Angebot erhalten - kann ich da Geld für nehmen?

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  • Hallo meine lieben Autoren!


    Ich habe heute eine E-Mail bekommen, zu der ich euren Rat gebrauchen könnte. Dafür muss ich aber kurz etwas weiter ausholen.


    Ich bin Mitglied im Girl:It Buchclub für Mädchen. Dort bekommt man monatlich ein Paket mit zwei Büchern, mehrere Extras (z.B. Schreibwaren oder Make-Up) und ein Mitgliedermagazin. Der Club richtet sich an Mädchen zwischen 10 und 16, ich bin mit 29 also viel zu alt. Da ich aber gerne Jugendbücher lese und selber welche schreibe, bin ich trotzdem drin, allein schon, um meiner Zielgruppe nahe zu sein ^^


    2011 habe ich am Kurzgeschichtenwettbewerb des Clubs teilgenommen, konnte aber nicht berücksichtigt werden, da meine Geschichte zu lang war (es wurde bei der Ausschreibung kein Limit angegeben :-? ). Da meine Geschichte aber gefiel, hat man sie nach Absprache mit mir eigenständig auf der Homepage (www.girlit.de) veröffentlicht und ich habe eine Sachprämie im Wert von etwa 35€ erhalten.
    2012 habe ich den 3. Platz belegt (die Geschichte war längst nicht so gut wie die von 2011, muss ich ja selber zugeben).


    Heute erhielt ich also besagte E-Mail. Darin schrieb mir die Redaktion, dass sie meine Geschichten wirklcih gut finden und dass die von 2011 auch bei den Mitgliedern gut ankommt. Sie fragen mich, ob ich nicht regelmäßig Kurzgeschichten und ggf. auch Artikel für den Club schreiben würde.
    Ich freu mich wie blöd, dass die überhaupt von sich aus auf mich zugekommen sind, doch nun ist die Frage, wie es mit der "Bezahlung" aussieht. Ich bin ja keine Redakteurin, sondern ein Clubmitglied. Jedes Clubmitglied kann Beiträge aller Art (auch Fotos oder Rezepte) einsenden, die bei Veröffentlichung mit kleinen Sachpreisen belohnt werden. Wenn ich nun aber persönlich aufgefordert werden, etwas zu schreiben, und das regelmäßig, ist das dann immer noch als Clubmitglied oder schon offizieller? Kann ich da wirklich Geld für verlangen oder muss ich mich mit Sachprämien "begnügen"?
    In der Mail war gar nicht von Bezahlung die Rede, aber so völlig gratis will ich das natürlich auch nicht machen. Ich will aber auch nicht zu vieol verlangen, nicht, dass die doch n Rückzieher machen, denn das ist vielleicht DIE Chance für mich, da auch mal einen Roman unterzubringen.


    Ich hab denen jetzt noch nicht geantwortet, weil ich mich natürlich super freue, aber auch total unsicher bin.
    Weiß jemand Rat?


    Danke vorab und ein schönes Wochenende ^^

  • Du bist Autorin, sie haben Dir bereits ungefragt Geld geschickt und sie haben angefragt. Lass sei ein Angebot machen und überlege für Dich, ob das mit Deiner zu erwartenden Arbeitszeit an der Sache und Deinem Anspruch an Dich selbst korreliert. Überlege vielleicht auch, ob Du nicht eventuell einen Mitarbeitervertrag annehmen würdest - und wenn ja zu welchen Konditionen - für den Fall, dass er Dir angeboten wird und Du schnell reagieren sollst. Bedenke dabei auch Steuer- und Arbeitsrechtsaspekte, damit Du da keinen Ärger bekommst. Wenn Du so schnell arbeiten kannst, dass Du dabei an Deinem normalen Leben und Arbeiten keine Abstriche machen musst, dann kannst Du über eine pro-bon-Reglung nachdenken (die auch ein sehr wenig Nehmen wäre.) 8)

  • Danke für die konstruktive Antwort ^^
    Ich bin bereits als freiberuflich gemeldet und mein Arbeitgeber (das Finanzamt XD) weiß auch Bescheid, in dieser Hinsicht bin ich also auf der sicheren Seite. Wollte nur einfach nicht gierig wirken... Schön, dass ich das nicht tue. Aber *hust* was heißt Pro-Bon?
    Na ja, bis Montag ist da eh keiner, also hab ich am Wochenende Zeit, eine ordentliche Antwort zu formulieren.

  • Hey,


    habe gerade zufällig deinen Beitrag gelesen und wollte mal fragen, was denn jetzt dabei heraus gekommen ist? GIbt es schon Neuigkeiten?
    :)


    Das würde mich auch interessieren. :wink:

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond


    http://www.lektorat-sprachgefuehl.de

  • Freut mich irgendwie sehr, dass euch das interessiert XD
    Ich bekomme für meine Geschichten weiterhin "nur" Sachprämien (Buchpakete etc.), aber ich finde das für den Anfang ganz okay, bin ja eh zahlende Kundin. Je erfolgreicher meine Geschichten sind, desto höher ist die Chance, dass sie vielleicht auch mal einen Roman von mir drucken ^^
    Da es nur Sachprämien sind, die als Geschenk gelten, muss ich die auch nicht versteuern, oder?

  • Ich bekomme für meine Geschichten weiterhin "nur" Sachprämien (Buchpakete etc.), aber ich finde das für den Anfang ganz okay, bin ja eh zahlende Kundin.


    Es ist sicher gut für die Geschichten auf diese Weise überhaupt irgendetwas zu bekommen, so lange es dabei nur um den Spaß an der Freude, die Übung und vielleicht den Werbeeffekt für spätere Werke geht. Aber...


    Je erfolgreicher meine Geschichten sind, desto höher ist die Chance, dass sie vielleicht auch mal einen Roman von mir drucken ^^


    ... Nein. Dieser Anatz klingt mir zu verhängnissvoll, um ihn unkommentiert zu lassen. Wenn es einen solchen Roman irgendwann gibt, dann ist er


    ...entweder (noch) nicht so gut. Dann sollte er in der Schublade bleiben (oder überarbeitet werden, bis er klasse ist).
    ...oder er ist gut. Dann verdient er eine richtige Veröffentlichung bei einem Verlag (oder zumindest im als Selfpublisching an den entsprechenden Stellen).


    (wenn ich diesen Buchclub intuitiv falsch einschätzen sollte und er eigentlich ein richtiger Verlag ist, dann bitte die letzten Passagen ignorieren)

  • Ja, er ist ein richtiger Verlag ^^ Klein (2 Bücher pro Monat), aber fein.
    Also der Roman, der dann vielleeeeeeeicht mal veröffentlicht werden könnte, wäre dann schon ein Buch (Hardcover).
    Aber erstmal ist es genau so, wie du sagst: Üben, Spaß haben und wenigstens ein bisschen was dafür bekommen. Bekomme da ja auch Feedback von den Clubmitgliedern, das ist gutes Training.

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