Margaret Wheaton-Tuttle - Der rote Käfig/ The Crimson Cage

Der rote Käfig: Die Odyssee eines Hundes

4 von 5 Sternen bei 2 Bewertungen

Verlag: Haag + Herchen

Bindung: Broschiert

Seitenzahl: 184

ISBN: 9783892287445

Termin: April 1999

  • Kurzmeinung

    booksi
    Es ist erschütternd zu lesen, aber wichtig für jeden zu wissen. Pflichtlektüre für Tierfreunde.
  • Rezension:


    Ein Thriller, aber kein fiktiver, der sich anhand eines Hundeschicksals mit Tierversuchen beschäftigt: Hund Bruce läuft bei einem Picknick in den Wald, verpasst seine Besitzer und gerät in der Folge erst in die Hände eines städtischen Angestellten und dann ins Versuchlabor. Es dauert ein Jahr, bis seine Familie ihn wiederfindet – und bis dahin ist aus dem stolzen Junghund ein verstümmelter, tauber Hund geworden, der sich im Karton verkriecht und sich kaum noch bewegen kann. Was bleibt, ist die Hoffnung für ihn, dass er sich bei seiner Familie seelisch und in kleinem Umfang auch körperlich wieder erholen kann.


    Das Buch ist eine Übersetzung aus dem Amerikanischen und basiert im Kern auf einer wahren Geschichte. Manche Passagen wirken vielleicht etwas pathetisch, aber das kann angesichts des Themas eigentlich nicht verwundern. „Der rote Käfig“ ist parteiisch, enthüllend und eine starke grundsätzliche Kritik an menschlicher Macht- und Profitgier, Grausamkeit und Gefühlsarmut – und Gleichgültigkeit.




    Ich habe dieses Buch vor Jahren mal nach einer Anzeige in der Zeitschrift "Ein Herz für Tiere" gekauft, um etwas über Tierversuche zu erfahren. Ich hatte aber nicht damit gerechnet, soviel grausame Einzelheiten zu erfahren und war nach dem Lesen sehr erschüttert.


    Kein Buch für einen unterhaltsamen Abend, aber ein Buch über Vorgänge, von denen man etwas gehört haben sollte, besonders wenn man bei Fernsehberichten hört: "Wie der Versuch an...[Tierart]...ergab..."!