Rachel Simon - Die Geschichte eines schönen Mädchens

  • Buchdetails

    Titel: Die Geschichte eines schönen Mädchens


    Verlag: Aufbau Taschenbuch

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 416

    ISBN: 9783746630304

    Termin: April 2014

  • Bewertung

    3.8 von 5 Sternen bei 5 Bewertungen

    76% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Die Geschichte eines schönen Mädchens"

    Verstecken Sie mein Kind, bitte. Amerika im Jahr 1968: Die Witwe Martha lebt in ihrem abgelegenen Haus ein einsames Leben. Nur an Weihnachten erhält sie von ehemaligen Schülern Besuch. Dann jedoch stehen zwei wildfremde, verzweifelte Menschen vor ihrer Tür: das Mädchen Lynnie und Homan, ein tauber Afroamerikaner. Beide sind aus einer nahen Anstalt geflohen. Wenig später tauchen ihre erbarmungslosen Wächter auf. Während Homan über den reißenden Fluß entkommen kann, wird Lynnie in ihr trostloses Dasein zurückgebracht. Doch was ihre Häscher nicht wissen: Lynnie hat kurz vor ihrer Flucht ein Mädchen geboren und in dem Haus der Witwe verstecken können. In einem geheimen Augenblick verspricht Martha sich um den Säugling zu kümmern. Eine große epische Reise beginnt, die über vierzig Jahre währt. Ein wunderbarer, anrührender Roman: Eine junge Frau muss ihr Kind zurücklassen – und hört nicht auf, es zu suchen und auf ein Wiedersehen zu hoffen. 'Die Autorin gibt denen eine Stimme, die keine haben. Eine Roman über tiefe, verstörende Wahrheiten.' Washington Post
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  • Kurzbeschreibung (Quelle: amazon.de)
    Verstecken Sie mein Kind, bitte. Amerika im Jahr 1968: Die Witwe Martha lebt in ihrem abgelegenen Haus ein einsames Leben. Nur an Weihnachten erhält sie von ehemaligen Schülern Besuch. Dann jedoch stehen zwei wildfremde, verzweifelte Menschen vor ihrer Tür: das Mädchen Lynnie und Homan, ein tauber Afroamerikaner. Beide sind aus einer nahen Anstalt geflohen. Wenig später tauchen ihre erbarmungslosen Wächter auf. Während Homan über den reißenden Fluß entkommen kann, wird Lynnie in ihr trostloses Dasein zurückgebracht. Doch was ihre Häscher nicht wissen: Lynnie hat kurz vor ihrer Flucht ein Mädchen geboren und in dem Haus der Witwe verstecken können. In einem geheimen Augenblick verspricht Martha sich um den Säugling zu kümmern. Eine große epische Reise beginnt, die über vierzig Jahre währt. Ein wunderbarer, anrührender Roman: Eine junge Frau muss ihr Kind zurücklassen – und hört nicht auf, es zu suchen und auf ein Wiedersehen zu hoffen.


    Über die Autorin (Quelle: amazon.de)
    Rachel Simon, 1959 geboren, hat in den USA mehrere Romane geschrieben, doch der Durchbruch gelang ihr mit “Die Geschichte eines schönen Mädchens”. Die Vorlage für dieses Buch lieferte ihr das Leben ihrer behinderten Schwester. Sie lebt mit ihrem Mann, einem Architekten, in Delaware.


    Meine Meinung
    Schon beim ersten Blick auf das Buch gefiel es mir wegen des Covers ausgesprochen gut und beim Lesen hatte ich immer, wenn es um Marthas Haus ging, dieses vom Titelbild vor Augen. So stimmig wie dieses Bild war, war dann das gesamte Buch. Die Protagonisten waren gut charakterisiert. Sie wirkten lebensecht und waren in ihrem Tun und Denken sehr glaubwürdig. Der Roman war sehr gefühlvoll geschrieben, aber nicht kitschig oder auf die Tränendrüsen drückend. Trotzdem fiebert man mit und leidet man sowohl mit der geistig behinderten Lynnie, dem taubstummen Homan und auch mit Martha. Die Geschichte an sich ist unglaublich schön, emotional, rührend und nachdenklich machend, Traurig stimmte mich der Umgang mit den gehandicapten jungen Menschen, sowohl von Seiten der Familie als auch von der der Heimmitarbeiter.

    Die Geschichte umfasst eine Zeitspanne von etwa vierzig Jahren und ist aus den Blickwinkeln der Hauptpersonen erzählt. Die Kapitelüberschrift gibt Auskunft darüber, wer im Mittelpunkt dieses Abschnittes steht. Diese Perspektive ist sehr geschickt gewählt, denn als Leser weiß man so immer über die aktuelle Situation des jeweiligen Erzählers Bescheid und kann sich ein Bild des großen Ganzen zusammensetzen.

    „Die Geschichte eines schönen Mädchens“ ist ein anrührender, leiser Roman über Liebe und Leid, eine Flucht, den Umgang mit Behinderten und das späte Glück einer reifen Frau, ein Kind zu haben. Wer Liebesgeschichten mag, die frei von Gefühlsduselei und rosarotem Gesäusel sind, dafür aber ein gutes Zeitbild vermitteln, wird mit diesem Roman Rachel Simon viel Freude haben.