Andreas Knapp - Weiter als der Horizont: Gedichte über alles hinaus

  • Buchdetails

    Titel: Weiter als der Horizont: Gedichte über a...


    Verlag: Echter

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 72

    ISBN: 9783429025069

    Termin: Oktober 2009

  • Bewertung

    3.5 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

  • Inhaltsangabe zu "Weiter als der Horizont: Gedichte über a..."

    In Andreas Knapps Gedichten klingt die ungestillte Sehnsucht nach jener kühnen Liebe an, die aufs Ganze geht, die sich mit nichts weniger als dem lebendigen Gott begnügt. Es sind Such-Worte, die fern einer zerredeten Sakralsprache „geistesgegenwärtig“ aus dem Herzen kommen; Sehnsuchts-Worte, die sich nach dem unerschöpflichen „Du“ ausstrecken. Die Texte, die den Leser mit in den Traditionsstrom jüdisch-christlicher Verheißungsgeschichte nehmen und große theologische Themen dichterisch verkünden, sind ganz und gar biblisch inspiriert. Wir hören keine mahnenden Appelle, sondern lauschen zarten „Klopfzeichen“, empfangen gastfreundliche Einladungen und theologie-kundige Wegweisungen „bis ans Tor der Sprache“. In ihnen wird deutlich, worin alle Theologie ihren Ursprung hat: im Gebet zu Gott.
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  • Original : Deutsch, 2009
    Mit einem Nachwort von Melanie Wolfers


    INHALT :
    60 Gedichte
    In Andreas Knapps Gedichten klingt die ungestillte Sehnsucht nach jener kühnen Liebe an, die aufs Ganze geht, die sich mit nichts weniger als dem lebendigen Gott begnügt. Es sind Such-Worte, die fern einer zerredeten Sakralsprache „geistesgegenwärtig“ aus dem Herzen kommen; Sehnsuchts-Worte, die sich nach dem unerschöpflichen „Du“ ausstrecken. Die Texte, die den Leser mit in den Traditionsstrom jüdisch-christlicher Verheißungsgeschichte nehmen und große theologische Themen dichterisch verkünden, sind ganz und gar biblisch inspiriert. Wir hören keine mahnenden Appelle, sondern lauschen zarten „Klopfzeichen“, empfangen gastfreundliche Einladungen und theologie-kundige Wegweisungen „bis ans Tor der Sprache“. In ihnen wird deutlich, worin alle Theologie ihren Ursprung hat: im Gebet zu Gott. (Quelle : aus dem Nachwort von Melanie Wolfers)


    BEMERKUNGEN :
    Diese Gedichte stehen allesamt in einer spirituell-christlich geprägten Atmosphäre, wobei es allerdings den ein oder anderen erstaunen könnte, dass ein Priester also SO schreibt über seinen Glauben, hört man doch auch (und das ist glücklich) von seinen Fragen, Zweifeln, Klagen. Doch in all dem steht er in der besten Tradition von Texten wie z.B. insbesondere der Psalmen. In anderen Gedichten stehen gewisse biblische Figuren und ihr Handeln und Sein im Mittelpunkt, sei es nun Adam und Eva, Abraham, Lot, Jakob usw.


    Was der Autor hier in sehr zugänglicher, relativ einfacher, nie zu verkopften oder gekünstelten Sprache zum Ausdruck bringt wird nicht immer den schon länger praktizierenden und betenden Christen überraschen, dennoch sind manche Aussagen und Wendungen hilfreich für eine neue Sicht auf scheinbar altbekannte Wahrheiten. Und meines Erachtens können solche persönlichen Äußerungen, und nicht einfach trocken hervorgebrachte theologische Stellungnahmen, manchem Suchenden helfen zu verstehen, wie man Bibeltexte rezipieren kann, aus ihnen lebt und was einen Christen so umtreibt. Insofern sind diese Gedichte meines Erachtens durchaus einem größeren Publikum zugänglich.


    Es wäre allerdings für den nicht so in der Bibel Bewanderten hilfreich gewesen, wenn man zu jedem ausdrücklich bibelbezogenem Gedicht im Anhang als Hilfestellung die wesentlichen Quellen in der Bibel zum Nachlesen angegeben hätte. So läuft mancher in Gefahr, diese Textbezüge nicht erkennen zu können, zumal heute die Vertraulichkeit mit der biblischen Tradition nicht mehr so präsent ist.


    Die Person des Jakobs und sein Traums von der "Leiter" (siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Jakobsleiter_(Bibel) inspirierte den Autor von Genesis 28 ausgehend zu folgendem Gedicht:


    Jakobsleiter


    nur geträumt
    die sprossen
    hoch ins blau


    steige lieber
    die steinigen stufen hinab
    in die lichtscheue
    deiner katakomben


    und wenn du
    ganz zu grunde
    gegangen bist
    erwartet dich dort
    der engel


    AUTOR :
    Andreas Knapp, Jahrgang 1958, wurde 1983 nach seinem Theologiestudium in Freiburg und Rom zum Priester geweiht, anschließend folgte die Promotion. Ab 1988 war er Studentenpfarrer in Freiburg, 1993 berief ihn der Erzbischof von Freiburg zum Direktor des Theologenkonvikts Collegium Borromaeum - er war damit einer der verantwortlichen Theologen für die Priesterausbildung des Erzbistums.


    Im Jahr 2000 nahm Andreas Knapp Abschied von der kirchlichen Karriere und schloss sich den "Kleinen Brüdern vom Evangelium" an. Zunächst ging es nach Frankreich, wo der Orden, der sich den Ärmsten der Armen verpflichtet weiß, zu Hause ist. Von 2002 bis 2005 lebte Andreas Knapp im bolivianischen Hochland, wo er mit drei Mitbrüdern eine Joghurt-Produktion betrieb, deren Erzeugnisse sie auf dem Großmarkt verkauften. Heute lebt Andreas Knapp mit drei seiner Brüder in einem Plattenbau in Leipzig-Grünau, arbeitet als Packer am Fließband und nutzt die wenige freie Zeit zum Schreiben. Er hat mehrere Bände mit geistlichen Gedichten veröffentlicht und gilt als einer der reifsten spirituellen Lyriker Deutschlands.
    (Quelle : Autorenvorstellung beim Verlag Droemer-Knaur)


    Taschenbuch: 72 Seiten
    Verlag: Echter; Auflage: 6., unveränderte Aufl. (1. Oktober 2009)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 3429025060
    ISBN-13: 978-3429025069

    Ricardo Romero - Je suis l'hiver

    Tim O'Brien - Was sie trugen/The things they carried

    Catherine McKee - Charles de Foucauld, le frère universel

    Trésor de la poèsie indienne - Des Védas au XXIème siècle (Schatzkiste der indischen Poesie - Von den Veden bis ins XXI.Jahrhundert)


    (Un-)Gelesenes: https://www.buechertreff.de/user/2161-tom-leo/#library

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    Ja, ich kann Deine Anfrage gut verstehen und bin etwas in Bedrängnis. In letzter Zeit fällt mir das Bewerten immer schwerer, muss ich zugeben. Ich glaube, dass diese Gedichte von der Zugänglichkeit und Einfachheit her eine höhere Bewertung verdient haben. Manchmal - so dachte ich quasi für andere eventuelle Leser vor oder mit - mag aber dieses oder jenes Gedicht zu "didaktisch" vorkommen. Auch vermeidet es bei aller positiven Einfachheit manchmal einen wirklichen poetisch starken Ausdruck. Aber ich kann mich da vertun und finde diese Bewertungen oft nichtssagend.


    So wie ich Dich einschätze, Farast, könntest Du an diesen Werken viel Gefallen finden!!!

    Ricardo Romero - Je suis l'hiver

    Tim O'Brien - Was sie trugen/The things they carried

    Catherine McKee - Charles de Foucauld, le frère universel

    Trésor de la poèsie indienne - Des Védas au XXIème siècle (Schatzkiste der indischen Poesie - Von den Veden bis ins XXI.Jahrhundert)


    (Un-)Gelesenes: https://www.buechertreff.de/user/2161-tom-leo/#library

  • Danke für deine Antwort! Ich setze mir das Buch mal auf meine Wunschliste.
    Ich kann die Sache mit dem bewerten und Sternchen vergeben gut nachvollziehen, es fällt mir auch nicht gerade leicht. Ich sehe dann halt immer das einzelne Buch vor mir bzw. in welchem Genre es spielt, ob es eher top oder flop ist. Letztendlich bleibt es halt eine rein subjektive Geschichte.

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