Milan Kundera - Die Identität/L'indentité

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Die Identität

3|3)

Verlag: FISCHER Taschenbuch

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 160

ISBN: 9783596143573

Termin: Oktober 2000

  • Inhaltsangabe:
    Chantal und Jean-Marc sind ein glückliches Paar. Als Chantal eines Tages entdeckt, daß sich die Männer nicht mehr nach ihr umdrehen, ist Jean-Marc voller Mitgefühl. Dann, eines Tages bekommt sie einen Liebesbrief. Für kurze Zeit entfacht der anonyme Bewunderer - der Stammgast im Bistro, oder vielleicht der Bettler an der Ecke? - eine neue Leidenschaft in ihr. Aber wie reagiert Jean-Marc? Fast unmerklich wird aus der höchst realistischen Liebesgeschichte für die beiden ein Alptraum.


    Und was ich dazu meine:
    Ein etwas spröde und daher teilweise mühevoll zu lesendes Buch. Es gibt wenig Anschauliches, Beschreibungen von Äußerlichkeiten (Personen, Umgebung) werden eher vernachlässigt. Der Text bezieht sich meist auf die Innenansicht, Gedanken, Gefühle der HauptdarstellerIn. Gegen Ende wird die Geschichte zusehends wirrer und unsinniger, bis sich zuguterletzt alles in einem Happy End auflöst.
    In einer Kritik der ZEIT stand Folgendes: "Der Text ermöglicht unsere Gedanken- und Phantasieproduktion, und er fordert sie. Er weist über die bloße Anschauung hinaus, er will Erkenntnis, ist also philosophisch." Ist zum Teil recht treffend. Nachdenkenswerte Abschnitte sind beispielsweise die über Freundschaft oder über den Zwang (?) in unterschiedlichen Bereichen des Lebens die entsprechenden Masken tragen zu müssen.
    Alles in Allem: Keine Liebesgeschichte der herkömmlichen Art, wie der Klappentext suggerieren mag.

  • Ein etwas spröde und daher teilweise mühevoll zu lesendes Buch. Es gibt wenig Anschauliches, Beschreibungen von Äußerlichkeiten (Personen, Umgebung) werden eher vernachlässigt. Der Text bezieht sich meist auf die Innenansicht, Gedanken, Gefühle der HauptdarstellerIn. Gegen Ende wird die Geschichte zusehends wirrer und unsinniger, bis sich zuguterletzt alles in einem Happy End auflöst.


    Die Vernachlässigung der Umgebung und die Betonung der Gefühle, der Gedanken ist für mich das positive an dem Punkt.
    Die sehr eindringliche Beschreibung des Zwischenmenschlichen, des zwar gut meinens, aber doch einen Wirr-warr anrichtenden Verhaltens hat mich schon angesprochen. Auch das Ende rundet das ganze stimmig ab.
    Was mir eher nicht gefiel war die Episode in London, hier gebe ich dir recht, da wurde es auch für meine Begriffe etwas wirr.


    Ein wenig musste ich mich entscheiden zwischen 3,5 und 4 Sternen. Letztendlich tendierte ich aber zu 4.

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