Monica Meira Vaughan: Die Spione von Myers Holt/The Ability

  • Inhalt (von nsb.ch)
    Eine Reihe mysteriöser Anschläge. Ein unbekannter jugendlicher Täter. Eine Gruppe von Nachwuchsspionen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten.


    Der zwölfjährige Chris Lane kann es kaum fassen: Ausgerechnet er, der Halbwaise aus ärmlichsten Verhältnissen, soll über ein außergewöhnliches Talent verfügen: Er kann Gedanken lesen und in das Bewusstsein anderer Menschen eindringen! Dank dieser Gabe wird er auf die Myers Holt Academy aufgenommen. Was zunächst nach renommiertem Eliteinternat klingt, entpuppt sich als Sitz des MI 18, einer Sektion des britischen Geheimdienstes, in dem Kinder als Nachwuchsagenten ausgebildet werden. Dort ist Chris' Hilfe bitter nötig: Ein unbekannter Junge hat kürzlich nämlich Anschläge auf wichtige Mitglieder der Regierung ausgeübt. Für Chris und seine Freunde beginnt ein gefährliches Abenteuer...




    Aufbau und Handlung / eigene Meinung:
    Das Buch ist wirklich die gesamte Zeit spannend, interessant und sehr, sehr gut geschrieben. Auch wenn der Charakter von Chris Lane sehr an Harry Potter erinnert, wird der Rest des Buches komplett anders aufgebaut und auch der Schreibstil ist überhaupt nicht kopiert.


    Chris Lane hat vor 7 Jahren seinen Vater verloren. Seine Mutter ist seit dieser Zeit stark depressiv, nicht mehr fähig den Jungen zu erziehen. Chris macht alles, er kümmert sich um den Haushalt um die Bezahlung der Rechnungen etc. Dies hat natürlich auch Auswirkung auf sein schulisches Verhalten. Chris hat jedoch Glück, Miss Sonata, welche Schüler für das Eliteinternat Myers Holt rekrutiert wird auf ihn aufmerksam und bemerkt, welche GABE er besitzt. Somit wird Chris neben fünf anderen Schülern ausgewählt, in dem Eliteinternat Myers Holt ausgebildet zu werden. Die Kinder verfügen über die GABE und sollen darin geschult und gefördert werden. Kaum sind sie im Internat angekommen, wir das Geheimnis gelüftet. Sie werden zu Spionen der MI18 ausgebildet. Was am Anfang spannend klingt und auch noch lustig ist, wird bereits beim ersten Einsatz zur Belastung. Seit kurzem wird auf ehemalige Schüler der Myers Holt Anschläge ausgeübt. Sir Bentley, Leiter der Schule und Sicherheitsverantwortlicher ist dafür auserkoren worden, die Schuldigen zu finden. Die Kinder von Myers Holt geraten in ein gefährliches Abenteuer.


    Ich würde sofort ein weiteres Buch der Myers Holt Schüler lesen. Es wird zwar als Jugendbuch deklariert, für mein Gefühl ist es aber eher ein Erwachsenen-Buch bzw. ein Buch, dass jedermann lesen kann. Das freigegebene Alter von 11 Jahren finde ich schon fast etwas zu jung, vor allem wenn man den Schluss bedenkt.


    Das einzige was ich an diesem Buch kritisieren würde ist der Schluss. Der ist nicht abgeschlossen und man merkt deutlich, dass hier noch mehrere Bücher folgen werden. Das ist etwas schade, aber da der Stil so einzigartig gut ist, ist das ein sehr kleiner Negativ-Punkt, denn man möchte so wieso wissen, wies weitergeht. Aber das warten auf die neuen Bücher zieht dafür umso mehr an den Nerven :-)

  • Den Debütroman der Autorin finde ich sehr gelungen. Zumal ich bedenken muss, dass ich in letzter Zeit mit Kinder-/Jugendbüchern nicht mehr viel anfangen konnte, da sie mir schnell zu langweilig wurden. Hier jedoch konnte mich die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite fesseln: das Geschehen vor 30 Jahren, Chris Leben, die Auswahl und Aufnahme in Myers Holt, die Unterrichtung in der GABE, …


    Die Charaktere der Kinder haben mir besonders gefallen. Jedes Kind ist für sich einmalig. Irgendwann hätte man mir noch nicht einmal mehr den Namen nennen müssen, da ich anhand der Handlung schon wusste, wer es war. Auch Rex wurde mir von Seite zu Seite sympathischer.


    Das Leben bzw. die Ausbildung als Spion habe ich mir irgendwie anders vorgestellt bzw. hatte andere Erwartungen. Das soll jetzt nicht heißen, dass ich enttäuscht bin.


    Auch der Schreibstil gefiel mir. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass sie über Dinge schreibt, die eigentlich nicht so wichtig sind. Aber im nächsten Moment ging es dann auch schon wieder mit der Geschichte weitert.


    Die Kapitel empfand ich manchmal als zu lang, aber einzelne Absätze erlaubten auch zwischen den Kapiteln eine Unterbrechung. Jedes Kapitel beginnt mit einer zeitlichen Angabe, die ich als hilfreich empfand.


    Die Handlung spielt sich innerhalb von zweieinhalb Monaten ab. Am Ende der Geschichte kann man sich schon denken, worum es im nächsten Band gehen wird. Ich bin schon sehr gespannt, wie da Jahr für Chris und seine Freunde in Myers Holt verlaufen wird.


    FAZIT: Eine gefährliche Gabe ist der Auftakt einer neuen Trilogie sie Lust auf mehr macht. Ich vergebe hier :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb: Sterne.

  • Die Spione von Myers Holt, eine Geschichte von Monica M. Vaughan mit ca. 362 Seiten. Das Cover vom Buch ist sehr schön gestaltet, mit dem Jungen der scheint deine Gedanken zu lesen.
    Chris ist ein zwölfjähriger Junge mit besonderen Fähigkeiten, er stammt aus ärmlichen Familienverhältnissen. Nachdem sein Vater stirbt und seine Mutter daraufhin in Depressionen verfällt, kümmert er sich um alles alleine. Um den Haushalt und vorallem um seine Mutter, für welche nichts mehr von Bedeutung scheint, außer dem Fernseher und ihr Selbstmitleid.
    Nach einem Vorfall auf der Schule, wo Chris seine Lehrerin aus einer Notlage herraus bestiehlt, wird er von der Schule verwiesen. Doch seine Gabe, von der er zu diesem Zeitpunkt noch nichts ahnt, ermöglicht es ihm auf das Elite Internat der Myers Holt Academy zu gehen, welches sich als nichts geringeres, als dem Sitz der MI 18, einer Sektion des britischen Geheimdienstes herausstellt.
    Chris wird das erstemal in seinem Leben gut behandelt. er findet Freunde und lernt langsam mit seiner Gabe umzugehen. Mit welcher er am Anfang nicht sehr verantwortungsvoll handelt. Doch schon nach kurzer Zeit, nachdem immer mehr Leute, die einst mit Myers Holt zu tun hatten, Anschläge erleiden, die irgendwie mit dieser Gabe im Zusammenhang stehen. Werden die sechs besonderen Schüler von Myers Holt, zu ihrem ersten großen Einsatz geholt. Zum Schutz des Premierministers Edward Banks.
    Fazit:
    Dieses Buch ist in einem eher einfachen Schreibstil geschrieben, welcher sehr kindgerecht ist.
    Viel Spannung kommt beim lesen nicht auf, da die Geschichte einfachen Mustern folgt. Vieles an dieser Geschichte ist so offensichtlich, dass einen das Ende nicht sonderlich überrascht. Was ich persönlich außerdem sehr Schade finde, ist dass ihr Leben in Myers Holt nicht sehr ausführlich beschrieben ist.
    Mir fehlen diese kleinen Details, die eine Geschichte besonders machen. Die den Ort echt wirken lassen, so als wäre man selber da. Auch der Showdown auf welchen langsam im Buch hingearbeitet wird, fällt er ernüchternd aus. Irgendwie hat man mehr erwartet, als diese paar lieblos hingeklatschten Seiten.
    Obwohl der Cliffhanger wieder neugierig macht und auf mehr Chris Lane hoffen lässt.
    Dennoch ist es ein gutes Kinderbuch, welches sich unter vielen anderen hervorhebt.