Liselotte Roll - Bittere Sünde / Tredje Graden

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  • OT: Tredje Graden
    395 Seiten



    1.Fall Magnus Kalo



    Autor lt. Amazon:
    Liselotte Roll wurde 1973 geboren. Nach ihrem Studium der Meeresarchäologie arbeitet sie als freie Journalistin und Autorin. Ein Aufenthalt in Argentinien lieferte ihr die Inspiration für ihren Thriller „Bittere Sünde“.


    Heute wohnt Liselotte Roll mit ihrer Familie im Norden Stockholms am Meer. Vor Kurzem erhielt sie das Lasse-O.-Månsson-Stipendium 2013.



    Inhalt:
    Als die grausam misshandelte Leiche von Erik Berggren gefunden wird, steht Kommissar Magnus Kalo vor einem Rätsel. Das Opfer führte ein einsames Leben und hat sich nichts zuschulden kommen lassen. Doch ein Blick in dessen Vergangenheit bringt erste Anhaltspunkte: Eriks Vater soll zur Zeit der Militärjunta in Argentinien ein Mädchen gefoltert und vergewaltigt haben.


    Ist Rache das Motiv für den Mord? Je näher Kalo der Wahrheit kommt, desto größer wird auch die Gefahr für ihn und seine Familie ...



    Meine Meinung:
    In einem Schrebergarten wird die furchtbar entstellte Leiche von Erik Berggren gefunden. Man hat ihn am Küchentisch gefesselt, erstochen und den Unterleib mit heißem Wasser verbrüht. Niemand weiß, warum er so grausam ermordet wurde, er war Alkoholiker, lebte aber sehr zurückgezogen.


    Kommissar Magnus Kalo ermittelt mit seinem Kollegen Kommissar Roger Ekman und erfährt, dass Eriks Vater in Argentinien, zur Zeit der Militärjunta, ein Mädchen gefoltert und vergewaltigt haben soll. Das könnte natürlich zu einem Racheakt führen.


    Es ist sehr schwierig, etwas aus der Vergangenheit über die Familie Berggren zu erfahren. Die Mutter lebt in einem Altersheim und die Cousine Annika weilt noch im Ausland. Die Ermittlungen kommen total ins Stocken. Magnus Kalo ist sehr häufig mit seiner Familie beschäftigt, da er mehr Zeit mit seiner Frau und den beiden Töchtern verbringen will. Aber es bleibt nicht bei dem einen Mord und selbst auf Magnus hat man es abgesehen.


    Der Fall an sich gefällt mir sehr gut und es hätte sicher mit etwas ernsthafteren Protagonisten richtig spannend sein können. Wie schon erwähnt hat Magnus hauptsächlich seine Familie im Kopf und weiht sogar seine Frau in die Ermittlungen ein, die dann sogar noch völlig naiv im Alleingang eine Spur verfolgt. Also ein sehr unkonventionelles und oberflächliches Vorgehen bei den Ermittlungen der Kommissare. Das Ganze zieht sich ziemlich in die Länge und es kommt dadurch auch keine richtige Spannung auf.


    Ich bin von diesem Debüt etwas enttäuscht, ich habe mir aufgrund des Inhalts mehr erwartet. Der Aufbau ist gut gelungen und sehr vielschichtig. Der Fall erstreckt sich über ca. 5 Wochen und ist in angenehme kurze Kapitel eingeteilt. Bei den Personen hätte ich mir etwas mehr Ecken und Kanten gewünscht, aber in den zweiten Fall lese ich ganz bestimmt hinein, vielleicht gibt es ja eine Steigerung.

    Liebe Grüße
    Helga :winken:


    :study: [b]???


    Lesen ist ernten, was andere gesät haben (unbekannt)

  • "Hast du schon einmal geträumt, dass du stirbst? Nein, hast du nicht. Du hast vielleicht gedacht, jetzt sterbe ich, hast noch einen tiefen Atemzug getan - und bist aufgewacht. Erst an dem Tag, an dem du wirklich stirbst, wirst du es erfahren. Aber dann wirst du niemandem mehr davon erzählen können..." (Zitat aus dem Klappentext des Buches)


    Magnus Kalo, Kommissar, eher unzufrieden im Job, jedoch glücklich mit seiner Familie, wird zu einem Mord gerufen. Erik Berggren wurde grausam gefoltert bevor er durch den Tod erlöst worden ist. Wer ist zu einer solchen Tat fähig? Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, jedoch je länger das Team ermittelt, um so näher kommen sie dem Täter, Magnus wird dies erst bewusst, als der Täter sich auf ihn und seine Familie konzentriert...


    Hat wirklich der Vater von Erik mit der Sache etwas zu tun? Er soll in Argentinien ein Mädchen gefoltert und vergewaltigt haben, wurde dafür jedoch nie zur Rechenschaft gezogen?


    Ein Racheakt? Was aber hat Eriks Mutter damit zu tun?


    Liselotte Roll, eine neue Autorin im "Thriller-Himmel". Thriller gibt es wie Sand am Meer, muss man diesen wirklich lesen? Ja, muss man! Dieser Thriller hebt sich in vielen Arten von den anderen ab. Sei es, wie die Morde passieren und beschrieben werden oder die Tatwaffe. Es kann aber auch einfach der neue Ermittler Kalo sein, der wohl ein paar Ecken hat, jedoch durch das sehr sympatisch auf den Leser wirkt. Es kann aber auch einfach sein, dass der Schreibstil so viel Gänsehaut auslöst, dass man das Buch besser nicht alleine zur Nachtzeit lesen sollte...


    Bereits die Beschreibung auf dem Rücken, welches ich oben zitiert habe zeigt, wie viel Spannung in diesem Buch steckt.


    Jeder, der gute und spannende Bücher mag, muss dies lesen. Wer dazu dann auch noch Fan ist von Bücher aus Schweden ist hier richtig. Das Buch kann ich jedem empfehlen, jedoch Vorsicht, die Vorgänge sind super beschrieben, man darf nicht zu zartbesaitet sein...


    Ein MUSS für jeden Thrillerfan!

  • Inhalt:
    Eine grausame entstellte Leiche wird in einer Schrebergartensiedlung gefunden. Kommissar Malo hat keine Ahnung wer der Täter ist und wo das Motiv liegt. Der Bewohner der kleinen Laube hat sich bisher nichts zu Schulden kommen lassen. Er sucht nach dem Grund und findet etwas in der Vergangenheit seiner Familie...
    Meine Meinung:
    Bittere Sünde kam als Gewinn zu mir und lag nun schon eine Weile. Nun sollte es endlich vom SuB befreit werden und ich hätte nicht gedacht, dass ich es so schnell durchgelesen haben würde.
    Der Täter in diesem Fall ist grausam und weiß sich gut zu verstecken. Man liest von den Verletzungen der Leiche und denkt sich das muss weh getan haben. Er ist brutal und gut organisiert, denn in diesem Thriller geht es nur um ihn. Bis Kommissar Magnus Kalo ihn findet werden noch einige Tage vergehen.
    Als Anhaltspunkt wie viele Tage vergehen sind ein Teil der Kapitel mit dem Datum versehen. Diese Kapitel sind insgesamt recht kurz, manchmal gar nur eine knappe Seite. Ich fand das sich das Buch dadurch schneller lesen lies. Es gibt einige Kapitel mit Cliffhanger und man denkt sich immer: Eins geht noch.


    Dabei fehlte schon ein wenig die Spannung. Sicher wollte ich wissen wer der Täter ist und wieso er das getan hat, aber es dümpelte so ein wenig dahin. Es gab immer wieder Spannungsspitzen bis zum Ende hin die Spannung stetig anstieg, aber bis dahin muss man dann schon gut 300 Seiten gelesen haben.
    Trotzdem fand ich das Buch gut. Auch ohne eine knisternde Spannung konnte ich kaum aufhören zu lesen.
    Das mag auch an den Protagonisten gelegen haben. Sie haben nur eine geringe Tiefe, eigentlich sind sie durch den Fall geprägt. Vergangenes erfährt man bei allen nicht, aber ihre aktuellen Ängste und Wünsche. Mir hat das hier bei dem Buch ausgereicht. Ich musste nicht mehr wissen.
    Magnus Kalo ist der Ermittler um den sich das ganze Buch dreht. Er versucht den Spagat zwischen Job und Familie und gerade am Anfang klang es so das die Familie gewinnt. Das drehte sich aber umso heftiger der Fall wurde.
    Er ist verheiratet mit Linn, sie ist Therapeutin und versucht ihm zu helfen, manchmal handelt sie kopflos und bringt sich dabei meistens noch in Gefahr. Nun sollte man denken wenn das einmal passiert hat sie es gelernt. Leider falsch gedacht. Trotzdem mochte ich sie. man merkt das ihr ihr Job fehlt und das es ihr nicht immer leicht fällt den Job ihres Mannes zu akzeptieren, aber sie tut es und kümmert sich um die Kinder.


    Hier muss ich sagen der Fall und das Privatleben der Kalos ist ausgeglichen beschrieben, so dass es kein harter Thriller ist. Dafür kommt einfach zu viel aus seinem Leben drin vor. Das gehört aber auch irgendwie zum Fall. Denn die Familie ist ja auch involviert und gefährdet. Dafür ist es nötig so viel wie möglich zu erfahren.


    Das Ende war überraschend, aber wäre ja auch doof wenn man immer recht behalten würde wie etwas zusammenhängt.


    Mein Fazit: Ein Unterhaltsamer Thriller, dem ein wenig mehr Spannung gut gestanden hätte. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:

    Liebe Grüße
    Natalie




    Gelesen 2013: 231 - 2014: 195 - 2015: 185 - 2016: 138 - 2017: 122 - 2018: 89 - 2019: 84

    Gelesen 2020: 47

  • Erik Berggren wird tot mit schweren Verbrennungen in seiner Gartenlaube aufgefunden. Auch seine Mutter Gunvor wird von dem gleichen Täter misshandelt, überlebt jedoch, weil der Polizist Magnus Kalo den Täter stört. Können Magnus, welcher selbst ins Visier des Täters gerät und seine Kollegen den Möder fassen?
    Das Buch beginnt sehr spannend. Diese Spannung wird über weite Strecken des Romans aufrechterhalten. Vor allem am Schluss überstürzen sich die Ereignisse. Aufgrund dieser Tatsache und dem Fakt, dass die Kapitel alle sehr kurz sind, wird das Buch sehr schnell verschlungen.
    Negativ jedoch ist, dass das Ende zu kurz ist und man dem Gefühl nach mit einem halb aufgeklärtem Fall zurückgelassen wird. Viele Fragen bleiben hier noch offen. Da würde ein bisschen ausführlicheres Epilog nicht schaden.
    Der Schreibstil ist sehr gut und flüssig. Die Charaktere und Orte werden gut beschrieben.

  • Der alkoholkranke Frührentner Erik Berggren, wird in der Gartenlaube seiner Mutter gefesselt, mit kochendem Wasser übergossen und zu Tode gequält. Als Kommisar Magnus Kalo die Mutter des Opfers im Plegeheim aufsucht, bemerkt er an ihr ähnliche Verletzungen. Kalo ermittelt, seine Frau, eine Psychologin, hilft dabei... Hintergrund der Taten scheint der Jahre zurückliegende Mißbrauch eines Mädchens in Argentinien, ausgeführt durch Erics Vater, zu sein. Je näher Kalo der Lösung kommt, umso gefährlicher wird es für ihn und seine Familie.



    Ich fand diesen Thriller spannend bis zum Schluß, war manches Mal auf der falschen Spur...



    Ein sehr gelungener Debütthriller, sehr flüssig zu lesen, spannend und überraschend.

  • Ich fand diesen Thriller spannend bis zum Schluß, war manches Mal auf der falschen Spur...
    Ein sehr gelungener Debütthriller, sehr flüssig zu lesen, spannend und überraschend.


    @katze102

    Autorinnenname in der Überschift nachgetragen! :idea:


    Und - ein wenig mehr eigene Meinung würden wir hier schon gerne lesen...eine nur aus zwei Sätzen bestehende (angebliche) "Rezension" geht leider gar nicht! Schau bitte mal *hier* rein und bessere, wenn möglich, deinen Beitrag nach.
    So in dieser Form kann ich ihn nicht bei den Buchvorstellungen lassen und müsste ihn in den >Papierkorb< verschieben... :wink:

  • und wenn @katze102 entsprechend meiner Bitte vorhin erst einmal geschaut hätte, ob es bereits einen Thread zum Buch gibt, hätte ich jetzt nicht erneut ihren Beitrag an einen bereits bestehenden Thread anhängen müssen :wink:

  • Bittere Sünde - Liselotte Roll



    In einer Schrebergartenanlage wird die Leiche von Erik Berggren entdeckt. Vor seinem Tod wurde Eriks Unterleib mit kochendem Wasser übergossen, sodass er grausam entstellt und mit Brandblasen übersät aufgefunden wird. Magnus Kalo wird mit den Ermittlungen in diesem rätselhaften Mordfall betraut. Als Magnus Eriks Mutter Gunvor befragen will, entdeckt er auch sie mit schweren Verbrühungen. Scheinbar hat Magnus Erscheinen den Täter in die Flucht geschlagen, sodass Gunvor schwer verletzt überlebt. Allerdings kann sie zum Hergang keine Angaben machen. Im Zuge seiner Ermittlungen stößt Magnus auf eine Spur, die bis nach Argentinien führt. Denn dort soll Eriks Vater vor vielen Jahren ein Mädchen grausam gefoltert und vergewaltigt haben. Magnus scheint dem Täter bedrohlich nah zu kommen, denn plötzlich schwebt nicht nur er selbst, sondern auch seine gesamte Familie in Gefahr. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt....




    "Bittere Sünde" ist der Serienauftakt zu einer Reihe um den Ermittler Magnus Kalo. Das vermutet man zunächst nicht, da Kalo seinen Beruf nur widerwillig ausübt und ständig darüber nachdenkt, womit er sonst den Lebensunterhalt für sich und seine Familie bestreiten könnte. Damit ist Magnus Kalo also nicht der Bilderbuchermittler, der sich voller Leidenschaft in die Mordermittlungen stürzt. Im Gegenteil, denn die Ermittlungen scheinen ihm nur schwer von der Hand zu gehen. Das Familienleben mit zwei kleinen, und leider gerade erkrankten Kindern, scheint ihm sowohl seine Energie, als auch seinen Schlaf zu rauben. Durch diesen privaten Einblick wirkt der Protagonist Magnus Kalo allerdings sehr lebendig.



    Der Einstieg in den Debütroman von Liselotte Roll gelingt mühelos. Ohne langatmiges Vorgeplänkel befindet man sich sofort mitten im Geschehen und beobachtet, wie Erik Berggren auf dem Tisch in der Gartenlaube sein Leben lassen muss. Das Interesse an Mordmotiv und Täter ist damit sofort geweckt, sodass man gespannt die Ermittlungen verfolgt.



    Diese werden in 135, teilweise recht kurzen Kapiteln geschildert. Dabei betrachtet man das Geschehen aus wechselnden Perspektiven. Da die Abschnitte häufig an entscheidenden Stellen stoppen, an denen man unbedingt erfahren möchte, was als nächstes passiert, entwickelt die Handlung ein sogartige Wirkung. Diese wird durch die recht kurzen Kapitel noch unterstützt. Der Täter scheint seine Augen überall zu haben und nichts scheint ihm zu entgehen. Der Autorin gelingt es hervorragend, falsche Fährten auszulegen, denen man allzu bereitwillig folgt. Bis man schließlich feststellt, dass alles doch ganz anders zusammenzuhängen scheint. Durch den relativ großen Anteil, den das Privatleben von Magnus Kalo einnimmt, flacht die aufgebaute Spannung immer mal wieder etwas ab. Als der Täter die kleine Familie ins Visier nimmt und ihr Leben bedroht, gibt es aber auch in diesem Teil der Handlung keine Atempause mehr.



    Die Atmosphäre in skandinavischen Romanen wirkt manchmal drückend und schwermütig. Das braucht man in Liselotte Rolls Thriller allerdings nicht zu befürchten. Denn die durchgehend spannende Handlung liest sich fast von selbst, wobei man Handlungsorte und Protagonisten lebhaft vor Augen hat.



    Ich bewerte den Auftaktband der Thrillerreihe "Kalo ermittelt" mit vier von fünf Bewertungssternen. Den einen ziehe ich ab, da ein privater Alleingang, kurz vor dem großen Finale, extrem unglaubwürdig und konstruiert auf mich wirkte. Insgesamt gesehen, habe ich mich aber beim Lesen sehr gut unterhalten, sodass ich mich auf weitere Ermittlungen von Magnus Kalo freue.



    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

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