Peter Rosegger - Die Försterbuben

  • Worum es geht

    Der Förster Paul Rufmann und der Michelwirt sind seit vielen Jahren gut befreundet, teilen ihre Sorgen miteinander, haben aber auch immer wieder Zeit, gemeinsam zu singen und zu musizieren. Insgeheim hoffen die Väter sogar, dass das Wirtstöchterlein und Friedel, der ältere der Förstersöhne, ein Paar werden.

    Das eingespielte Zusammenleben der Dorfbewohner findet ein jähes Ende, als Friedel und sein jüngerer Bruder Elias, ein Anwärter auf das Priesteramt, einen Fremden über das Gebirge begleiten sollen. Auf diesem Gang wird der predigende Landstreicher ermordet, und die Tat seinen beiden Begleitern zur Last gelegt. Um seinen Bruder zu schützen, legt Elias ein Geständnis ab, ohne die schrecklichen Folgen seiner gut gemeinten Lüge auch nur erahnen zu können.


    Wie es mir gefallen hat

    Die ersten beiden Drittel des Romans waren eigentlich recht langweilig, doch kann der steirische Heimatdichter in diesem Teil mit seinen Charakteren punkten, die er sehr originell zu beschreiben versteht. Man kann sich diese eingeschworene, in ihren Traditionen stark verhaftete Dorfgemeinschaft des 19. Jahrhunderts jedenfalls recht gut vorstellen, ehe das Unheil ganz unerwartet hereinbricht.

    Jetzt wird es zwar spannend, aber Peter Rosegger selbst hat immer wieder darauf hingewiesen, dass er keinen Kriminalroman schreiben wollte, sondern dass es vielmehr um die Schuld geht, die der Michlwirt seinem Freund Paul Rufmann gegenüber auf sich geladen hatte.

    Stilistisch muss man sich vielleicht an so manche Eigenart in der Ausdrucksweise des Heimatdichters gewöhnen, dafür sind dessen Figuren so identisch und glaubhaft, dass man die einst lebenden Vorbilder auch heute noch zu erkennen glaubt.