Meike Winnemuth - Das große Los

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Das große Los: Wie ich bei Günther Jauch...

3.9|19)

Verlag: btb Verlag

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 331

ISBN: 9783442748051

Termin: Juli 2014

  • Ein Reisebericht über 12 unterschiedliche Städte in einem Jahr - und ein Buch über die Luxusprobleme einer Single-Frau mit 50


    amazon-Text
    "Bei Jauch gewinnen, völlig frei sein, um die Welt gondeln. Wie ist es, wenn man das Leben führt, von dem alle träumen?
    Sie wollte eigentlich bloß finanziell ein bisschen unabhängiger sein. Mehr dürfen, weniger müssen. Deshalb hat Meike Winnemuth bei "Wer wird
    Millionär?" mitgemacht. Zu ihrer Verblüffung räumt sie groß ab: 500 000 Euro. Und nun? Einfach weitermachen wie bisher? Sie entscheidet sich, 12 Monate frei zu nehmen und um die Welt zu gondeln. Es wird ein unglaubliches Jahr. Eines, das ihr Leben umkrempelt. Und das Beste: das
    viele Geld hätte sie dazu gar nicht gebraucht. Doch was passiert, wenn man wirklich alles darf? Weiß man dann, was man will? Wie
    ist es, wenn man das Leben führt, von dem alle träumen? Meike Winnemuth erzählt von einer unglaublichen Reise in 12 Städte auf allen
    Kontinenten: Sydney, Buenos Aires, Mumbai, Shanghai, Honolulu, San Francisco, London, Kopenhagen, Barcelona, Tel Aviv, Addis Abeba,
    Havanna. Mit Tempo, Humor und viel Gespür für die Besonderheiten der Städte und ihrer Bewohner beschreibt Meike Winnemuth ihre Erfahrungen."


    Das Buch:
    Die Autorin verpackt ihren Reisebericht in Briefe, die sie jeweils an eine ihr wichtige Person adressiert. Jeder Brief enthält einen Monat und somit auch eine Stadt. Die Adressaten sind Freunde, der Publikumsjoker aus Wer wird Millionär, frühere Liebhaber und auch sie selbst. Dies verleiht dem Buch eine sehr persönliche Note.
    Zu den Städten und Ländern erzählt die Autorin mal mehr, mal weniger und
    selten objektiv. Das ganze wird angereichert durch literarische Zitate
    und Nachdenken über sich selbst.
    Am Ende eines Kapitels folgt immer eine Zusammenfassung, "10 Dinge, die ich hier gelernt habe", die meist recht amüsant ist.
    Ganz an Schluss gibt es noch ein Kapitel über ihre Zeit danach in Deutschland und auch ihre Reisevorbereitungen - was eine schöne Bereicherung ist.


    Meine Meinung:
    Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, weil ich die Kolumne in der Süddeutschen Zeitung verfolgt habe und mich auf spannende Erlebnisse und Erkenntnisse gefreut habe. Vielleicht war meine Vorfreude zu groß, denn ich bin irgendwie enttäuscht. Von den Städtebeschreibungen ist bei mir nichts hängen geblieben, keine Erkenntnis, kein "da will ich auch mal hin". Manchmal fand ich die Städte sogar sehr fremd: meine London-Erfahrungen sind ganz anders, ebenso Barcelona.
    Im wesentlichen geht es in dem Buch um die Luxusfragen einer Single-Frau: Wohnung in bester Lage mit Internetzugang, gutes Essen, gutes Trinken (im Buch fast ausschließlich Alkohol) und Gemeinschaft, damit man sich nicht ganz so einsam fühlt. Und das klingt für mich nach einem erschreckend leeren Leben - vielleicht ist das der Grund, warum ich enttäuscht bin. Die Autorin hat ihr Urlaubs-Jahr sehr genossen und es hat ihr Leben geprägt und verändert, die fühlt sich in Hamburg nicht mehr richtig wohl und will künftig weiter reisen. Ich gönne es ihr von Herzen - ich weiß bloß nicht, ob sie in der Fremde das findet, was sie sucht.


    Zusammenfassung
    Ein Reisebericht mit oberflächlichen Informationen über 12 Städte, einige Ansätze, über sich selbst nachzudenken und alles in allem recht unterhaltsam.
    Daher gibt es von mir nur 3 Sterne; ich weiß, dass ich damit nicht die Meinung der Mehrheit treffen werde und lade dazu ein, diese Rezension zu ergänzen. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Inhalt (Buchrücken):
    Wie ist es, wenn man das Leben führt, von dem alle träumen?
    Sie wollte eigentlich bloß finanziell ein bisschen unabhängiger sein. Mehr dürfen, weniger müssen. Deshalb hat Meike Winnemuth bei Wer wird Millionär? mitgemacht. Zu ihrer Verblüffung räumt sie groß ab: 500 000 Euro. Und nun? Einfach weitermachen wie bisher? Sie entscheidet sich, 12 Monate frei zu nehmen und um die Welt zu gondeln. Es wird ein unglaubliches Jahr. Eines, das ihr Leben umgekrempelt. Und das Beste: das viele Geld hätte sie dazu gar nicht gebraucht.


    Wie bin ich zu dem Buch gekommen?
    Eigentlich rein zufällig. Das Cover hat mich irgendwie interessiert und auch der Klappentext klang sehr vielversprechend.


    Zum Aufbau:
    Insgesamt hat "Das große Los" 328 Seiten, unterteilt in 12 Kapitel - je Stadt ein Kapitel + 3 weitere Kapitel (Vowort, "Reisenachbereitung" und Tipps). Die 12 Kapitel sind in Briefform verfasst und teilweise mit Bildern versehen.


    :thumleft:
    Die Idee klingt Hammer: Bei "Wer wird Millionär" gewonnen, auf Weltreise gehen und jeden Monat eine andere Stadt bereisen. Würde mir auch super gefallen und deshalb habe ich mich sehr über solch ein Buch gefreut. Auch der Stil gefällt mir, indem die Autorin pro Stadt einem Freund oder Familienangehörigen einen Brief schreibt, auch super, dass hin und wieder Bilder die Seiten aufhübschen.


    :thumbdown:
    Ich hätte mir etwas weniger Gefühlswelt und etwas mehr Reisebericht erhofft. Bei den Städten, die ich selbst schon bereits habe, konnte ich kaum eins der Sehenswürdigkeiten im Buch wiederfinden - auch wenn die Autorin immer wieder betont, dass sie nicht als Touristin reist, aber ich finde es gehört einfach zu einer Stadt dazu.

    Fazit:

    Ich hatte andere Erwartungen an das Buch, die es nicht erfüllt hat. Allerdings konnte es mich trotzdem überzeugen vllt. auch gerade weil die Autorin oft von ihren Gefühlen und Gedanken geschrieben hat. Bei mir hat das Buch die Reiselust auf jeden Fall noch verstärkt und dafür gibt es von mir :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb: .


    @madonna Deine Zusammenfassung kann ich voll und ganz unterschreiben. Auch bin ich deiner Meinung, was London und Barcelona angeht. Ich :love: Barcelona, aber es ist schließlich auch Geschmackssache und jeder guckt sich was anderes an bzw. interessiert sich für was anderes in der Stadt.

    :study: "The Moon and more" von Sarah Dessen

    :musik: "Am Arsch vorbei geht auch ein Weg" von Alexandra Reinwarth




    Ich tausche auch gerne mit euch, hier mein Regal bei Tauschticket! :D

  • Mich hat gerade das Fernweh gepackt. Der Geldbeutel ist für dieses Gefühl gerade sehr unempfänglich, der Reisebericht von Frau Winnemuth musste ein bisschen als Trostpflaster herhalten. Mission erfüllt würde ich sagen.


    Die Autorin ist nicht unbekannt, hat daher viel Connection und ist durch ihren Job reise- als auch fremdprachenerprobt. Daher überrascht ihre Art zu reisen genauso wenig wie die Aufmachung des Reisetagebuchs.


    In Briefen an Familie, Freunde und Verflossene schildert sie die Eindrücke aus zwölf auserkorenen Stationen, ganz persönlich und abseits des Massentourismus. Das bloße Abklappern von bestimmten Sehenswürdigkeiten hätte mich persönlich nur angeödet, dafür gibt's arte, Reiseführer und Co.
    Maike Winnemuth ist näher dran an Land&Leuten, nimmt den Puls der jeweiligen Stadt an und fachsimpelt munter über das dadurch ausgelöste Gefühlschaos.


    Das einzige, was mich gestört hat, war die ständige Nennung eines Berufs vor dem Namen einer Bekanntschaft. Zwischendrin finden sich einzelne beruflose Personen. Man kommt nicht umhin, sich zu fragen, ob die Benennung wegen Banalität wegfiel.


    Fazit
    Reisen ist immer subjektiv, jeder erlebt eine Stadt, ein Land etc. anders. Winnemuths Blickwinkel war mal was anderes. Lust auf Reisen macht die Dame in jedem Fall :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Nachdem es schon so viele gute Zusammenfassungen zum Buch gibt, kann ich direkt dazu übergehen zu schreiben, wie es mir gefallen hat. :lol:

    Ich mochte das Buch tatsächlich sehr gern, vielleicht auch weil es kein klassischer Reisebericht war. Nicht die Städte stehen im Fokus, sondern die Gedanken, Gefühle und Veränderungen, die sie bei der Autorin bewirken. Einiges wiederholt sich und bei manchen Äußerungen konnte ich mir ein Augenrollen nicht verkneifen, z.B.: als die Autorin zum x-ten Mal schreibt, dass es ihr in Stadt Y am leichtesten fiel sich wohl zu fühlen, nur um das gleiche dann über Stadt Z zu schreiben:totlach: Im Nachhinein betrachtet, glaube ich, ist die Autorin einfach so eine Person, die sich schnell für Dinge begeistern kann und diese Begeisterung und Lebensfreude spürt man auch auf jeder Seite!

    Man spürt aber auch die zunehmenden Fragen nach der eigenen Identität, nach den eigenen Werten und nach dem, was einem selbst Sinn gibt im Leben. Und diese Fragen versucht sie durch den Kontakt mit anderen zu beantworten. Von den Städten ist auch mir nicht viel in Erinnerung geblieben, aber dafür umso mehr von den Personen, die sie getroffen hat und von ihrer eigenen Entwicklung, was auch der Grund ist, warum mir dieses Buch sehr gut gefallen hat.

    Ja, es wiederholt sich einiges und ja, manches ist banal, aber das Buch erzeugt ein richtiges Urlaubsfeeling und das ohne wirklich auf die Städte einzugehen und dann wieder gibt es auch sehr anregende Gedanken, die leise in mir weiterrattern. Deswegen habe ich es auch letztlich mit :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb: bewertet.

    "Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste."
    Heinrich Heine


    :study: 9, [-X 3030; :musik: 1

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