von Sinnen und macht ihn ausfindig. Doch sie verpassen ihre Chance erneut...


    Teil Drei - 2003: Ellie ist Journalisten und schwer verliebt. In den verheiratetn John. Sie wünscht sich nichts mehr, als mit ihm zusammen sein zu können. Und sie leidet unter der Situation. So sehr, dass ihre Karriere zu scheitern droht.
    Als sie im Archiv ihrer Zeitung einen gefühltvollen Liebesbrief findet geht sie der Spur nach. Mit der Hilfe des Archivmitarbeiters Rory, macht sie Jennifer ausfindig. Diese erzählt ihr ihre Geschichte.
    Während dessen kämpft Ellie gegen ihr persönliches Unglück an. Mit John kann sie nicht zusammen sein und dann entdeckt sie plötzlich Gefühle für Rory, was die ganze Sache nicht einfacher macht. Und so beginnt ein Spießrutenlauf durch das breite Sprektrum der Gefühle. Nicht nur für Ellie...


    Der erste Teil ist etwas vewirrend. Hier wird, wenn ich alles richtig interpretiert habe, Jennifers Leben in zwei unterschiendlichen Zeitsträngen, abwechselnt erzählt: vor und nach dem Unfall.
    Wenn man das nicht weiß, liest sich der Teil etwas merkwürdig.
    Ansonsten fällt es mir sehr schwer meine Gedanken zu diesem Buch in Worte zu fassen. Wer zu erst "Ein ganzes halbes Jahr" gelesen hat, darf auf keinen Fall zu viel von diesem Buch erwartet. Ich glaube, diesen Fehler habe ich gemacht.
    Die Geschichte an und für sich ist eine sehr schöne. Doch für mich haben die Leidenschaft und Emozion gefehlt. Nicht, dass das Buch selber keine hätte. Aber es hat es nicht wirklich geschafft, bei mir welche auszulösen. Woran das lag, kann ich nicht beschreiben. Teilweise kam mir die Story einfach zu sachlich abgearbeitet vor.
    Schön, wäre gewesen, wenn ich die Sehnsucht, der Protagonisten besser hätte spüren können.
    Die Protagnisten kann man mögen, oder auch nicht. So richtig Beziehung konnte ich nicht zu ihnen aufbauen. Es hat mir etwas an Tiefe gefehlt.
    Spannend fand ich aber einmal eine solche Liebesgeschichte aus der Sicht der Gesellschaft der 1960er zu lesen, wo Scheidung noch ein absolutes Tabu-Thema war und man die gesellschaftliche Ächtung riskierte.
    Das Cover finde ich wieder sehr gelungen und auf seine spezielle Art sehr schön. Der Schreibstil ist flüssig und verständlich.
    Gefallen haben mir die Ausschnitte aus Briefen, E-Mails oder SMS, die am Anfang jeden Kapitels stehen. Die Idee ist sehr schön.
    Die Geschichte selber und wie die einzelnen Fäden mit einander verwoben sind, hat mir sehr gut gefallen. Auch wenn es am Ende doch den einen oder anderen Zufall zu viel gab. Aber immerhin leben Geschichten nun mal von Zufällen, oder?
    Ich habe lange Zeit zwischen 3 und 4 :bewertung1von5: geschwankt. Das Ende hat mich dann aber zu 4 :bewertung1von5: pendeln lassen. Denn hier kamen dann doch noch mal ordentlich Emotionen auf und ich habe doch noch das eine oder andere Tränchen verdrückt. Das Ende hat mir ausgesprochen gut gefallen und es passt wunderbar in die Geschichte.


    Mein Fazit:
    Ein gutes Buch. Mit Höhne und Tiefen. Man sollte es aber auf keinen Fall in den Schatten von "Ein ganzes halbes Jahr" stellen. Dort kann man es nur schwer wieder raus holen. Und ich glaube es hat eine absoult unabhängige Bewertung verdient.
    Ein Buch für alle, die an die "Eine Große" Liebe glauben.
    Von mir :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: und eine eingeschränkte Leseempfehlung.

    Allergikerinformation:
    Der Beitrag kann Spuren von Nüssen, sowie Ironie und Sarkasmus enthalten.


    Aktzeptiere die Welt nicht so, wie sie zu sein scheint.
    Habe den Mut sie zu sehen, wie sie sein könnte.

  • Ein ganz großartiger Liebesroman!
    Und definitiv mein Buch des Jahres 2013.


    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: Sterne.

    "Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont."
    Konrad Adenauer


    :study: Simone Lappert - Der Sprung








  • Danke für die Rezension. Es ging mir ähnlich wie dir. Obwohl ich ja wusste, dass dieser Roman vor "Ein ganzes halbes Jahr" entstanden ist und ich ein wenig skeptisch war, waren meine Erwartungen scheinbar viel zu hoch.
    Ich war total enttäuscht. Die Geschichte ansich war ja nett. Aber alles war so vorhersehbar und es zog und zog sich. Ich habe das Buch nur noch quer gelesen, um zu erfahren, ob meine Vermutungen wirklich alle zutrafen. Das taten sie leider.

    Meine Reise nach Seoul


    Begleite mich auf meiner Reise in mein Geburtsland. Nach 36 Jahren werde ich zum ersten Mal wieder Südkoreanischen Boden unter den Füßen haben.




    Alles Liebe
    Kianfee~ :)

  • Ich habe diesen Roman in einem Rutsch durchgelesen - und ich fand ihn wundervoll!
    So romantisch, so gefühlvoll.
    Die Geschichte von Jennifer in den 1960er Jahren fand ich spannender als die Geschichte von Ellie in der jetzigen Zeit. Vielleicht auch, weil mir das Leben der reichen, verwöhnten Upper Class-Ehefrau so gar nicht vertraut ist.
    Welche Ausbildung erhält so jemand als Mädchen? keine nennenswerte.
    Welches Ziel sollte sie verfolgen? einen reichen Ehemann zu angeln.
    Okay, das hat sie erreicht.
    Aber danach? Was kommt nach der Hochzeit?
    Langeweile, ewige Dinnerparties, hin und wieder ein Flirt.
    Denn ihr Ehemann liebt sie nicht. Er hat sich nur eine schöne, passende junge Frau gesucht, die er jetzt beherrschen kann. Er mäkelt an ihrem Kleidungsstil, er findet ihre Meinung zur Politik lächerlich, er demütigt sie vor ihren Freunden.
    Gefühle sich einzugestehen und sogar diese auszusprechen, wurde als unpassend angesehen. Bei Männern noch mehr als bei Frauen. An diesem Druck verzweifelt Jennifer. Dann trifft sie einen Mann, der sie als Person wahrnimmt, der mit ihr über alles spricht. Sie verlieben sich heftig ineinander. Anthony bittet Jennifer, ihren Mann zu verlassen, aber die Konventionen sind stärker. Jennifer wagt es nicht, bzw. zögert zu lange. Ein schrecklicher Autounfall löscht ihr Gedächtnis aus. Nach dem Unfall kann sie sich nicht erklären, warum sich so vieles in ihrem Leben einfach "falsch" anfühlt.
    Noch mehr möchte ich nicht verraten.
    Von mir gibt es :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: und eine absolute Leseempfehlung!

    Nicht jeder, der das Wort ergreift, findet ergreifende Worte :-,


    (frei nach Topsy Küppers)


  • Die Geschichten werden in 3 Handlungssträngen erzählt. Zwei Handlungsstränge begleiten Jennifer. Einmal vor ihrem Unfall und einmal nach ihrem Unfall. Der andere Handlungsstrang begleitet Ellie.


    Jennifers Geschichte ist die dominierende Geschichte dieses Buches und sie ist einfach nur wunderschön erzählt. Jennifer, die perfekte Ehefrau ihrer Zeit, die nicht aufmuckt und keine eigene Meinung zu Politik, gesellschaftlichen Ereignissen, etc. hat merkt im Laufe des Buches, dass dieses Leben, als schmückendes Beiwerk eines Mannes nicht alles im Leben sein kann. Sie erhält leidenschaftliche Liebesbriefe von einem Mann, bei denen ich glatt dahingeschmolzen bin.


    Ihr Mann Laurence ist einfach nur ein Ekel. Naja... wahrscheinlich ist er einfach nur ein Mann seiner Zeit. Einflußbereich, reich, machtbesessen. Alles muss nach seiner Pfeife tanzen, sonst wird er ungehalten. Auf Jennifer nimmt er so gut wie keine Rücksicht. Sie hat zu funktionieren und mehr nicht.


    Der geheimnisvolle Briefschreiber, dessen Namen ich hier nicht nennen werde, da man dann zu früh Bescheid weiß und das einiges der Spannung des Buches nehmen würde, ist einerseits wundervoll (in seinen Briefen), andererseits gar nicht so wundervoll. Nach und nach erfährt man nämlich, dass er ein Mann mit vielen Problemen ist, die ihn gar nicht mehr so unbedingt anziehend machen. Dennoch übt er auf Jennfer eine unheimliche Anziehungskraft aus und ich habe wirklich mit den beiden mitgefiebert und mitgelitten.


    Auf der anderen Seite, im Heute steht Ellie. So viel anders als Jennifers Probleme sind die von Ellie gar nicht. Einerseits tat mir Ellie unendlich leid, andererseits habe ich sie nicht wirklich verstanden. Ich könnte mir für mich eine solche "Beziehung" nicht vorstellen. Sie rühmt sich, eine moderne Frau zu sein, lässt sich aber letzten Endes von einem Mann hinhalten. Erst sehr spät merkt sie, was Liebe wirklich bedeuten sollte.


    Die Autorin schafft es, mich durch ihre Sprache, in die Liebesgeschichte, aber auch in den Alltag von Jennifer und Ellie hinein zu ziehen. Ich sah alle Personen vor mir und alle wuchsen mir auf die eine oder andere Art ans Herz. Egal ob ich sie nun mochte oder nicht, alle waren wichtig für die Geschichte. Sie macht Lust darauf, selbst einen Liebesbrief zu schreiben. Gut zeigt sie aber auch auf, dass uns durch die moderne Kommunikation einiges verloren geht, was Menschen eine Generation vor unserer noch schriftlich mit Tinte und Papier ausgedrückt haben. Jojo Moyes schreibt fürs Herz, ohne je ins Kitschige abzudriften.


    Jojo Moyes regt mit diesem Buch zum nachdenken an. Sie schreibt über Liebe, über Freundschaft, aber auch über die Doppelmoral der Gesellschaft. Was wollen wir eigentlich? Was ist mehr wert, eine Ehe, die eingefahren und langweilig ist, aber einen sicheren Hafen bietet, oder eine Liebe, von der man nicht weiß, wo einen die Reise hinführt, die aber das Bauchkribbeln heraufbeschwört, welches sich wohl jeder von uns wünscht? Gibt es eigentlich den perfekten Partner für uns?


    Dieser Roman aus der Federn von Jojo Moyes ist noch besser als ihr Debüt "Ein ganzes halbes Jahr" und ich habe heute gleich noch 3 Stück bestellt, da ich dieses Buch unbedingt zu Weihnachten verschenken möchte. Von mir gibt es volle 5 Sterne.

    Gruß
    Yvonne

    Nicht die haben die Bücher recht lieb, welche sie unberührt in den Schränken aufheben, sondern, die sie Tag und Nacht in den Händen haben, und daher beschmutzet sind, welche Eselsohren darein machen, sie abnutzen und mit Anmerkungen bedecken.
    (Erasmus von Rotterdam)

  • Dieser Roman hat einen besonderen Erzählstil, er besteht aus verschiedenen Zeitebenen. Zum einen wird zwischen Jennifers und Ellies Leben
    gewechselt, aber auch Jennifers Geschichte vor und nach dem Unfall wird im Wechsel erzählt.


    Durch die verschiedenen Perspektiven musste ich erstmal einige Seiten lesen um richtig in die Handlung zu finden.


    Man sollte diese Liebesgeschichte nicht an Jojo Moyes Roman „Ein ganzes halbes Jahr“ messen, denn ein Vergleich ist kaum möglich.


    „Eine Handvoll Worte“ ist eine völlig andere Geschichte und verdient es, unabhängig bewertet zu werden. Ich war hier zwar emotional nicht
    ganz so berührt, trotzdem sind beide Geschichten liebevoll erzählt, die Charaktere gleichermaßen sympathisch und ich habe wieder, voller Hoffnung auf ein
    Happy End, mit Begeisterung gelesen.


    Obwohl dies absolut nicht mein Genre ist, empfinde ich „eine Handvoll Worte“ als eine wunderschöne und lesenwerte Liebesgeschichte, ohne
    dabei kitschig zu erscheinen.


    Einen Stern Abzug gibt es für mich nur, weil ich auf Grund der wechselnden Erzählperspektiven die ersten hundert Seiten gebraucht habe, um mich
    richtig in die Geschichte einzufinden. Insgesamt liest sich die Story aber sehr leicht und flüssig. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Mir ist es genauso ergangen, wie vielen von euch auch. Ich habe sehr lange gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen. Ich fand die Zeitsprünge anfangs sehr verwirrend. Auch die vielen Namen haben mich erst sehr durcheinander gebracht. Etwa ab Seite 200 war ich in der Geschichte drin und es hat mir dann auch Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Mit "Ein ganzes halbes Jahr" darf es allerdings nicht verglichen werden.


    Für die anfänglichen Schwierigkeiten habe ich einen :bewertungHalb: abgezogen.

    :study: Lucinda Riley - Das Schmetterlingszimmer

    Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele - Cicero

  • Nach "Ein ganzes halbes Jahr" von J. Moyes, habe ich nun "Eine handvoll Worte" beendet und muss sagen: Dieses Buch lässt mich ein klein wenig traurig zurück :cry: trotz das ich von Anfang an versucht habe "Ein ganzes halbes Jahr" aussen vor zu lassen.
    Der Schreibstil, die Emotionen konnten mich hier nicht vollkommen überzeugen. Zu einem habe ich nach dem lesen des Prologes gehofft, das ein Kapitel von Jennifer erzählt und das nächste Kapitel von Ellie, so das dieses beiden Erzählstränge parallel neben einander her laufen und sich am Ende zu einem grossen ganzen Finale verknüpfen. Dies ist leider nicht nicht der Fall, so das ich schon das erstemal irgendwie enttäuscht wurden bin.
    Ausserdem sind die anfänglichen Zeitsprünge ziemlich verwirrend, mir fiel es schwer da in die Geschichte wirklich rein zu finden. Am Ende erging es mir wie ibikat, ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen, auch ihr Fazit kann ich genau so unterschreiben :wink:

    Zitat

    Mein Fazit:


    Ein gutes Buch. Mit Höhne und Tiefen. Man sollte es aber auf keinen Fall
    in den Schatten von "Ein ganzes halbes Jahr" stellen. Dort kann man es
    nur schwer wieder raus holen. Und ich glaube es hat eine absoult
    unabhängige Bewertung verdient.


    Ein Buch für alle, die an die "Eine Große" Liebe glauben.

    deshalb von mir :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Sobald wir lernen, uns selbst zu vertrauen, fangen wir an zu leben. ( Johann Wolfgang Goethe )


    Jede Begegnung , die unsere Seele berührt hinterlässt eine Spur die nie ganz verweht. ( Lore-Lillian Boden )

  • Nachdem ich "Ein ganzes halbes Jahr" regelrecht verschlungen hatte, war ich sehr gespannt auf das zweite Buch der Autorin. Ich hatte trotz mancher Kritik an dem Buch dennoch hohe Erwartungen. Leider wurden diese nicht ganz erfüllt. Es gibt sozusagen zwei Geschichten in dem Buch. Einmal die Geschichte rund um Jennifer Stirling, diese spielt in den 60-er Jahren. Für die Geschichte würde ich dem Buch vier Sterne geben. Ich konnte mich gut in Jennifer, ihre Gefühlswelt und ihr Leben hineinversetzen. Aber dann gibt es noch die Geschichte um Ellie Haworth, die im Hier und Heute spielt. Diese hat mir weniger gefallen. Sie wurde mir mit den Seiten auch nicht sympathischer. Im Gegenteil. In ihrem Leben gibt es dann auch wieder zwei Männer und jede Menge Probleme... mich hat die Figur Ellie eher gestört muss ich sagen. Wie beide zusammenhängen, davon möchte ich noch gar nicht zu viel verraten. Das könnt ihr selber lesen. Was mich auch eher störte, waren die meiner Meinung nach unnötigen Liebesbriefe/sms/mails zu Beginn jedes Kapitels, in ein halbes Herz hineingeschrieben. Bei 26 Kapiteln also 26 dieser Briefe. Mich interessierten sie nicht, ich habe sie mit Fortschreiten der Seiten einfach überblättert. Ich möchte meine Worte zu dem Buch nun allerdings nicht zu negativ klingen lassen. Ich habe es trotz allem gerne gelesen und vergebe :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

  • Richtig gute Geschichten werden nicht nur mit Herz geschrieben, sie haben selbst eines.


    Nachdem mich "Ein ganzes halbes Jahr" so sehr begeistert hat, habe ich mich riesig gefreut, als unter dem Weihnachtsbaum "Eine Handvoll Worte" auf mich wartete. Tatsächlich konnte ich meine Finger nicht lange davon lassen und habe mir das Buch kurz darauf auch direkt geschnappt.


    Eins kann ich schon jetzt sagen: Die Geschichte lief von Anfang an ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Ich war irgendwie nicht darauf vorbereitet, dass das Buch sich nicht gänzlich mit der Journalistin Ellie befasst und war entsprechend überrascht, als das Buch nach dem Epilog direkt in die 60er Jahre gesprungen ist. Doch als die erste Verwunderung verflogen war, konnte ich mich so richtig schön von der Geschichte gefangen nehmen lassen. wie eine Spinne hat sie ihre leichten Fäden gewoben und mich mehr und mehr darin versinken lassen.


    Mit Jennifer ist Jojo Moyes eine ganz wundervolle weibliche Figur gelungen. Ich mochte sie von Anfang an und habe mich immer wieder gefragt, wie viele intelligente, humorvolle Frauen zu ihrer Zeit wohl ebenso gelebt und empfunden haben wie sie. Sehr feinfühlig wird dargestellt, wie die damalige Gesellschaft gestrickt war, worauf geachtet wurde, wie man dachte und Himmel! Da war für mich schon mal der eine oder andere Aufreger dabei. Gern hätte ich dann mal einen Blitz auf Jennifers Freunde, ihren Mann Laurence oder sogar den - wie ich fand - leicht schrägen Journalisten Anthony niedergehen lassen. Aber genau dies ist ein weiterer Punkt, der mir gut gefallen hat: Meine Gefühlswelt hat sich ganz einfach an die Geschichte geheftet und sich mal eben mitreißen lassen. Da ich aber an dieser Stelle wirklich so gar nichts verraten möchte, springe ich lieber gleich ins Jahr 2003.


    Auch Ellie konnte mich später überzeugen, obwohl ich nicht immer mit ihren Ansichten, Gedanken mitgehen konnte. Ich habe mich oft gefragt, ob es vielen Frauen ergeht wie ihr. Sie hat mich sehr nachdenklich gemacht. Manchmal hätte ich sie gern in den Arm genommen. Ihre Situation hinsichtlich ihrer Affäre mit dem verheirateten John und den sich für sie daraus ergebenden Problemen haben mich nicht nur einmal den Kopf schütteln lassen. Und dann kam Rory. So viel möchte ich zu dem Archivmitarbeiter und Kollegen Ellies nicht sagen, aber vielleicht so viel: Für mich war er ein kleiner Geniestreich der Autorin und einer der beeindruckensten Charaktere des Buches.


    Tja ... jetzt steht hier zwar ein Text, aber wirklich aussagekräftig ist er, fürchte ich, nicht. Das hängt aber damit zusammen, dass ich wirklich absolut nicht zu viel über das Buch verraten will. Da ich mit ganz anderen Erwartungen an "Eine Handvoll Worte" heranging, hat mich die Geschichte, die mir dann entgegenkam, ziemlich umgehauen. Und genau das möchte ich eigentlich jedem gönnen, der dieses Buch noch vor sich hat. Versucht, unvoreingenommen ranzugehen und genießt einfach. Gut, die Erzählung um Ellie und Jennifer ist anders. Hier steckt die Emotion oft im Detail. Aber genau das finde ich so großartig. Jojo Moyes hat es in meinen Augen geschafft, eine gefühlvolle Geschichte niederzuschreiben, die nicht dick auftragen muss. Sie fließt vor sich hin, baut mehr und mehr Spannung auf und hat mich am Ende wirklich schlucken lassen. Dabei wirkte die Handlung stets durchdacht und auf eine ganz seltsame Art auch echt und greifbar.


    Genug geredet. "Eine Handvoll Worte" ist ein wunderschönes Buch, das eine ganz eigene, merkwürdig nervenaufwühlende Geschichte erzählt. Ich habe es sehr gern gelesen und vergebe :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb: . Ich kann nur sagen: Probiert es aus. Für mich ist es schwer zu sagen, wem das Buch gefallen könnte und wem nicht, weil ich gerade gar nichts Vergleichbares im Kopf habe. Aber gebt der Geschichte ruhig eine Chance. Ich jedenfalls bin froh, dass ich es getan habe.


    ~ Was mich im Alltag auffängt, ist die Möglichkeit, mich einfach mal fallen lassen zu können. ~

  • Richtig gute Geschichten Rezis werden nicht nur mit Herz geschrieben, sie haben selbst eines.

    So passt es zu dir :friends: . Danke für die schöne Rezi! Du hast mir jetzt richtig Lust auf das Buch gemacht, gut, dass es schon auf dem SuB liegt.

  • Och, Lighty. Vielen Dank. :pale: Dabei fiel es mir dieses Mal wirklich schwer, die richtigen Worte zu finden, weil man das Buch einfach wirklich ausprobieren muss. Ich hoffe, dir gefällt es ebenso gut wie mir. :kiss:


    ~ Was mich im Alltag auffängt, ist die Möglichkeit, mich einfach mal fallen lassen zu können. ~

  • Tja, dann oute ich mich mal, ich fand das Buch furchtbar langweilig. Ich habe bei um die 200 Seiten rum abgebrochen (was als zwanghafte Durchleserin ein harter Kampf war :roll: ), aber es ging für mich wirklich nicht mehr. Wenn ich Eure Beiträge lese hätte ich halt vielleicht durchhalten sollen, weil es ja anscheinend besser geworden ist. Ich bin einfach nicht in die Geschichte reingekommen, ich konnte mich nicht auf die Charaktere einlassen (außer auf Anthony und die eine Freundin von Jennifer), aber sogar Jennifer fand ich irgendwie flach...und somit war das Buch für mich pure Langeweile. Ich muss allerdings auch sagen, dass das Genre nicht unbedingt meines ist. Wobei ich "Ein halbes ganzes Jahr" verschlungen habe und da konnte ich wirklich Anregungen draus ziehen (Das Leben nicht so zu vertrödeln und erleben...). Und was mir auch zu kurz kam war der Humor, das war mir viel zu Ernst puhhh und schwer und :cry: . Gut auch wenn man es wirklich nicht vergleichen soll/kann, aber ich tue es trotzdem. Bei einem halben ganzenJahr ist es der Autorin gelungen, ein nun wirklich ernstes Thema mit Humor zu spicken (gerade zu beginn waren Stellen wo ich laut rauslachte), es war dadurch leichte, was aber der Ernsthaftikeit des Themas nichts genommen hat plus war es spannend, weil ich wissen wollte zieht er es durch oder nicht.
    FAZIT: Für mich war das Buch leider gar nichts und ich brauche kein weiteres Buch mehr der Autorin zu lesen. Aber für Leute die das Genre mögen, ist es bestimmt gut. TIPP: Auf jeden Fall über die 200 Seite hinweg weiterlesen :wink: Musste direkt mit einem Agententhriller "nachspülen".


    Liebe Grüße an Alle
    :flower:


    :flower: "Wenn Du einen Umweg gehst, findet Dein Leben trotzdem statt. Keine Zeit ist verloren!" Frank Schätzing `Der Schwarm´

  • Selten war ich bei der Bewertung eines Buchs so zwiegespalten wie bei „Eine Handvoll Worte“.
    Die Grundkonstellation erinnert mich ein wenig an „Briefe an Julia“, was an sich erst mal ein Riesenbonus ist, da ich den Film total gerne mag. Was mir noch sehr gefallen hat, ist der Schreibstil der Autorin, der das Buch zu einem wahren Pageturner macht, und das, obwohl ich mit einigen Figuren überhaupt nicht warmgeworden bin. Aber dazu später. Jojo Moyes versteht es, die Informationen an den richtigen Stellen preiszugeben, ich war nie versucht, das Buch aufgrund Langeweile aus der Hand zu legen und sehr oft ging es mir so, dass ich Lust hatte, bestimmte Stellen noch einmal nachzulesen, nachdem die Autorin zu einem späteren Zeitpunkt weitere Informationen über die Hintergründe der Szene oder eines beteiligten Charakters offenbart hatte. Insofern denke ich, dass man dieses Buch durchaus mit Vergnügen mehrmals lesen kann.
    Richtig toll fand ich die Geschichte um Jennifer und B, der ich trotz kleiner Mankos fünf Sterne geben würde.
    Was mich aber leider nicht überzeugen konnte, war die Geschichte um Ellie. Ellie war mir von Anfang an unsympathisch, ich konnte mich überhaupt nicht mit ihr identifizieren. Und ihre Entscheidung am Schluss fand ich halbherzig, so dass ich ihr das Ende schlicht nicht gegönnt habe. Ich hatte einfach nicht das Gefühl, dass sie es sich verdient hatte, zumal für mich da auch keine großen Gefühle rüberkamen, sondern mehr so ein Trostpflaster-Gefühl. Was mir für ihren Partner auch irgendwie sehr leid tat, da ich diesen Charakter wirklich gern hatte. Auch dass dann am Ende beruflich alles so lief, wie sie es sich gewünscht hatte, war irgendwie nichts, bei dem ich das Gefühl hatte, sie hätte sich diesen Erfolg richtig erarbeitet. Ich muss jedenfalls ehrlicherweise gestehen, dass ich schon vor Beginn der Geschichte um Jennifer wegen Ellie schlappgemacht hätte, wenn mir nicht zwei Freundinnen ans Herz gelegt hätten, weiterzulesen. Auf der anderen Seite habe ich ja oben schon erwähnt, dass es durchaus gute Gründe gibt, aus denen dieses Buch so hochgelobt wird. Andernfalls hätte ich es mir gar nicht geholt, ohne zuvor die Leseprobe abgeklopft zu haben – und darauf verzichte ich nur selten. Inwieweit man nun Ellie ins Herz schließen kann, hängt wahrscheinlich entscheidend davon ab, welche Einstellung man zu außerehelichen Affären hat.
    Das war bei Jennys und Bs Geschichte ganz anders. Sie nahm mehr Raum ein, gab den Figuren mehr Tiefe und machte das kontroverse Thema selbst für Gegner nachvollziehbar, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass Jennys Ehemann nicht ganz so schlecht wegkommt. Die Fragen der Autorin am Ende des Buchs zeigen ja, dass sie ihn durchaus nicht nur in schlechtem Licht sieht. Von seinen positiven Eigenschaften merkt man aber im Buch unmittelbar nichts – was ja nicht ungewöhnlich ist, da Sympathien mit dem betrogenen Ehemann zwangsweise die Sympathien mit der Ehefrau (als Hauptcharakter und damit wichtigster Sympathieträgerin) schwächen, und es insofern eine gefährliche Sache für die Autorin gewesen wäre. Für viele liest sich das Schwarz-weiß-Schema einfach besser, sie wollen wissen, wer die Guten sind, mit denen man mitfiebern soll. Was ich im Jenny-Strang nicht so mochte, waren die Passagen aus Moiras Sicht. Obwohl die Autorin sie ja von ihren Nebencharakteren mit am liebsten hat, konnte sie mich nicht erreichen. Die Distanz wird für mich noch durch ihre Aktion gegen Ende – die letzte, die der Leser von ihr zu sehen bekommt – verstärkt, mit der sie ihre unerschütterliche Loyalität, die ich zuvor an ihr mochte und die mit zu ihrem Weltbild gehörte, aus gekränkter Eifersucht aufgibt. Außerdem fand ich es komisch, dass gerade eine Frau, die in dieser Zeit emanzipiert genug war, zu arbeiten, derart altmodische Ansichten hat. Schließlich gab es noch einen weiteren Kritikpunkt, der die Auflösung um Jennys und Bs Geschichte betrifft.


    Das Ende fand ich dann insgesamt auch fast schon zu kitschig. Andererseits passt es vielleicht auch wieder zu einer Geschichte um die Reichen und Schönen, die ja an sich schon immer ein wenig klicheelastiger sind als Geschichten, bei denen die Figuren und Schauplätze nicht einem Hollywoodblockbuster entsprungen zu sein scheinen.
    Insgesamt habe ich mich hier entschieden, :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb: Sterne (mit der Tendenz hin zu 4 Sternen) zu geben.

    Stell dir vor, es gibt nur einen Menschen, dem du vertraust. Der dich so sehen darf, wie du bist. Er ist deine Familie.
    Und plötzlich verliebst du dich in ihn.
    Wenn du es nicht wert bist, dass er dich liebt, wirst du alles verlieren.
    Was wirst du tun?

    Taranee: Zeiten des Zweifels

  • Ich finde dieses Buch ist schon eine schöne Liebesgeschichte.
    Das Buch hat 3 Handlungsstränge. Einmal vor Jennifers Unfall 1960, einmal nach dem Unfall bis ca. 1964 und dann noch das Jahr 2003.
    Ich fand es wahnsinnig interessant wie Jennifer in den 60er Jahren gelebt hat. Zwar hatte sie ein sorgenfreies Leben, aber einen Mann, der sie nicht liebt und ihr keine eigene Meinung lässt. Im Grunde ist sie glücklich - denkt sie. Dann trifft sie Anthony O´Hare und alles ändert sich. Er schreibt ihr sehr gefühlvolle Briefe und die beiden verlieben sich.
    Als sie ihren Mann endlich verlassen und mit Anthony durchbrennen möchte hat sie einen schrecklichen Autounfall bei dem sie teilweise ihr Gedächtnis verliert. Ihr Mann lässt sie in dem Glauben, dass ihr Geliebter bei dem Unfall ums Leben kam.
    Vier Jahre später begegnen sie sich durch Zufall wieder und nun müsste man denken, dass sie endlich zueinander finden. Doch wieder verpassen sie ihre Chance und es vergehen 40 Jahre bis jemand den Brief von Anthony im Archiv der Nation findet. Dies geschieht im Jahr 2003. Ellie macht sich auf die Suche nach dem Verfasser und trifft auf Jennifer.....


    Die Geschichte von Jennifer und Boot fand ich richtig toll. Da würde ich trotz einiger Fehler, die mir aufgefallen sind, 5 Sterne geben. Sie war einfach besonders und sehr tragisch und voller (teilweise unglücklicher) Zufälle.


    Auch die Geschichte von Ellie war interessant. Ellie ist in einen verheirateten Mann verliebt und sie hofft, dass er sich scheiden lässt. Durch den Brief, den sie im Archiv ihrer Zeitung findet ändert sich auch ihr Leben.


    Die Schreibweise des Buches hat mir genauso gut gefallen wie "Ein ganzes halbes Jahr" auch wenn es etwas ganz anderes war. Schön fand ich die Briefausschnitte verschiedener Liebespaare am Anfang eines jeden Kapitels.
    Aufgrund ein paar Fehlern und der wirklich groooßen Zufälle vergebe ich 4 Sterne.


    Die Welt ist wie ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.


    :tanzensolo:


    Gelesen 2016 : 9
    Gelesen 2015 : 44
    Gelesen 2014 : 78

  • Klappentext

    "Du sollst wissen, dass du mein Herz in deinen Händen hältst."


    1960. Jennifer Stirling müsste eigentlich glücklich sein: Sie führt ein sorgloses Leben an der Seite ihres wohlhabenden Mannes. Doch ihr Herz gehört einem anderen – und er bittet sie, alles für ihn aufzugeben.


    2003. Ellie Haworth hat ihren Traumjob gefunden: Sie ist Journalistin bei einer der führenden Zeitungen Londons. Eigentlich müsste sie glücklich sein. Doch der Mann, den sie liebt, gehört einer anderen.


    Eines Tages fällt Ellie im Archiv ein Jahrzehnte alter Brief in die Hände: Der unbekannte Absender bittet seine Geliebte, ihren Ehemann zu verlassen und mit ihm nach New York zu gehen. Als Ellie diese Zeilen liest, ist sie erschüttert. Was ist aus den beiden und ihrer Liebe geworden? Sie stellt Nachforschungen an und stößt auf Jennifer: eine Frau, die alles verloren hat. Alles, außer einer Handvoll kostbarer Worte.

    Meine Meinung

    Wie schafft es Frau Moyes nur, mich mit jedem ihrer Romane zum weinen zu bringen? Ich weiß, es nicht, aber ich bin irgendwie froh drum.


    Natürlich habe auch ich Ein ganzes halbes Jahr gelesen und so hatte es dieses Werk, obwohl es eigentlich ungerecht ist, von Anfang an doppelt schwer zu überzeugen. Dennoch hat es das geschafft. Der Anfang gestaltet sich etwas schleppend, die Figuren wirken ein wenig zu kühl, zu kalkuliert, zu hollywoodmäßig. Jennifer mit ihren umwerfenden Grace Kelly-Chick und Ellie, die erfolgreiche Journalistin. Aber je mehr ich gelesen habe, umso mehr nahm mich die Geschichte gefangen und schaffte es, mich zu berühren. So stellt sich doch heraus, dass beide nicht wirklich glücklich sind mit ihrem Leben, dass sie mit den Dingen, die zu wünschen sie glaubten, nicht zufrieden sind. Man lernt Jennifer und Ellie im Laufe der Handlung kennen und ihre Gefühle werden so eindringlich geschildert, dass ich irgendwann gar nicht anders konnte, als sie nachzufühlen. Scheint die Figurenkonstellation zunächst recht schwarz und weiß zu sein, zeigt sich mit der Zeit, dass dem nicht so ist und dass jede Figur irgendwie doch unterschiedliche Seiten hat. Besonders raffiniert ist für mich dabei die Erzählweise, bei der eher der Fokus auf der Vergangenheit liegt. Innerhalb der Erzählung in der Vergangenheit, werden auch noch unterschiedliche Stationen in Jennifers Leben geschildert und das oftmals in einem Kapitel, ohne erkennbaren Wechsel. Aber der Wechsel war für mich trotzdem erkennbar. Man merkt genau, ob man es mit der Jennifer vor ihrem Unfall oder danach zu tun hat. Denn es sind tatsächlich zwei unterschiedliche Personen - eine, die sich mit dem oberflächlichen Leben einer Ehefrau eines reichen Mannes identifizieren kann und eine, die genau das eben nicht mehr kann - durch die verschiedenen Zeitebenen schafft es die Autorin immer mehr die vielen Gefühlsfacetten von Jennifer zu zeigen und macht sie damit zu einer Figur, die im Gedächtnis bleibt und nicht so klischeehaft und flach ist, wie sie am Anfang scheint. Diese sicher ungewöhnliche und zunächst seltsame anmutende Erzählweise zu wählen war sicher ein Wagnis für die Autorin, aber eines, das in meinen Augen hervorragend gelungen ist. Ich habe es doch ganz gerne, wenn mir als Leser etwas Intelligenz zugetraut wird.


    Ich will gar nicht mehr so viele Worte über die Handlung verlieren, die muss man selbst entdecken. Nur, dass die Erzählstränge wunderbar ineinander verworben und durchdacht sind und zusammen einfach ans Herz gehen. Eine Geschichte über Liebe, die Bedeutung und Gesichter von Liebe, die Bedeutung Chancen zu ergreifen, Moral und die Frage, ob Glück den Verlust von Sicherheit wert ist.


    Fazit
    Lasst euch darauf ein! Ein wunderschöner und sicherlich etwas spezieller Roman, der ein altes Thema behandelt und doch irgendwie außergewöhnlich ist. Ein Buch mit Aspekten, die so realistisch sind, dass sie schon fast wehtun und solchen, die so unwahrscheinlich scheinen, dass man eigentlich gar nicht daran glauben kann. Trotz dem etwas zähen Einstieg hinterlässt die Geschichte einen bleiben Eindruck und erhält verdiente :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Am Krankenlager meines Sohnes habe ich das Buch in knappe 2,5 Tagen gelesen - aber nicht weil es so fesselnd war, sondern weil ich die meiste Zeit Händchen haltend neben ihm sitzen musste. Vielleicht war ich dadurch auch etwas abgelenkter, aber richtig in den Bann gezogen hat mich die Geschichte nicht.


    Die Grundzüge sowohl Gegenwart wie um 1960 fand ich ganz gut - die beiden Frauen, die doch viel gemeinsam hatten. Auch wie Ellie sich auf die Suche macht. Und wie Jennifer 1960 ihren Weg geht. Sehr verwirrend fand ich im Plot um 1960 dieses Hin-und-Her zwischen "vor dem Unfall und nach dem Unfall". Vor allem ganz zu Beginn war es sehr überraschend, dass hier plötzlich eine Rückblende drinnen ist. Die Beziehung rund um Jennifer war sehr gut gemacht, auch ihre Freundinnen (wobei mich Yvonnes Verhalten im letzten Drittel des Buches dann doch wieder sehr überrascht hat).


    Aber irgendwas hat trotzdem gefehlt... In der Gegenwart hatte ich übrigens sehr schnell den Verdacht, wer der Bibliothekar im Archiv ist. Und auch die Handlung um Jennifers "Freund" war etwas vorhersehbar.


    Alles in allem: gut geschrieben, aber kein Anschluss zu "Ein ganzes halbes Jahr"

  • Der erste Satz:


    Ellie Haworth hat ihre Freunde in der dichtgedrängten Menge entdeckt und bahnt sich einen Weg durch die Bar.


    Meine Meinung:

    Lieber vom Verstand oder vom Herz leiten lassen?


    Der Einstieg in die Geschichte ist mir leider etwas schwerer gefallen. Ich hatte anfangs meine liebe Mühe mit den vielen Namen, den Szenen- und Zeitenwechseln. Denn das Buch hat zwei Haupterzählstränge: einen aus den 1960er Jahren und einen anderen aus 2003. Der aus den 1960ern hat aber erst mal viel größeres Gewicht. Darin lernen wir Jennifer Sterling kennen, eine junge Frau, die einen Autounfall und dadurch einen Gedächtnisverlust erlitten hatte.


    Mit Jennifer bin ich zuerst nicht wirklich klar gekommen, da sie mir aus den Rückblicken wie eine reich verwöhnte, eingebildete Person vorgekommen ist. Erst mit der Zeit, als ich mehr von ihr erfahren habe, hat sich auch mein Bild von ihr geändert und plötzlich war sie mir auch viel näher und sympathischer, was ich durch mein Anfangsbild nie erwartet hätte. Je mehr ich von Jennifer gelesen habe, desto verletzlicher und unschuldiger wurde sie dargestellt. - Das war mir dann fast schon ein bisschen zu sehr gewollt ...


    Die Liebesgeschichte(n) sind in beiden Handlungssträngen ja voll am Laufen. Und wunderbar spannend zu verfolgen waren sie auch in beiden Zeiten. Ich liebe es einfach, dieses Hin und Her zwischen zwei Menschen mitzukriegen, ich fiebere da immer sehr gerne mit, wie das mit den sich Liebenden wohl weiter- oder ausgehen wird. Und hier war es ebenso: das Spekulieren, ob die (fast unmögliche) Liebe zwischen Jennifer und ihrem Anthony Bestand hat und ob die beiden jemals endgültig zueinander finden und in eine gemeinsame Zukunft ohne Schuldgefühle blicken können, waren für mich Fragen, die ich gerne ganz schnell beantwortet haben wollte und mich immer gespannt weiterlesen haben lassen.


    Aber das Gefühl, unbedingt weiter und weiter lesen zu wollen, in mir hervorzurufen, war auch nicht so schwer, denn ich fand, dass die Geschichte unheimlich flüssig, locker und leicht geschrieben ist. Die anfängliche Mühsal war nach einer Einlesezeit schnell verflogen und dann habe ich gar nicht mehr so recht mitbekommen, wie viele Seiten ich schon wieder weggelesen habe. - Das muss ich wirklich positiv hervorheben.


    Was ich bis fast ganz zum Schluss aber nicht verstanden habe, waren die kurzen Briefchen am Anfang eines neuen Kapitels. Ich hatte nämlich ziemlich lange angenommen, dass es kleine Liebesbotschaften, eben immer eine Handvoll Worte, von Jennifer an Anthony (und umgekehrt) wären. Allerdings ist dem nicht so. Tatsächlich waren es immer >irgendwelche<, aber dennoch real existierende, Nachrichten von den verschiedensten (anonymen) Menschen. Warum die Autorin die eingefügt hat, konnte ich nicht so recht nachvollziehen. Ich hätte es irgendwie schöner gefunden, wenn sie von Jennifer und Anthony gewesen wären. Aber gut.


    Was ich hier aber wirklich, wirklich gut fand, war das Ende. Das war einfach nur schön, unglaublich rührend und voller Freude und Hoffnung. Damit war ich voll und ganz zufrieden.


    Wer sich also für Geschichten über die Rolle der Frau in Gesellschaft & Ehe in den 1960ern, verpasste Chancen, Affären und eine ganz besondere, leidenschaftliche Liebe erwärmen kann, sich über einen flüssigen Schreibstil genauso freut wie ich und über eventuelle Startschwierigkeiten hinwegsehen kann, ist hier goldrichtig und sollte sich dieses Buch auf keinen Fall entgehen lassen!


    4 :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: !

  • Eigentlich wollte ich keines der Bücher von Jojo Moyes mehr lesen, da mir der Schreibstil in "Ein ganzes halbes Jahr" nicht besonders gut gefallen hat und ich daher auch mit den Charakteren nicht so recht warm werden konnte.
    Für "Eine Handvoll Worte" musste ich allerdings auch gar kein Buch in die Hand nehmen; ich habe mir das Hörbuch angehört. :musik:
    Und dank der Leserin "Luise Helm" hat mir die Geschichte rund um Ellie und Jennifer ein unerwartetes Vergnügen bereitet. :thumleft:
    Aber ich mochte nicht nur die Leserin, sondern auch das, was sie vorgelesen hat. Es gab Momente, in denen ich unbedingt weiterhören wollte, um endlich herauszufinden, wie die verschiedenen Handlungsstränge alle zusammenpassen. Die Auflösung fand ich ziemlich passend und war des öfteren auch sehr überrascht.


    Ich weiß jetzt nicht, wie es im Buch gewesen ist, allerdings habe ich beim Hören erst viel zu spät bemerkt, dass auch die Handlung in der Vergangenheit rund um Jennifer in zwei verschiedenen Zeitabschnitten erzählt wird. Das war mir dann ehrich gesagt ein wenig zu viel, obwohl es so vielleicht noch spannender gewesen ist.


    Was ich auch hier wieder bemängeln muss, ist, dass mir gerade die beiden weiblichen Hauptcharaktere nicht recht sympathisch werden wollten. Ich kann gar nicht genau sagen, woran es lag... Jennifer mochte ich dann sogar teilweise recht gerne, mit Ellie konnte ich aber überhaupt nicht warm werden. Schade, jedoch mochte ich dafür Anthony richtig gerne und fand es auch sehr schön, dass einige Kapitel aus seiner Sicht erzählt wurden. :thumleft:


    Insgesamt empfand ich dieses Buch als eine sehr schöne Liebesgeschichte; eine von denen, an die man immer wieder gerne zurückdenkt und einfach nur lächeln muss. :)
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:



    Mein Lieblingszitat möchte ich aber auch noch mit euch teilen:
    “I was once told by someone wise that writing is perilous as you cannot always guarantee your words will be read in the spirit in which they were written.”

    So many things become beautiful when you really look.


    Lauren Oliver

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